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Mindestlohn und Arbeitslosigkeit: Erfreulicher Irrtum, doch kein Grund zur Übertreibu
DPA

11 Monate nach der Einführung des Mindestlohns ist die Arbeitslosenquote niedrig wie seit 24 Jahren nicht mehr. Alle, die vor einem großen Jobsterben gewarnt hatten, haben geirrt. Das ist allerdings kein Grund für Häme - oder überzogene Forderungen.

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pruefer 02.12.2015, 14:00
130. Also, wenn ich

das recht verstanden habe, haben die (zumindest viele) VWL-Profs voll daneben gelegen mit ihren Prognosen und ihre vollkommene Ahnungslosigkeit bewiesen, was den Autor aber nicht davon abhält, sich deren Argumente bei einer MLerhöhung dann doch zu eigen zu machen.
Da kann man wohl nur schlussfolgern, dass die uns für blöd halten. Aber vielleicht ists ja grad andersrum.

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adlerkeule 02.12.2015, 16:10
131. Der Herr Gathmann...

...wieder einer von Vielen der die geschönten Zahlen benutzt. Braucht man eigentlich nicht weiter lesen. Aber der Mindestlohn als Hemmnis war schon immer eine Mähr!

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dirk1962 02.12.2015, 16:50
132. Mindestlohn wird fallen

Ich denke wenn die ersten Flùchtlinge etwas Deutsch gelernt haben und auf die Jobsuche gehen wird der Mindestlohn kippen. Die Forderungen danach bestehen ja schon und werden lauter werden. Dann kann Nahles beweisen, was sie wirklich durchsetzen kann. Da der Arbeitsmarkt mit gering qualifizierten Menschen geflutet wird, kann es nur eine Abwärtsspirale nach unten geben bei den Löhnen.

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ProDe 02.12.2015, 17:14
133. da war wohl der Schreiber leicht verwirrt

Mindestlohn erhöhen ist die beste Methode Kaufkraft und damit Nachfrage und damit Arbeitsplätz zu schaffen....
Das ist doch empirisch bereits mehrfach belegt...

Wie kommt dieser ideologisch verwirrte Geist denn darauf, dass der Mindestlohn Arbeitsplätz kosten würde???

Die Außenhandels Überschüsse Deutschlands sind viel zu hoch u.a. weil die Löhne in DE viel zu niedrig sind.
Deswegen haben wir doch die Ungleichgewichte in Europa und deswegen hat Deutschland doch kaum noch Druck über bessere oder innovativere Produkte wettbewerbsfähig zu bleiben - wir sind es mittlerweile über die Kosten....

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notbehelf 02.12.2015, 17:56
134. Verwirrt

Zitat von ProDe
Mindestlohn erhöhen ist die beste Methode Kaufkraft und damit Nachfrage und damit Arbeitsplätz zu schaffen.... Das ist doch empirisch bereits mehrfach belegt... Wie kommt dieser ideologisch verwirrte Geist denn darauf, dass der Mindestlohn Arbeitsplätz kosten würde??? Die Außenhandels Überschüsse Deutschlands sind viel zu hoch u.a. weil die Löhne in DE viel zu niedrig sind. Deswegen haben wir doch die Ungleichgewichte in Europa und deswegen hat Deutschland doch kaum noch Druck über bessere oder innovativere Produkte wettbewerbsfähig zu bleiben - wir sind es mittlerweile über die Kosten....
Der Niedriglohn betraf in erster Linie Dienstleistungsberufe wie Hotelangestellte, Taxifahrer, Sicherheitsdienste etc, die exportieren nix.

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razer 02.12.2015, 18:59
135.

