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Merkels Sieg: Aufbruch ins Angeland
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Rund 42 Prozent, das beste Ergebnis seit 23 Jahren, und zur Krönung womöglich die absolute Mehrheit? Angela Merkel triumphiert bei der Bundestagswahl und kann das Land künftig vielleicht sogar allein regieren. Nicht nur der politische Gegner reibt sich verwundert die Augen.

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lordas 22.09.2013, 22:54
30.

Zitat von sysop
Rund 42 Prozent, das beste Ergebnis seit 23 Jahren, und zur Krönung womöglich die absolute Mehrheit? Angela Merkel triumphiert bei der Bundestagswahl und kann das Land künftig vielleicht sogar allein regieren. Nicht nur der politische Gegner reibt sich verwundert die Augen.
Diese Nachricht dürfte doch kaum verwundert haben. Die CDU hat im Wahlkampf doch hauptsächlich deswegen zugelegt, weil sie ihre Leihwähler von der FDP zurückgeholt hat und die "Omas und Opas" mit dem Linken Wahlschreck und der Angst vor der Erbenteignung an die Wahlurnen getrieben hat.

So sehr man der CDU ihren Erfolg gönnen möge, dass man mit einen Adenauer-Wohlfühl-Wahlkampf in Kombination mit der "Angst vor X" gewonnen hat ist bezeichnend für die Wählerschaft der CDU.
Deren Altersstruktur geht mittlerweile stark auf die 70! zu und so verständlich es ist dieser Gruppe sein Hauptaugenmerk zu schenken, so schädlich ist dieses Verhalten gleichermaßen. Schädlich gegenüber der jüngeren Bevölkerung und auch der eigenen Partei.

Erstere muss sich nämlich mit den ganzen "Stilblüten" dieser Partei herumärgern (z.B. "Wir wollen nicht die Kinderzimmer kriminalisieren", Leistungsschutzrecht oder nicht existentes Schutzrecht gegenüber der USA) Von Vorratsdatenspeicherung, Stoppschildern, per Gesetz sicherer DE-Mail, Bundestrojanern, "Killerspielen" oder dem Internet mit Kindersicherung möchte ich gar nicht erst anfangen.

Letztere kann sich schon einmal für die Zeit nach Merkel warm anziehen. Auch wenn das jetzt böse klingt, in 8 Jahren dürfte die CDU etwa 40% ihrer Wählerschaft verloren haben und Nachwuchs ist verständlicherweise nicht in Sicht.

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kaiserudo 22.09.2013, 22:54
31. wollte steinbrueck nicht bundeskanzler werden ?

Zitat von sysop
Rund 42 Prozent, das beste Ergebnis seit 23 Jahren, und zur Krönung womöglich die absolute Mehrheit? Angela Merkel triumphiert bei der Bundestagswahl und kann das Land künftig vielleicht sogar allein regieren. Nicht nur der politische Gegner reibt sich verwundert die Augen.
die cdu ist stärkste partei. aber ... mit wem will sie koalieren ?

wenn spd und gruene wollen können sie mit der linken eine neue regierung bilden. Steinbrueck wuerde bundeskanzler. Trittin Umweltminister, Gysi irgendwas unbedeutendes.

Man könnte einen Mindestlohn einfuehren. vielleicht bei 9 Euro.
(wenn man sich annähern wuerde), die Gruenen könnten die Energiekonzerne entmachten und weiter ökostrom pushen, die SPD könnte ihre Agenda2010 korrigieren und soziale Gerechtigkeit walten lassen und Merkel könnte mit der CDU in die Opposition, sie wollte ja sowieso nicht ewig Bundeskanzlerin werden. Bliebe fuer Bruederle und Rösler noch der Posten des Nachtwächters und der Klofrau im Bundestag. Oder Tuersteher.
Jeder könnte sich verbessern. Der Wahlsieg der CDU und die grosskotzigkeit von Merkel und Seehofer die schon ihre Posten und Pöstchen und Automaut vor der Wahl diskutierten wuerde eine Seifenblase werden. und wir wuerden sehen das Demokratie nicht durch Parteien sondern durch die Wähler entschieden wird.
Das wäre eine Demokratie.
Aber die SPD wird wohl wieder wie seit Bebel wenn es um Deutschland geht die Buerger verraten, denn es heisst ja:
Wer hat uns verraten ? Sozialdemokraten.

In diesem Sinne also.
Steinbrück: "Ich will Bundeskanzler werden"

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spon-facebook-10000148513 22.09.2013, 22:55
32. Deutschland ein politischer Riese

Zeiten, dass Deutschland nur ein wirtschaftlicher Riese , aber politisch ein Zwerg war , sind vorbei

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v.papschke 22.09.2013, 22:56
33. Und wenn keiner mit uns reden will ...

diese Bemerkung von Frau Merkel zeigt doch eigentlich, dass sie sich nicht sicher sein kann , überhaupt als Kanzlerin im Bundestag bestätigt zu werden. Vorrausgesetzt natürlich, dass es so bleibt, wie es der Stand der Auszählung 22:50 Uhr hergibt. Es könnte sogar eine Neuwahl geben bzw. eine Minderheitsregierung, die natürlich der Wahlsiegerin das Regieren völlig verhageln würde. Und die AfD , bei nur etwas mehr Medienpräsenz , bei nur etwas weniger Totschweigen oder Verteufeln, wären sie drin.

