Forum: Politik
Messerattacke in Hamburg: Kampf der Kulturen
DPA

Willkürliche Attentate wie der Messerangriff von Hamburg zielen auf die Spaltung der Gesellschaft. Wollte der Angreifer tatsächlich einen Religionskrieg in Deutschland befeuern, dann ist er spektakulär gescheitert.

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hinschauen 30.07.2017, 21:45
1.

Nein, Herr Kuzmany. Es muss nicht nur darüber debattiert werden, wieso der Mann nicht als gefährlich erkannt wurde, oder warum er nicht abgeschoben wurde. Es muss darüber debattiert werden, warum er überhaupt in dieses Land einreisen konnte.

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hatem1 30.07.2017, 21:54
2. "Wir sind mehr" - na dann...

"Wir sind mehr, und gemeinsam werden wir diesen Kampf gewinnen." - Das ist das buchstäbliche laute Pfeifen im Wald. Seit wann braucht es zahlenmäßige Überlegenheit der Terroristen, um ein Land durch Terror in Angst und Schrecken zu versetzen? In Deutschland leben Tausende "polizeibekannte" Islamisten und Dschihadisten und Gefährder. Das reicht. Wir werden diesen Kampf vielleicht nicht verlieren, aber es wird weiter Opfer geben. Wer etwas anderes behauptet, ist naiv oder lügt.

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MarkusRiedhaus 30.07.2017, 22:01
3. Diesem Artikel kann man absolut unterschreiben nur...

...sollte man nie vergessen dass reiche und militärisch mächtige Regime (Monarchien, Diktaturen) und Terroristen die Deutungshoheit über die Religion des Islams in vielen Ländern der Welt inne haben. Man verengt seinen Fokus auf die hier in Demokratie "lebenden" und damit "freien" Muslime. Aber Ehrgefühl und ein Pfiff aus Ländern wie der Türkei und dann steht man vor einem Loyalitätsdilemma. Spaltung ist deswegen wohin man sieht. Ich glaube auch viele wollen diese Dinge nicht beim Namen nennen, weil Konzepte noch nicht erfunden wurden (oder eventuell unmöglich sind) und nur Apelle wie der Artikel existieren können. Reicht dies wirklich?

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caty24 30.07.2017, 22:01
4. Eines hat man dabei gelehrt

Manchmal kann man Gefährder auch nur mit Stühlen besiegen.
Diese Helden haben einen Orden verdient.

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nadennmallos 30.07.2017, 22:10
5. Freilich muss jetzt gestritten werden ...???

Nein, Herr Kuzmany, es muss gehandelt werden. Was sich momentan abzeichnet ist eine langsam um sich greifende Verunsicherung, mit Reden allein kommen Sie nicht weiter, denn: Reden tun wir doch schon seit vielen, vielen Monaten. Mit ihren lockeren Sprüchen à la: "Wir sind mehr und wir werden gewinnen" helfen Sie niemandem, weder den Flüchtlingen noch den Bürgern. (Aber hört sich dolle an, lol!!) Die politisch Verantwortlichen drücken sich bis heute um die Lösung des Problems. Meines Erachtens brauchen wir die Zuwanderung (ja auch Flüchtlinge), wenn nicht in allen Fällen, so doch da, wo eine Eingliederung machbar scheint. Daran müssen wir verstärkt arbeiten. Schau' ich allerdings in die Vergangenheit, wie die Eingliederung der türkischen Bevölkerung geklappt hat, würde ich sagen: Nicht so prall in vielen Fällen. Und der anhaltende Flüchtlingsstrom stellt uns vor sehr große Probleme, noch dazu in einer EU, die man nicht unbedingt solidarisch nenen möchte. Generell gilt: Flüchtlinge muss man aufnehmen, wenn sie in Not sind und das sind leider sehr viele!!! Aber man muss ihnen auch Perspektiven geben, keine hohlen Phrasen und es muss klar sein: Fördern und Fordern bei den Flüchtlingen ebenso, wie bei den Bürgern.

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Thomas Paine 30.07.2017, 22:10
6. Belege für ihre These?

"Aber es gibt viel mehr Mutige, viel mehr Vernünftige, viel mehr ganz normale Leute, die sich keine Angst machen und die sich nicht aufhetzen lassen. Wir sind mehr, und gemeinsam werden wir diesen Kampf gewinnen."

