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Merkels Reaktion auf Brexit-Antrag: Wir können ja Freunde bleiben
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Nach dem Austrittsantrag der Briten gibt sich Kanzlerin Merkel betrübt, aber kompromissbereit: Großbritannien und die EU sollten nach der Scheidung "enge Partner" bleiben. Deutschland sei gut auf die Verhandlungen vorbereitet.

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paul.1 29.03.2017, 22:50
40. From England

Wenn nur die EU irgendwelche Anzeichen von Kompromissen gezeigt hätte und nicht so unflexibel wäre, hätten viele Briten gestimmt, zu bleiben.
Viele Briten sehen Brüssel als fett, unflexibel, verschwenderisch, korrupt, pontless, unreif und naieve.

Wie für Schottland und Nordirland, wenn sie so scharf sind, ein Teil der EU zu bleiben, kann die EU sie nehmen. Beide Länder sind bankrott und ein großer Abfluss auf England!

ABER, verweigere niemals die Abneigung gegen die EU mit irgendwelchen Fähren für alle europäischen Nationalstaaten, die Briten wollen Freunde von Europa sein, aber nicht die Infusionsstruktur der Europäischen Union!

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birdie 30.03.2017, 00:12
41. Die beste Bundeskanzlerin, die wir nur haben können, hat ...

in klugen Worten und diplomatisch sehr feinfühlend, knallhart klar gemacht, dass die britishen Spirenzchen ein Ende haben. Danach gilt: little Britain hängt aussenbords an einem dünnen Seil-chen an der Schiffswand des EU-Dampfers und der Absturz der stolzen Britannier in´s kalte Wasser ist nur eine Frage der Zeit. Da die lieben Briten sich aber zum Ziel gesetzt haben, in jedem Fall allein nach Hause zu schwimmen, lässt man sie gewähren. Wenn dann die, die das überlebt haben, in ihrer Not um Hilfe bitten, wird die EU-Gemeinschaft eine Hilfe wohlwollend prüfen. Allerdings unter knallharten Auflagen, die künftig jede Sondermarotte = Roainenpickerei von isolationistischen Traumtänzern von Anfang an abwürgt.

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sevennineone 30.03.2017, 00:27
42. Neutral

Dieses neutrale Verhalten von Frau Merkel kann man sich einfach nicht mehr anhören. Statt mal Stellung gegen die Regierung Türkei oder gegen den Brexit zu beziehen, redet sie immer gut zu. Ich verstehe es einfach nicht und als langjähriger CDU Wähler wird es Zeit für einen Wechsel.

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brucewillisdoesit 30.03.2017, 06:45
43. Ach Du meine Güte ...

Zitat von pragmat
Der sogenannte "Isolationismus" ist eine politische Formulierung, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Trump wird beschuldigt, weil er den Sinn des Freihandels (keine Einfuhr- oder Ausfuhrzölle) in Frage gestellt hat. Nun ist aber der Freihandel nur für Exportländer interessant, deren Produkte im Importland dann billig sind. Für die Importländer ist es genau umgekehrt. Deren Industrie will hohe Einfuhrzölle haben und so weiter. Erst die genaue Analyse der Warenströme und die erwartete Entwicklung wird zeigen, wofür sich Mr. Trump entscheiden wird. Im Moment spekuliert man darüber, dass er sich gegen die Exportländer entscheiden wird, so lange die eigene Wirtschaft davon profitiert. Und die wird es ihm zweifellos danken.
Wo haben Sie denn Ihre Wirtschaftskenntnisse her, aus der Lotterie ? Freihandel ist für jedes Land interessant, das Produkte oder exportierbare Services herstellt und das ist jede Nation auf diesem Planet, da Handel für beide beteiligten Parteien immer zu einer positiven Wertschöpfung führt. Das ist neben der Verhandlungsmacht einer der größten Vorteile der EU.
Wer allerdings nichts exportiert hat auch keine Devisen benötigte Importe (z.B. im Inland nicht hergestellter Pridukte) zu bezahlen. Je kleiner der Heimatmarkt, umso größer wird das Problem keinen Internationalen Handel zu betreiben, denn kein Staat auf diesem Planeten stellt alle Produkte und Dienstleistungen selbst her und hat auch alle Rohstoffe verfügbar. Das wirkt sich dann sehr schnell rapide auf den Lebensstandard der Bevölkerung auf.
Oder um es kurz zu machen: weniger Handel ist nur dann eine realistische Option, wenn es vollkommen ok ist das GDP und somit den Lebensstandard der Bevölkerung (was gleichbedeutend mit der durchschnittlichen Lebenserwartung ist) nach unten zu drücken. Sollte es zu einem harten Brexit kommen, werden sich viele Brexiteers noch verwundert umsehen, was sie sich da so genau gewünscht haben. Für die EU würde das ganze natürlich auch ziemlich schmerzhaft sein, aber das UK würde bei weitem nicht so glimpflich davonkommen.