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tlatz 22.09.2013, 22:57
34. Ein Geheimnis: Kinder und Nichtwähler wählen nicht!

Zitat von eaog
81 Mio Menschen in D-Land. Von denen wahlberechtigt: ca 62 Mio. (ca 76%). Von ihnen hingegangen: ca. 73%. Also 55,9 % der Bevölkerung. Von ihnen haben ca 42,3% CDSU gewählt. Das sind 23,6% der Gesamtbevölkerung. Und die sollen uns deshalb regieren .. äh verwalten? Unter einem Viertel der Wähler sind die bei der Hälfte des Bundestags? *kopfschüttel* Verschaukeln kann ich mich alleine.. o_O
Also bitte. Ich bin kein CDU-Fan, war es auch noch nie, aber ich werde der Union nicht abstrittig machen, dass sie die Mehrheit eindeutig erhalten hat.

Die 19Mio Menschen, die nicht wahlberechtigt sind, sind zum größten Teil Kinder. Was wollen Sie? Soll meine dreijährige Nichte zukünftig befragt werden, wen sie im Bundestag sehen will?

Und dass die Union die Stimmen der Nichtwähler nicht bekommen hat werfen sie ihr nun vor? Unfug! Wenn jeder ab 18+ wählen geht: Schön. Wenn nicht, dann wird seine Meinung eben auch nicht gewertet.

Man kann doch nicht zuerst nicht wählen und dann die Rechtmäßigkeit der Wahl bestreiten, weil so viele nicht gewählt haben. Schwachsinn!

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parkerwo 22.09.2013, 22:59
35. Mal so, später so

Zitat von george2013
"Bei uns ist nie etwas ausgeschlossen", sagt S. Gabriel soeben in den Tagesthemen. Also ab ins Koalitionsbett und hinein in die gepanzerte Dienstlimousine. In spaetestens 4 Jahren ist diese Opportunistentruppe SPD dann bei 15 Prozent !
Bei Günter Jauch sagte Gabriel aber, dass es keine Koalition mit der Linkspartei geben wird. Veil Zeit sollte da eigentlich nicht dazwischen gelegen haben.
Früher sagte man:
Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.
Heute sagt man wohl:
Was interessiert mich mein Geschwätz von vor ein paar Minuten.

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Ottokar 22.09.2013, 22:59
36. Liebe Foristen

stellt Euch einmal vor die Grünen und die SPD Politiker haben ein Ehrgefühl und stehen dazu nicht bei einer Regierung unter Merkel mitzuspielen. Was passiert dann ????? Gebe es in Deutschland Neuwahlen ?

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MephistoX 22.09.2013, 23:00
37. SPD: Lieber Oppositions- als Funktionspartei !

Zitat von c.timo
Jetzt hat Merkel die FDP los und kann zusammen mit der SPD die EU-Diktatur weiter ausbauen. Die Schuldenunion ist jetzt unumkehrbar.
Meines Erachtens kann die Sozialdemokratie in einer erneuten Großen Koalition nur verlieren und würde mit einer unter Merkel vermutlich wenig sozialdemokratischen Politik über Gebühr DIE LINKE stärken, und das kann nicht im Interesse "meiner" SPD sein. Wieso sollte die SPD sich das also antun ?

Merkel kann ja ihr "Glück" diesmal mit den Grünen versuchen und sie ebenfalls wie zuvor die SPD und FDP "verschleißen". Die SPD ist besser beraten, eine konsequente Oppositionsarbeit auch im Schulterschluss mit DER LINKEN zu leisten, denn ein Große Koalition mit über 80 % (!) der Sitze ließe ohnehin eine zu schwache Opposition übrig, was überhaupt nicht im Interesse einer lebendigen Demokratie sein kann !

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utopia777 22.09.2013, 23:00
38. Absolute Mehrheit?

Verstehe den Artikel nicht: Aktuell (Stand 22:55 Uhr) hat Rot/Rot/Grün die absolute Mehrheit mit 304 Sitzen. Steinbrück könnte Merkel ablösen, aber offensichtlich ist dies von den o.g Parteien gar nicht gewollt!


Zitat von sysop
Rund 42 Prozent, das beste Ergebnis seit 23 Jahren, und zur Krönung womöglich die absolute Mehrheit? Angela Merkel triumphiert bei der Bundestagswahl und kann das Land künftig vielleicht sogar allein regieren. Nicht nur der politische Gegner reibt sich verwundert die Augen.

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Umbriel 22.09.2013, 23:00
39. Problem

Die Argumente für 5% Hürde sind bestens bekannt.

Allerdings haben wir jetzt eine Situation, in der Afd, FDP und "Sonstige" es zusammen auf über 15% bringen.

D.h.: 15% der ehrenwerten Wählerstimmen gehen direkt in die Tonne und werden im demokratischen Meinungsfindungsprozess ausgeschlossen, das kann es ja auch nicht sein.

Gretchenfrage:

Was wäre eigentlich bei einer Zuspitzung dieser Situation, wenn man 50 PArteien hätte, die durchaus je 2-4% hätten und dann letzten Endes 2 oder 3 Parteien alles utner sich ausmachen?

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