Sehr geehrter Herr Kuzmany, gibt es auch Belege für diese ihre These, oder ist das nur ihr Bauchgefühl?

Nicht dass wir uns mißverstehen, ich hoffe ebenso wie Sie, ihre These möge richtig sein, aber ich weiß es eben nicht konkret.

Und wenn man von Schulfreunden, mit welchen man seit Abizeiten vor 25 Jahren gut befreundet ist, nach Charlie Hebdo zu hören kriegt: "Selbst Schuld, hätten halt nicht den Propheten beleidigen sollen", dann kommt das eigene Weltbild schon mal ins wanken und man stellt sich Fragen, an die man vorher nicht im entferntesten dachte.

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petruz 30.07.2017, 22:24
7.

"Der Terror (lat. terror „Schrecken“) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen. "

Wer allen Ernstes denkt Leute wie der Täter von Hamburg seien "Terroristen" sollte sich das Video ansehen, wo er von Passanten gestoppt wird. Denn dort sieht man ganz klar, dass er derjenge ist der "gefügig" gemacht wird. "Angst" oder "Schrecken" erkenne ich bei den dortigen Passanten nicht.

Nein, aus meiner Sicht sind es die Medien, vorrangig die "konsverativen" Boulevardblätter, die bestimmen was "Terror" ist und was nicht. Die Massenmorde in Winnenden und Erfurt bezeichnet auch niemand als "Terror" und niemand käme auf die Idee, dies zu tun. Aber bei diesen Taten wurde doch auch "Angst und Schrecken" verbreitet, oder etwa nicht?

"Terror" ist für mich daher seit langem nur noch ein politischer und gesellschaftlicher sowie reichweiten-erweiternder Kampfbegriff.

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spon-1300967153469 30.07.2017, 22:31
8. Labilität erklärlich

Wenn jemand 2 Jahre ohne Aufgabe, ohne Perspektive lebt, ist für mich das Entstehen einer "Labilität" erklärlich. Nichtsdestotrotz, dass so viele Menschen hier ausreisepflichtig sind, dies nicht konsequent durchgesetzt wird, ist für mich, wie für viele andere auch, unverständlich. Hier versagt m.E. der Staat komplett.
Jedes kriminelle Vergehen wie Drogenkriminalität, Sozialbetrug, Eigentumsdelikte, Gewaltkriminalität etc. sollte zum sofortigen Erlöschung einer Duldung, zur Ablehnung eines Asylantrages etc. führen.
Wer sich hier integrieren will, soll und kann dieses gerne tuen. Asoziales Verhalten (s.o.) widerspricht diesem Bestreben. Bei solchen Delikten ist es mir auch egal, was mit diesen Menschen in ihrem Heimatland passiert. Die Leidtragenden für dieses Versagen der Politik sind alle friedliebenden Menschen in unserem Land, egal woher sie stammen. Die Menschen, die den Attentäter stoppten, sind wirklich Helden. Besonders berührend die Schilderung des einen (offenbar ein Dtsch.stämmiger), wie die anderen ihn vor dem gezielten Angriff schützten. Chapeau.

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waswuerdeflassbecksagen 30.07.2017, 22:36
9.

Lieber Herr Kuzmany, lesen Sie Spiegel? Sie schreiben "... Hamburg zielen auf die Spaltung der Gesellschaft", diese Gesellschaft (in Deutschland) ist gespalten, was muss denn noch passieren, dass sie darüber berichten, brauchen wir erst ein Chaos wie in der Türkei, ich verstehe diese Art der Darstellung nicht, erst vorhin haben Ihre Kollegen einen Artikel über Ostdeutschland veröffentlicht, mit entsprechenden rechtstendierenden Unterton, stimmen Sie sich auch mal ab in der Redaktion oder schreibt jeder was er will, vergleicht man beide Artikel und denkt diese Artikel weiter, widersprechen sich diese - diese Gesellschaft ist gespalten wie es zuletzt 1968 gewesen ist, und "Irre" aus Ostdeutschland, aus dem Nahen Osten und sonst woher bereiten einen gefährlichen Boden und sie sehen nicht das Dilemma, sondern wissen nur zu verurteilen, als aufzuklären, da gab es mal eine Zeit, die nannte sich Aufklärung

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