Forum: Politik
Messerattacke in Hamburg: Kampf der Kulturen
DPA

Willkürliche Attentate wie der Messerangriff von Hamburg zielen auf die Spaltung der Gesellschaft. Wollte der Angreifer tatsächlich einen Religionskrieg in Deutschland befeuern, dann ist er spektakulär gescheitert.

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virtuteetanimo 30.07.2017, 22:44
10. Positiver Rassismus

Ich mache mich jetzt einfach mal des positiven Rassismus schuldig und bedanke mich bei den Hamburger Mitbürgern mit Migrationshintergrund, die sich unter Einsatz ihres

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Frau, Mitte 30 30.07.2017, 22:47
11. Toll!

Es gibt also auch tatsächlich positive Aspekte eines terroristischen Anschlags! Dann hatte das Ganze ja sogar irgendeinen Sinn. Im Ernst: Kann man sich den gleichen Kommentar auch vorstellen, nachdem ein Rechtsextremist einen Flüchtling erstochen hat?

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artikel-5-gg 30.07.2017, 22:51
12. Kann man halt nichts machen

Im Grunde ist bisher nur bewiesen, dass sich wiederholt Einschätzungen über einen Täter im Vorfeld als nicht korrekt heraus stellen. Mal wieder. Trotz höchster Priorität.
Messerangriffe scheinen leider irgendwie zum Alltag zu gehören, anders kann ich meine fehlende Empörung nicht erklären. Sorgen bereitet mir eher der Fall aus Konstanz, wo eine M16 im Spiel war. So eine Waffe wurde das letzte Mal in Deutschland wohl zu RAF Zeiten außerhalb des Militärs genutzt.

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zeichenkette 30.07.2017, 22:55
13. Könnt ihr auch ein bisschen kleiner rausgeben?

Als 2015 ein psychisch erkrankter deutscher Pilot namens Andreas Lubitz eine ganze Flugzeugladung an Menschen gegen einen Berg geflogen hat, habt ihr auch keinen Kampf der Kulturen ("Depressive gegen Normalos!") heraufbeschworen. Warum ist das immer eine politische Katastrophe, wenn der Kranke ein Moslem ist und ein bedauernswertes Unglück, wenn es kein Moslem ist? Gedankenexperiment: Andreas Lubitz wäre ein türkischstämmiger Deutscher, Moslem, gewesen. Was wäre stattdessen passiert? Geht das nicht ein wenig nüchterner, oder habt ihr dann Angst, dass ihr weniger Werbebanner verkauft? Und was macht das aus euch? Danke fürs Nachdenken.

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artikel-5-gg 30.07.2017, 22:55
14. Kann man halt nichts machen

Im Grunde ist bisher nur bewiesen, dass sich wiederholt Einschätzungen über einen Täter im Vorfeld als nicht korrekt heraus stellen. Mal wieder. Trotz höchster Priorität.
Messerangriffe scheinen leider irgendwie zum Alltag zu gehören, anders kann ich meine fehlende Empörung nicht erklären. Sorgen bereitet mir eher der Fall aus Konstanz, wo eine M16 im Spiel war. So eine Waffe wurde das letzte Mal in Deutschland wahrscheinlich nochl zu RAF Zeiten außerhalb des Militärs genutzt. Von einem Widerstand mit Stühlen würde ich dringend abraten.

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m.breitkopf 30.07.2017, 22:57
15. Scheuklappen

Herr Kuzmany, vielleicht sind diese "Irren", wie Sie sie nennen, einfach nur total überfordert. Vielleicht haben sie schmerzhaft erfahren müssen, wie schwer es ist in dieser oft grausamen westlichen Ellbogengesellschaft zu bestehen. Für die Überforderung können sie nichts. Aber diejenigen, die sie nach wie vor über das Mittelmeer locken ohne groß über die Konsequenzen nachzudenken, die können etwas dafür.

