Forum: Politik
Mike Pence und die Ukraineaffäre: Präsident auf Abruf
Mandel Ngan/AFP

Bisher überstand er alle Skandale seines Chefs schadlos: US-Vizepräsident Mike Pence hofft, Donald Trump zu beerben. Die Whistleblower-Affäre macht ihm nun womöglich einen Strich durch die Rechnung.

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Gerdd 12.10.2019, 21:35
40. Genau wie damals

Das härteste Argument gegen Nixons Impeachment war Spiro Agnew.

Erst als der aus dem Weg war und durch Gerald Ford ersetzt war, musste Nixon sich ernsthaft Sorgen machen.

Aber Nancy Pelosi auf ihre alten Tage die erste US-Präsidentin - das hätte was. Obwohl ... auch in Österreich haben sie ja erst kürzlich ihre erste Bundeskanzlerin - ebenfalls eingewechselt. Und so schlecht hat die ihre Sache ja nicht gemacht.

Genau. Unter den Bundeskanzlern dieser Welt haben wir derzeit eine Frauenquote von 100%. Und in Deutschland ist das seit Jahren so.

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jsavua 12.10.2019, 21:41
41. Versäumnis durch Hybris

Frau Pelosi - berühmt schon nach „Pelosi care“, für das die Bezeichnung „Obama care“ nur usurpiert wird – hatte die beste Chance, die erste und wohlverdiente weibliche Präsidentin zu werden, durch einen Wahlgewinn gegen Donald Trump. Nach der ideologischen und gesundheitlichen Lage der aktiven Demokratischen Kandidaten, wird es in Milwaukee voraussehbar zu einer „brokered convention“ kommen, aus der Pelosi voraussehbar als die Kandidatin der Partei gegen Trump in 2020 hervorgetreten wäre. Diese Aussicht wurde auf’s Spiel gesetzt, als Sie nach langer weiser Zurückhaltung sich dem streitbaren Druck nach Amtsenthebung beugte. Obwohl Trump weiter sein „bester eigener Feind“ bleibt, steht kaum ein Ausweg zur Wahl, der mit der obigen Aussicht vergleichbar wäre.

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Luscinia007 12.10.2019, 21:42
42.

Zitat von RalfHenrichs
Bei Nixon war die Geschichte anders: zuerst ist der Vize zurückgetreten. Dann hat Nixon den Chef des Repräsentantenhauses zum Vize gemacht und ist kurz darauf auch zurückgetreten. Insofern ist der ehemalige Chef des Repräesentantenhauses Präsident geworden. Das war damals Ford und - im Gegensatz zu Pelosi heute - auch Republikaner. Insofern ist das nicht zu vergleichen. Niemals, niemals werden die Republikaner ihre Stimme dafür gegen, dass Pelosi Präsidentin wird. Das ist vollkommen ausgeschlossen, dafür ist der Hass - auf beiden Seiten - längst viel zu groß.
kurz darauf ist etwas irreführend. Nixon ist ca ein dreiviertel Jahr nach Spiro Agnew zurückgetreten, Agnews Rücktritt erfolgte übrigens wegen einer anderen Sache, Bestechungsgelder, nicht Watergate. Da hatte Nixon noch Zeit, Gerald Ford zu ernennen, welcher dann von beiden Häusern des Kongresses bestätigt werden musste.
Wenn Trump und Pence jetzt beide wegen der Ukraine-Affäre oder sonstigen Gates, die noch auftauschen könnten, mehr oder weniger zeitgleich oder kurz hintereinander zurücktreten müssen oder abgesetzt werden, dann bleibt keine Zeit, noch einen neuen Vizepräsidenten zu ernennen, entweder durch Präsident Trump als Ersatz für Pence, oder durch Präsident Pence als sein eigener VP-Nachfolger. Zumal das Repräsentantenhaus sich den neuen VP ganz genau anschauen würde, ob er ihm genehm ist ;)
Fallen beide, Trump und Pence im gleichen Zusammenhang, dann ist die Nachfolge von Nancy Pelosi die wahrscheinlichste Folge. Zumindest als Übergangspräsidentin bis 2020.

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Luscinia007 12.10.2019, 21:45
43.

Zitat von RalfHenrichs
Bei Nixon war die Geschichte anders: zuerst ist der Vize zurückgetreten. Dann hat Nixon den Chef des Repräsentantenhauses zum Vize gemacht und ist kurz darauf auch zurückgetreten. Insofern ist der ehemalige Chef des Repräesentantenhauses Präsident geworden. Das war damals Ford und - im Gegensatz zu Pelosi heute - auch Republikaner. Insofern ist das nicht zu vergleichen. Niemals, niemals werden die Republikaner ihre Stimme dafür gegen, dass Pelosi Präsidentin wird. Das ist vollkommen ausgeschlossen, dafür ist der Hass - auf beiden Seiten - längst viel zu groß.
und ... wenn sowohl Trump wie auch Pence ausfallen, dann muss der Kongress nicht der Präsidentschaft Pelosi zustimmen, dass Pelosi nachrückt, ist ein Automatismus.
Wohin gegen der Kongress, beide Häuser, zustimmen müssten, wenn ein neuer VP ernannt werden sollte, entweder als Ersatz für einen zurückgetretenen Pence oder als Nachfolger für einen beförderten Pence.

