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Merkels Rückzug und die SPD: Kalt erwischt
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Wahlpleite in Hessen, GroKo-Gegner mit Oberwasser - und dann noch der clevere Rückzug der Kanzlerin vom CDU-Vorsitz: Die SPD wird heftig durchgeschüttelt. Und reagiert: ratlos.

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ruhuviko 29.10.2018, 19:16
20. Es stimmt ja alles:

Zitat von rvanpelt
Man kann sich fragen, ob bei der SPD keine anderen Probleme akut sind als "Gute-Kita-Gesetz, Familienentlastungsgesetz, Grundrente". Wie waers mal mit Vorhaben zu Europa, NATO, Prekariat bzw. "Globalisierungsverlierer", Dauerbefristungen, Soziale Ungerechtigkeit, Dieselskandal, etc. Mit neuem ueberzeugenden Personal, dass noch nicht GROKO-kompromittiert ist, klappt es dann ja auch vielleicht bei kommenden Neuwahlen. Aber wahrscheinlich sind da die Gruenen schneller bzw, schlauer.
Aber das überzeugende Personal steht ja nicht an der Bushaltestelle und wartet darauf, dass die "Linie Erneuerung" kommt und sie mitnimmt. Die SPD hat - ebenso wie die CDU - versäumt, Persönlichkeiten in wichtige Positionen zu bringen, die auch vom Publikum (genannt Wähler) als anziehend und offen für neue Themen erkannt wurden. Statt dessen wurde Nahles Vorsitzende. Statt dessen werden "alte" Namen genannt: Weil trotz Diesel, Kuhnert trotz fehlender Berufspraxis. Vielleicht sollte Simone Lange aus Flensburg noch einmal den Finger heben? Frau Schwesig hat in ihrem Bundesland genug zu tun den Laden zusammen zu halten. Die übrigen Bundesminister*innen der SPD zeigen jedenfalls kein Profil, das sozialdemokratische Wähler anzieht. Vielleicht aber ist - wie sich gesamtgesellschaftlich zeigt - die Suche nach Frauen in der Politik vorbei?

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w.weiter 29.10.2018, 19:18
21. Olle "Tante SPD",

es ist noch nicht zu spät.
Auch wenn die Knochen "knacken", DU wirst weiterhin gebraucht.
Deine "Enkel/Innen" sollen sich bitte nicht auf ihren "Pöstchen"
ausruhen, und ihre "Pfründe" verwalten.
Hirn, und, wenn noch vorhanden, Herz einschalten.
Dann kann es klappen. Wenn nicht:
"Ciao Bella, Ciao." Vorbei ist vorbei.
Es bleibt zumindest eine angenehme Erinnerung an Dich,
"olle Tante".

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andraschek 29.10.2018, 19:20
22. Ha, ha, ha, Sie sind ja ein echter Witzbold:

Zitat von markus.w77
Es sind ja nicht die fehlenden Inhalte (alleine). Menschen =Wähler schauen nunmal auch auf Charisma, wenn sie ihnen was glauben sollen. Und so leid wie mir das tut, aber von den vorderen der SPD ist da keiner ( in Worten Null) dabei, der das hat. Personaltausch ist absolut notwendig!
Charisma, wo haben Sie das denn bei Frau Dr. Merkel gefunden? Ich glaube an Griesgrämigkeit kann nur noch März sie übertrunpfen. Aber was die Analyse für die SPD betrifft da gebe ich Ihnen Recht. Den größten Fehler hat die SPD meiner Meinung nach, nach der Abwahl von Schröder gemacht und der zweitgrößte war jetzt wieder eine Koalition mit der CDU/CSU eibzugehen. Ich kann mich auch teuschen und es war umgekehrt.

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EhemalsWestBerlinerFossil 29.10.2018, 19:22
23. Ich möchte diesen Satz noch ergänzen...

Zitat von
Die Menschen wissen nicht, wofür wir stehen...
...und zwar: "...weil wir nur noch Lösungen haben, die nach Flickwerk aussehen, aber keine konsequente politische Richtung äussern, in die wir gehen wollen".

Die SPD braucht nicht nur neue Leute. Selbst ein modernes zielstrebiges Programm wird erst einmal nichts helfen, weil es ihr über längere Zeit keiner mehr abnehmen wird.

