Forum: Politik
Milliardeninvestitionen aus Japan: Die asiatische Alternative für Afrika
Sayyid Abdul Azim/ AP

China ist inzwischen der wichtigste Handelspartner vieler afrikanischer Staaten. Doch in Pekings Schatten baut ein alternativer Geldgeber seinen Einfluss aus: Japan verspricht Afrika mehr Qualität und Nachhaltigkeit.

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brooklyner 07.04.2019, 17:03
1.

Sehr gut. Der Irrglaube vieler Afrikaner, dass die Chinesen irgend etwas Selbstloses mit ihren Investitionen im Sinn hätten und sich im Gegensatz zu den Europäern als das Licht am Ende des Tunnels erweisen würden, kann man nur als naiv bezeichnen. Ich kann diesen Afrikanern nur Mal raten, sich in Kambodscha, Myanmar, Vietnam etc. zum Beispiel mit der örtlichen Bevölkerung darüber zu unterhalten, wie diese das Auftreten und Geschäftsgebaren der Chinesen sehen. Kurze Antwort: Man hasst die Chinesen dort wie die Pest. Sie schmieren lokale Politiker, um investieren zu dürfen, sagen wir in Hotels, wie z.B. in Siem Reap (Angkor Wat). Die Chinesen kamen, bauten Hotels nur mit mitgebrachten Arbeitern, das gesamte Personal stammt aus China und die ganzen Einnahmen fliessen nach China ab. Heuschrecken par excellence. Oder wie in Sri Lanka zu sehen ist, gehört dann plötzlich der Hafen den Chinesen, weil die Kredite durch Sri Lanka nicht mehr bedient werden können. Das wird ein trauriges Erwachen für viele Afrikaner, die Mal wieder verarscht wurden. Davon, dass die Japaner da moralisch nachhaltiger vorgehen werden, ist anzunehmen.

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Kolde 07.04.2019, 17:29
2. Zitat JP / IN

Moin Moin,

könnten Sie mir zu folgendem Zitat bitte einmal die Quelle verlinken?

Quote
In der staatlichen Zeitung "Global Times" hieß es dazu: "Wenn Indien und Japan den Korridor geschaffen haben, um der 'Neuen Seidenstraße' etwas entgegenzusetzen, sollten sie noch einmal darüber nachdenken, bevor sie sich in das Vorhaben stürzen."
Unquote

Der Kontext würde mich interessieren. Da es sich durchaus um recht unterschiedlich Handelsbeziehungen handelt.

Beste Grüße aus Hong Kong

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takvor 07.04.2019, 17:36
3. China

China hat die Strategie von USA kopiert. Damals wurden Krediten von Weltbank an Ländern wie Bolivien oder Indonesien geliehen mit der Gedanke die örtliche Bergbauunternehmen oder staatliche Firmen zu privatisieren. Die horrenden Zinsen auf Krediten waren extra von Headhuntern so ausgehandelt, damit diese Lander zahlungsunfähig werden.

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eckawol 07.04.2019, 17:50
4. Und was macht Deutschland und die EU?

Soweit man es in den Medien verfolgen kann, besuchen dt. Bundesminister Afrika mit pannenanfälligen Flugzeugen. Deutsche Unternehmen haben ihre Bergbaubeteiligungen aus ihren Bilanzen genommen. Siemens hat jetzt einige Aufträge auf dem Energiesektor in Afrika ergattert. In Südafrika gibt es dt. Automobilüroduktion .
Was ist denn sonst ?

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j.soergel 07.04.2019, 17:54
5. Laut meines Wissens, dürfen bei der Bau-

und Ausrüstungsphase von der JICA finanzierten Infrastrukturprojekte in Afrika nur japanische Unternehmen als Konsortialführer mitbieten; die Betreiberphase ist dann offen, wobei auch da versucht wird, darauf hinzuwirken, dass japanischen Unternehmen eine Rolle spielen

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Hukowski 07.04.2019, 18:33
6. Ich denke

Zitat von brooklyner
Sehr gut. Der Irrglaube vieler Afrikaner, dass die Chinesen irgend etwas Selbstloses mit ihren Investitionen im Sinn hätten und sich im Gegensatz zu den Europäern als das Licht am Ende des Tunnels erweisen würden,..... Das wird ein trauriges Erwachen für viele Afrikaner, die Mal wieder verarscht wurden. Davon, dass die Japaner da moralisch nachhaltiger vorgehen werden, ist anzunehmen.
alles ist ok, solange es nicht die Usa sind. Von denen muss man die Finger lassen. Die sch..en auf Verträge.

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euro-paradies 07.04.2019, 19:22
7. Die Chinesen kümmern sich ja rührend um die Ausbeutung der Boden-

schätze Afrikas bzw. deren sonstigen materiellen Gütern. Was ich vermisse, ist die Aufnahme der Millionen Afrikaner durch die Chinesen, wäre die Nutzung der neuen Seidenstraße ein idealer Transportweg. Offensichtlich haben die Chinesen nur Interessean Afrikas materiellen Gütern, an den Menschen dort eher gar nicht. Die Interessen der EU und insbesondere Deutschlands sind diametral zu den Interessen Chinas.

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jupiter_jones 07.04.2019, 19:32
8. Europaer sind viel selbstloser!

“Sehr gut. Der Irrglaube vieler Afrikaner, dass die Chinesen irgend etwas Selbstloses mit ihren Investitionen im Sinn hätten ist naiv (...)”

Ich denke, das wuerde auch niemand (nicht mal chinesen selbst) so behaupten. Wenn man investiert, verspricht man sich, dass was bei rumkommt (in dem fall die chinesen). Das ist doch wohl klar! Warum sollen ausgerechnet die Amis und Europaer moralisch besser da stehen? Sind das nicht diejenigen, die den halben kontinent kolonialisiert - ausgeblutet hatten, und sich heute einen Dreck darum schaeren, es wieder gut zu machen? Den chinesen ist nicht immer ganz zu trauen, aber dem westen auch nicht!

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juba39 07.04.2019, 19:37
9. Schon der erste Satz ein Fake!

"Es war der bislang größte Coup Chinas in Europa: Italien wird sich dem gigantischen Infrastrukturprojekt "Neue Seidenstraße" anschließen. Pekings Einfluss reicht damit in die größten Industrienationen der Welt, die G7, hinein."
Will uns Frau Steinmetz jetzt erklären, daß Duisburg und Hamburg neuerdings in Italien liegen? Oder klingt hier schon ein unterschwelliges Italienbashing an? Wenn China nämlich Triest und Genua modernisiert, werden Rotterdam und Hamburg für die Seidenstraße überflüssig. Ein eifacher blick auf die Karte genügt. Wie sagte kürzlich der Chefvolkswirt einer großen Bank? Warum werfen wir China jetzt vor, was die EU 20 Jahre versäumt hat. 20 Jahre hat die EU nichts für die Entwicklung einer europäischen Infrastruktur getan. China füllt nur eine Lücke, die ihr gelassen wurde. Hatte nicht vor 20 Jahren jemand etwas von einem Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostock gesprochen? Es wollte ja niemand hören.

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