Forum: Politik
Militärparade: Vietnam feiert Kriegsende - und kauft Raketen
AP/dpa

Bis zu drei Millionen Zivilisten starben im Vietnamkrieg, am 30. April 1975 beendete der Sturm auf Saigon das Töten. Mit einer Parade hat das Land nun der Opfer gedacht - und rüstet sich gleichzeitig für einen Konflikt mit China.

Seite 1 von 7
udar_md 30.04.2015, 08:38
1. Sonst waren alle US-Vertreter da!

"Ein Vertreter der USA war nicht dabei." Richtig ist es: KEIN Vertreter der USA was dabei.
Es wäre auch schwer vorstellbar, es anzunehmen, dass "we are the no 1" als loser so einer Zeremonie beiwohnen würden.

Beitrag melden
türkoglutürk 30.04.2015, 08:44
2. Alles böse bringt der April

Warum passierte alles im April? 1. WK, Gedenktage, 2. WK, Vietnam....

Beitrag melden
DerNerd 30.04.2015, 08:52
3. Harte Hand?

Mag sein, die kommunistische Regierung regiert mit harter Hand. Nur, Vietnam ist nicht China. Mit wenigen Ausnahmen (wordpress) ist bsp. das Internet frei zugänglich inkl. westlicher Medien und Socials (Facebook, Twitter, etc) - und zwar ohne das mit Proxys herumtricksen müsste.
Von den Staatsbetrieben sieht man fast nichts mehr, dafür Kapitalismus pur - und natürlich die Millionen von kleinen Familienbetrieben die in manchen Strassen der Städte dicht an dicht sind - jeder Meter ist da Geschäft.
Die Vietnamesen selbst sind recht phantasievoll im Umgang mit Behörden und der Obrigkeit. Dank Beziehungen und "Spenden" bekommt man alles was man braucht (und hält sich jeglichen Unbill vom Leib).
Ok, was nicht geht ist vor dem Ho Chi Minh Mausoleum auf die Kommunisten schimpfen, ich denke, da hat man dann schnell eine Anklage wegen "Steuerhinterziehung" an der Backe.

Fakt ist, und da spreche ich natürlich nur für mich selbst: Nie in meinem Leben habe ich mich mehr als freier Mensch gefühlt als in Vietnam. Daher sind meine Tage in D auch gezählt.

(Natürlich hat Vietnam auch arge Probleme, bsp. noch viel Armut, Ärger mit China, Verkehrsprobleme ... trotzdem ... mit dem Freiheitsgefühl ist das trotzdem vereinbar)

Beitrag melden
karavan 30.04.2015, 09:00
4. Respekt!

Ich möchte mein größten Respekt an das kleine vietnamesisches Volk richten, dass sich gegen übermächtige Gegner erfolgreich verteidigen konnte. Ich wünsche diesen Menschen eine glückliche und vor allem friedliche Zukunft. Übrigens, haben diese Länder (Frankreich und USA) sich jemals bei Vietnamesen entschuldigt oder Reparationsleistungen erbracht? Weiss das jemand?

Beitrag melden
roger09 30.04.2015, 09:12
5. Wierdergutmachung

Die Lüge des US- Präsidenten Johnson ein nordvietnamesisches Kriegsschiff hätte im Golf von Tonkin ein amerikanisches angegriffen, diese Lüge führte zu dem durch die USA zum Teil barbarisch geführten Vietnamkrieg, der fast 60000 amerikanischen Soldaten und fast unglaublichen 3 Millionen Vietnamesen das Leben kostete. Dieser demütigenden Niederlage folgten bis heute weitere "unsägliche verlorene Kriege bzw. Interventionen " zumeist unter Verletzung aller ethischen Grundsätze und unter eklatanter Verletzung des Völkerrechtes durch die USA. Das vietnamesische Volk sollte nun endlich nach vierzig Jahren eine Entschuldigung durch die Repräsentanten der USA erwarten können. Schäden, physische, psychische kriegsbedingte Leiden von Vietnamesen sind durch die USA adäquat auch heute nach Rechtsstaatsprinzipien wiedergutzumachen.

Beitrag melden
Havel Pavel 30.04.2015, 09:13
6. Auch das Leid dieses Landes darf nicht vergessen werden!

Den Vietnamesen wurde unermessliches Leid zugefügt, dass in unserem Kulturkreis leider allzu leicht vergessen wird, wahrscheinlich ist es noch nicht zu lange vergangen und es gibt noch zu viele unagenehme Zeitzeugen. Insbesondere ist der barbarisce Einsatz von chemischen Kampfmitteln zu verurteilen, an dem die Bevölkerung noch heute zu leiden hat. Man kann diesem Land mit seiner mutigen Bevölkerung nur wünschen, dass sie in Frieden leben können und nicht wieder so ein hirnschwacher barbarischer Idiot seine Interessen dort durchzusetzen versucht.

Beitrag melden
schwarzes_lamm 30.04.2015, 09:17
7.

Die gepflegte Feindschaft zwischen den Maoisten in China und dem Leninkommunisten in Vietnam ist seit Jahrzehnten bekannt und im Moment haben die Vietnamesen allen Grund, misstrauischer denn je gegenüber China zu sein.

Beitrag melden
pauli96 30.04.2015, 09:24
8. Vietnam nicht unterschätzen

Vietnam war eng an- und eingebunden im ehemals sozialistischen Lager und Wirtschaftssystem. Es ist dem Land gelungen, wirtschaftlich und politisch selbstständig zu werden. Mag sein, dass die Kommunistische Partei "mit harter Hand regiert" aber im Vergleich ist das Leben doch deutlich freier als früher. Abgesehen davon, ist Demokratie nach westlichen Verständnis in Südostasien sowieso wenig verbreitet.

Beitrag melden
detlevwalther 30.04.2015, 09:31
9. die Vietnamesen haben unglaublichen ...

... Mut bewiesen und die USA, wie vorher die Franzosen, unglaubliche Dummheit. Ich verstehe sehr gut, dass man das Kriegsende feiert, auch wenn die Töne in unseren Ohren martialisch klingen. Man mag das Land von hier aus als kommunistisch bezeichnen, übersieht dabei, das es einen bestens funktionierenden Mittelstand gibt. Jenseits aller Ideologie.

Beitrag melden
Seite 1 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!