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Milizen-Bündnisse gegen Assad: Syrische Rebellen schmieden Kampfallianzen
AP

Syrische Rebellengruppen verbünden sich zunehmend, um Geld und Waffen aus dem Ausland zu sichern. Besonders großen Zulauf haben islamistische Allianzen. Doch ausgerechnet bei der Qaida-nahen Nusra-Front droht Ärger.

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bronck 27.06.2013, 12:47
1. Warlords

Dann ist ja abzusehen welche Warlords sich nach dem Sturz der Regeirung um die Macht streiten werden. Und der Bürgerkrieg mit seinem Morden wird weitergehen.
Somalia/Irak etc. 2.0

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thinkrice 27.06.2013, 12:48
2.

Wir können schon mal anfangen ein paar Evakuierungsschiffe Richtung Syrien zu schicken um die Christen, Alawiten und Drusen in Sicherheit zu bringen sollte der Aufstand erfolgreich sein.

Es ist ein Armutzeugnis für die westliche Welt, wie sie die Ursprungsländer des Christentums in die Hände von radikalen Islamisten fallen lässt und diese bei dem angestrebten Massaker auch noch tatkräftig unterstützen.
Nachdem bereits der Irak nahezu vollständig, Ausnahme ist das Kurdengebiet, von Christen entvölkert wurde, wird nun das nächste Land von Christen und Andersdenkenden gesäubert.
Wir können uns darauf einstellen, dass nach dem Krieg in Syrien keinesfalls Schluss sein wird, sondern der Funken auf den Libanon überspringt.
Dafür gibt es zwei Gründe:
Erstens den Nationalstaat Syrien gibt es erst in der Form nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Syrien oder Bilad al-Sham war bis Ende des Ersten Weltkrieges lediglich ein Begriff für ein Gebiet vom Taurus-Gebirge bis zum Sinai und auch heute noch betrachten viele Syrer den Libanon und die türkische Provinz Hatay zu Syrien zugehörig.
Zweitens haben die Islamisten die Vision eines zusammenhängenden Kalifats, welches alle jemals durch Muslime eroberte Gebiete beinhaltet. Darunter fallen auch Südspanien und etliche andere europäische Gebiete.

Wie können wir es zulassen, dass Ethnien und Religionen die Jahrhunderte in dieser Region lebten nun aus ihrem Zuhause vertrieben werden. Sind wir derartig naiv, dass wir nicht erkennen welches Ende dieser Bürgerkrieg für große Teile der Bevölkerung nehmen wird? Ist uns Machtpolitik und Geostrategie wichtiger als das Schicksal der verfolgten Minderheiten? Opfern wir Millionen Christen um den Iran zu schwächen? Werden die mehr als 2 Millionen irakischen Flüchtlinge nun erneut vertrieben?

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kl1678 27.06.2013, 12:52
3.

Zitat von spon
"Oder sie könnten versuchen, sich gegenseitig mit spektakulären Aktionen zu übertrumpfen."
im Grunde kann man ja nur auf Knien die Götter anflehen, dass Assad die Kontrolle über die Sarin-Depots behält, dass sich die "Freunde Syriens" letztlich doch nicht durchsetzen.

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harmlos01 27.06.2013, 12:57
4. Es ist ja eigentlich schon niedlich...

wenn es nicht so traurig wäre.
Die kämpfen da unten seit über zwei Jahren und kommen nun langsam darauf, dass eine einheitliche Komandostruktur eine feine Sache wäre. Den Jungs helfen keine Waffen und kein Geld! Die brauchen erst einmal Verstand!

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lebenslang 27.06.2013, 13:06
5. pleite

Zitat von sysop
Syrische Rebellengruppen verbünden sich zunehmend, um Geld und Waffen aus dem Ausland zu sichern. Besonders großen Zulauf haben islamistische Allianzen. Doch ausgerechnet bei der Qaida-nahen Nusra-Front droht Ärger.
135000 mann also, zumindest wird jetzt klar warum die USA pleite sind, 135000 mann ausländische CIA-söldner verfuttern viel, das kostet geld.

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Atheist_Crusader 27.06.2013, 13:07
6.

Die Zahlen sind ja wohl mal höchst fragwürdig. Bei der FSA verlässt man sich auf eigene Angaben, während die Hardcore-Islamisten angeblich mit 1/16 dieser Kräfte auskommen müssen, aber militärisch dennoch am erfolgreichsten sind. Das sind ja schlimmere Zahlenspiele als in Vietnam.

Nicht, dass diese Kräfteverhältnisse etwas aussagen würden, selbst wenn sie wahr wären. Sollte Assad fallen, würden die Karten eh neu gemischt. Eine menge Leute wird nicht mehr kämpfen wollen, während andere sich weigern werden die Macht aufzugeben, die sie sich erkämpft haben.
Das Märchen von einem demokratischen Syrien war noch nie besonders glaubwürdig, aber inzwischen driftet es ins Groteske ab. Ich sehe da immer noch keine bessere Alternative als Assad.

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gr89 27.06.2013, 13:12
7.

"Der frühere US Außenminister Henry Kissinger hat US-Medien beschuldigt, nicht wahrheitsgemäß über die Lage in Syrien zu berichten.
Bei einer Rede an der Universität von Michigan warf Kissinger den US-Medien vor, Nachrichten über Syrien aus politischen Motiven zu verfälschen.
So....."
Friedensnobelpreisträger Kissinger: US-Medien verbreiten Lügen über Syrien | Gießen | Gießener Zeitung

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Zappa_forever 27.06.2013, 13:13
8. Was zum Teufel...

...reitet eigentlich westliche Regierungen, die Rebellen zu unterstützen? ...wo die ohnehin schon tatkräftig von den sunnitisch-wahabistischen Monarchien in Saudi-Arabien und Katar Schützenhilfe bekommen. Das Ergebnis wird ggf. ein von Alewiten und Christen gesäubertes Syrien sein in dem sich die verschiedenen radikalislamischen Milizen um die Macht prügeln. Langfristig wird es dann Bestandteil einer Kette von Ländern sein, die das Mittelmeer im Osten und Süden umgeben, in denen von westlichen Werten, Demokratie etc. erst recht keine Rede können sein wird.
...sozusagen vor unserer Haustür. Prächtig!

Assad ist zwar kein Schoßhund, unter ihm wurden aber die verschiedenen Gruppierungen in Schach gehalten.

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HeinrichMatten 27.06.2013, 13:14
9. Was sind sie?

Zitat von sysop
Syrische Rebellengruppen verbünden sich zunehmend, um Geld und Waffen aus dem Ausland zu sichern. Besonders großen Zulauf haben islamistische Allianzen. Doch ausgerechnet bei der Qaida-nahen Nusra-Front droht Ärger.
Sind es syrische Rebellen oder supranationale Staatsterroristen?

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