Forum: Politik
Migranten aus Nordafrika: Flüchtlingsansturm spaltet Europa

Europas Innenminister zanken wie selten zuvor: Italiens Umgang mit der Flüchtlingswelle aus Nordafrika erbost vor allem Frankreich und Deutschland. Rom fordert Solidarität, Paris und Berlin machen die Grenzen dicht. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Seite 8 von 8
küss_di_hand 12.04.2011, 15:54
70. .

Zitat von rhs
...wie hoch ist die Bevölkerungsdichte in Tunesien im Gegensatz zu Deutschland?
und vor allem: Wieviel gibt Tunesien pro lybische Flüchtling aus? wie ist die Versorgung? Werden sie auch "menschengerecht" behandelt? etc.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rivedroite 12.04.2011, 16:20
71. mit Eu und USAID

Zitat von küss_di_hand
und vor allem: Wieviel gibt Tunesien pro lybische Flüchtling aus? wie ist die Versorgung? Werden sie auch "menschengerecht" behandelt? etc.
Ich gehe Mal davon aus, dass die Tunesier die Lybier mit Hilfslieferungen aus der EU und USA AID abfüttern. Also da wird sicher ordentlich dreingehauen mit Knüppel sollten sich die Lybier etwa zu viel von der Hilfe aneignen. Das sieht kein human right watch man. Und übrigens sind das dort keine Flüchtlinge sonder man nennt das deplaced people. Deplaziert worden durch den Krieg. Siehe jetzt Elfenbeinküste und Ostkongo.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Maskulist5 12.04.2011, 18:46
72. Und damit ist klar...

Zitat von rivedroite
Ich gehe Mal davon aus, dass die Tunesier die Lybier mit Hilfslieferungen aus der EU und USA AID abfüttern.
Also füttern die USA und die EU die Flüchtlinge eh scnhon durch, auch wenn sie noch woanders sind.

Zitat von rivedroite
Also da wird sicher ordentlich dreingehauen mit Knüppel sollten sich die Lybier etwa zu viel von der Hilfe aneignen. Das sieht kein human right watch man.
Sind sicher alles verkappte Nazis, kann ja gar nicht anders sein...

Zitat von rivedroite
Und übrigens sind das dort keine Flüchtlinge sonder man nennt das deplaced people. Deplaziert worden durch den Krieg. Siehe jetzt Elfenbeinküste und Ostkongo.
Die Flüchtlinge von Lampedusa wären in Europa ebenfalls deplatziert, korrekte Bezeichnung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinefresse 12.04.2011, 18:47
73. -

Zitat von Tall Sucker
[...]In diesem Falle würden sie eine leere Landschaft zurücklassen, die jedem offen stünde, dem es hier zu voll würde (Merke: Sesshaftigkeit ist keine Tugend, sondern Schwäche!)
Selten so einen Käse gelesen. Die Menschen waren unsesshaft, bevor sie Ackerbau und Viehzucht beherrschten, da sie der Nahrung hinterherziehen durften. Nachdem sie sesshaft wurden und ihre Grundbedürfnisse etwas problemloser lösen konnten ging es erst Aufwärts mit der Entwicklung - Diversifikation von Berufen, Interesse für Kunst, Forschung, Entwicklung der Baukunst.
Soll ein nicht sesshafter Schmied einen mobilen Amboss mitschleppen?
Sollen nicht sesshafte Menschen über duzente von Jahren große Kirchen erbauen?

Besser: wer nicht sesshaft ist bekommt nirgends etwas auf die Reihe, was ihn dazu bringen würde, sesshaft zu werden. Oder auf Denglisch: Er ist ein Loser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
panzeraufklärungstruppe 13.04.2011, 13:07
74. Tunesier wollen nicht zurück

Hier etwas Anschauungsmaterial für den deutschen Grenzschutz - einfach draufclicken.

http://tv.repubblica.it/dossier/emer...=1&ref=HRER3-1

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steve Holmes 13.04.2011, 22:03
75. .

Zitat von jenom
Wer wirklich an der Lösung der Probleme interessiert ist, muss auch die Ursachen bekämpfen.
Die Verbesserung der Lebensbedingungen kann nicht von außen geschehen. Das müssen die Afrikaner selber schaffen.