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virtuteetanimo 30.07.2017, 22:58
16. Positiver Rassismus

Ich mache mich jetzt einfach mal des positiven Rassismus schuldig und bedanke mich bei den Hamburger Mitbürgern mit Migrationshintergrund, die sich unter Einsatz ihres Lebens schützend vor ihre Mitbürger gestellt und den Attentäter vor Eintreffen der Polizei dingfest gemacht haben. Klarer kann man sich nicht positionieren und deutlich machen, dass man mit einer derartig irrsinnigen Auslegung der eigenen Religion nichts zu tun haben will. Mir persönlich hat dieses Verhalten den Glauben an ein doch vorhandenes Gemeinschaftsgefühl, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, ein Stück weit zurückgegeben. Meinen ehrlichen Dank auch dafür!

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Elchkritiker89 30.07.2017, 22:58
17. Mann Kuzmany

Das ist kein Kommentar, sondern eine Predigt. Ich habe NULL Probleme mit Migranten/Flüchtlingen hierzulande. Aber solche "Kommentare" verletzen meine Intelligenz und gießen Öl ins Feuer der "Besorgten".

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briefzentrum 30.07.2017, 23:02
18. Ein verfassungsmäßiges Asylrecht ohne Abschiebungen gibt es nicht.

Nachdem jetzt drei Tage wieder alle Foren zum Thema abgeschaltet waren, wird der demokratische Diskurs jetzt wieder angeschaltet. Allerdings nicht mit Journalismus, sondern mit inbrünstiger Ideologie. Weder geht es um die Rettung des Abendlandes, noch um den Endsieg eines eroberungswütigen Islams. Wohl aber um die Frage, wer kontrolliert eigentlich seit zwei-drei Jahren noch effektiv, wer in dieses Land kommt. Und: Wenn wir ein verfassungsmäßiges Asylrecht haben, dann gibt es auch Menschen, die aufgrund dieses Asylrechts nicht in Deutschland leben dürfen. Wer aber setzt seit 2-3 Jahren noch dieses Asylrecht in Deutschland durch und verhindert dadurch, dass wir nur noch eine in eine Richtung offene Grenze haben: eine Zuwanderung in das Asylsystem, aber keine effektiven Abschiebungen mehr. Zugleich produzieren wir mit diesem pseudohumanistischen System, eine soziale Gruppe von Ausgegrenzten, die hier geduldet werden, die aber nie die bürgerlichen Rechte und die Teilhabe der Inländer bekommen können. Es ist dieser Pseudohumanismus, der die soziologischen Voraussetzungen für Ausgrenzung und Aggression im Land schafft, die ein fruchtbarer Nährboden für solche Gewalttaten sind. Wenn wir uns als Gemeinwesen nicht wieder in die Lage bringen, dass wir unser grundgesetzliches Asylrecht gleichermaßen mit seinen inkludierenden Privilegien wie auch mit seinen exkludierenden Konsequenzen (= Abschiebungen) verteidigen, aber auch effektiv umsetzen, dann werden wir mit dieser neuen, grenzenlosen und prinzipienfreien Migrationspolitik scheitern: innerhalb der Bundesrepublik und sowieso in Europa. Diese Bundesregierung hat mit ihrer Asylpolitik schon jetzt grandios versagt und Deutschland europaweit isoliert. Der Brexit, die ungarische Abschottung, die polnisch-nationalistische Isolation, die Unfähigkeit, europäische Lösungen für die italienische Flüchtlingskrise zu entwickeln - all dies ist Ausdruck von Merkels Flüchtlingspolitik seit 2015. Eigentlich wäre es Aufgabe des Journalismus, diese Fragen aufzuwerfen und zu diskutieren. Aber Herr Kuzmany ergeht sich lieber in erbaulichen Beschwörungen eines naiven Common Sense.

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CancunMM 30.07.2017, 23:09
19.

immer wieder diese Verharmlosungen von Herrn Kuzmany. Wie würde er wohl sprechen, wenn seine Frau nicht mehr von Einkaufen zurück käme? Es braucht keine Mehrheit von Terroristen um eine Gesellschaft in Aufruhr zu bringen. Und es begann schon vor IS. Ich konnte früher in Neukölln auch nachts alleine nach Hause gehen. Heute traue ich mich auch am Tage in manche Gegenden von Neukölln nicht mehr. Nein und das ist keine Panikmache. Es ist die Kapitulation unserer Lebensweise, unserer Kultur und unseres Staates. Ich habe es satt. Jedes Opfer dieser Idioten ist eins zu viel.

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