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#MeTwo-Debatte: Hauptsache, ihr favt meine Tweets
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Die #MeTwo-Debatte ist deshalb so interessant, weil sie so reich an Paradoxien ist. Eine davon: Die Stärke der Bewegung ist gleichzeitig ihre Schwäche - die radikale Subjektivität.

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mi 2 02.08.2018, 15:29
30. Fleischhauer verniedlicht

So. Rassismus gibt es nicht, weil es keine Rassen gibt. So einfach kann man sich´s machen. Sexismus ohne Sex gibt es auch nicht? Vielleicht mal die Bedeutung des Begriffs nachschlagen. Und Berichte über täglich tausendfach erlebten Alltagsrassismus (ja, ich nenne das so) als selbstverliebte Petitesse zu diffamieren, das zeigt nur eins: AfD wirkt. Auch bei Herrn Fleischhauer...

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tomquixote 02.08.2018, 15:30
31. Wenn …

… wirklich alle Menschen gleich sind, warum müssen dann manche von ihnen in manchen Ländern ihren Kopf oder ihr Gesicht verschleiern und andere nicht? Liegt der Unterschied in der Differenz?

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Freidenker10 02.08.2018, 15:31
32.

Zur Wahrheit gehört dann aber auch das sich viele Migranten gar nicht integrieren wollen! Der typische Einwanderer/Gastarbeiter in den 60/70 jahren hatte kaum Interesse deutsch zu lernen und die Ehefrau die für Küche und Kind (K&K) zuständig war spricht selbst heute noch kaum deutsch. Wo und wie soll denn Integration stattfinden wenn man nur an der alten Heimat festhällt? Irgendwann muss man sich dann eben auch mal entscheiden wo man leben will und selbst die Einwanderer Kinder der Dritten Generation sind noch nicht emotional angekommen, aber das alles an der bösen bösen deutschen "rassistischen" Bevölkerung festzumachen ist ein bisschen zu billig! Wenn man sich die USA als klassisches Einwanderland ansieht stellt man fest dass da kaum noch einer, zumindest in den Nachfolgegenerationen seinen ursprünglichen Wurzeln nachtrauert oder sich ständig in einem Mikrokosmos aufhällt, in den USA ist man irgendwann mal Amerikaner. Man sollte sich als EInwanderer, oder zumindest dann als hier geborener auch mal entscheiden und hier auch wirklich ankommen, aber das passiert viel zu selten, deshalb sehe ich die Schuld an der vielfach gescheiterten Integration auch bei den Migranten selbst!

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erdal.ahlatci 02.08.2018, 15:33
33. Dieser Artikel bestätigt doch, dass man..

als Nichtbetroffener die Argumente der Diskriminierten nicht nachvollziehen kann. Politik soll bedeuten eine Mehrheit zu bilden, das kann sein, aber wenn Menschen in der Minderheit sind und ihre negativen Erfahrungen mit der Mehrheit untereinander austauschen wollen, ist das Ziel nicht die Mehrheit davon zu überzeugen, sondern sich gegenseitig zu stärken. Die Mehrheit könnte zuhören und reflektieren oder wie in diesem Artikel den Klugscheißer spielen und versuchen alles zu relativieren und ins Lächerliche ziehen mit Sätzen wie: "Will hier jemand Migranten verhöhnen, dass sie nicht nur gebrochen Deutsch, sondern auch nur gebrochen Englisch können? " Jetzt reicht es nicht aus, dass man den Nichtdeutschen permanent erklärt wie gut oder schlecht sie Deutsch sprechen, sondern jetzt wird auch deren Englisch hinterfragt und bewertet. Fleischbauer sollte sich auch in die MeToo Debatte auch einmischen, ich bin mir sicher, dass er auch den diskriminierten Frauen auch erklären kann, wie sie am besten eine Mehrheit erreichen. Er kann das als Mann bestimmt sehr gut nachvollziehen wie es den Frauen ergangen sein muss, denn er ist der allwissender und allfühlender "weißer Mann" ;)

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gibert 02.08.2018, 15:36
34.

Neulich nach einer Wohnungsbesichtigung in Berlin. Vor der Tür steht ein türkisches Ehepaar, dass der Meinung ist, sie hätten die Wohnung nicht bekommen, weil sie zu türkisch aussehen. Daneben steht ein schwules Paar, das die Wohnung ebenfalls nicht bekommen hat. Die beiden Männer unterhalten sich mit zwei Lesben, die ebenfalls leer ausgegangen sind. Ein von oben bis unten tätowierter Mann, der sich große Hoffnungen gemacht hat, verlässt mittlerweile fluchend den Ort des Geschehens. Dann gesellen sich noch drei Studenten dazu, die gern eine Wohngemeinschaft aufgemacht hätten. Auch sie haben eine Absage bekommen.
Die Favoriten sind nun ein Mann und eine Frau, die im Porsche Cayenne vorgefahren sind und wirklich sehr seriös aussahen.
"Die kriegen die Wohnung, garantiert", meint einer der beiden Homosexuellen.
"Das denke ich auch", stimmt der türkische Mann bemerkenswert berlinend zu.
Dann öffnet sich die Haustür und das Porsche-Paar kommt der kleinen Schar mit hängenden Köpfen entgegen.
"Wie, Sie haben die Wohnung auch nicht gekriegt?", will die größere der beiden Lesben wissen.
"Nein, leider nicht."
"Was, verdammt nochmal, hat denn bei Ihnen nicht gestimmt?"
Frau Porsche legt den Kopf traurig zur Seite.
"Eigentlich war schon alles klar, dann allerdings haben wir erwähnt, dass wir vier Kinder haben. Das war es dann."

