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Milliardeneinbußen durch "Gelbwesten"-Krawall: Regierung beklagt "Katastrophe für die
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Franszösische Minister sehen angesichts der Ausschreitungen bei den "Gelbwesten"-Protest die Demokratie in der Krise - und die Wirtschaft in Gefahr. Und Präsident Macron? Will sich kommende Woche äußern.

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Fihscj 09.12.2018, 14:33
1. Ein feiger Präsident

"Macron hatte es aber Ministerpräsident Edouard Philippe überlassen, die erste durchgreifende Kehrtwende während seiner Präsidentschaft anzukündigen."
Macron ist ein Feigling, versteckt sich hinter seinen Ministern, daher sollte er zurücktreten.Er ist diesen Unruhen nicht gewachsen.....

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charly05061945 09.12.2018, 14:40
2. Le Driand

"Ich sage Donald Trump, und der Präsident der Republik sagt es ihm auch: Wir beteiligen uns nicht an den amerikanischen Debatten, lassen Sie uns unser Leben als Nation führen" - das habe ich irgendwie anders in Erinnerung.

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thomas0815-1 09.12.2018, 14:44
3. Herr Röttgen:

"Die Proteste in Frankreich sind auch deshalb so gefährlich, weil sie offenlegen, dass Frankreich nicht mehr über ein funktionierendes Parteiensystem verfügt", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Frankreich und Deutschland müssten nun endlich gemeinsam handeln. Dies gelte vor allem für die Außen- und Sicherheitspolitik." Thema verfehlt, sechs - setzen!

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Arrivato 09.12.2018, 14:47
4. Soziale Krise verursacht durch Politiker

Endlich hat man zumindest erkannt, dass eine soziale Krise besteht und die Demokratie in Gefahr ist. Es ist kein Merkmal von Demokratie, wenn man Bürgern ihre sozialen Rechte verweigert und sie sich dadurch in einem täglichen Überlebenskampf befinden. Zu alledem müssen sie sich nun auch noch von einigen Foristen als Mob bezeichnen lassen. Das kann man tatsächlich nicht als menschenwürdiges Leben in einer Demokratie bezeichnen, in der eine abgehobene Schicht auf deren Kosten im Luxus badet.

Hier ein paar Erklärungen von jungen Franzosen, weshalb sie an den Demonstrationen teilnehmen:

23jähriger Lastwagenfahrer: Kann sich nur durch Überstunden und eine 6-Tage-Woche über Wasser halten. Wie soll er so überhaupt eine Familie gründen können?

Junger Handwerker in der Bretagne wird nicht mehr arbeiten können, wenn die Benzinsteuer erhoben wird, weil er seinen Wagen braucht, um zu den Kunden zu fahren und nicht auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen kann.

Junge Krankenschwester, die Tag- und Nachtschichten hat, verdient 1.300 € und kommt damit kaum über die Runden.

Junge Sozialarbeiterin: Der Pflegedienst wird insgesamt finanziell nicht gut genug ausgestattet, um die Patienten gut versorgen zu können.

Junge Hausfrau mit zwei kleinen Kindern muss mit 600 € im Monat auskommen.

24jähriger Lagerist: Verdient 1200 € pro Monat. Nach allen Abzügen, Versicherungen und Steuern bleibt fast nichts. Er kann sich höchstens einmal im Jahr einen Restaurantbesuch oder Kino leisten. Das ist für ihn kein Leben, sondern nur noch Überleben.

https://www.watson.ch/international/wirtschaft/959049492-mir-bleibt-nichts-zum-leben-wer-die-gelbwesten-sind-und-was-sie-wollen

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Freidenker10 09.12.2018, 14:48
5.

Was hätten wir uns alles ersparen können wenn wir Deutsche etwas Demonstrationsfreudiger wären... Wir motzen lieber vom Sofa aus auf unsere Politik, lassen ihnen aber so gut wie alles durchgehen! Leider auch unsere Medien. Man stelle sich mal das Thema Versteuerung von Renten die Ungerechtigkeit schlechthin in Frankreich vor...

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beat126 09.12.2018, 14:48
6. Vermutlich falsch verstanden

Zitat: "... dass Frankreich nicht mehr über ein funktionierendes Parteiensystem verfügt."

Einer echten Demokratie ist nicht das System der Parteien wichtig, sondern das System der Demokratie selbst. Darum verlangen die Gilet-jaune völlig zu Recht direkte Demokratie - in der Definition ein Veto-Recht des Volkes.

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RalfHenrichs 09.12.2018, 14:49
7. Röttgen mal wieder ohne Ahnung

Wenn wir jetzt eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik machen, das würde genau was ändern? Richtig: gar nichts. Es geht um eine andere Wirtschaftspolitik. Würden wir hier eine andere Wirtschaftspolitik gemeinsam mit Frankreich umsetzen - also jenseits von Austerität und Neoliberalismus - würde sich sehr viel ändern. Aber das will Röttgen natürlich nicht. Auch er also wie Macron ein Politiker von gestern.

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mentor54 09.12.2018, 14:49
8. Faq

Gibt es in Frankreich nicht bereits einen höheren Mindestlohn, ein geringeres Renteneintrittsalter und niedrigere Steuern bzw. Sozialabgaben für Arbeitnehmer (dafür allerdings deutlich höhere Lohnnebenkosten für Arbeitgeber) als in Deutschland?

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bertram.anderer 09.12.2018, 14:51
9. Disneyland

Der Anführer der Gelbwesten hat natürlich recht wenn er sagt es ein neues Sklaventum gibt bei dem viele Menschen die ihr ganzes Leben arbeiten am ende nur Schulden haben. Disneyland, Google und alle anderen nehmen ihr Geld mit und für die Franzosen bleibt am ende nichts mehr. Ich kann mit den Demonstranten nur sympathisieren denn sie sind diejenigen die keiner hören will, aber am ende leer da stehen. Das nun auch nun noch die "Katastrophe für die Wirtschaft" beklagt wird sagt eigentlich alles über die Denke der Regierung aus: Ihr seit doch selbst schuld", das will man ihnen nun suggerieren.
Das wird nun noch ein erhebliches Nachspiel haben das irgendwann auch diejenigen trifft die es zu verantworten haben und leider, leider auch die radikalen Kräfte fördert. Vernunft ist eben auf allen Seite extreme Mangelware.

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