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Merkels USA-Politik: Die Unterwerfung
REUTERS

Donald Trump ist ein Präsident wie aus einem Bilderbuch der DDR: ein amerikanischer Imperialist. Angela Merkel sollte sich an ihre Schulzeit erinnern - und in den anti-imperialistischen Kampf ziehen. Macht sie aber nicht.

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FischerKielSchwerin 22.05.2018, 22:39
110. Deal? Or no deal? Jobs, jobs, jobs… or no jobs? War or peace?

Darauf lässt es sich herunter brechen. Der Imperialismus ist wieder da. Mächtig und erpresserisch. Rotznasig, trotzig, skrupellos, soziopathisch und sehr mächtig.

Stellen Sie sich doch die Welt einmal als erweitertes „Monopoli“ vor. Es ist doch ganz einfach. Und es sind doch nur Figuren.

Im Mai 2017 hat Trump den Saudis Waffen für 110 Milliarden Dollar verkauft. Dieser große Deal ist inzwischen von der US Regierung genehmigt worden. Aus Deutschland erhält Saudi Arabien acht weitere Patrouillenboote (Made in Wolgast, MV, Germany). Bereits abgesegnet. Alles gut. Saudi Arabien und Nachbarn werden derzeit massiv aufgerüstet, dass einem wahrhaft schwindelig werden kann.
In allen Nachbarländern des Irans sind die USA bereits gut vertreten.
Der Iran ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt.
Wie schön und gleichzeitig wie gefährlich das ist, wissen die Perser seit Jahrzehnten. Das weckt große Begehrlichkeiten, Gier und Neid.
Washington macht schon lange keinen Hehl mehr daraus, was SIE für den Iran (seit Jahrzehnten) wollen. Einen Regimewechsel. Einen sogenannten Regimeaustausch pro USA. Die Zeichen und Handlungen kündigen sich an. 80 Millionen Iraner leben in großer Angst. Viele dieser Menschen sind mit ihrem Regime nicht zufrieden. Aber Krieg? Will kein Mensch im Iran.
Ganz anders sieht das ein Mensch der nur von „Deals“ redet und „Jobs, Jobs, Jobs“. Der Iran Deal ist schlecht für die USA, da sie
1.) keinen/wenig wirtschaftlichen Nutzen aus ihm ziehen können
2.) die Aufrüstung – Waffenlieferungen – an die Nachbarländer und Feinde des Iran den USA um so viel finanziell lukrativer sind (Waffen, die made in USA sind und „Jobs, Jobs, Jobs!“ schaffen)
3.) Iran ist eines der rohstoffreichsten Länder der Erde und die USA werfen seit Jahrzehnten ein gieriges Auge auf das Land.
4.) Der Iran ist kein Nachbar der USA und es ist den USA (menschlich) ziemlich piepegal was sich (menschlich) so in der Welt zuträgt. Hauptsache die Regierung/en ist/sind ihnen wohlgesonnen und lassen sich für ihre Zwecke (Rohstoffe) einigermaßen gebrauchen.
Niemand sollte vergessen, dass es dabei nicht um friedensstifte, humanitäre Maßnahmen geht, sondern einzig um „Deals“ und „Jobs, jobs, jobs“.
5.) In diesem Sinne ist der Iran bachliegendes Kapital, was den USA nicht zur Verfügung steht. Und das soll nun geändert werden.
80 Millionen Menschen am anderen Ende der Welt…? Haben die doch Pech, wenn die da wohnen.
Es geht ums Geld. Es geht um die Wirtschaft der USA. Da hört der pure Daseinsspaß nun wirklich auf!

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Kurt2.1 22.05.2018, 23:22
111. #91

Zitat von luny
Hallo Spiegelkritikus, die amtierende Bundeskanzlerin hat überhaupt keinen Handlungs- spielraum aus den von Ihnen genannten Gründen. Deutschland ist quasi ein Bundesstaat der USA, um es überspitzt auszudrücken. Wenn sich jemand als Bundeskanzler gegen die Interessen der USA stellt, ist er auch gleich wieder weg. Nun decken sich die Interessen der USA mit den Interessen der deutschen Industrie/Wirtschaft, die den Export in die USA unbedingt aufrecht erhalten muß, um zu überleben. Also dürfte die Entscheidung der amtierenden Bundeskanzlerin, auf wessen Seite sie steht, keine Überraschung sein. LUNY
Woher wissen Sie, dass ein BuKa gleich wieder weg ist? Schröder mit seiner Irak-Entscheidung ist eigentlich ein Gegenbeweis.
Ihre Meinung über die Interessen sind ziemlich einseitig. Es liegt auch im Interesse jedes H4-Empfängers, auch wenn den meisten der Zusammenhang verborgen bleibt.

Auf wessen Seite wollten Sie stehen, wenn nicht auf der der USA?
Ein anderer Weg hieße, nicht nur 2%, sondern "ein wenig" darüber und Abhängigkeit von F und von GB. Ob das.besser ist, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.
Ein anderer Weg hieße ziemlich viel politische Orientierungslosigkeit.
Wir müssen uns entscheiden, auch wenn es momentan ziemlich schlecht für dieses Land aussieht ohne die USA. Es gibt ein Leben nach Trump.

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t.biancone 22.05.2018, 23:23
112. Kuschkurs der Frau Merkel

Sie ist zum Heulen. Stimme voll mit Herrn Augstein überein. Aber auch die SPD ist zum Heulen. Sie ist voll auf demselben Kuschkurs gegenüber Frau Merkel. Aber Andersdenker wie Siegmar Gabriel werden aus der SPD hinauskomplimentiert. Die SPD sollte das S aus ihrem Namen entfernen öde gleich mit der CDU fusionieren .... Aber eigentlich ist das de facto bereits geschehen.