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Actionscript 02.08.2018, 15:39
35. Sehr abwertender Beitrag

Dies ist ein sehr abwertender Beitrag zu diesem Problem. Zuerst einmal ist wohl klar, dass #meTwo in Anlehnung an #meToo gewählt wurde, da beide gleich gleich klingen und eben ähnliche Probleme ansprechen, in einem Fall Rasse, im anderen Fall Gender.

Und dann wurschtelt Herr Fleischhauer auch noch an dem Begriff Rasse und Rassismus herum und meint man solle doch von Diskriminierung sprechen. Ich verstehe allerdings nicht, dass Diskriminierung weniger abwertend ist. Es ist nur ein Sammelbegriff für alle Arten des Herabwürdigens. So kann man die Begriffe auch vereinen wie bei "Rassendiskriminierung" oder wie im Englischen "racial Discrimination". Und da unterscheidet man im engeren Sinne verschiedene Rassen wie "White-Caucasian", "Latino" oder "Hispanic", "Black" oder "African-American", "Pacific Islander" oder "Asian" und "America Indian". Dann unterscheidet man weiterhin ethnische Gruppen, zu denen die Türken zB gehören. Der Begriff "Rassendiskriminierung" wird aber in weiterem Sinne gebraucht, da es offensichtlich bisher kein anderes Wort gibt.

Es ist gut, dass endlich diese Diskussion über Diskriminierung aufgrund der Herkunft, der Rasse und des Genders geführt wird.

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Phleon 02.08.2018, 15:39
36.

Wenn mir jemand sagt, ich hätte kein deutsches Blut, dann ist das Rassismus, da sehe keine große Deutung.
Und das höre ich sehr sehr häufig. Mitten in Frankfurt, auch von Menschen die sich für links halten, von meiner eigenen Familie...
Und jedes mal heisst es dann: "Ach das ist doch kein Rassismus!"
Doch, genau DAS ist es.

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mmaaeepp 02.08.2018, 15:44
37. Vorsicht, nicht soo einfach machen

Grundsaetzlich gebe ich Herrn Fleischhauer recht, dass nicht jede subjektive Erfahrung und Schilderung verallgemeinert werden darf. Dies gilt fuer MeTwo genauso, wie fuer Klimawandel, Sexismus Debatte, Blondinen, Ferrari Fahrer, Banker oder Schwule. Wenn man aber mit diesem Wissen, dass eben nicht Alles auf alle zutrifft die Debatte bestreitet, kann sie aber trotzdem sehr nutzlich sein. Dem ein oder anderen wird vielleicht bewusst, dass sein Verhalten andere verletzt hat, obwohl es vielleicht nie so gemeint war. Wie einer meiner Vorredner z.B. schreibt, kann die Frage nach der Herkunft sehr verletzend sein, obwohl sie vielleicht gut gemeint war. Wenn man sie mit dem Wissen stellt und entsprechend Empathie zeigt, kann das sehr helfen Bruecken auf BEIDEN Seiten zu bauen und Vorurteile auf BEIDEN Seiten abzubauen. Wenn das auch nur bei 1 in 100 Personen geschieht, war die Bewegung doch ein Erfolg...

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geist2018 02.08.2018, 15:48
38. Wikipedia?

Sie können sich ja mal bei Wikipedia schlau machen, was Rassismus heißt. Und es dann noch mal versuchen. Hier der Link für Sie: https://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus

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io_gbg 02.08.2018, 15:51
39.

Zitat von Preppy
Was Sie möglicherweise meinen ist die ähnliche Phrase "Rassismus ohne Rassen". Für diese Phrase findet Google NGRAM tatsächlich Ergebnisse - aber bereits 1989, nicht erst 1990:
Ich hatte "um 1990" geschrieben, da der Begriff 1989 bzw. 1992 aus der Taufe gehoben wurde. Erst da wurde er in die Sozialwissenschften eingeführt -- das habe ich korrekt beschrieben.

Und ob man nun "Rassismus ohne Rassen" oder "Rassismus ohne Rasse", ist einerlei. Gemeint ist dasselbe.
Auch die Beschreibung des Begriffs in der Enzyklopädie Wikipedia macht das klar: "Er geht dabei von der Existenz eines Rassismus aus, bei dem der Begriff der Rasse nicht verwendet werde. "

https://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus_ohne_Rassen

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