Die Partei ist bezüglich der Wählerzustimmung noch lange nicht am Tiefpunkt angekommen, aber vielleicht ist es ja ähnlich, wie manchmal mit Suchtkranken: Erst wenn man wirklich in der Gosse liegt hat man eine Chance sich neu zu (er)finden.

Ich sehe jedenfalls aktuell keinen Grund diese Partei zu wählen.

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M.W. aus A. 29.10.2018, 19:23
24. Es stimmt...

... was Herr Stich sagt. Es kommt nicht darauf an wer an der Spitze der SPD steht und uns verkündet das dieses aus dem Grunde nicht geht und jenes deshalb. Mann, Frau, Transgender oder Roboter - egal, solange sich die Politik der SPD nicht ändert. Klare Aussagen für ihre eigentliche Stammklientel, Entschuldigung für Hartz-Gesetze, usw.. Das Buhlen um die sogenannte Mitte der Gesellschaft, die sowieso immer kleiner wird, auch dank der neoliberalen Schröder-Politik, erledigen die CDU und die Grünen besser. Rechts fischen CSU und AfD. Nur die Linken sind so zerstritten, daß die SPD hier eine Chance hätte, wenn sie sich nicht selbst im Wege stände.

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bretschneider 29.10.2018, 19:24
25.

Die SPD wünscht sich keine Neuwahl ? Doch doch, die Partei schon, nur der Vorstand leider nicht ...

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brasilpe 29.10.2018, 19:24
26. Traurig?

Zitat von Haarfoen
Wer hätte das je ahnen können - der Untergang dieses Urgesteins. Arbeiterbewegung, Widerstand gegen den Faschismus, "Demokratie wagen" unter Willy Brandt, hervorragende Denker wie Schmidt, Bahr, Dressler usw. Dann der Brioni- Mann mit seinem neo- liberalen Mantra - aber immer noch besser als Kohl, Merkel, usw. Und jetzt: Nichts mehr, kein Format mehr ... Das stimmt mich traurig.
Aber Niels Annen, der Mann, der noch nie gearbeitet, ist jetzt Staatsminister im Auswärtigen Amt, wie ich heute im Tagesspiegel gelesen habe. Das ist doch auch was. Ob er es wohl noch schafft, die erhöhte Pension zu erlangen?

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Meckerameise 29.10.2018, 19:24
27.

Das Problem ist nicht, dass es so viele Wechsel gibt. Die Wechsel sind nur Symptom. Es gibt halt seit Jahren keinen mehr in der SPD-Führung, der dem Laden mal Aufwind gegeben hat. Wobei doch, Martin Schulz hat es zunächst geschafft. Aber nachdem man ihn auf die aktuelle Parteilinie gebracht hat, ist der Schulzzug vom Weg abgekommen - abgeschliffen und angeglichen.

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Skakesbier 29.10.2018, 19:26
28. Nahles

kann nicht zurücktreten! Sie kann mit mäßigem Examen und nullkommanull Berufserfahrung eben nix anderes, womit sie (horrendes) Geld verdienen und ihren 'Lebensstandard' halten könnte!

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friedrich_eckard 29.10.2018, 19:27
29.

Was jetzt zu geschehen hätte, haben Marco Bülow, Rudolf Dressler, Simone Lange und einige andere knapp und deutlich formuliert:

"Wir schlagen vor:
Die schnellstmögliche Einberufung eines SPD-Sonderparteitags, auf dem über das Ende der GroKo und über die Neuausrichtung – inhaltlich, personell, strukturell – debattiert wird.
Den Rücktritt der SPD-Führungsspitze.
Die Urwahl der/des SPD-Parteivorsitzenden. Die Kandidat*innen sollen zuvor eine eigene inhaltliche Programmatik und eine Vision für die Zukunft der Partei entwickeln und diese bei Veranstaltungen in allen Regionen Deutschlands vorstellen. Nach dem Vorbild von Labour UK sollten extra Mitgliedschaften eingeführt werden, welche zur Teilnahme an der Urwahl führen.
Danach sollte die Person mit den meisten Stimmen auf einem erneuten Parteitag als Vorsitzende*r bestätigt werden und der gesamte Vorstand neu gewählt werden."

Dass sich die Initiatoren deutlich an Labour orientieren spricht weder gegen sie noch gegen ihre Vorschläge.

Man wird selbstverständlich nicht auf sie hören.

Wen die Götter verderben wollen, den schlagen sie mit Nahles, Scholz, Oppermann und Stegner.

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