Forum: Politik
Migrantentreck aus Mittelamerika: Karawane in Mexikos Hauptstadt angelangt
AFP

In Mexiko Stadt wollen sich Tausende Migranten aus Mittelamerika sammeln und weiterziehen, in Richtung USA. Donald Trump nutzte die Menschen erneut dazu, Ängste zu schüren.

Seite 4 von 4
derblaueplanet 05.11.2018, 18:12
30. Ja, es ist geboten und human, diese Invasion zu verhindern.

Zitat von tucson58
Ist das stationieren von Soldaten an die Grenze, mit dem Hinweis auf den Einsatz von Schusswaffen human ? Es geht hier um ca. 7000 Flüchtlinge und nicht um eine Herr feindlicher Truppen die auf die Grenze der USA zurollen
Es handelt sich hier in der Tat um die Vorhut eines Heeres feindlicher Truppen, denn Personen, die ohne Legitimation und gegen das Recht des betreffenden Staates über seine Grenzen in das Land eindringen, sind feindlich. Und ein Invasor ist auch ohne Waffen ein Invasor. Wesentliche Aufgabe eines Staates ist es, seine Bewohner zu schützen, in erster Linie vor Gefahren für Leib und Leben, aber auch vor Armut und Elend, vor Rechtlosigkeit und Gewalt. Zehntausende junge Männer stehen in den Barrios, in den Vierteln der aus Lateinamerika Eingewanderten, unter Waffen, die Gefängnisse sind voll von ihnen. Die "Maras", so heißen die gleichen Banden in Mittelamerika, bringen ihre Methoden und ihre Brutalität in die USA. Jene, die glauben, sie entkämen denen, werden dort von ihnen empfangen werden, und ihren Kindern blüht das gleiche Schicksal wie zuhause. Auch deshalb ist es human, auch mit äußerster Entschlossenheit und auch unter dem legitimen Einsatz des Gewaltmonopols der Staates diese Invasion zu verhindern. Die Rechnung der Migranten, ein paar Wochen mühevoller Weg würde belohnt durch das soziale Netz der USA, darf nicht aufgehen. Diese Leute sind, wie man unschwer sehen kann, oft außerordentlich gut genährt, so gut, daß man sich manchmal fragt, was sie eigentlich arbeiten können mit ihrer Körperlichkeit. Und da sind auch die Jungen - Menschen, die zu faul oder zu feige sind, die Verhältnisse in ihren eigenen Ländern zu verändern, zu lernen, zu arbeiten und auch zu kämpfen. Nein, es sind nicht die Elenden und Beladenen, die da marschieren. Trump mag ein Faschist sein, aber hier hat er recht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
loquuntursaxa 05.11.2018, 18:20
31. Äussere Feinde ermöglichen Macht und Zwang auf die innere Bevölkerung

Zitat von paulpuma
Nur stabile Grenzen ermöglichen Staat und Recht.
insbesondere auf diejenigen, die es nicht einfach haben. Also pur Fascismus. Mit Rump ist ein feiner Krieg gegen die Armen gestartet und die Armen wollen sich wehren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hoernomat 05.11.2018, 20:21
32. @31 derblaueplanet - welches Ziel haben Sie?

Mit Verwunderung lese ich Ihren Beitrag. Sprache und Inhalt weisen auf ein respektables Bildungsniveau hin, die Richtung/Meinung verwundert deswegen um so mehr.

1. Es ist nicht zielführend, die Sprache in Bezug auf Migration zu militarisieren. Eine Invasion ist etwas ganz Anderes als ein paar tausend arme Leute, die sich ein besseres Leben erarbeiten wollen und die Chance danach im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sucht.

2. Die Menschen aus Mittelamerika pauschal zu beurteilen ist schon gegen das Gesetz - jeder hat individuell einen Anspruch auf Respekt und Prüfung seines Falls.

3. Recht und Gesetz gewähren allen Menschen das Recht einen Asylantrag in anderen Ländern zu stellen. Da sind die USA keine Ausnahme - insofern gibt es hier an der Grenze nichts zu schützen, außer der Einhaltung von Recht und Gesetz.
Das geschieht nicht, wenn man Menschen an der Inanspruchnahme ihres Rechts zu hindern versucht.

4. die Banden welche Sie beschreiben, sind einer der Ursachen, warum sich die Menschen auf den Weg gemacht haben. Sie werden sicher einverstanden sein, dass es besser ist, Ursachen zu bekämpfen, denn Symptome.

5. Welches Problem ist damit gelöst, Menschen zu diffamieren, zu kriminalisieren und sich dabei von Nebensächlichkeiten wie Wahrheit und Fakten nicht beeindrucken zu lassen?
Man kann gegen Migration sein - was im Einwanderungsland USA gegen Ursprung, Werte und gesellschaftlichen Konsens der letzten 220 Jahre wäre - doch sollte wenigstens den Anstand der Wahrhaftigkeit einhalten. Dann ist man eben ein Rassist, der sich von der reichen Klasse seines Landes dazu missbrauchen lässt, von den eigentlichen Problemen des Landes abzulenken und die weniger Begabten auf die noch Schwächeren hetzt, anstatt die wirklichen Probleme des Landes anzugehen.
Nicht, weil die von Ihnen zu Recht angesprochenen Probleme nicht existieren, oder man ihnen nicht rechtsstaatlich begegnen sollte, sondern weil sie gemessen an der Gesamtmigration einerseits und der auch ohne Migranten in den USA vorhandenen Kriminalität ein weniger als Untergeordnetes Problem darstellen. Es zu Missbrauchen, um Arme gegen noch Ärmere zu hetzen bringt nichts Positives hervor....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 4