Forum: Politik
Merkels Röttgen-Rauswurf: Protokoll einer Demütigung
dapd

Angela Merkel forderte seinen Abschied, doch Norbert Röttgen wollte nicht gehen. Am dritten Tag nach dem NRW-Wahldebakel zog die Kanzlerin dann die Reißleine - und feuerte ihren Umweltminister. Vorher soll es im Kanzleramt zum Streit gekommen sein. Eine Chronologie.

Seite 1 von 18
Neapolitaner 17.05.2012, 18:11
1. Ein Verhängnis namens Fukushima

Zitat von sysop
Angela Merkel forderte seinen Abschied, doch Norbert Röttgen wollte nicht gehen. Am dritten Tag nach dem NRW-Wahldebakel zog die Kanzlerin dann die Reißleine - und feuerte ihren Umweltminister. Vorher soll es im Kanzleramt zum Streit gekommen sein. Eine Chronologie.
Die "Energiewende" findet nicht statt, das ist das Problem von Merkel. Röttgen muss dabei eine zentrale Rolle gespielt haben.

Die Abschaltung der Reaktoren kostet de-facto einen dreistelligen Millliardenbetrag. Das können weder Röttgen noch Merkel mit ein paar Windturbinen mehr ausgleichen. Der Umweltminister steht nun für die verkorkste Energiewende = Rückabwicklung des Ausstiegs vom Ausstieg; möglicherweise wird uns nun bald erklärt, dass der Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg die ganze neue Energiewende ist. Röttgen wäre nur noch Klotz am Bein. Er stand auch für eine "Annäherung" an die Grünen. Es wurden Hoffnungen genährt, die keine Grundlage haben - und wohl auch nie haben werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fettnäpfchen 17.05.2012, 18:14
2. Die Bundeskanzlerin: Widerlich, verwerflich, ekelerregend, erbärmlich, unglaubwürdig

Merkel hat Typen wie Guttenberg und Wulff lange verteidigt. Schon bei diesen beiden war klar, dass sie keine ethisch-moralischen Grundsätze hat, dass ihre christliche Erziehung irgendwie abhandengekommen war.

Aber nun wird es erbärmlich, was unsere Bundeskanzlerin sich leistet. Man mag zu Norbert Röttgen stehen, wie man will - aber so einen hinterhältigen Abgang, den ausschließlich die Bundeskanzlerin zu rechtfertigen hat, hat er nicht verdient.

Sie hat Guttenberg und Wulff wochenlang geschützt, obwohl beide Lügner und Betrüger (bisher nicht rechtskräftig von einem Gericht festgestellt!) geschützt. Röttger hat "nur" eine Wahl verloren, hat sich - zugegebenermaßen ungeschickt verhalten - aber rechtfertigt das einen Abgang, der ihm (Röttgen) einen Gesichtsverlust beschert?

Nein, Röttgen kann irgendwann wiederkommen. Aber eine Rückkehr von Wulff und Guttenberg sollte sie verhindern. Tut sie das???

Nein - Merkel ist nur noch peinlich, sie ist am Ende. Innenpolitisch hat sie "ausgemerkelt", außenpolitisch hat sie uns Deutsche wieder in eine Außenseiterrolle hineinmanövriert, in die wir niemals mehr kommen wollten/sollten: In eine überall unbeliebte Nation, weil besserwisserisch, aber ohne Konzepte und ohne eine menschliche Komponente.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rikus 17.05.2012, 18:14
3. Röttgen allein verantwortlich für Energiewende?

Wieso reden eigentlich alle von Röttgens Verantwortung für die Energiewende? Die Energiepolitik ist das Thema der Abteilung III im Bundeswirtschaftsministerium. Dem Wirtschaftsminister ist auch die Bundesnetzagentur zugeteilt, die die Neugestaltung der Stromnetze überwachen soll.

Hauptverantwortlich für die Energiewende sollte also unser Phillip Rösler sein. Nur der ist, als dicker Freund von RWE, Eon und Co., daran offensichtlich nicht interessiert, verweigert sogar die notwendigen Schritte. Der Mann gehört mindestens genaus so gefeuert wie gerade Norbert Röttgen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
superschwamm 17.05.2012, 18:17
4. ...zeit zu gehn

.........damit ist es endgültig an der Zeit Frau Merkel politisch zu exekutieren ! Ihre unfähigen (Schröder,Rösler,Westerwelle,.....) und menschenverachtenden Lakaien (von der Leyen,.....)
darf sie dabei gern mitnehmen. Es wird endgültig Zeit für eine finanzkriesen adäquate Europapolitik bevor es in Europa zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
doytom 17.05.2012, 18:21
5. german `Iron Lady`

