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Milliarden für die Bundeswehr: Merkel bekennt sich zu höheren Militärausgaben
DPA

Die Bundeswehr soll deutlich mehr Mittel bekommen, das hat Kanzlerin Angela Merkel in ihrer Videobotschaft bekräftigt. Zugleich soll die Entwicklungshilfe steigen - doch nicht so stark wie versprochen.

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fleischwurstfachvorleger 07.07.2018, 14:16
1. Fluchtursachen

werden sicherlich nicht mit mehr Waffen bekämpft.

Von wem werden wir denn bedroht? Wollen wir tatsächlich mehr Geld für Rüstung als Russland ausgeben?

Und wenn man sich die letzten Jahre die Bundeswehr und ihre Ausrüstung so ansieht kriegt man das kalte Grausen. Milliarden in den Sand gesetzt. TdM genauso wie vdL. Einfach nur unfähig, aber dafür jede Menge Arroganz und Dünkel.

Für was braucht die Bundeswehr Drohnen?

Kann mir das jemand erklären??

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spontanistin 07.07.2018, 14:16
2. Na Klasse!

Noch mehr Verschwendung von Steuergeldern für nicht definierte militärische Strategien und unklare Feindbilder im globalen Dorf. Wie wäre es mit echten Investitionen mit Rendite für kommende Generationen?

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rm9 07.07.2018, 14:19
3.

Zugegeben, mir fehlt der fachmännische Blick auf die Bundeswehr, aber aus der eigenen Erfahrung des Grundwehrdienstes und verschiedenen Erzählungen hat die Bundeswehr weniger ein Problem mit der Finanzierung, sondern ein gravierendes Organisationsdefizit. Die Horrormeldungen, dass beispielsweise zeitweise nur 4(!!!) Kampflflugzeuge des Typs Eurofighter einsatzbereit seien, das Desaster von Eurohawk (700 Mio. € verbrannt), extreme Probleme bei der Beschaffung und Tauglichkeit von A400M und NH90... sind doch kaum nachvollziehbar, bei einem Etat von 37 Mrd. € Die Problematiken liegen scheinbar viel tiefer in der Organisation und Struktur der Bundeswehr. Statt die Probleme mit Geld zuzuschütten, wäre es besser, erst einmal eine Untersuchungseinheit zu gründen, die sich auf die Suche nach der Ursache der inakzeptablen Ineffizienz der Truppe macht.

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freddygrant 07.07.2018, 14:19
4. Die Deutschen müssen ...

... endlich kapieren, dass eine vernünftige Außenpolitik mit
zuverlässigen bilateralen Verträgen besser ist, als diese
schwachsinnige Aufrüstung, die uns alle in Europa und
global gefährdet und enorme Resourcen verschwendet,
welche woanders und humaner benötigt werden!

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auweia 07.07.2018, 14:20
5. Gut, dass das jetzt mal klargestellt wurde.

Und zunächst muss es auch um Ausrüstung gehen. Wenn man bedenkt, dass die - gerade auch für den Start von Flugkörpern ausgelegten - Korvetten aus Kostengründen maximal zwei Stück an Bord haben und dass nach dem Start des zweiten ein Konflikt für dieses Schiff wegen Munitionsmangel zu Ende wäre (nur *ein* Beispiel der Sparheimerei der letzten 20 Jahre) ist das sehr sinnvoll. Allerdings sind mit den dann kommenden Geldern auch Fähigkeitserweiterungen möglich. Das wäre dann *Aufrüstung* Im Gegensatz zu vielen Mitforisten halte ich diee aber nicht für *pfuibäh*.
Gerade in Zeiten in denen man sich nicht mehr unbedingt auf die USA verlassen kann benötigt Europa eigene Fähigkeiten.
Ceterum Censeo: Die Wehrpflicht muss reaktiviert werden.

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Strichnid 07.07.2018, 14:21
6.

Na toll - mehr Waffen - mehr künftige Fluchtgründe. Dafür ist Geld da.

