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Minister-Streit über Glyphosat: Chemie gestört
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Die EU-Staaten beraten am Montag über die Zukunft von Glysophat. In der Bundesregierung sorgt der Unkrautvernichter für Streit. Die zuständigen Minister werfen sich "Taktik" und "Ideologie" vor.

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ulfD 06.06.2016, 11:20
30.

Zitat von granathos
Wer sich den Anstieg der Krebserkrankungen in den letzten 20 Jahren anschaut, kann nur erschaudern.
Und das interessiert genau wen? Es geht definitiv um wichtigeres als die Gesundheit der Menschen in diesem Land.
Es geht darum das die gesellschaftlichen Leistungsträger ihren Profit steigern können.
Das EU-Parlament wird für Glypostat entscheiden schon alleine weil sie Angst vor Schadensersatzklagen haben wenn TTIP durch ist denn dann klagen die US Konzerne.
Siehe oben, es geht um das einzige was zählt:Geld!

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hansw 06.06.2016, 11:23
31. Frage

Zitat von Wofgang
Es geht um ein Umdenken, wie die Ministerin sehr treffend formuliert. Bei immer mehr Profit bleibt der Mensch und die Natur auf der Strecke.
Frage: Woher wissen Sie, dass bei immer mehr Profit Menschen und Natur "auf der Strecke bleiben". Mich würden Ihre Ergebnisse sehr interessieren.

Aus der Geschichte von Homo Sapiens lässt sich das nicht belegen. Die heutigen Profitraten sind winzig gegen die von z.B. des mittelalterlichen Venedig. Damals kalkulierte man Aufschläge in Höhe von bis zu 800% auf den Einkaufspreis. Das sollte heute mal ein Händler versuchen. Andere Beispiele füllen Bibliotheken.
Dann schauen Sie sich die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen an. Sie betrug in der Steinzeit etwa 17 Jahre und heute liegt sie bei knapp 80, trotz der Riesenprofite aus allen Zeitaltern.

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antonnymos 06.06.2016, 11:24
32. äh ... nein

Zitat von prisma-4d
Wenn das Zeug schädlich ist, dann einfach mal für 5 oder 10 Jahre verbieten. Wenn sich der Bienenbestand erhohlt, oder andere Faktoren besser werden.... das ist Glyphosat offensichtlich der Schuldige.
Dafür gibt es "Studien" - und die gibt es schon - ja die Lobby hat ihre eigenen Studien dagegengeschoben ("... bei fachgerechter Anwendung" ... denken Sie sich ihren Teil), aber hier würde ich sagen: Im Zweifel gegen das Risiko für die Allgemeinheit.

Das Verbot muss her - aber unsere Lobby gesteuerte CSU mauert mal wieder (denkt den jemand an die armen Bauern ... ja genau die, die endlich die Milchquote abgeschaft haben nur um jetzt mit Milliarden wegen der niedrigen Milchpreise gefördert zu werden ... der Landwirt ist der Braunkohle-Kumpel der Bayern und steht praktisch unter Artenschutz)

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mrs_smith 06.06.2016, 11:25
33.

Zitat von analyse
wird dabei sogar in Nachbargärten geweht -niemand regt sich drüber auf,es fehlt wohl der Begriff "Industrie".Frage an die Experten:gibts Nachteile (Erntemenge,Lebensmittelkosten,andere Pestizide,Konkurrenzfähigkeit)wenn einzelne EU-Staaten Glyphosphat verbieten,andere nicht ?Wird dann auch die Einfuhr von Lebensmitteln aus"Glyphosphatländern"verboten ?
Vielleicht einfach mal den Nachbarn darauf ansprechen. Meine Nachbarin, war sehr angetan, als ich ihr sagte:" sich auf der einen Seite darüber aufregen und selbst doch benutzen."

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Ungläubig blick 06.06.2016, 11:26
34. Leider liegen sie halt falsch.

Zitat von rkinfo
Das Mittel wird weltweit in großer Menge und vielen Anwendungen eingesetzt. Ähnlich zu den 1.001 Untersuchungen zur Gefahr von Handystrahlung wird man immer Studien mit Auffälligkeiten finden - so die reine Mathematik der Statistik. Gemäß Wikipedia sind sich weder nationale noch internationale ......
Leider liegen sie in der Grundannahme falsch. In ihrem Beispiel der "Handystrahlung" gab es sicher in der Vergangenheit Defizite. Die lagen nicht an den Sendemasten sondern liegen in den Handys selbst. Aber egal wie, es gilt das Vorsorgeprinzig. Demzufolge muss minimiert werden und das ist auch völlig richtig und speziell in diesem Bereich passiert.
Ein "Grenzwertprinzip" läuft nicht, wie von ihnen suggeriert, auf Minimierung hinaus sondern auf die Ausschöpfung des Grenzwertes. Wenn sie das wollen, bitteschön.
Auch ihre Aussage zur Landwirtschaft zeigt doch nur das sie vom Strukturwandel in der Landwirtschaft offensichtlich noch nichts begriffen haben. Was heist denn bitte schon gegen die Landwirtschaft? Zurzeit haben wir eine Landwirtschaftspolitik die unseren Landwirten nur die alternative lässt schneller zu wachsen als die Konkurrenz, was dann passiert ist bei der Milch zu sehen. Kann man wollen oder auch nicht, das ist aber die politische Frage dahinter. Und das spricht Frau Hendricks folgerichtig an. Nein wir können nicht zurück zu einer Landwirtschaft wie vor 30 Jahren, aber nein die Lösung ist nicht eine immer stärkere Industrialisierung.