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mostly_harmless 30.03.2017, 09:51
44.

Zitat von pragmat
Es wird lustig, wenn die EU erfährt, dass sie ihr Verhandlungsmonopol für Handelsverträge mit der Austrittserklärung der Briten verloren hat. [...]
Tschuldigung: Was reden Sie da? Welche Handelsverträge? Die Handelverträge,die von der EU ausgehandelt wurden, gelten demnächst für GB nicht mehr.

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dieter 4711 30.03.2017, 10:33
45. Hoffentlich bleiben wie keine Freunde

Frau Merkel soll sich aus den Verhandlungen raushalten, sie ist zu weich. Ja, ich kenne es vom Hörensagen, immer wenn eine private Beziehung zu Ende geht, wurde von einer Seite meistens von den Frauen gesagt, "wir bleiben aber Freunde".

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seetaucher 30.03.2017, 13:56
46.

Zitat von pragmat
Schon im Dezember 2016 hat eine internationale Denkfabrik ausgerechnet, wass passiert, wenn den Briten kein freier Zutritt (keine Zölle) zum Binnenmarkt mehr gewährt wird. Dann käme ein Handelsvertrag nach WTO-Regeln .....
Ja. Nur was machen 5,2 Mrd. Euro bezogen auf die Gesamtwirtschaftsleistung GBs aus und 12,9 Mrd. Euro bezogen auf die Gesamtwirtschatsleistung der EU?

Eben.
Deshalb ist das eben nicht "negativer" für die Eu-Wirtschaft, weil die EU-Wirtschaft um ein vielfaches größer ist.

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seetaucher 30.03.2017, 13:58
47.

Zitat von paul.1
Wenn nur die EU irgendwelche Anzeichen von Kompromissen gezeigt hätte und nicht so unflexibel wäre, hätten viele Briten gestimmt, zu bleiben.
Seien Sie doch so nett und erzählen Sie uns, welche Kompromisse Sie sich da so vorgestellt haben?
Nicht-Mitgliedschaft im Schengenraum?
Nicht-Mitgliedschaft in der Euro-Zone?
Sonderkonditionen bei den Beitragszahlungen?

Oder was schwebt Ihnen da vor?

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bammy 30.03.2017, 16:03
48.

Zitat von sevennineone
Dieses neutrale Verhalten von Frau Merkel kann man sich einfach nicht mehr anhören. Statt mal Stellung gegen die Regierung Türkei oder gegen den Brexit zu beziehen, redet sie immer gut zu. Ich verstehe es einfach nicht und als langjähriger CDU Wähler wird es Zeit für einen Wechsel.
Entscheidend ist, was unter dem Strich herauskommt und nicht wie Frau Merkel dampfplaudert.
Zur Politik gehört auch Diplomatie. Typen wie Erdogan und Trump richten mit ihrem Gebrüll mehr Schaden an, als das es ihren Ländern etwas nutzt.

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