Zitat von sysop
Angela Merkel forderte seinen Abschied, doch Norbert Röttgen wollte nicht gehen. Am dritten Tag nach dem NRW-Wahldebakel zog die Kanzlerin dann die Reißleine - und feuerte ihren Umweltminister. Vorher soll es im Kanzleramt zum Streit gekommen sein. Eine Chronologie.
Nicht umsonst wird Merkel im Ausland auch als german `Iron Lady` genannt, ganz nach ihrem Vorbild Margareth Thatcher. Aber auch das `Verbalnachtreten` von Horst Seehofer im ZDF-Interview erinnert mich an eine brutale Attacke auf dem Boden liegenden Opfer nochmal fest reingetreten wird. Es ist inzwischen auch eine Art `Dog eat Dog` Gesellschaft in den obersten Gesellschaftsrängen der Politik entstanden ist. Und das löst vor allem Unbehagen in der Bevölkerung aus, wenn `solche Politiker` über Sozialpolitik entscheiden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kaksi 17.05.2012, 18:30
6. In welcher Absicht ließ Röttgen sich lieber entlassen als zurückzutreten?

Zitat von sysop
Angela Merkel forderte seinen Abschied, doch Norbert Röttgen wollte nicht gehen. Am dritten Tag nach dem NRW-Wahldebakel zog die Kanzlerin dann die Reißleine - und feuerte ihren Umweltminister. Vorher soll es im Kanzleramt zum Streit gekommen sein. Eine Chronologie.
Wie ware es mit ein paar glaubwürdigen Vermutungen über die Motive Röttgens? Im übrigen kommen mir Erinnerungen an Adenauer: Wie viele Minister hat DER gefeuert?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
turo 17.05.2012, 18:32
7. oT

Zitat von sysop
Angela Merkel forderte seinen Abschied, doch Norbert Röttgen wollte nicht gehen. Am dritten Tag nach dem NRW-Wahldebakel zog die Kanzlerin dann die Reißleine - und feuerte ihren Umweltminister. Vorher soll es im Kanzleramt zum Streit gekommen sein. Eine Chronologie.
Wieder ein neuer Thread zum Merkel-bushing.
Ich kann es nicht mehr lesen.
Sie müssen erst ein Mal die Richtlinienkompretenz des BK/BK.in lesen.
Frau Merkel konnte Röttgen nicht entlassen, weil er die Wahl verloren hat, dass geht nicht.
Sie konnte aber am Montag ihm sagen, dass sie es ihm nicht mehr zutraut, dass Amt des Umweltministers in ihrem Sinne zu führen.
Sie hat ihm offensichtlich Bedenkzeit gegeben, die er für seinen
eigenen Rückzug nicht nutzte.
Frau Merkel hat dem Protokoll von SPON nach am Montag auch nicht geäußert, dass Röttgen weiterhin ihr Vertrauen hat.
Das war freie Interpretation von SPON und den anderen Medien.
Oppermann, Nahles, Gabriel und Roth haben doch selbst seinen Rücktritt vom Ministeramt gefordert.
Alles Scheinheilige.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
K_K_W 17.05.2012, 18:32
8. Rache ist süß

Zitat von sysop
Angela Merkel [...] feuerte ihren Umweltminister.
Wäre ich an Röttgens Stelle, und wäre ich so grünlich wie er, wechselte ich jetzt das Parteibuch und das Lager, falls Frau Kraft in NRW noch einen prominenten Umweltminister sucht. Aber zum Glück bin ich nicht Röttgen, und schon gar nicht grünlich, rötlich oder rosa!

;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Heimatloserlinker 17.05.2012, 18:42
9.

Zitat von Rikus
Wieso reden eigentlich alle von Röttgens Verantwortung für die Energiewende? Die Energiepolitik ist das Thema der Abteilung III im Bundeswirtschaftsministerium. Dem Wirtschaftsminister ist auch die Bundesnetzagentur zugeteilt, die die Neugestaltung der Stromnetze überwachen soll. Hauptverantwortlich für die Energiewende sollte also unser Phillip Rösler sein. Nur der ist, als dicker Freund von RWE, Eon und Co., daran offensichtlich nicht interessiert, verweigert sogar die notwendigen Schritte. Der Mann gehört mindestens genaus so gefeuert wie gerade Norbert Röttgen.
Merkel kann Rösler leider nicht feuern. Das müssen schon die "Parteifreunde" der FDP besorgen. Andererseits wird "Bambus" (Bambi?) Rösler bis auf Weiteres noch als Sündenbock für die gescheiterte Energiewende gebraucht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 18