Forum: Politik
Migranten aus Nordafrika: Flüchtlingsansturm spaltet Europa

Europas Innenminister zanken wie selten zuvor: Italiens Umgang mit der Flüchtlingswelle aus Nordafrika erbost vor allem Frankreich und Deutschland. Rom fordert Solidarität, Paris und Berlin machen die Grenzen dicht. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

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Hennesche 11.04.2011, 18:59
1. Rückgrat und Vernunft

Zitat von sysop
Europas Innenminister zanken wie selten zuvor: Italiens Umgang mit der Flüchtlingswelle aus Nordafrika erbost vor allem Frankreich und Deutschland. Rom fordert Solidarität, Paris und Berlin machen die Grenzen dicht. Eine Lösung ist nicht in Sicht.
Nachdem all die Jahrzehnte lang die einzige, hilflose Reaktion auf die Einwanderung ein schulterzuckendes Hinnehmen war, beginnen die EU-Innenminister endlich Rückgrat und Vernunft zu zeigen. Geert Wilders sei Dank! Und Marine Le Pen. Hätten die Jungs nicht die Hosen voll vor den drohenden Wahlerfolgen dieser Parteien, würden sie vermutlich wieder sagen: "Ach, das sind doch nur 23.000 Leute, die kann man doch verteilen, das verliert sich doch in Europa." Nein, es verliert sich nicht. Es wird mehr und mehr. Familiennachzug, Burkas, Moscheen, Sozialbetrug, Ghettos...

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rohanseat 11.04.2011, 19:05
2. das ist der anfang

von einer bereits vor ca. 30 jahren beschriebenen welle von wirtschfts flüchtlingen in richtung europa.-In der damaligen abhandlung war von menschen die rede die wegen : hungersnöten, wassermangel und arbeitslosigkeit gen europa strömen werden.-Leider ist all das geld was als entwicklungshilfe gen africa geflossen ist um sonst gewesen.-Wir als menschen sind machtlos wenn gesissenlose herrscher sich die taschen füllen und ihre völcker der not preis geben.-
Auch wenn es hart ist aber eine aufnahme in europa ist nicht möglich denn das schiff MS EUROPA ist nun mal voll.-
Das sich Italien alles aus dem pelz schütteln will ist nur natürlich.-Die einzig gute idee aus Italien : "austreten aus der EU"Dann hätte die EU eine sorge weniger.

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jenom 11.04.2011, 19:11
3. Probleme lösen

Genau das passiert, wenn man sich nicht vorausschauend um Problemlösungen kümmert. Deshalb müssen die Nordafrikaner bei der Lösung ihrer Probleme im eigenen Land unterstützt werden, damit nicht alle auswandern.
Wenn das mafiöse Berlusconi-Italien aus der EU austreten sollte, wäre das zwar kein großer Verlust, aber die EU sollte trotzdem mehr Schiffe und Gelder zur Verfügung stellen. Wie sollen 5 Frontex Schiffe den Flüchtlingsstrom aufhalten, das ist unmöglich. Die alte CDU/FDP Taktik des verschleppenden blind-Stellens und Sprüche ohne Handeln nutzen nichts.

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Andreas Rolfes 11.04.2011, 19:21
4. Wer hat, der soll auch geben

Zitat von
So sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck: Die Flüchtlinge aus Nordafrika bräuchten "unsere humanitäre Unterstützung und kein innenpolitisch motiviertes Law-and-Order-Gerede." Europa müsse solidarisch handeln Friedrichs Äußerungen seien "völlig daneben".
Herr Beck, dann geben Sie doch den armen Flüchtlingen "humanitäre Unterstützung" auf Ihre Kosten in Ihrer Wohnung!

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jenom 11.04.2011, 19:32
5. Dummheit

Zitat von Hennesche
...Geert Wilders sei Dank...
Klar, dass sich wieder die Dümmsten der Dummen zu Wort melden. Wer "rechts" wählt darf sich nicht wundern, wenn immer billigere Arbeitskräfte ins Land geholt werden und das hinterher den "Linken" in die Schuhe geschoben wird.
Problemlösung geht anders: Rotgrün hat Probleme angepackt und hätte schon längst die Grenzpatrouillen verstärkt, die "Rechten" zögern mal wieder. Klar, denen ist Deutschland egal, die machen nur das, was ihnen die kriminellen Wirtschaftsbosse befehlen. Und die wollen billige Arbeitskräfte, koste was es wolle.

