Forum: Politik
Migration nach Afrika: Herr Lyu schlägt sich durch
Heike Klovert / SPIEGEL ONLINE

Hunderttausende Chinesen versuchen in Afrika ihr Glück: Sie eröffnen Läden oder Restaurants, so wie Lyu Qing Chao aus Chengdu. Der 48-Jährige verkauft Fisch in Äthiopien. Was treibt ihn an?

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n.schutta 23.11.2019, 16:26
1. Kleiner Fehler

Es war wohl kaum China Airlines, die ihn nach Addis Abeba geschickt haben, die Taiwanesen haben nichtmal Flugverbindungen nach Afrika und vor 10 Jahren wohl auch kaum Festlandchinesen als Angestellte. Eher wird es Air China gewesen sein.

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fuyall 23.11.2019, 17:38
2. Danke für den Artikel und die Fotos!

Migration hat viele Gesichter und liefert spannende Geschichten. Daher verdient das Thema eine abwechslungsreiche Auseinandersetzung.

Leider bisschen kurz, dafür umsonst, ok.

Kleiner Tipp für Leute, die das Englische nicht scheuen: In der NYT finden sich auch immer wieder tolle, aufwendige (oft umsonst!) Reportagen über Migranten mit ganz unterschiedlichen Hintergründen.

Gutes Gelingen Herrn Lyu, von Migrant zu Migrant.

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jpphdec 23.11.2019, 17:44
3. "Wäre das China, könnte ich das Hotel verklagen"

Herr Lyu kennt, offensichtlich aus eigener Erfahrung, ein Hauptproblem gewisser Länder. Ganz im Gegensatz zu europäischen Politikern. Oder er spricht es zumindest an. Noch prägnanter wäre da noch die vielgescholtene Formulierung eines Herrn Trump.

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Sonia 23.11.2019, 17:46
4. Interessanter Artikel,

der offen lässt, warum so viele Afrikaner meinen, ihren Ländern den Rücken kehren zu müssen, während es andere nach Afrika zieht u.diese sofort in der Lage sind, sich dort ihr selbst finanziertes Leben aufzubauen. Ich las auch in einem Wirtschaftsmagazin, das viele afrikanische Staaten Boomstaaten sind, in die es nicht nur Chinesen hinzieht. Viele junge Portugiesen, vor allem Akademiker, verließen Portugal der besseren Chancen wegen in afrikanische Staaten, wie z.B. Angola. Wer hart arbeiten möchte in Afrika, hat dort Zukunft. Das bestärigt auch dieser gute Artikel.

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heiko1977 23.11.2019, 18:04
5.

Zitat von Sonia
der offen lässt, warum so viele Afrikaner meinen, ihren Ländern den Rücken kehren zu müssen, während es andere nach Afrika zieht u.diese sofort in der Lage sind, sich dort ihr selbst finanziertes Leben aufzubauen. Ich las auch in einem Wirtschaftsmagazin, das viele afrikanische Staaten Boomstaaten sind, in die es nicht nur Chinesen hinzieht. Viele junge Portugiesen, vor allem Akademiker, verließen Portugal der besseren Chancen wegen in afrikanische Staaten, wie z.B. Angola. Wer hart arbeiten möchte in Afrika, hat dort Zukunft. Das bestärigt auch dieser gute Artikel.
Welches Wirtschaftmagazin war das denn? Denn andere berichten Gegenteiliges: die Portugiesen mit akademischen Abschluß wandern in andere EU-Länder aus wegen den einfacheren Anerkennung der Abschlüsse und der Arbeitsbedingungen. Und seit 2012 spricht keiner mehr bei Angola von einem "Boomstaat". Einige afrikanischen Staaten sehen sich als "Boomstaaten" oder "Tigerstaaten" aber dies ist eben eine Selbstwahrnehmung, in wie weit diese zu trifft ist eine andere Sache.