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_gimli_ 06.06.2016, 11:28
35.

Zitat von hwdtrier
Glyphosat wird auf nicht eingesäte Felder aufgesprüht und kommt über das Blattgrün des Unkrauts in dessen Wurzeln und zerstört es. Binnen 4 Wochen zerfällt es dann in ungefährliche Stoffe. Vorteil: Bodenfeuchte bleibt erhalten und Erosion wird vermindert.
Leider ist dem nicht so, denn Glyphosat wird außerdem als Reifebeschleuniger eingesetzt, falls das Wetter nicht wie gewünscht mitspielt:

http://www.gruene-fraktion-brandenburg.de/themen/natur-und-umweltschutz/einsatz-von-pflanzenschutzmittel-glyphosat-zur-reifebeschleunigung-beenden/

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hwdtrier 06.06.2016, 11:36
36. @ vor

Wegen H411? Dann auch Spülmittel, duschzeugs, Bodenreiniger verbieten die haben den gleichen Effekt.

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competa1 06.06.2016, 11:36
37. Negativbeweis.

Zitat von darthmax
Es ist nicht möglich mit Gewissheit auszuschliessen, das ( .....beliebiges Produkt einsetzen... ) Krebs erzeugt. Die einzige Gewissheit, die wir haben ist , dass das Leben tödlich endet ( bis auf wenige bekannte rel. Ausnahmen ) Die heile Welt, wo die Tiere der Bauern noch Namen tragen, gibt es nur im Film. Fest steht, dass die Lebenserwartung gemeinsam mit der Demenz zunimmt. .
..na,da sind wir doch mitten im,vom TTIP geforderten "Nachsorgeprinzip".Erstmal ein Produkt auf dem Markt werfen.Wenn es gesundheitsgefährend ist,dann kann man sich nachträglich entschuldigen.

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wdiwdi 06.06.2016, 11:39
38. @cot: Ja, ja, die CLP-Verordnung

Zitat von cot
gelten die H-Sätze H318: Verursacht schwere Augenschäden. H411: Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Allein schon wegen H411 gehört Glyphosat verboten!
zum Vergleich: Kupfersulfat, zugelassen sogar im Bioweinbau (!) gegen Mehltau, H410: *SEHR* giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. Daneben auch: H302 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.
H315 Verursacht Hautreizungen.
H319 Verursacht schwere Augenreizung. Aber normalerweise kann man sich bei selektivem Posten ja darauf verlassen, dass das niemand hinterfragt, und das richtige Bewusstsein heiligt schließlich jede tendenziöse Halbinformation...

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Ungläubig blick 06.06.2016, 11:41
39. Ahnungslosigkeit kann helfen

Zitat von otto_iii
Nach Jahrzehnten der Anwendung und ohne einen konkreten Beweis für die angebliche Gefährlichkeit mit dem "Vorsorgeprinzip" zu argumentieren ist lächerlich. Grundsätzlich ist dieses "Vorsorgeprinzip" höchst fragwürdig, da man einen negativen Beweis der Nicht-Gefährlichkeit nicht führen kann und immer Unsicherheiten bleiben: Unter den vielen Millionen Verkehrsteilnehmern gibt es einige, die tödliche Unfälle verursachen. Bei der Führerscheinerteilung ist nicht zu erkennen, wer das ist. Nach dem "Vorsorgeprinzip" dürfte man niemandem den Führerschein geben, da ja nicht auszuschließen ist, dass gerade dieser Verkehrsteilnehmer später einen tödlichen Unfall verursachen wird.
In Deutschland gilt zunächst einmal grundsätzlich das Vorsorgeprinzip.
Versuchen sie es zu verstehen dann werden sie es zu schätzen wissen. Ich will ihr Beispiel mit dem Führerschein aufgreifen. Ihr Ansatz ist natürlich sinnfrei auch wenn er vermutlich in ihr Weltbild passt. Würde man auf ein Vorsorgeprinzip verzichten, würde man in ihrem Beispiel auf den Führerschein verzichten. Man ließe jeden machen was er will und wartet bis der Grenzwert für eine bestimmte Art von Unfällen erreicht ist, wenn das dann der Fall ist nimmt man das Individuum aus dem Verkehr. So wäre ihr Beispiel korrekt.

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