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Miguel Díaz-Canel übernimmt in Kuba: Von Castros Gnaden
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Miguel Díaz-Canel greift in Kuba nach der Macht - als erster Nicht-Castro seit Jahrzehnten. Doch wie viel Raum gewähren ihm die alten Granden? Und will der als Hardliner geltende neue Präsident überhaupt Reformen?

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Havel Pavel 19.04.2018, 19:02
10. Die Kubaner werden ihren Weg finden

Zitat von conr0y
Hoffentlich ist er ein "Hardliner" und will KEINE Reformen nach dem Gusto der Bürgerlich-Liberalen und Reaktionären im Westen. Dann wäre Schluß mit null Kriminalität, guter, kostenloser Schulbildung für alle Bürger, der höchsten Alphabetisierungsrate in Lateinamerika und Schluß mit einem hervorragenden kostenlosen Gesundheitssystem. Kuba muß sozialistisch bleiben und das Erbe der Castros und Che Guevaras fortführen, sonst verkommt das Land im Nu zu einer instabilen Bananenrepublik im Hinterhof der USA, in dem wie in den anderen Bananenrepubliken Putsche, Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind und die Ressourcen und Erträge der Wirtschaft von einigen wenigen Oligarchen und einer korrupten Beamtenkaste außer Landes geschleppt und in diversen Steueroasen gebunkert werden, jedoch nicht dem Volke zugute kommen.
Mit Ihren Anmerkungen haben Sie vollkommen recht und ich denke die meisten Kubaner sehen das sicher ebnso und wollen diese Errungenschaften nicht verlieren und auf ein ähnliches Mass zurückfallen wie die anderen Nationen in dieser Region. Die Menschen sind nach westlichen Massstäben zwar relativ arm aber weder ungebildet noch notleidend und können auf ein sehr gutes Gesundheitssystem zurückgreifen. Nach Aufhebung der diskriminierenden und menschenverachtenden wirtschaftlichen Blockademassnahmen werden die Kubaner sicherlich ihre Wirtschaft hin zu mehr Wohlstand für die eigene Bevölkerung ausrichten können, ohne sich in fragwürdige Abhängigkeiten von irgendwelchen Investoren zu begeben, die eh nur ihre eigenen Gewinnmaximierungen im Sinn haben. Ich denke schon, dass die Kubaner clever genug sind für sich den richtigen Weg zu finden.

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Augustusrex 19.04.2018, 19:11
11. Ganz große Sache

Zitat von ththt
Einseitiger kann man einen Artikel ja wohl nicht schreiben. Plötzlich wird ein Online-Blogger zum Sprachrohr der jungen kubanischen Generation. Wer schon mal auf Kuba war, weiß: die jungen Kubaner stehen zu 100% hinter der Revolution. Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern.
Zu den 100 % gab es einen DDR-Witz:
Honecker zu Mielke: "Fang mir den ein, der die vielen politischen Witze über mich und die DDR erfindet,"
Die Stasi schwärmt aus, fängt den Mann auch und bringt ihn zu Honecker.
Honecker zum Witzeerfinder: "Sag mal Bürger, was denkst du dir eigentlich dabei? 16 Millionen Bürger stehen hinter mir!"
Witzeerfinder zu Honecker: "Moment mal, der Witz ist aber nicht von mir."
So ähnlich dürfte es mit Ihren 100 % Revolutionären auch sein.

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virginia 19.04.2018, 19:24
12. ist schon erstaunlich

wieviele sozialtraeumer sich in diesem forum tummeln. einmal auf kuba gewesen und man ist experte....einige sollten sich mal wirklich mit den verhaeltnissen vor ort beschaeftigen, bevor sie hier ihre sozialistischen traeume verbraten. zwischen altem chevy in havanna und der realitaet klafft eine riesenluecke!!!

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Augustusrex 19.04.2018, 19:25
13. Nein, sind Sie nicht

Zitat von Havel Pavel
Ich denke schon, dass die Kubaner clever genug sind für sich den richtigen Weg zu finden.
Die cleveren Kubaner haben es z.B. geschafft, vom Kaffeeexporteur zum Kaffeeimporteur zu werden. Trotz sozialistischer Produktionsweise liegt ca. ein Drittel der landwirtschaftlichen Flächen brach und Kuba muss den größten Teil der erforderlichen Lebensmittel importieren. Also außer natürlich, Sie meinen, dass der Einsatz von zwei Währungen um ein paar Dollar ins Land zu bekommen z.B., oder das sich Verlassen auf die Lieferung von geschenktem Erdöl aus Venezuela (falls Maduro das noch machen sollte) der richtige und clevere Weg sind.

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michael3210 19.04.2018, 19:39
14. Kuba ist eine gute Insel in der Karibik.

Wenn man den Artikel liest, müsste man glauben mit dem Einzug des ungebremsten Kapitalismus würde auf Kuba alles wunderbar werden. Wenn man allerdings die selbstständigen Nachbarstaaten wie Dominikanische Rep., Haiti, Jamaika u.s.w. betrachtet wo vor allem mit amerikanischer Hilfe und der grenzenlosen Freiheit alles viel viel besser sein müsste, erkennt man schnell, dass der Kubanische Weg vielleicht doch besser für den größten Teil der Bevölkerung ist und auch für die Touristen, die keine Angst vor Überfällen haben müssen.

