Forum: Politik
Minarettverbot - isoliert sich die Schweiz international?

Die Schweizer haben sich offenbar in der Volksabstimmung gegen den Bau von Minaretten entschieden. Damit haben die Rechtspopulistischen Parteien ihr Ziel erreicht. Was bedeutet die Abstimmung für die schweizer Gesellschaft? Und wie wird die Entscheidung vom Ausland aufgenommen?

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Dion 01.12.2009, 13:35
4760.

Zitat von rolando
Wenn ihr in Deutschland wirklich weiter wäret, würdet ihr endlich auch die direkte Volksabstimmung einführen, so wie in der Schweiz.
Direkte Demokratie ist die Diktatur der Straße. Nur wenn der Mob regiert, sind solche Entscheidungen wie jetzt in der Schweiz möglich. Ein wenig Propaganda und schon setzt der Verstand aus. Das ist nicht nur bei den Schweizern so, in diesem Punkt sind alle Menschen gleich – die Unterschiede sind minimal. Deswegen setzen die meisten Staaten auf die repräsentative Demokratie. Und deswegen ist ein Abgeordneter nicht seinen Wählern, sondern nur seinem Gewissen verantwortlich. Denn die Wähler sind egoistisch, wollen nur für sich selbst das Beste, schon den nächsten Wahlkreis kann im Extremfall der Teufel holen.

Das alles weiß man natürlich auch in der Schweiz. Deswegen hat auch die Schweiz Gerichte und überlässt einen eventuell Schuldigen nicht dem Mob auf der Straße. Dass dies für so weit tragende Entscheidungen wie die über die Minaretten nicht gilt, ist der Tradition geschuldet - bisher sind die Schweizer gut damit gefahren. Das ist alles.

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Samba Bugatti 01.12.2009, 13:35
4761.

Zitat von fuzuli
Also Sie dürften Ayasofya besichtigen, Sie glücklicher, ich konnte dagegen in ganzen Europa leider keine einzige Weltkulturerbe der Osmanen besichtigen.
Nachdem ich den Petersdom besichtigt habe wollte ich auch nach Mekka gehen. Leider wurde mir das verwehrt.

Die Osmanen waren Gott sei dank noch nicht solange in Europa, als dass sie ein Weltkulturerbe hätten hinterlassen können.

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Pinarello 01.12.2009, 13:36
4762.

Zitat von fuzuli
Also Sie dürften Ayasofya besichtigen, Sie glücklicher, ich konnte dagegen in ganzen Europa leider keine einzige Weltkulturerbe der Osmanen besichtigen.
Na Sie Ärmster, dann fahren Sie doch mal nach Bosnien, da stehen die Moscheen der Türkischen Besatzer aus vielen Jahrhunderten noch dutzenderweise rum.
Im übrigen war regen Sie sich denn auf, Europa ist nun mal christlich und eben nicht islamisch, schließlich hat Karl Martell im 8. Jahrhundert nicht umsonst die Araber gleich zweimal massakriert, damit dies nach Spanien, bzw. Afrika heimreisen.

Sie wollen wohl die europäische Islamisierung durch die Hintertür.

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jinky 01.12.2009, 13:36
4763.

Zitat von Maghrebi
Erdogan hat Recht Islam ist Islam und Moslem ist Moslem egal was für ne Nationalität.
Nachdem Sie so die Loyalitätspräferenzen unmissverständlich klargestellt haben, brauchen Sie sich nicht zu wundern, dass es Leute gibt, die daraus schließen, das es womöglich keine so ganz gute Idee ist, Moslems die Einbürgerung zu erleichtern, wenn ihre Loyalität im Zweifelsfall dann doch den Glaubengenossen und nicht den Mitbürgern gilt.

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nemansisab 01.12.2009, 13:37
4764. Abgehobene Sichtweise der Politiker

Zitat von dhanz
Hmm, ich habe eher den Eindruck, das die Massenmedien bei der Meinungsbildung der deutschen Bevölkerung die Probleme des Islams, welcher den Alltag der Bevölkerung betrifft, eher .....
Das haben Sie gut formuliert. Wer sagte doch gleich: Wenn das Volk kein Brot hat, warum isst es dann keinen Kuchen?