Zitat von Det_onator
„Viele Jobs würden gestrichen - und es träte ein, was die Mindestlohn-Kritiker von Anfang an beschworen haben. Also bitte nicht übertreiben.“ Schreibt jemand, der wieviel Euro Gehalt genau im Monat verdient? Na beim „Spiegel“ werden viele auch bald noch aufwachen, 150 Mitarbeiter verlieren bereits ihren Job und werden selbst bald erwerbslos und auf Jobsuche sein, Tendenz wegen weiter rückläufiger Auflagenzahlen ausbaufähig. So wird auch zukünftig für bisher gutgezahlte Journalisten und Verlagsmitarbeiter die Arbeitslosigkeit und der soziale Abstieg real erlebbar.
Im Prinzip gebe ich Ihnen, mit Ihrer Empörung völlig Recht.
SPON erlaubt sich da noch eine ganz besondere Frechtheit, Sie berichten einfach nichts über den geplanten Jobabbau beim Spiegel-als einziges großes Nachrichtenmagazin.
Hier ein Bericht vom 01.12.15 der ARD:
Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" baut 150 Stellen ab - das sind 20 Prozent. Außerdem ist eine Neuaufstellung des journalistischen Angebots geplant. So sollen demnächst erste Bezahl-Artikel angeboten werden.

Der "Spiegel" streicht Stellen - schon vor einigen Monaten hatten sich drastische Einschnitte beim Nachrichtenmagazin abgezeichnet. Nun nannte Geschäftsführer Thomas Hass die Zahlen. Unter dem Titel "Agenda 2018" soll der Abbau stattfinden, dazu gebe es "leider keine Alternative", so Hass.
SPON in eigener Sache

Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass erläutert die "Agenda 2018".

Gestrichen werden sollen 35 Stellen in der Redaktion, außerdem werden 100 Arbeitsplätze im Verlagsbereich wegfallen. Bislang ist nicht geplant, Ressorts oder Korrespondentenbüros zu schließen. Statt dessen will der "Spiegel" neue Arbeitsabläufe einführen und Arbeiten an externe Dienstleistern vergeben.
Spiegel Daily und Bezahlangebote

Zur "Agenda 2018" gehört beim "Spiegel" auch eine neue Struktur des journalistischen Angebots. In den nächsten 100 Tagen will das Nachrichtenmagazin erste Bezahl-Artikel anbieten. Auch die englische Ausgabe soll nur gegen Bezahlung angeboten werden.

Der Umsatz des Verlags lag 2014 bei knapp 285 Millionen Euro, im Jahr 2010 waren es noch 320 Millionen Euro. Innerhalb von fünf Jahren war der Absatz der Hefte um 180.000 Exemplare zurück gegangen.

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DMenakker 02.12.2015, 20:18
136.

Zitat von davidzilberstein
Deutlich schlechter? Dann vergleichen Sie mal die Zahlen. Bsow wieiviel Prozent der Deutschen damals und heute unter der Armutsgrenze lebten. Und wieviel Prozent der Haushalte überschuldet sind. Die Zahlen erhalten Sie im Statistischen Bundsamt. Und der Vergleich mit Frankreich, das ist schon eine gewaltige Vereierung die Sie da betreiben und offenbart, beweist, dass Sie sich mit dehm Thema gar nicht seriös auseinandersetzen wollen.
Erstens: Die Aussage, dass man früher als Normalverdiener schlechter gelebt hat, denn heute als Hartz IV ler ist eine simple Gedächtnisfrage. Den einzigen Fernseher ( SW ) im 3Generationenhaus hatte Oma, Fleisch kam einmal die Woche auf den Tisch, Hühner für Eier musste man selber halten was für eine absurde Idee, das teuer verdiente Geld für teure Eier auszugeben. Wer Pflanzfläche hatte, egal ob Garten oder Balkokästen hat dort etwas nützliches angepflanzt. Was für eine Verschwendung im Garten Rasen zu legen. Obst? Vom Baum, Tomaten von den Sträuchern, wenn die Äpfel aus Omas Garten nicht augereicht haben, ab aufs Fahrrad und Fallobst gesammelt. Das ganze mit 1 Vollverdiener und Mama ging saisonweise halbtags arbeiten. Das tägliche Essen auf dem Tisch war zwar nicht wirklich problematisch, aber es war eine gemeinsame Aufgabe, um die sich alle irgendwie kümmerten. Sorry, mit Hartz IV hat das ganze überhaupt nichts zu tun.