Mehr Entwicklung - weniger Fluchtgründe, da ist man knauserig.

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SigismundRuestig 07.07.2018, 14:23
7. Felix Austria

Viele sind immer wieder erstaunt, weshalb Österreich in vielen Aspekten so viel besser da steht als Deutschland, und das nicht nur bei den Rentnern.
Dazu kann man feststellen:
Die aktuellen Verteidigungsausgaben von Österreich liegen um rd. 0,5% unter denen von Deutschland! Auf dem Niveau von Österreich hätte Deutschland Jahr für Jahr rd. 16 Mrd EUR übrig. Macht über 5 Jahre gerechnet 80 Mrd EUR. Was man damit alles verbessern könnte!?
Stattdessen möchte Frau vdLeyen - kürzlich noch 12 Mrd EUR, jetzt schon 25 Mrd EUR pro Jahr mehr! Macht über 5 Jahre 125 Mrd EUR!
Ggü. Österreich würden uns dann 205 Mrd EUR fehlen - für Kindertagesstätten, Schulen, Straßen, Schwimmbäder, Digitalisierung ...!
Wollen wir das wirklich? Ich nicht!

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sargeantangua 07.07.2018, 14:24
8. Gibt's auch einen Plan?

Mehr Geld, schön ... Blos wofür? Wie schauen die Szenarios aus? Müssen wir uns gegen einen Angriff Russlands verteidigen? Das glaube ich nun nicht wirklich. Russland ist doch ein Scheinriese. Militärisch vielleicht stark, aber sonst? Wirtschaftlich ist es ziemlich abhängig vom Westen. Der neue Ziviljet enthält soviele ausländische Teile, dass man schon kaum mehr von einem russischen Produkt reden kann. Die Automobilindustrie ist - ähnlich wie die von GB - fest in ausländischer Hand, sowohl bei PKWs wie auch LKWs.
Die russische Regierung bittet ausländische Pharmafirmen um Investitionen. Zum Ausbeuten der Bodenschätze braucht es westliches Know-How.
Die russischen Fluggesellschaften fliegen Boeing und Airbus. Die Abnehmer für russisches Erdgas sitzen im Westen.
Was passiert nach einem Krieg mit alldem? Russische Flugzeuge am Boden, weil sie nicht mehr gewartet werden können? Keine Devisen mehr fürs Erdgas? Was passiert mit den Milliarden auf Auslandskonten? Den Jachten und Villen der russischen Milliardäre? Der Automobilindustrie, wenn die Zulieferungen fehlen?
Putin wird keinen Krieg führen. Und ich wäre eher bereit, Putin zu bezahlen, damit er Ruhe gibt, als mehr Milliarden für unsinnige Waffensystem auszugeben. Springen vielleicht auch Aufträge für deutsche Firmen raus.

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Steve.Joe 07.07.2018, 14:24
9. Ausrüstung und Ausbildung

Um die Bündnispflicht zu erfüllen, halte ich persönlich eine gute Ausrüstung und Ausbildung für notwendig.
Dabei sollte jedoch die Einsatzfähigkeit in Vordergrund stehen; Logistik, Wartung und bestmögliche Sicherheit für die Soldatinnen und Soldaten. D.h. nahezu optimale Ausrüstung für Auslandseinsätze und Mobilisierbarkeit der inländischen Streitkräfte. Bei der Beschaffung ware eine auf Europa-Ebene abgestimmte Beschaffung sinnvoll. Nicht alles muss aber in Europa beschafft werden. Bevor weitere teure Rüstungsprojekte initiiert werden, sollte vielleicht einmal drüber nachgedacht werden, ob vielleicht bestimmt Waffengattungen bei den USA eingekauft werden. Eine gut verhandelte Beschaffung von Flugzeugen, könnte günstiger sein, als eine Eigenbeschaffung. Bei den europäischen Kooperationen (wie z.B. Transportflugzeuge, Hubschrauber) sollten diese zuerst einmal erfolgreich zu Ende gebracht werden; das dürfte auch noch etwas kosten.

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