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ditta 23.11.2019, 18:54
6. Guter Beitrag,

der die Haupttendenz afrikanischer Wirtschaftsentwicklung benennt: chinesisches know how, Geld und manpower zur Turbomodernisierung etlicher afrikanischer Staaten. Einmischung in die Politik kennen die Chinesen kaum; wenn sie vor Ort zeigen, was sie drauf haben, auch wenn Afrikaner Initiativen und Aktivitäten gelegentlich bedrohlich empfinden, vermindert sich nachweislich das soziale Konfliktpotential. China stellt seit fast zwei Jahrzehnten dort Überzeugendes und manchmal allzu Gigantisches auf die Beine, wobei es natürlich auch Schattenseiten gibt, Afrikaner den schnellen chinesischen Takt ungewohnt finden, auch ahnen, daß ihre Rohstoffe für China attraktiv sind, aber es geht letztlich sichtbar voran.
Verhängnisvoll ist die Ignoranz unserer Politik, welche die Anfänge dieser afrikanischen Wirtschaftswende verschlafen hat und die unserer Medien, welche uns jahrerein jahraus Afrika nur entweder als ( bereits fragwürdiges) Tierparadies in Dauerschleife oder aber als Elends- bzw. Terroristen-Hotspots präsentieren.
Für willige junge Männer gibt es also durchaus Möglichkeiten, daheim an diesem Boom zu partizipieren und für die Zukunft Erfahrungen zu sammeln.

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ausserhalbinlaender 24.11.2019, 07:32
7. Was nicht erwähnt wurde...

Beitrag

... ist dass Leute wie Herr Lyu sich durchs Leben schummeln weil es so leichter geht. Er hat sich zum Selbständigerwerbenden gemacht, weil er als Ausländer im Land bleiben will, obwohl er nach Kündigung seiner Arbeitsstelle eigentlich ausreisen müsste. Der Fall ist typisch und zeigt, wie leicht es in der dritten Welt ist, Arbeits- und Aufenthaltsrechte zu missbrauchen. Zwar ist mir der Mann sympathisch; aber was halten die Äthiopierinnen von ihm, die er reihenweise angeht, um ein Geschäft amtlich anzumelden, und auch noch als Liebhaberinnen zu dienen? 1,5 Millionen Chinesen in Afrika - das bedeutet mehrere Hunderttausend, die unrechtmässig Geschäfte machen und Wohnraum beanspruchen. Es gibt übrigens sogsr chinesische Nutten, die in Nigeria schwarz auf den Strich gehen!

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frank_jurk 24.11.2019, 14:02
8. Der richtig gute Beitrag ist Ihrer "Ditta"

Zitat von ditta
der die Haupttendenz afrikanischer Wirtschaftsentwicklung benennt: chinesisches know how, Geld und manpower zur Turbomodernisierung etlicher afrikanischer Staaten. Einmischung in die Politik kennen die Chinesen kaum; wenn sie vor Ort zeigen, was sie drauf haben, auch wenn Afrikaner Initiativen und Aktivitäten gelegentlich bedrohlich empfinden, vermindert sich nachweislich das soziale Konfliktpotential. China stellt seit fast zwei Jahrzehnten dort Überzeugendes und manchmal allzu Gigantisches auf die Beine, wobei es natürlich auch Schattenseiten gibt, Afrikaner den schnellen chinesischen Takt ungewohnt finden, auch ahnen, daß ihre Rohstoffe für China attraktiv sind, aber es geht letztlich sichtbar voran. Verhängnisvoll ist die Ignoranz unserer Politik, welche die Anfänge dieser afrikanischen Wirtschaftswende verschlafen hat und die unserer Medien, welche uns jahrerein jahraus Afrika nur entweder als ( bereits fragwürdiges) Tierparadies in Dauerschleife oder aber als Elends- bzw. Terroristen-Hotspots präsentieren. Für willige junge Männer gibt es also durchaus Möglichkeiten, daheim an diesem Boom zu partizipieren und für die Zukunft Erfahrungen zu sammeln.
...Hut ab vor so viel Schärfe und Einschätzungsvermögen wie es Ihr Forum Beitrag aufzeichnet. Ich habe schon lange nicht mehr eine solch gute und realistische Einschätzung gelesen.
Der Zukunftsmarkt und die Zukunft liegt in Afrika...
man möge mich jetzt belächeln.
Danke für diesen guten Beitrag!

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banteng 27.11.2019, 12:58
9. @#7, ausserhalbinlaender

Was ein Schwachsinn. Er ist doch tatsächlich ein Selbständigerwerbender, oder nicht? Und welche Gesetze bricht er denn? Seine Lizenz ist rechtmäßig erworben, die Ethiopierin deren Namen benutzt wird ist mehr oder weniger Teilhaberin.

Er verdient Geld (soweit seine Kunden ihn bezahlen), er beschäftigt Einheimische und zahlt Gehälter und Steuern... Was ist schlecht daran?

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