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MH17-Ermittlungen: Flugschreiber sind beschädigt - Daten aber offenbar intakt
AFP

Die Flugschreiber von MH17 sollen helfen, den Abschuss des Passagierfliegers zu rekonstruieren. Laut russischen Angaben wurden die Rekorder bei der Katastrophe beschädigt. Die gespeicherten Daten sind aber offenbar heil geblieben.

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Hans58 25.07.2014, 13:14
1.

Zitat von sysop
Die Flugschreiber von MH17 sollen helfen, den Abschuss des Passagierfliegers zu rekonstruieren. Laut russischen Angaben wurden die Rekorder bei der Katastrophe beschädigt. Die gespeicherten Daten sind aber offenbar heil geblieben.
Dass die beiden Geräte äußerlich "beschädigt" sind, konnte man auf den bisher veröffentlichten Bilder sehen.

Die Niederlande haben gestern bereits mitgeteilt, dass die Daten schon ausgelesen wurden.

Was hat die russische Flugunfallbehörde (MAK), die für die GUS-Staaten zuständig ist, mit Flugschreibern zu tun, die auf ukrainischem Boden gefunden wurden? Die Ukraine ist nicht mehr Mitglied der GUS.

Andererseits ist es hochinteressant, dass Russland bestätigt, im Besitz der Flugschreiber gewesen zu sein.

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colonium 25.07.2014, 13:36
2. Irrtum

Zitat von Hans58
Dass die beiden Geräte äußerlich "beschädigt" sind, konnte man auf den bisher veröffentlichten Bilder sehen. Die Niederlande haben gestern bereits mitgeteilt, dass die Daten schon ausgelesen wurden. Was hat die russische Flugunfallbehörde (MAK), die für die GUS-Staaten zuständig ist, mit Flugschreibern zu tun, die auf ukrainischem Boden gefunden wurden? Die Ukraine ist nicht mehr Mitglied der GUS. Andererseits ist es hochinteressant, dass Russland bestätigt, im Besitz der Flugschreiber gewesen zu sein.
Leider unterliegen Sie einem Irrtum.

Das Zwischenstaatliches Luftfahrtkomitee MAK ist eine Organisation der aktuellen und EHEMALIGEN GUS-Staaten, der die Regierungen Kompetenzen und Funktionen im Bereich der zivilen Luftfahrt und Luftraumnutzung delegiert haben.

Die Ukraine hat zwar ihren Austritt aus der GUS erklärt, aber ist immer noch Mitglied im MAK.

Und das MAK ist neben anderen Luftfahrtexperten vieler Länder, unter federführung der Niederlande, auch an der Untersuchung der Flugschreiber beteiligt. Deshalb , mit Verlaub, sollten Sie nicht versuchen einen " Besitz" der Flugschreiber zu konstruieren, denn die Niederlande sind im Besitz, die MAK untersucht nur begleitend in den Niederlanden....

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Robert_Rostock 25.07.2014, 13:40
3.

Zitat von colonium
Leider unterliegen Sie einem Irrtum. Das Zwischenstaatliches Luftfahrtkomitee MAK ist eine Organisation der aktuellen und EHEMALIGEN GUS-Staaten, der die Regierungen Kompetenzen und Funktionen im Bereich der zivilen Luftfahrt und Luftraumnutzung delegiert haben. Die Ukraine hat zwar ihren Austritt aus der GUS erklärt, aber ist immer noch Mitglied im MAK. Und das MAK ist neben anderen Luftfahrtexperten vieler Länder, unter federführung der Niederlande, auch an der Untersuchung der Flugschreiber beteiligt. Deshalb , mit Verlaub, sollten Sie nicht versuchen einen " Besitz" der Flugschreiber zu konstruieren, denn die Niederlande sind im Besitz, die MAK untersucht nur begleitend in den Niederlanden....
Moment. Ich denke, die Flugschreiber sind nach England, was ja quasi ein US-Staat ist, gebracht worden, um sie so richtig zu verfälschen und das von den Kriegstreibern gewünschte Ergebnis zu produzieren?
Und jetzt plötzlich behaupten Sie, dass da auch Russen mitmachen bei der Untersuchung?

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Hans58 25.07.2014, 13:59
4.

Zitat von Robert_Rostock
Moment. Ich denke, die Flugschreiber sind nach England, was ja quasi ein US-Staat ist, gebracht worden, um sie so richtig zu verfälschen und das von den Kriegstreibern gewünschte Ergebnis zu produzieren? Und jetzt plötzlich behaupten Sie, dass da auch Russen mitmachen bei der Untersuchung?
OT:
Irgendwann im Verlauf der Diskussion, die Sie und ich seit Anfang verfolgen, haben Sie sich dahingehend geäußert, dass man sich die Nachrichten so auslegt, dass sie zur eigenen Anschauung passen.

Da wir beide hier bei SpON alte bzw. uralte Foristen sind, kennt man diese Art der Diskussionsführung.

Neu für mich ist, dass die MAK bei den Untersuchungen eingebunden war , immer noch?

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hamuschü 25.07.2014, 15:11
5. Guter Artikel

Sie wollen doch nicht sagen, dass die Kriegspartei Russland die Flugdatenschreiber untersucht? Das ist ja der Gipfel. Und vor dem Truppenaufmarsch der Russen muß unbedingt gewarnt werden! Wann besetzt der verrückte Putin dann die Ukraine?

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los.larsen 25.07.2014, 15:17
6. Usa und Wahrheit...

Zitat- "Die USA beschuldigten am Donnerstag Russlands Truppen, von eigenem Staatsgebiet aus ukrainische Armeestellungen mit Artillerie zu beschießen. Dafür hat die US-Regierung nach eigenen Angaben Beweise."

Wir haben schon genug Witze darüber gerissen , jetzt ist das einfach nur traurig.

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Bellerophon 25.07.2014, 16:32
7. Jetzt mit dem Abstand...

muss ich bei all meiner Traurigkeit und Anteilnahme eine frage loswerden: Wieviel Liter Kerosin hätte es gekostet, die Maschine um das Krisengebiet herum zu steuern. Die "normale" Flugroute führt wohl daran vorbei. Hat jemand anhand Wind und Wetter die Route "optimiert"? Das wird ja immer gemacht, bei jedem Flug. Aber hier? Wer weiß dazu etwas?

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Mr.Konsul 25.07.2014, 20:10
8. @Bellerophon

Also wenn ich mich nicht täusche die Rede war von ca. 10.000€ kosten um das Kriegsgebiet zu umfliegen. Aber da ist noch eine höchst interesante Sache, nämlich, dass ukrainsche Staatskasse bekommt ja auch `ne hübsche Summe für Bereitstellung der Flugrouten über ihr Hoheitsgebiet. Kann auch noch der Grund sein weswegen der Luftraum nicht gesperrt wurde.

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Hans58 25.07.2014, 22:18
9.

Zitat von Bellerophon
muss ich bei all meiner Traurigkeit und Anteilnahme eine frage loswerden: Wieviel Liter Kerosin hätte es gekostet, die Maschine um das Krisengebiet herum zu steuern. Die "normale" Flugroute führt wohl daran vorbei. Hat jemand anhand Wind und Wetter die Route "optimiert"? Das wird ja immer gemacht, bei jedem Flug. Aber hier? Wer weiß dazu etwas?
Nein, die "normale Flugroute" von Zentraleuropa nach Südostasien ist u.a. die L980, auf der zwischen GANRA und TAMAK die MH17 abstürzte.

P.S.
In der Luftfahrt rechnet niemand mit Litern Kerosin.

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