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garfield53 19.04.2018, 19:59
15. mmm

Zitat von Augustusrex
Die cleveren Kubaner haben es z.B. geschafft, vom Kaffeeexporteur zum Kaffeeimporteur zu werden. Trotz sozialistischer Produktionsweise liegt ca. ein Drittel der landwirtschaftlichen Flächen brach und Kuba muss den größten Teil der erforderlichen Lebensmittel importieren. Also außer natürlich, Sie meinen, dass der Einsatz von zwei Währungen um ein paar Dollar ins Land zu bekommen z.B., oder das sich Verlassen auf die Lieferung von geschenktem Erdöl aus Venezuela (falls Maduro das noch machen sollte) der richtige und clevere Weg sind.
Und warum sind die wirtschaftlichen Bedingungen so "angespannt"?
Ca. 57 Jahre, durchgehend, von medial aufgepushten Entspannungen mal abgesehen, befinden sich Kuba und die USA im totalen Wirtschaftskrieg.
Und die vielen diversen Mord- und Terroranschläge durch die amerikanischen Dienste und von ihnen gelenkten und bezahlten Terrorgruppen gegen die kubanischen Führer und die wirtschaftlichen Strukturen des Landes, Legenden und Wahrheiten im Überfluß und das "Scheissland", umgeben von Totfeinden im Sinne des Wortes, existiert immer noch, trotz weltweiten politischen und gesellschaftlichen sozialistischen Kollaps.
Und das alles nur am Überleben gehalten von einer Handvoll idealisierter alter Männer?
Genauso wie die Mehrheit der US-Bürger für die innenpolitischen und gesellschaftlichen Verhältnisse steht und ebenso mehrheitlich seit Jahrzehnten für weltweiten Terror, Krieg und Elend gegenüber "Unbotmäßigen" stehen, so steht die Mehrheit der Kubaner für Unabhängigkeit und soziale Gleichberechtigung.
Es mögen vielleicht nicht hundert Prozent sein, aber die Mehrheit der Jugend wird nicht ihr Land für einen bunten Anschein opfern.
Und das ist die Chance für das Land, Bildung, nur dumme Menschen rennen jeglichen Rattenfängern hinterher.
Wir brauchen nur vor die Haustür im eigenen Land treten und unser kollabierendes Bildungssystem betrachten und das gesellschaftliche Abgleiten ins rechtsnationale Abseits zur Kenntnis nehmen.

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teo41 19.04.2018, 21:04
16. 100%

Der Kubaner wissen das das Embargo weg muss, aber nicht zu den Bedingungen der Kolonialmächte. Die Insel hat längst gelernt, sich gegen links und rechts zu wehren

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fortelkas 19.04.2018, 21:09
17. Kuba braucht keine Reformen!

Die größte Reform war die Revolution, die das Battista-Regime weggefegt hat. Und dann hat die gesamte westliche Welt, angeführt durch die USA, die Wirtschaft diese kleinen Landes lahmgelegt. Wie sollte sich da (nur wirtschaftlich) etwas entwickeln? Obama hat eine vorsichtige Öffnung versucht, aber die geflüchteten kubanischen Reaktionäre sind ja schon auf dem Sprung. Das, was in Kuba innenpolitisch geleistet wurde, steht nicht zur Disposition, da sollte sich niemand täuschen. Und da brauchen wir auch keine wissenschaftlichen Erhebungen darüber, wo die kubanische Jugend steht.
Erwin Fortelka

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juanth 19.04.2018, 21:18
18. Wo haben Sie Ihr Wissen her??

Zitat von conr0y
Hoffentlich ist er ein "Hardliner" und will KEINE Reformen nach dem Gusto der Bürgerlich-Liberalen und Reaktionären im Westen. Dann wäre Schluß mit null Kriminalität, guter, kostenloser Schulbildung für alle Bürger, der höchsten Alphabetisierungsrate in Lateinamerika und Schluß mit einem hervorragenden kostenlosen Gesundheitssystem. Kuba muß sozialistisch bleiben und das Erbe der Castros und Che Guevaras fortführen, sonst verkommt das Land im Nu zu einer instabilen Bananenrepublik im Hinterhof der USA, in dem wie in den anderen Bananenrepubliken Putsche, Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind und die Ressourcen und Erträge der Wirtschaft von einigen wenigen Oligarchen und einer korrupten Beamtenkaste außer Landes geschleppt und in diversen Steueroasen gebunkert werden, jedoch nicht dem Volke zugute kommen.
Also ich habe täglich mit Kubanern zu tun und leider auch mit kubanischen Ärzten, (miserabel ausgebildet). Komme des öfteren nach Kuba, das Gesundheitssystem war selbst in der DDR besser, und das war schon nicht toll.
Analphabeten finden Sie bei den unter 40-50 jährigen auch in Südamerika kaum noch, sie sollten sich mal in Kolumbien, Chile oder gar in Argentinien um sehen, da schneidet Kuba aber ganz schlecht ab.
Statt Urlaub vielleicht mal dort leben oder arbeiten, Sie wären erstaunt.

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gunpot 19.04.2018, 21:18
19. Kuba als kapitalistisches Paradies unter

dem Diktator Battista musste ja nie hart für den Yankee Dollar arbeiten. Das kam alles anders mit der erfolgreichen Revolution Fidel Castros. Fidel verstand es trotz US-amerikanischer Blockaden seinen eigenen sozialistischen Weg mit Hilfe von Nikita Chruschtschow und seiner Nachfolger mit Erfolg zu gehen. Da ist bei vielen Kubanern noch viel Nostalgie im Spiel, die es den Reformern schwer machen. Nun sind wir dort angelangt, wo auch gut etablierte Machtstrukturen sich Änderungen ausgesetzt sehen. Will Kuba nun das Chaves Regime in Venezuela weiterhin militärisch unterstützen und so Wasser auf die Mühlen von Trump bringen? We will see. Dabei stellt sich bei mir die Frage, ob Kuba schon heute Zucker importieren muss, um seine Menschen zu versorgen. Das ist keine plaisanterie......

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