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jinky 01.12.2009, 13:37
4765.

Zitat von fuzuli
Also Sie dürften Ayasofya besichtigen, Sie glücklicher, ich konnte dagegen in ganzen Europa leider keine einzige Weltkulturerbe der Osmanen besichtigen.
Dass Justinian Osmane war, ist mir neu.

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Savage 01.12.2009, 13:38
4766.

Zitat von aubrac
...... Und ja: Für europäische Ohren sind die 'Weckrufe' des Muezzins durchaus enervierendes, schrilles Geschrei. Ich sehe hier auch keinen Bedarf an 'akkustischer Umschulung'. Wenn das so ist, dann ist das so und hat respektiert zu werden. Da muss nicht der Schweizer 'lernen', dieses Geschrei nun 'schön' zu finden.
Der einfachste Weg, dies einem Moslem an einem Beispiel klar zu machen, wäre die Vorstellung neben jeder Moschee eine Schweinemetzgerei zu bauen, dies ist sicher statthaft, macht man aber aus Respekt nicht.

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Matyaz 01.12.2009, 13:38
4767.

Zitat von Moewi
Eine Keule hat die gleiche Nebenwirkung wie ein Hammer: Hält man erstmal einen in der Hand, fängt plötzlich alles an nach Nagel auszusehen...
"Keule" ist auch nicht meine Bezeichnung, ich würde es gesellschaftlicher Grundkonsens nennen.

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gunman 01.12.2009, 13:38
4768. Bürger! Keine "Rechten"

Zitat von Würfelbude
Ich bin seit 20 Jahren Anhänger der SPD. Was diese Schweizer sich da geleistet haben ist eine Unverschämtheit sondergleichen. Meiner Meinung nach gehören Minarette in jede Großstadt und dort in zentraler Lage. Darüber brauchen wir nicht zu debattieren. Die Muslime sind längst Teil unserer Gesellschaft. Allen die gegen Minarette sind, empfehle ich mal Urlaub in der Türkei zu machen. Laßt Euch nicht zum Spielball von NPD oder Republikanern machen.
Auf jeden Fall. Die Türkei ist ja - noch - ein säkularer Staat und kämpft darum es zu bleiben. Wenn man sich jedoch diesen Erdogan und Konsorten anschaut und deren Sprüche hört, sieht das schon ganz anders aus.
Islam ist Politik. Einmal etabliert, läßt er sich nicht mehr so leicht wie ihre geliebte SPD abwählen und in die Ecke stellen. Saudi Arabien, der Iran, das sind doch Länder in denen man nicht begraben sein möchte! Der Islam, die Sharia als Staatsform, das ist die Höchsstrafe.

Haben sie sich mal gefragt, warum niemand was in gleicher Form gegen übrige Ausländer bei uns hat, wie Chinesen, Inder, Japaner? Stimmt, die kommen nicht mit so einer verqueren, theokratischen Ideologie zu uns, betrachten uns als "die Ungläubigen" und nerven mit Hasspredigten gegen unsere Gesellschaft.
Die Bürger die sich gegen diesen Politislam stellen, sind keine "Rechten". Sie füllen lediglich das Vakuum, das unsere Politiker mit ihrem Apeacement gegenüber dem Islam als Politik schaffen. Dumm gelaufen, wenn das natürlich aus ganz anderen Gründen auch die Rechten anzieht. Sollte es hart auf hart kommen, werden die Rechten tatsächlich einen Zulauf erhalten, von denen jede andere Partei, ibs ihre, nur träumen kann, wobei die SPD dann vermutlich sowieso um 5%-Hürde wird kämpfen müssen.

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semir 01.12.2009, 13:39
4769.

Zitat von M. Michaelis
Nicht ohne Grund gibt es im islamisch geprägten Kulturkreis kaum irgendwo freiheitlich säkulare Demokratien. Insofern ist der Islam objektiv ein Problem.
Dies liegt nicht am Islam sondern an den verwestlichten Eliten, Radikalen die vom Westen unterstützt werden und Fatalismus der Bevölkerung.

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