Forum: Politik
Milliardär George Soros: Halb Osteuropa hasst diesen Mann
AFP

Egal ob in Ungarn, Tschechien oder der Slowakei: Der Milliardär George Soros wird von Osteuropas Nationalisten verteufelt. Sogar die Flüchtlingskrise lasten sie dem jüdischen Philanthropen an.

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kuschl 26.02.2016, 13:19
100. Wer ist ein Philanthrop?

Über den Herrn schwirren ja einige naive Vorstellungen, verbunden mit dem Begriff des Menschenfreundes herum. Wer einen winzigen Bruchteil seines durch Spekulationen und auf Kosten anderer erlangten Vermögens medienwirksam für Institutionen, die dann auch noch seine Interessen vertreten, spendet, ist also ein Menschenfreund? Man kann sich immer nur wundern, wie unkritisch gewollt, sich Träumer ihre Welt ihr Weltbild zusammensetzen, wenn es nur in ihre politische Richtung passt. Herr Soros ist einer der letzten, den ich Philanthropen nennen würde. Der vertritt knallharte Eigeninteressen.

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zoonix 26.02.2016, 13:21
101. Meinungsfreiheit

Soros ist ein Mensch, der polarisiert und er hat genauso Bewunderer, wie Leute, die ihn nicht mögen. Dass der Autor seine Nähe zum Betroffenen nicht verbirgt, wird aus den Formulierungen deutlich, mit denen er den Artikel aufgebaut hat. Aber auch das ist nur eine Meinung - ich halte mich an die Worte aus der Bibel "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen! (1. Johannes 2,1-6)" und da finde ich einen Menschen, der eine ganze Währung ins Wanken bringt, nicht gerade demokratisch orientiert, sondern egoistisch nur auf seinen Vorteil bedacht. Und dass ihm das einige übel nehmen, ist nur menschlich und ist deren Meinung.

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HeisseLuft 26.02.2016, 13:30
102. Möglichst nicht in den Spiegel sehen

Zitat von AllesnureinWitz
Nein, hinterfragen Sie niemals das eigene System, die Probleme stammen immer von außen!!! ;)
Tja, irgendwie scheinen die Internet-Foren sehr deutlich zu machen, dass sich die Menschheit doch nicht so wirklich weiter entwickelt hat seit der Steinzeit.

Es werden immer noch böse Geister / Dämonen / Hexen / dunkle Mächte / Verschwörungen gebraucht. Um sich alles erklären zu können, was einem im Ergebnis nicht passt.

Tja, Sch***-Spiegel in den wir da sehen.

Mach ich morgens ja auch nicht gern.

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cococ1 26.02.2016, 13:32
103. Soros ist mit Sicherheit

nicht besser oder schlechter als andere Leute ,die mit Spekulationen Geld verdienen. Aber als ich das Wort Philanthrop las ,wurde mir kurzfristig übel.

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CommonSense2006 26.02.2016, 13:33
104.

Zitat von killing joke
Gleich welcher Religion oder ethnischen Herkunft: ein Privatmann, der Privatkapital zur Durchsetzung im persönlich genehmer politischer Zielvorstellungen einsetzt ist kein "Philanthrop". Er umgeht die legitimen Institutionen und Praktiken demokratischer staatlicher Partizipation und setzt finanzielle Macht in politische Macht um.
Ähhh... entschuldigung mal, was reden Sie da?

Was sind denn bittesehr die " legitimen Institutionen und Praktiken demokratischer staatlicher Partizipation" ??

Ist das nicht die Presse und die freie Meinungsäußerung? Gehören dazu nicht vom Staat unabhängige (also privat orginiserte und bezahlte) Journalisten, Zeitungen und Medien allgemein?

Was ist denn die Alternative? Sollte jetzt der Staat immer seine "demokratisch legitimierten" Überwacher und Zensoren in allen Medien haben, um die "Ausgewogenheit" der Medien zu gewährleisten und zu verhindern, dass einzelen Leute mit viel Geld eventuell mehr Wahrnehmung in der Öffentlichkeit haben, als es ihnen nach irgendwelchen staatlich definierten Maßstäben zukäme?