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kassandra21 12.10.2019, 21:54
44. Schlimmer geht immer

Zitat von Stereo_MCs
So schlimm Mike Pence ist, aber was kann es bitte schlimmeres geben, als einen krummen Geschäftsmann mit Mafia Verbindungen im WH, sprich Trump?
Einen evangelikalen Kreuzrittertyp, der massiv homophon, xenophob und wissenschaftsfeindlich ist? So'n Typ mit home-schooling-Blagen, der nicht an Klimawandel und Evolution "glaubt"?
Ein Apokalyptiker, (die waren seit Reagan oft im Hintergrund unterwegs) der fest davon überzeugt ist, sein Land gehöre zu Gottes Armee und nicht einen Moment zögern würde, die Apokalypse herbeizuführen, an die er fest glaubt?
Da haben die nämlich keine Hemmungen, schließlich steht der Ausgang der Schlacht bereits in diesem Buch beschrieben, das von Gott persönlich diktiert worden ist.

*So einer* wäre noch schlimmer als Trump. Totalitarismus von Gottes Gnaden ist immer noch Totalitarismus.

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draco2007 12.10.2019, 21:58
45.

Zitat von marcus.w
Du brauchst schon ein bisschen Zucker, um 22 Republikaner im Senat zu gewinnen, einer Amtsenthebung UND Enfernung Trumps so kurz vor einer Wahl durchzuziehen. Und die Aussicht auf Übergangspräsidentin Pelosi ist kein Zucker.
Einen Verfassungsbrecher durchkommen zu lassen ist noch viel weniger Zucker. Sollte es hieb- und stichfeste Beweise für einen Verfassungsbruch von Trump geben und die Republikaner lassen ihm das durchgehen werden sie auf Jahrzehnte als Verfassungsbrecher-Partei gelten...

Was das mit dem Wahlzeitpunkt zu tun hat weiß ich allerdings nicht.
Sie meinen Wahlbetrug durch Amtsmissbrauch wird also kurz vor der entsprechenden Wahl besser?

Sobald sich abzeichnet, dass die Republikaner massiv Wähler verlieren, wenn sie ein Impeachment blockieren, werden die Republikaner Trump fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.

Was dann mit Pence wird ist unmöglich vorherzusagen...

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RalfHenrichs 12.10.2019, 22:03
46.

Zitat von Luscinia007
und ... wenn sowohl Trump wie auch Pence ausfallen, dann muss der Kongress nicht der Präsidentschaft Pelosi zustimmen, dass Pelosi nachrückt, ist ein Automatismus.
Logisch. Aber die Reps kennen ja den Automatismus. Daher nochmal: die Republikaner werden niemals sowohl Trump als auch Pence impeachen, so dass dann dieser Automatismus ausgelöst wird. Wer nur ein wenig von dem Hass in der US-Politik weiß, dem ist das klar. Diese Annahme ist so was von lächerlich. Das ist in etwa so, als würde man annehmen, dass in Thüringen DIE LINKE Bernd Höcke zum MP wählen würde (theoretisch je nach Wahlergebnis möglich, aber natürlich praktisch absolut auszuschließen).

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Luscinia007 12.10.2019, 22:06
47.

Zitat von RalfHenrichs
Bei Nixon war die Geschichte anders: zuerst ist der Vize zurückgetreten. Dann hat Nixon den Chef des Repräsentantenhauses zum Vize gemacht und ist kurz darauf auch zurückgetreten. Insofern ist der ehemalige Chef des Repräesentantenhauses Präsident geworden. Das war damals Ford und - im Gegensatz zu Pelosi heute - auch Republikaner. Insofern ist das nicht zu vergleichen. Niemals, niemals werden die Republikaner ihre Stimme dafür gegen, dass Pelosi Präsidentin wird. Das ist vollkommen ausgeschlossen, dafür ist der Hass - auf beiden Seiten - längst viel zu groß.
ach ja, und noch ein nächster Fehler ihrerseits: Gerald Ford war nicht Speaker, sondern Minority Leader des Repräsentantenhauses. Also nicht Chefe ;) Speaker, also Chef des Rep.Hauses im 93. Kongress war Rep, Carl Albert (D), der dann ziemlich Druck gemacht hat, dass Minority Leader Gerald Ford (R) recht zügig innerhalb von 7 Wochen im Amt des VP bestätigt wurde.

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FrankDunkel 12.10.2019, 22:07
48.

Nach allem, was man über Pence weiß, dürfte Trump immer noch das kleinere Übel sein.

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robazz 12.10.2019, 22:07
49.

Zitat von jaegerepiceriefine
Ach, und "Herr Trump" füllt sich nicht die Taschen? Ist das jetzt blinde Ergebenheit oder rotieren Sie vielleicht in einem Paralleluniversum? Genießen Sie die mönchische Bescheidenheit von "Herrn Trump" und halten Sie sich die Ohren zu, wenn Ihnen jemand erzählen will, welche irdischen Reichtümer die Trumps angehäuft haben. Da wird ihnen nämlich sonst schlecht.
...die Bedingungen (Pleiten und schlimmeres), unter denen die Trumps reich geworden sind, sollten auch Beachtung finden.

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