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Ministerkandidaten: Das Ost-Dilemma der Genossen
DPA

Indem Kanzlerin Merkel keinen Minister aus dem Osten nominiert, bringt sie die SPD in Zugzwang. Doch wer kommt aus den neuen Ländern überhaupt in Frage?

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MartinBeck 27.02.2018, 10:57
1. Klein-Kleckersdorf

Die Frage, welche Stämme, welche Dialekte und welche Konfessionen in der Regierung vertreten sein sollen, ist lächerlich. Aus meinem Heimatland Baden-Württemberg, das wirtschaftsstark und sehr international aufgestellt ist, wird kein einziger Minister kommen. Es hat gerade mal zur Integrationsbeauftragten gereicht. Aber: so what? Sie sollen etwas können und wollen, das ist das Kompetenzmerkmal.

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Jo-achten-van-Haag 27.02.2018, 11:00
2. Alibifunktionen

für die Genossen aus dem Osten. Von der Presse und einigen anderen die meinen ihre Meinung wäre wichtig und richtig als unumgänglich herbeigeredet. In der Demokratie ist "Die Macht" mit der Mehrheit und nicht mit der Gnade des Geburts/ Wohnortes. Also etwas mehr Zurückhaltung bei der Besserwisserei. Oder der SPD beitreten.

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soldev 27.02.2018, 11:06
3. Dann hoffen wir mal, dass die GroKo abgelehnt wird

Dann gibt es keinen Zugzwang, kein Ost Dilemma oder andere Spekulationen für die SPD. Und Merkel würde wie ein begossener Pudel da stehen.

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Kurt2.1 27.02.2018, 11:07
4. .

Eine Frau aus dem Osten mit Migrationshintergrund. Das wär's doch für die SPD. Gibt's aber wohl leider nicht.
Wenn sich infrage kommende Menschen in Ostdeutschland nicht finden lassen, sollte man vielleicht nicht unbedingt den Fehler bei der SPD suchen. In extremistischen Parteien sind die Ostdeutschen (angeblich mit Hirn) ausreichend vertreten. Auch das spricht nicht für die Bevölkerung dieses Landesteils.
Vielleicht gibt es einen Quereinsteiger in Ostdeutschland, der sich mit der SPD arrangieren kann, oder sie sogar politisch favorisiert.

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rgryf 27.02.2018, 11:09
5. Man sollte nicht vergessen,

dass die SPD einige eher kantige Typen aus dem Osten, die erfolgreich Wahlen gewannen, von eher Parteigenossen aus der Parteilinie verdrängt wurden. Bsp. OBM Magdeburg usw.

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santoku03 27.02.2018, 11:12
6.

An diesem ganzen Gerangel um Geschlechter-, Ost-West- und Regionen-Proporz bei beiden Parteien erkennt man wenigstens eines deutlich. Es ist anscheinend irrelevant, wer an der Spitze eines Ministeriums steht und ob er oder sie aufgrund von Fach- und Führungsqualitäten dafür geeignet ist. Die eigentliche Arbeit wird ohnehin von den Ebenen darunter gemacht und der Ministerposten ist ein reines Repräsentationsamt bzw. eine Sinekure zur Versorgung verdienter Parteigenossen.

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skeptikerjörg 27.02.2018, 11:13
7. Armutszeugnis?

Ein Armutszeugnis ist, dass 27 Jahre nach der Einheit darauf rumgeritten wird, ob Minister aus Ost oder West kommen. Was ist mit all den Bundesländern, die keinen Bundesminister stellen, sind die auch diskriminiert? Oder diskriminiert es die anderen Bundesländern, dass die CDU zwei Minister aus NRW nominiert hat?

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sucher533 27.02.2018, 11:18
8. Quotenirrsinn

Bei jeder Besetzung werden Quoten ins Gespräch gebracht als ob dies die Menschen interessieren würde.
Am Ende gibt es dann Super-Quoten-Kandidaten, die als Joker gesetzt werden - mit Migrationshintergrund im Westen geboren, im Osten aufgewachsen, mit 18 das Geschlecht gewechselt, ... OMG

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Cascara LF 27.02.2018, 11:19
9. N-o-s-w

O.k. Wir haben uns ja schon fast daran gewöhnt, dass Minister keine fachspezifische Qualifikation mitbringen müssen, um Minister zu werden - Fachverstand vernebelt vielleicht auch nur die Traumwelt. Müssen Ministerämter nun auch paritätisch regional - in diesem Falle Ost/West - besetzt werden? Und wenn ja, warum nur so? Sind auch genügend Ministerien mit Nord- und Süddeutschen besetzt? Und die aus dem mittleren Teil, dem zwischen Nord und Süd oder Ost und West, sind die auch zu genüge representiert? Weshalb nicht aus jedem Bundesland eine/n Minister/in? "Der Osten" ist ja schließlich mit der Kanzlerin hinlänglich repräsentiert. Oder zählt sie nicht?
Wir haben Probleme, da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln - jeden Tag, den ganzen Tag.

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