Zitat von jenom
Kurzfristig hilft Grenzsicherung, langfristig müssen Demokratien unterstützt werden, sonst werden die Flüchtlingsströme immer größer. Und dann helfen auch 200 Schiffe nichts mehr.
Solange die Afrikaner nicht für ordentliche Lebensbedingungen sorgen muss man die Grenzsicherung verstärken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chrome_koran 14.04.2011, 10:05
76. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von Steve Holmes
Die Verbesserung der Lebensbedingungen kann nicht von außen geschehen. Das müssen die Afrikaner selber schaffen.
Kann ich nur unterschreiben. Die historischen Erfahrungen der vormaligen "Ostblock"-Ländern in den letzten 20 Jahren sind ein gutes Beispiel. Natürlich gibt es auch hierbei gravierende Unterschiede in der Entwicklung, aber einige Länder, die in den 1980er politisch und wirtschaftlich am Boden zerstört waren (Polen, Ungarn, Tschechoslowakei) - oder gar nicht erst auf der Landkarte existent waren - haben es mehr oder weniger gut geschafft (Tipp: das war noch VOR der EU-Erweiterung).

Schon davor kamen aus damaligem Osteuropa viele Flüchtlinge, auch aus einem Teil Deutschland in den "Westen". Und? Und die meisten davon haben sich nahtlos integriert, fallen allenfalls durch ihren leichten Akzent auf, der kaum irgend einer Ethnie zuzuordnen ist - sind längst integrer Teil der Gesellschaft. Wozu die damaligen Integrationsprogramme, ganz vorbildlich diejenigen für die Aussiedler, nicht unerheblich beigetragen haben - das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.

Wer nun behauptet, die Afrikaner wären zu so einer Entwicklung unter freiheitlichen Bedingungen - sei es in ihrer Heimat oder hier zu Lande - nicht fähig und auf Hilfen Fremder angewiesen, betreibt IMHO verkappten - und hoffentlich nur unbewussten - Rassismus.

Zitat von Steve Holmes
Solange die Afrikaner nicht für ordentliche Lebensbedingungen sorgen muss man die Grenzsicherung verstärken.
Auch dies ist korrekt, leider an der sozialen und technischen Realität messerscharf vorbei. Denn: wie stellen Sie sich so etwas konkret vor? Eine der Berliner Mauer nachempfundene Sperre entlang der Mittelmeerküste? Wenn ja: der europäischen oder schon der afrikanischen? Oder vielleicht in der Meeresmitte? Wenn nein: was sind Ihre Alternativen? Zivile Boote mit Waffengewalt zurückdrängen?

Das Problem liegt IMHO woanders, nämlich in absolut chaotischen bis mangelnden Aufnahmekriterien für das jeweilige Land, darunter Deutschland, darunter Bundesländer. Ich erinnere mich noch an meine Aussiedlergeschichte (damals noch ohne "Spät-"): bei weitem durfte ich mir weder die Stadt noch das Bundesland völlig frei aussuchen, einige waren schlichtweg Tabu, die Leute wurden nach einem besser oder schlechter, aber funktionierenden Schlüssel quer übers (damals noch West-)Deutschland verteilt. Es waren auch zahlreiche Aufnahmekriterien zu erfüllen, die teilweise recht streng waren (nix mit "deutscher Schäferhund von Opa" *g*).

Und die Leute nutzten das…

Später in den 1990er wurden die ganzen Projekte, sofern ich weiß, stark zurückgefahren - voilá, schon gab es Probleme mit den nun so genannten "Spätaussiedlern", Ghettobildung, Arbeitslosigkeit, mangelnde Integration, sprachliche und z.T. auch kulturelle Selbstausgrenzung der Einwanderer. Insofern sind die Probleme möglicherweise doch a) hausgemacht, b) mit ebensolchen Hausmitteln zu lösen. Also die alte gute "Hilfe zur Selbsthilfe", dazu aber natürlich auch die Möglichkeit, jemanden, der sich nicht zu benehmen weiß, stehenden Fußes außer Landes zu schaffen! Denn importierte Verbrecher können wir nicht gebrauchen.

Hierbei wäre die Wiedereinführung der Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raumes zu begrüßen und der Menschenwürde keineswegs abträglich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 8