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Migration aus Rumänien und Bulgarien: Deutsche Städte klagen über Zuwanderer
dapd

Sie lebten schon in ihrer Heimat häufig in Armut, hier schaffen sie den Aufstieg auch oft nicht: Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien fallen nach SPIEGEL-Informationen manchen deutschen Städten zur Last. Sie klagen, dass die Migranten viel Geld kosten - und fordern Hilfe vom Bund.

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-bix- 03.02.2013, 18:09
10. Einwanderung in Sozialsysteme

Soziale Unterstützung streichen und schon löst sich das Problem von allein. Es kann doch nicht schwer sein, eine soziale Unterstützung gesetzlich nur für in Deutschland Geborene festzumachen. Weitere Einwanderung dann nur noch über ein Einwanderungsgesetz mit entsprechenden Anforderungen usw..
Einwanderung muss sinnvoll sein und Deutschland etwas bringen. Derzeit bringt es nur Einwanderer in die Sozialsysteme.

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mneisen 03.02.2013, 18:12
11.

Zitat von sysop
Sie lebten schon in ihrer Heimat häufig in Armut, hier schaffen sie den Aufstieg auch oft nicht: Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien fallen nach SPIEGEL-Informationen manchen deutschen Städten zur Last. Sie klagen, dass die Migranten viel Geld kosten - und fordern Hilfe vom Bund.
Man muss die Osteerweiterung der EU doch einfach lieben ... :(

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UnitedEurope 03.02.2013, 18:12
12. UnitedEurope

Vielleicht war man da zu lasch mit Visa? Oder insgesamt zu lasch mit den Einwanderungsgesetzen?
Gegen geregelte Einwanderung ausgebildeter Menschen ist nichts einzuwenden, die Schweiz, Kanada und Australien praktizieren das seit Ewigkeiten erfolgreich. Aber die aktuelle Situation bringt niemandem was, weder den Bulgaren und Rumänen, noch den Kommunen, Städten, dem Bund oder sonst wem.

Und wo Armut in Verzweiflung umschlägt, haben wir dann ein Kriminalitäts- und Bandenproblem (unabhängig von der Nationalität).

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inci2 03.02.2013, 18:14
13.

Zitat von sysop
Sie lebten schon in ihrer Heimat häufig in Armut, hier schaffen sie den Aufstieg auch oft nicht: Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien fallen nach SPIEGEL-Informationen manchen deutschen Städten zur Last. Sie klagen, dass die Migranten viel Geld kosten - und fordern Hilfe vom Bund.
Gehören Bulgarien und Rumänien nicht auch zur EU? Wieso bekommen diese beiden Länder (und auch andere), die ihre Minderheiten im Dreck hausen lassen keine ordentliche Ansage?

Wenn es um Rauchverbote, Glühbirnenverbote und mehr Chemikalien in Kinderspielzeug geht, da ist die EU ganz schnell und alle nicken das ab.

Aber wenn es um die Menschen geht, schippt die EU noch eine Schippe Dreck über diese Menschen.

Schande über alle EU-Verantwortlichen, die so etwas zulassen, aber Schnappatmung kriegen, wenn es nicht genug Aufsichtrats- und Vorstandpöstchen für Frauen gibt.

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weißbrot 03.02.2013, 18:29
14.