Und Frankreich habe ich schlicht veralbert, weil die pauschale Aussage, dass die Höhe des Mindeslohnes für ie Beschäftigung keinerlei Auswirkungen hätte, schlicht Kappes ist. So weit gehen nocht nicht mal die Dunkelroten.

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spiegelleser987 02.12.2015, 20:33
137.

Zitat von Det_onator
.... Der Mindestlohn macht so gut wie nichts aus, bei den unteren Einkommen. Seit ihr Faktenverdreher, echt unglaublich!
Doch etwas macht er aus. Der Bruttolohn ist gestiegen und der Nettolohn gesunken. Bei einer Reihe von Arbeitnehmern wurde die Arbeitszeit gekürzt um auf ein höheres Lohnniveau zu kommen. Die betroffenen Arbeitnehmer beschweren sich dabei nicht über den eigenen Arbeitgeber sondern über die Politik. Der Staat lässt den Arbeitgebern bei kleinen Firmen kaum noch Geld übrig, um höhere Löhne zu zahlen. Und wohin sind die bisherigen Arbeitnehmer verschwunden, die nun nicht mehr z.B. in Gaststätten arbeiten?

Mit statistischen Tricks kriegt der Staat alles hin. Vor ein paar Wochen kam in einer regionalen Zeitung auch die Information, wie der selbst trickst und die Löhne senkt. Statistisch merkt das keiner es wurden ja fdann "Selbständige" in Teilzeit. Der Staat darf das und statistisch sinkt die Arbeitslosigkeit.

Wenn die Statistiker, die so einen Blödsinn erforschen sich mal mit der realistischen Fakten beschäftigen würden, würde das Ergebnis anders aussehen. Aber der Staat will Geld und Geld und Geld und trotzdem will die Regierung einen sozialen Eindruck hinterlassen.

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willi2004 03.12.2015, 05:33
138. Die Warheit sieht aber anders aus.

Ich habe mit vielen Dienstleister beruflich zu tun. 1. Viele kleine Firmen bescheissen beim Mindestlohn, es werden einfach weniger Stunden angegeben als gearbeitet wird. Keiner kann das kontrollieren, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer es wollen. Die größeren Firmen planen die Arbeitseinsätze besser und streichen allen Pausen und zahlen natürlich Mindestlohn aber die Arbeitnehmer haben nur etwas mehr Lohn. Andere zahlen fair mehr Lohn planen aber Langfristig mit weniger Leuten und mehr Technik. Ein anderer sehr grosser Teil hat weniger Gewinn weil Sie in Ihrer Branche gegen Nichtmindestlohnzahler kämpfen und haben schon zu gemacht oder planen es. Bei Geschäften werden kleine Filialen in den armen Wohngebieten geschlossen und gut liegende Filialen aufgemotzt und das Personal dort eingesetzt, da man nur dort höhere Preise durchsetzen kann. Der Mindestlohn hat also genau das gebracht was viele befürchtet haben. Übrigens gegen einen Mindestlohn war keine Partei auch die Fdp nicht, da die Gewerkschaften in manchen Branchen und Gebieten einfach zu schlecht aufgestellt sind. Er sollte nur nicht für alle Gebiete gleich sein ( München und Eisrnhüttendstadt sind nicht vergleichbar) und es sollte nicht vom Staat festgelegt werden. Man sollte einfach mal den französischen Wahlkampf sehen, alle schreien einen noch höheren Mindestlohn einzuführen, aber für viele Menschen ist es ein absoluter Jobgegner, man brauch sich nur die hohe Jugendarbeitslosigkeit anzuschauen.
Da der Mindestlohn nicht kontrolliert wird ist für Trickser und Betrüger alles offen aber die meisten haben davon nichts.

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stinkfisch1000 03.12.2015, 08:39
139. Ein ausgewogener Kommentar

Sehr differenzierte Betrachtungsweise, ganz ohne ideologischen Ballast, vielen Dank!

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