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oinarc 22.05.2018, 23:39
113. Böses Erwachen nach Merkel

durch ihr Duckmäusertum gegenüber den USA und deutschen Industriebossen.
Beides schadet nachhaltig diesem Land und erklärt deutsches Abstimmungsverhalten innerhalb der EU.
Mit Merkel kann Europa auf Dauer keinen Blumentopf gewinnen.
Trump macht dies auf wunderbare Weise deutlich.

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Bernd.Brincken 23.05.2018, 14:30
114. Seite

Zitat von Kurt2.1
Auf wessen Seite wollten Sie stehen, wenn nicht auf der der USA? Ein anderer Weg hieße, nicht nur 2%, sondern "ein wenig" darüber und Abhängigkeit von F und von GB. Ob das.besser ist, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Ein anderer Weg hieße ziemlich viel politische Orientierungslosigkeit. Wir müssen uns entscheiden, auch wenn es momentan ziemlich schlecht für dieses Land aussieht ohne die USA. Es gibt ein Leben nach Trump.
Wir, und andere stehen da zwangsläufig auf der "Seite" eines Managers in einer multipolaren Welt.
Wer das nicht begriffen hat, und dem ein oder anderen simplen Muster aus der Vorwende-Zeit nachweint, der hat in der Zukunft jedenfalls nichts verloren.
Das gllt für die Kanzlerin ebenso wie große Teile des Kabinetts, für die Regierung, weiterhin auch für große Teile der US Politik.

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spiegelleser987 23.05.2018, 23:03
115.

Warum durfte ich nicht das schreiben, was heute auch hier steht:
http://www.spiegel.de/video/angela-merkel-in-peking-krisen-handel-menschenrechte-video-99017773.html

Dort steht zwar nur "Chinas Selbstverständnis als Weltmacht, ...", aber wenn mal bei Wikipedia nach "Imperialismus" guckt, ist das der Begriff für die Beherrschung der Welt, wirtschaftlich und auch politisch. Das ist das gleiche wie Weltmacht.

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jotha58 24.05.2018, 09:07
116. okay,

Die USA sind wichtig und aufgrund ihrer Militärmacht auch super gefährlich. Nur 25% des weltweiten BIP erzeugt Europa, 25% China, 25% RoW, bleiben für die USA auch noch 25% übrig. Von daher wäre es durchaus eine Überlegung wert, wie weit man sich von den USA abschotten kann. Dann gehen nämlich dort die Lichter aus.
Aber Europa ist zerstritten, wie China hungrig ist.

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Illoinen 27.05.2018, 12:03
117. "Wer mit dem Teufel speisen will braucht einen langen Löffel"

Das musste den Verantwortlichen im Westen doch klar sein, dass eine Administration wie die der USA, mit über 900 Militärbasen, und einem Militär Budget von über 600 Milliarden pro Jahr, sich an das Völkerrecht nicht hält und halten wird, sobald Geo Politische Interessen ins Spiel kommen sowie so nicht. Wäre es anders, hätte die USA und seine Verbündeten mehr als 40 illegale Kriege mit Millionen Getöteten auf Grund von Lügen führen können oder führen wie jetzt in Syrien, sondern wäre schon von Anfang an mit Sanktionen belegt worden. Spätestens seit dem Vietnam Krieg, hätte man die sog. "westliche Wertegemeinschaft" den USA die rote Karte zeigen müssen. Heute nun ist es zu spät, weil ja auch heute viele lieber den völkerrechtswidrigen Überfällen, Kriegen unterwerfen, ja noch schlimmer mitmachen.

Wenn die sog. Weltgemeinschaft es zulässt das ein Land weltweit in über 152 Länder Militärbasen unterhalten kann, ist selber Schuld. Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich, es galt und gilt noch nie das Völkerrecht, sondern immer schon wenn es um die USA gegangen ist und geht um die Macht des Stärkeren.

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Illoinen 27.05.2018, 12:08
118. Die "Unterwerfung" geht aber schon mindestens seit dem Ende des 2 WK

Es ist ja richtig beobachtet, dass mit Trump die Unterwerfung ausgesprochen bitter wird. Aber es ist falsch, so zu tun, als hätte es diese Unterwerfung nicht auch schon früher gegeben, und außerdem ist es falsch, zu behaupten, Deutschland sei eine Ausnahme, und die anderen Europäer würden unter Führung Frankreichs zum Abwehrkampf blasen.

Auch die USA unter der Führung Obamas waren eine imperiale Macht und haben sich nicht um die Rechte anderer Nationen gekümmert, auch nicht um die Deutschlands. Von hier aus wird besonders in der Zeit des Präsidenten Obama der Drohnenkrieg koordiniert. In der Zeit seiner Präsidentschaft wurde eine Sondereinheit beim US Finanzministerium genutzt, um andere Länder in finanzielle Turbulenzen zu treiben.

Und was unsere Nachbarn betrifft: Sie sind auf dem militärischen Gebiet, über die NATO und in der neu entfachten Auseinandersetzung mit Russland so eng mit den USA verfilzt, dass man wirklich blind sein muss, um von ihnen einen spürbaren Widerstand gegen die Unterwerfung Europas durch die USA zu erwarten. Quelle Nachdenkseiten

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