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kaiserjohannes 11.04.2011, 19:47
6. Gleichmässige Verteilung

Villeicht sollten diese Flüchtlinge in den neuen EU Ländern untergebracht werden. Es ist ja selbstsüchtig von Seiten der Länder mit gut ausgebauten Sozialsysteme, der gesamte Segen der multikulturellen Bereicherung für sich zu beanspruchen.
Wetten dass der Flüchtlingsstrom versiegt, wenn diese Menschen in Polen oder Bulgarien angesiedelt werden?

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boam2001 11.04.2011, 19:53
7. Ich kann Italien verstehen

Deutschland und Frankreich machen sich "einen schlanken Fuss", wenn sie Italien in der Flüchtlingsproblematik alleine lassen.

Von daher kann ich den Protest Italiens gegenüber den Mitteleuropäischen Staaten nachvollziehen.

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heliconia 11.04.2011, 20:03
8. Humanitäre Verantwortung

Zitat von sysop
Europas Innenminister zanken wie selten zuvor: Italiens Umgang mit der Flüchtlingswelle aus Nordafrika erbost vor allem Frankreich und Deutschland. Rom fordert Solidarität, Paris und Berlin machen die Grenzen dicht. Eine Lösung ist nicht in Sicht.
Man kann nicht einfach in ein fremdes Land einmarschieren, damit einen halben Kontinent destabilisieren, mit Waffen herumfuchteln und dann erwarten das die Menschen nicht in Sicherheit fliehen. Die Franzosen und dessen Verbündete sollen hier gefälligst Verantwortung übernehmen. Solange bis sich die Situation in den Ursprungsländern gebessert hat.

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glücklicher südtiroler 11.04.2011, 20:12
9. Lampedusa...

Zitat von sysop
Europas Innenminister zanken wie selten zuvor: Italiens Umgang mit der Flüchtlingswelle aus Nordafrika erbost vor allem Frankreich und Deutschland. Rom fordert Solidarität, Paris und Berlin machen die Grenzen dicht. Eine Lösung ist nicht in Sicht.
Die werten Mitforisten sollten einmal die zwei wichtigsten Aussagen im guten Spon-Artikel betrachten...
"Nach EU-Recht ist das italienische Vorgehen indes zulässig. Die Regierung in Rom darf befristete Aufenthaltsgenehmigungen ausstellen, mit denen die Migranten in andere Länder des grenzkontrollfreien Schengenraums weiterreisen dürfen. Das stellte auch EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström klar: "Natürlich darf Italien das."
und
"Die Innenminister haben sich lediglich darauf geeinigt, dass das Land mehr Unterstützung von EU-Grenzschützern und Geld aus EU-Fonds erhalten soll."

De facto hat Italien eine Lücke in den EU-Bestimmungen gefunden und von dieser, meiner Ansicht wiedersinnigen, Möglichkeit Gebrauch gemacht um auf seine Nachbarn Druck auszuüben. Da Nordafrika weiterhin gärt und in Libyen Krieg herrscht, wird es zu weiteren Flüchtlingswellen kommen. In einem worst case szenario wird es alles bisher Dagewesene weit in den Schatten stellen. Politisch Verfolgte würde ich als Europa und Italien aufnehmen( die bisherige Anzahl ist für Italien leicht bewältigbar, zukünftige sicher nicht), Wirtschaftsflüchtlinge würde ich per Abkommen in die Herkunftsländer, heute in erster Linie Tunesien, zurückschicken.
Zum zweiten Zitat:
Italien hat ein bißchen erreicht was es wollte; etwas Geld für die Grenzkontrollen. Teuer wird es allerdings für die EU zukünftig die Nordafrikanischen Länder zu stabilisieren. Heute in erster Linie Tunesien...
Wir als EU(wir sollten endlich von diesem Streit zwischen Staaten wegkommen) haben alles Interesse der Welt an geordneten Verhältnissen in Nordafrika.
Deshalb finde ich bezüglich Libyen jede Vermittlungsinitiative begrüßenswert...
Aber zuerst sollten wir uns um Tunesien kümmern, von dort kommen heute die meisten Wirtschaftsflüchtlinge. Das Abkommen zwischen Italien und Tunesien zur Rückführung, ist ein erster Schritt; aber zu wenig...
http://www.ilquotidianoitaliano.it/a...sia-73138.html

Viele Grüße aus Südtirol...

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