Forum: Politik
Migration nach Europa: Afrikas Beste kommen
UNDP

Gegen Migranten gibt es viele Vorbehalte. Die Uno hat rund 3000 illegal Eingewanderte aus afrikanischen Ländern zu ihrer Biografie und ihren Plänen befragt - und erstaunliche Antworten erhalten.

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da.chilla.1 21.10.2019, 06:35
1. Interessant

Irgendwie kommt mir die Einkommenstatistik trügerisch vor.

Der Großteil der Migranten aus afrikanischen Ländern sind männlich und damit auch die Haupteinkommensträger in ihren Heimatländern. Ist beim Durchschnittseinkommen in den Heimatländern auf die Gesamtbevälkerung abgestellt worden oder auf die der Arbeitnehmer?

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alter_dessauer 21.10.2019, 06:41
2. aufklärend, aber widersprüchlich

"Das am häufigsten genannte Argument - neben dem Geld: schlechte Regierungsführung und die Sicherheitslage in der Heimat"
und:
"Würde es einfacher, einen Aufenthalt und eine Arbeit zu finden, steige die Chance, dass Migranten auch wieder zurückkehren"
Ich halte das für einen Widerspruch.

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danielc. 21.10.2019, 06:52
3. Interessante Ergebnisse

Diese Umfrage deckt sich mit den Erfahrungen, die ich mit Wirtschafts-Migranten bisher gemacht habe. Gebildete Leute, die unter der Situation als Illegale, bzw. im Prozess eines Asylantrags befindliche litten.
Bei den Flüchtlingen aus Kriegsgebieten sieht das dann bisweilen anders aus. Aber gerade diese Leute brauchen Hilfe. Ein Gesetz zur Einwanderung wie die Greencard wäre an der Zeit!

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bran_winterfell 21.10.2019, 06:59
4. Gewagte Annahme

Zitat: „Würde es also einfacher, einen Aufenthalt und eine Arbeit zu finden, argumentieren die Autoren, steige die Chance, dass Migranten auch wieder zurückkehren.“ - das sehe ich eher nicht. Man denke zB an die Gastarbeiter, die legal und mit guten Aussichten auf Arbeit hierher kamen. Auch bei dieser Gruppe hätten viele gewiss angegeben, mittelfristig wieder in die Heimat zurückzukehren. Tatsächlich bleiben dann doch wesentlich mehr hier, verständlich, denn wenn man erstmal Fuß gefasst hat, kostet ein erneuter Wechsel Kraft.
Nein, da sollte man sich nichts vormachen, der Großteil jener, die legal oder illegal kommen, wird auch bleiben.

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stefan taschkent 21.10.2019, 07:03
5. Gute Studie

Nachdem zunehmend wissenschaftlich bestätigt ist, dass es bei Wohlstandsmigration nicht um Flucht vor akuter Armut geht und sich diese vor allem aus eher stabilen und besser entwickelten Volkswirtschaften Afrikas speist, würde mich die sich daraus ergebende politische Konsequenz interessieren. Genau wie beim Thema Klima sollten auch hier die Optionen klar und ohne Schaum vor dem Mund auf den Tisch. Weiterhin alles mit dem „Asyl“-Stempel zu versehen dürfte anhand der zunehmend robusten Datenlage nicht mehr lange funktionieren.

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martinelsner 21.10.2019, 07:26
6. Ein sehr schöner differenzierter Bericht

Vielen Dank an das Projekt. Es hilft immer die Menschen und ihr Motivation zu verstehen um dann im Sinne Zieles zu reagieren.

Nun ist nur noch genau dieses zu beantworten Was wollen wir als Gesellschaft eigentlich. Abgesehen von den politischen Extremen die das Thema ohne echten Wunsch auf Lösung auszunutzen.

Ich halte den Gedanken der zirkulären Migration interessant zu verfolgen. Verhindern können wir die Migration eh nicht also lass sie uns nutzen.

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franzines 21.10.2019, 07:33
7. unklarer Ausdruck

Liebes Spiegel-Team,
den letzten Absatz könnte man so auslegen als würden die Menschen, die Arbeit haben, alle nach Hause wollen, während diejenigen, die von Sozialabgaben leben alle bleiben wollen. Sofern es nicht so ist bitte ich Sie den Absatz zu überarbeiten und den Nazis kein Futter zu geben

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hankamatho 21.10.2019, 07:39
8. Wie

Eigentlich seit langem vermutet. Es kommen die Menschen aus Afrika, die eigentlich dort eine Zivilgesellschaft aufbauen könnten. Es kommen die besser gestellten und gebildeteren und arbeiten hier als Billiglöhner in niedrigen Jobs. Vielleicht war das DDR Modell (Herholen, vier Jahre hier ausbilden und arbeiten und dann zurücksenden) dann besser. Aber Vorsicht, die Rücksendung war da sehr strikt. Ging ja auch um Aufbau in den Ländern. Aber es gab einen legalen Weg für eine begrenzte Zeit hier zu arbeiten und sich eine Art Ausstattung zusammenzusparen.

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ditta 21.10.2019, 07:43
9. Interessante Analyse

Der Beitrag vermittelt ein Bild, welches uns auf die Akzeptanz weitere Migrationsbewegungen aus Afrika einstimmen soll. Leider stützen sich die Befragungen vor Ort auf die kaum nachprüfbaren Narrative der unbedingt Wanderungswilligen. Es ist aber anzunehmen, daß gerade diese Einwandererkategorie nicht willens und geeignet scheinen wird, unseren Bedarf an Fachkräften, vor allem in Pflege und hochqualifizierten Spezialberufen, bei heranziehendem wirtschaftlichem Abschwung zu befriedigen.
Zudem gehen dann afrikanischen Staaten, in denen es durchaus beschleunigte Wirtschaftsentwicklungen gibt, benötigte Manpower verloren, worauf Migrationsforscher hinwiesen.
Auch aus diesem Grund haben einige afrikanische Länder vor wenigen Monaten Grenzschließungen zu Nachbarländern vorgenommen, wie u.a. Kenia, Nigeria und Rwanda, also jene mit bemerkenswertem Modernisierungsschub. Warum wohl?

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