Zitat von Blaue Fee
Auf der einen Seite gibt es Freizügigkeit in der EU, auf der anderen nun dieses Problem. Die Städt müssen ihre Möglichkeiten dahingehend ausschöpfen, indem sie eben Wohnungsbesetzer (Schlafen in abbruchreifen Häusern) der Grundstücke verweisen und auch die Eigentümer dieser Immobilien in Haftung nehmen (Eigentum verpflichtet). U.U. muss eben festgestellt werden, dass nicht arbeitsvermittelbare EU-Bürger keine Sozialleistungen beantragen/empfangen können und sie bei gewissen Vergehen repartiiert werden - auf ihre Kosten (Sarkozy muss man nicht imitieren).
Ich kenne auch Personen mit Ihrer Einstellung. Komischer Weise sind diese zum Beispiel für höhere Erbschaftssteuern, da die Geburt in eine reiche Familie Zufall sei und keine eigene Leistung. Dass eben dies auch für das Privileg Deutscher zu sein zutrifft, was mit einem Anrecht auf solidarische Unterstützung einhergeht, sehen sie nicht. Diese Geburtsrecht soll nur für sie selber gelten und nicht für "nicht arbeitsvermittelbare EU-Bürger". Warum sind solche Personen wie Sie so unkonsequent? "Die da oben" sind Schuld, dass "die da unten" weniger haben. Aber "die da unten" wollen auf keinen Fall, dass diejenigen die wirklich ganz unten sind mehr vom Kuchen abbekommen.
Diese Beobachtung konnte ich aus Gesprächen über Asylbewerber mit drei Bekannten, welche ALG 2 bekommen, ziehen, und sind daher nicht repräsentativ. Es hat mich dennoch schockiert.

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spon-facebook-10000003117 03.02.2013, 18:36
15. @blaue Fee

das ist nun einmal die Freizügigkeit. Wir haben die verdammte Pflicht, uns auch um diese Menschen zu kümmern. gemeinsam mit den anderen EU-Staaten. alles andere ist unsoziales und auch unchristliches Geschwätz, wenn man bedenkt, dass selbst die Diakonie in Dortmund die Menschen einfach wegschickt. Diese Menschen haben das Recht hier her zu kommen sow wie wir auch weggehen können. Das ist Europa! Haben wir nicht gerade erst als EU den Friedensnobelpreis bekommen?

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explikator 03.02.2013, 19:25
16. Was hat das mit dem Friedensnobelpreis zu tun?

Zitat von spon-facebook-10000003117
das ist nun einmal die Freizügigkeit. Wir haben die verdammte Pflicht, uns auch um diese Menschen zu kümmern. gemeinsam mit den anderen EU-Staaten. alles andere ist unsoziales und auch unchristliches Geschwätz, wenn man bedenkt, dass selbst die Diakonie in Dortmund die Menschen einfach wegschickt. Diese Menschen haben das Recht hier her zu kommen sow wie wir auch weggehen können. Das ist Europa! Haben wir nicht gerade erst als EU den Friedensnobelpreis bekommen?
Recht zu kommen schon, aber kein recht auf Sozialleistungen.

Je mehr wir ihnen geben, desto mehr werden kommen. Ist doch klar. Das haben wir nun von der rot-grünen Sozialpolitik.

Mit einer gemäßigten Immigration kann man Leute noch integrieren, aber wenn diese in Massen kommen, bilden sich Slums und es gibt kein Durchdringen und auch keine Hoffnung mehr.

Deutschland verteilt überall in Europa, sogar in der ganzen Welt Milliarden. Keinem wird geholfen, wenn zahlende Länder dadurch in die Knie gezwungen werden.

Die Lösung kann so einfach sein: Legt das Geld sinnvoller an.

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Blaue Fee 03.02.2013, 19:43
17. Wie bitte?

Zitat von weißbrot
Ich kenne auch Personen mit Ihrer Einstellung. Komischer Weise sind diese zum Beispiel für höhere Erbschaftssteuern, da die Geburt in eine reiche Familie Zufall sei und keine eigene Leistung. Dass eben dies auch für das Privileg Deutscher zu sein zutrifft, was mit einem Anrecht auf solidarische Unterstützung einhergeht, sehen sie nicht. Diese Geburtsrecht soll nur für sie selber gelten und nicht für "nicht arbeitsvermittelbare EU-Bürger". Warum sind solche Personen wie Sie so unkonsequent? "Die da oben" sind Schuld, dass "die da unten" weniger haben. Aber "die da unten" wollen auf keinen Fall, dass diejenigen die wirklich ganz unten sind mehr vom Kuchen abbekommen. Diese Beobachtung konnte ich aus Gesprächen über Asylbewerber mit drei Bekannten, welche ALG 2 bekommen, ziehen, und sind daher nicht repräsentativ. Es hat mich dennoch schockiert.
Sie scheinen etwas herauszulesen, was ich nicht geschrieben habe.

