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Militäreinsatz in Libyen: Nato soll Flugverbotszone kontrollieren

Die USA, Großbritannien und Frankreich haben sich offenbar im Libyen-Streit geeinigt: Die Nato soll bei dem Miltäreinsatz nun doch eine Führungsrolle übernehmen und die Flugverbotszone kontrollieren. Es ist ein Rückschlag für Nicolas Sarkozy, der den Einfluss der Allianz begrenzen wollte.

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alijak 23.03.2011, 12:09
20. wenn es doch nur so einfach wäre

Zitat von pragmat
Nun ja, jetzt haben sich wohl die Ölkonzerne der EU und USA doch geeinigt, wie sie das Fell des libyschen Bären verteilen. Sarkozy und seine Mitstreiter in Brüssel und anderswo wollten sich eigentlich alles unter den Nagel reißen. Daraus wird jetzt aber nichts.
das öl werden die chinesen bekommen... warum glaubst du, dass die da 30.000 arbeiter im land hatten? um sandkörner zu zählen? im irak (und auch in afghanistan) sind es übrigens auch die chinesen, welche sich die dicksten stücke vom ressourcen-kuchen gesichert haben.
aber solchen verschwöhrungs-fanatischen knalltüten wie ihnen kann man wohl sowieso nicht mehr helfen... hauptsache erst mal die klappe aufreissen und ordentlich heiße luft verbreiten.

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recardo 23.03.2011, 12:10
21. umdenken

Meine Meinung war bisher, dass wir uns aus dem UNO-Einsatz heraushalten sollten, weil wir selbst mal die Welt bedroht haben. Hätten unsere heutigen Verbündeten nicht Angst vor uns, wenn wir wieder mit Panzern in der libyschen Wüste stehen würden?(wozu es wohl letztlich doch kommen wird, es gibt ja kein zurück mehr) Fragen müssen sich unsere Verbündeten, wie sie Deutschland eigentlich haben wollen, auch ihre Meinung ist da wichtig: wollen sie, dass wir uns aus allem raushalten oder mit ihnen auch Kriege oder UNO-Missionen führen.

Ich denke, wir haben unsere Rolle in Europa noch nicht gefunden; niemehr wollten wir ein Land angreifen; nur dies ist ein UNO-Beschluss und so zu tun, als wäre es genauso wie Afghanistan oder sonstwo, ist falsch: Libyen liegt am Mittelmeer und es geht uns sehr wohl was an und dort wird sich unsere Sicherheit mit Sicherheit mehr entscheiden, als in Afghanistan.

Der Herr Westerwelle, die Frau Merkel und unsere gesamte Politik, nebst Parteien, Gesellschaft, muss hier umdenken, meiner Meinung nach. Wir können uns nicht raushalten, so schwierig es auch werden wird. Wer da an leicht glaubt, so ein paar Luftschläge würden allein schon den Gaddafi daran hindern, sein Volk zu masakrieren, irrt wohl. Wir müssen unsere Haltung überdenken und umsteuern, daran hat diese Regierung doch schon Übung. Die Überlegungen, die sie vorbringen, sind nicht falsch, nur sie schaden uns und unsere Sicherheit und sind unethisch dem libyschen Volk gegenüber: erst ermutigen eine Revolution zu führen und am Ende wegschauen, schlimm.

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notty 23.03.2011, 12:15
22. Naiv

[QUOTE=cour-age;7466084][QUOTE=schwarzer Schmetterling;7466020] Zitat von cour-age
gesehen: "Menschen zu unterstützen, ..."
Ihre naiv-philantropische Ueberzeugung in allen Ehren, aber lesen Sie bitte den Post #17, der hilft eventuell weiter, den Blick zu schaerfen.

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Renner888 23.03.2011, 12:16
23. Libyen - Sackgasse für Deutschland

Es ist peinlich. Da soll ein Embargo durchgesetzt werden. Und auch in diesem Fall zieht sich Deutschland zurück?!
Da Deutschland Nato-Mitglied ist, müssen wir uns an den Kosten beteiligen. Oder tritt als Folge der offensichtlichen Fehlentscheidung Deutschland konsequenterweise aus der Nato aus? Merkt Berlin nicht, welche dramatische Eigengesetzlichkeit als Folge der Enthaltung bei der UNO sich entwickelt? Peinlich! Schädlich! Kindisch!

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wbieber 23.03.2011, 12:17
24. Deutschland und die Libyen-Frage

Auf der einen Seite ein irrlichternder französischer Präsident, auf der anderen Seite Brasilien und Indien. Jetzt sind wir armen Deutschen angeblich isoliert, weil wir nicht mit Sarkozy in den Krieg ziehen. Nie hat sich Isolation so gut angefühlt.