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fitzgerraldo 26.02.2016, 13:39
105. Philantrop

Herr Soros hat mit seinen Devisenspekulationen so einige Turbulenzen verursacht, die grosse Schäden in den jeweiligen Wirtschaften hinterlassen haben. Anzunehmen, dass es viele menschliche Opfer gab.
Was daran philantropisch ist, interessiert mich sehr.
Er versucht mit diesem Geld seine Sicht der Welt hier und da durchzusetzen. Man(und v.a. der Autor) suche mal Nach Soros und Ukraine. Der Mann ist hochgefährlich!!!

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Lion 26.02.2016, 13:51
106. Soros ist skrupellos - Orban auch

Keine Frage, Börsenspekulanten wie Soros sind skrupellos und für eine Menge Leid verantwortlich. Für Orbans bildungspolitisches Versagen ist aber Soros nicht verantwortlich. Ungarn erhält, wie viele andere osteuropäische Länder einen Menge Subventionen aus Europa. Aber anstatt dieses Geld in die Infrastruktur und die Zukunft ihrer Länder zu investieren, sponsorn sie die Wirtschaft der Länder, die sich vom Staat verwöhnen lässt und nichts zurück gibt. Wer den Neoliberalismus will, der bekommt ihn auch und das geht immer auf Kosten von Bildung, Medizin, öffentlichem Verkehr und Kultur. So läuft das übrigens auch in Polen. Und um ihr Versagen zu tarnen, brauchen die Politiker dort Sündenböcke. Soros ist da nur ein Beispiel, und kann damit gut leben. Die Flüchtlinge haben es allerdings nicht verdient, als Sündenböcke missbraucht zu werden..... Aber da ist Orban ganz skrupellos!

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xaindsleena 26.02.2016, 13:58
107. Das ist...

Zitat von killing joke
Gleich welcher Religion oder ethnischen Herkunft: ein Privatmann, der Privatkapital zur Durchsetzung im persönlich genehmer politischer Zielvorstellungen einsetzt ist kein "Philanthrop". Er umgeht die legitimen Institutionen und Praktiken demokratischer staatlicher Partizipation und setzt finanzielle Macht in politische Macht um.
...natürlich völliger Unfug. Da wären Sie aber, hätten Sie Ihre Ausführungen zu Ende gedacht, auch selbst drauf gekommen.

Denn das bedeutete in letzter Konsequenz nicht nur, sämtliche steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden untersagen zu müssen, sondern auch, politische Tätigkeiten (neben den bereits "etablierten" Parteien oder wie?) zu untersagen. Jeder Spender "steuert politisch", jeder politisch engagierte - gleich, ob in den etablierten Parteien oder auf völlig anderer Ebene - setzt sein Humankapital für seine persönlich genehmen Zielvorstellungen ein.

Was Ihnen vermutlich nicht behagt, ist die Machtfülle, die Soros ob seines Vermögens besitzt. Ein obszönes Vermögen anzuhäufen ist aber, last time I checked, per se noch nicht verboten, und auch dessen Einsatz, um bestimmte - selbstverständlich legale - Ziele zu erreichen ebenfalls nicht. Alles andere wäre kommunistische Gleichmacherei.

Daneben hat dieser Punkt m.E. nichts damit zu tun, ob Soros ein Philantrop ist oder nicht. Das kann, muss sich aber nicht widersprechen. In Lateinamerika herrscht vielerorts die Überzeugung, Pablo Escobar sei philantropisch veranlagt gewesen. Zugegeben, das halte ich auch für psychopathisch, aber ich glaube Soros - ebenso wie beispielsweise Gates - schon, dass er eine philantropische Seite hat. Letztlich könnten beide mit dem Geld nichts tun außer feiern und konsumieren, oder? Stattdessen investieren und spenden Sie den Großteil davon "für gute Zwecke", wie viele andere Milliardäre auch (siehe "The Giving Pledge"). Und natürlich wird so "politisch gesteuert", das lässt sich ja gar nicht verhindern.

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