Die Komunen haben momentan einen enggesteckten Handlungsraum, den sollten sie aber auch konsequent ausnützen. Wenn Schlafen unter freiem Himmel verboten ist, dann muss das auch durchgesetzt werden. Wenn die Häuser abbruchreif sind, dann müssen sie entsprechend gesichert werden - oder abgerissen. Das liegt in der Verantwortung des Eigentümers.

Man kann EU-Bürger nur bei bestimmten Vergehen repatriieren, ansonsten geniessen sie Niederlassungsfreiheit, aber dies eben auch innerhalb der gesetztlichen Rahmenbedingungen. Wenn also ein EU-Bürger fremdes Eigentum besetzt, macht er sich strafbar. Dann muss er eben auch dafür geradestehen.

Normale EU-Bürger schlafen üblicherweise in gemieteten Wohnungen, arbeiten und zahlen Steuern.

Es geht mir hier weniger um den sozialen Brennstoff, der sicher auch gegeben ist, sondern rein das finanzielle Problem der Komunen.

Städte wie Offenbach haben ihre Schwimmbäder verkaufen müssen, weil kein ausreichendes Steueraufkommen mehr vorhanden ist. Die ehemaligen Industiestandorte haben automatisiert und brauchen keine einfachen Arbeiter oder Handlanger mehr, andere haben in der Globalisierung verloren (MANroland), ganze Zweige gingen ins Ausland (Lederwarenindustrie) und die Städte haben das Problem der Arbeitslosigkeit geerbt.

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Blaue Fee 03.02.2013, 19:48
18.

Zitat von spon-facebook-10000003117
das ist nun einmal die Freizügigkeit. Wir haben die verdammte Pflicht, uns auch um diese Menschen zu kümmern. gemeinsam mit den anderen EU-Staaten. alles andere ist unsoziales und auch unchristliches Geschwätz, wenn man bedenkt, dass selbst die Diakonie in Dortmund die Menschen einfach wegschickt. Diese Menschen haben das Recht hier her zu kommen sow wie wir auch weggehen können. Das ist Europa! Haben wir nicht gerade erst als EU den Friedensnobelpreis bekommen?
Haben wir uns um diese Leute zu kümmern?

Sie haben das Recht einen Arbeitsplatz zu suchen und sich ihren Unterhalt selbst zu verdienen, wie jeder EU-Bürger auch.
Oder leben Sie etwa auch vom Betteln oder versagen ihren Kindern die staatliche Schulbildung?

Was hat der Friedensnobelpreis mit arbeitslosen Bulgaren zu tun?

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georgius1 04.02.2013, 10:26
19. Man sollte schon ein wenig differenzieren

Es verleitet natuerlich dazu, wenn im Artikeltitel "Migration" steht, an Einwanderung zu denken und davon zu schreiben.
Das jedoch geht am Artikel - Inhalt vorbei.
Da es sich um eine Wanderungsbewegung innerhalb der EU handelt,
ist diese als Binnenmigration zu bezeichnen. !!
Das ist vergleichbar mit einem Ostfriesen der von Aurich nach Muenchen zieht.
In der EU ist Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit gesetzlich geregelt und auch vom Reichstag ratifiziert.
Warum die Staedte jetzt mit ihrer Beschwerde an die Oeffentlichkeit gehen, ist nicht nachvollziehbar. Deren eigener Parteienkluengel hat den EU Gesetzen zugestimmt.

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