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pragmat 23.03.2011, 12:20
25. Ha,

Zitat von Christ 32
es gelten die Statuten eines Nato- Einsatzes mit einem Nato- Einsatz den wir jetzt ja in Lybien haben wird Deutschland 21,5% der Kosten tragen. Dabei ist es völlig unerheblich ob sich Deutschland am Feldzug beteiligt oder nicht.
... Sie wollen doch wohl nicht allen Ernstes behaupten, die NATO mache einen humanitären Einsatz und bezahle aus ihrer eigenen Kasse? Natürlich gibt es da einen Kassenwart, der die Dollars, Euros und Pfund zählt, die für die Bomben usw. draufgehen. Die Araber selber - einschließlich der "Willigen" - werden die Zeche zahlen. Wäre ja noch schöner, wenn wir das zahlen sollten. Da hat Frau Merkel schon für gesorgt!

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egiboy 23.03.2011, 12:21
26. Vorbild Schweiz

Wir sollten es wie die einzig wahrhafte Demokratie halten und uns nicht in innerstaatliche Konflikte einmischen.
Die Eidgenossen gehören keinem Bündniss an und werden trotzdem nicht angegriffen.
Merkel hat das einzig Richtige getan.
Warum sollen deutsche Soldaten für französische oder englische Interessen in den Krieg ziehen.
Entweder Hammer oder Amboss sein, aber bitte nicht das Teil dazwischen.

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unili28 23.03.2011, 12:23
27. Erdogan kritisiert Sarkozy

Der türkische Premier Tayyip Erdogan kritisiert das Vorpreschen von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy im Libyen-Krieg.

http://www.migazin.de/2011/03/23/23-...n-turkei-nato/

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burgundy 23.03.2011, 12:25
28. Besser noch,

Zitat von lupodo
Ich unterstütze weiter die Position der Regierung.Fast alles was uns über die Medien mitgeteilt wird ist nicht verifizierbar.
die Bundesregierung wird - über den eigenen Geheimdienst oder über die Zusammenarbeit mit anderen Diensten - sehr wohl über die Lage im Kriegsgebiet unterrichtet sein und über die Motive der Kampfhandlungen. Und sie wird schon wissen, warum sie die Finger davon lässt, die man sich bei diesen Gemeinschaftsunternehmungen (siehe Kunduz) durchaus mal rasch verbrennen kann.

Auch denke ich, dass es durchaus möglich ist, dass es sich um ein abgekartetes Spiel der Europäer handeln kann zur Eindämmung des amerikanischen Einflusses in Nordafrika und damit im Mittelmeer. Die Amerikaner, die den Krieg so oder so eingefädelt hätten (liegt eigentlich in der Logik ihrer Mittelmeerpolitik der letzten 20 Jahre), haben nun zwei "gute Freunde", die die Initiative gestartet haben und kräftig mitbomben, aber gleichzeitig aufpassen, dass ihnen der grosse Verbündete nicht aus dem Ruder läuft. Die Deutschen geben die Unschuld vom Lande (steht ihnen gut und ist zur Zeit, in der Umstrukturierungsphase der Bundeswehr, opportun).

Vielleicht läuft's auf eine Teilung Libyens hinaus und damit auf einen dauernden Unruheherd (riecht ein bisschen nach amerikanischer Strategie). Oder vielleicht wehrt sich Gaddafi ja doch noch (womit eigentlich?) und es kommt zum Bodenkrieg (gute Legitimation zur dauerhaften Truppenpräsenz).

Wie auch immer, das Öl wird weiterhin sprudeln, und die Chinesen, die sich ja so um den Raum bemüht haben, gucken in die Röhre. Aber vielleicht eben auch ein kleines bisschen die USA, die Europa nicht so definitiv im Griff haben, wie erwartet.

Das einzige, worauf man aufpassen muss, wenn man solche Spielereien woanders nochmal startet (Iran?), ist, dass Russland und China sich nicht zu sehr annähern (wie bei dieser UNO-Resolution schon angedeutet). Sonst sind wirklich ernsthafte, weltumspannende Konflikte vorgezeichet...

Aber Libyen war schon mal ein guter Testlauf.

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pragmat 23.03.2011, 12:26
29. Verschlafen?

Zitat von alijak
das öl werden die chinesen bekommen... warum glaubst du, dass die da 30.000 arbeiter im land hatten? um sandkörner zu zählen? im irak (und auch in afghanistan) sind es übrigens auch die chinesen, welche sich die dicksten stücke vom ressourcen-kuchen gesichert haben. aber solchen verschwöhrungs-fanatischen knalltüten wie ihnen kann man wohl sowieso nicht mehr helfen... hauptsache erst mal die klappe aufreissen und ordentlich heiße luft verbreiten.
... anscheinend ist Ihnen entgangen, dass die Chinesen alle weg sind, wo es doch soviel Berichterstattung gab. Die werden wiederkommen, wenn die neue Regierung in Bengasi etabliert ist, vorher nicht. Dann können sie die Krümel auflesen.

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