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Ministertreffen in Bratislava: Das Militär soll EU-Staaten wieder zusammenbringen
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Bekommt die EU eine gemeinsame Armee? Deutschland und Frankreich wollen intensiver bei der Verteidigung zusammenarbeiten. Sie bekommen Unterstützung aus Italien. Aber die Briten drohen, die Einigung zu blockieren.

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eigen 26.09.2016, 16:20
70.

Vor Jahr und Tag hätte ich eine europäische Armee oder zumindest größere gemeinsame Verteidigungsverbände für eine gute Idee gehalten. Jetzt habe ich dabei eher ein mulmiges Gefühl. Ich würde keine gemeinsame Armee mit PiS-Polen, Orbán-Ungarn und LePen-Frankreich haben wollen, aber kann bitte trotzdem jemand den Briten mal den Weg zur Tür zeigen?

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citi2010 26.09.2016, 16:22
71.

Ich empfinde das Trachten der Staatenlenker mit Massnahmen wie gemeinsame EU Streitkräfte und mittels erzeugter Krisen einen europäischen Superstaat zu bauen, den die Menschen einfach nicht wollen, einfach nur noch kriminell.
Man sehnt sich nach der Bonner Republik zurück, wo zumindest die Bundeswehr nur auf Verteidigung ausgerichtet war. Klar herrschte da kalter Krieg und die Lage war angespannt; es gab Gruppenblindheit und eine Katastrophe lag in der Luft. Aber alle waren daran interessiert, das es nichts passiert. Es ging darum zu de-eskalieren. Niemand zündelte wie es unsere tollen Politiker heute tun. Die Interessen der Menschen wurden Ernst genommen.

(Oder bilde ich mir das nur ein in Geschichtsverklärung?)
Jedenfalls bin ich gegen den europäischen Superstaat. In der Richtung habe ich meine Meinung in den letzten 10 Jahren geändert. Europa wird nie eine USA.

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serbskisokol 26.09.2016, 16:24
72.

Zitat von SchmidtPe
Was für eine Schnappsidee! Die Bereitschaft zur Kriegsführung setzt eine starke Bindung des Kämpfers an die kriegsführende Gemeinschaft voraus. Eine Truppe nach dem Motto: "Geht ihr schon mal an die Front, wir kommen dann nach..." funktioniert nicht und bewirkt auch keine "Abschreckung". Die EU sollte sich zur Wirtschaftsunion weiterentwickeln, dann wäre viel erreicht und man hätte wenigstens die technologische Basis zur Kriesführung.
Also da hört sich doch alles auf. Was für ein Irsinn? :( Böse guck.Es geht nicht um die Briten, es geht auch nicht um eine europäische Armee! Wer hat sich blos diesen Mist ausgedacht? Langeweile? Nicht ausgelastet? Dan lieber Muttern bei der Arbeit helfen oder die Kinder beim Lernen unterstützen! Ich fasse es einfach nicht! Sowas schlägt man uns vor? Pfui Daiwel. Lassen Sie sich das von einem Menschen sagen, der 76 Jahre auf dem Buckel hat und in seiner Kindheit den Spruch hörte: Wer jemals wieder zur Waffe greift.dem soll die Hand verdorren! Wir brauchen keine Armeen, wir brauchen Frieden.Reicht doch, wenn USA und die Russen da sind.Schlimme genug, daß auch Israel Atomwaffen hat und und und.FRIEDEN, meine Herren, nichts anderes

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hesse 26.09.2016, 16:26
73. Muß ich schon wieder darauf hinweisen, dass die EU keine...

Zitat von jetrabbit
1. "Glaubwürdige gemeinsame Fähigkeiten", also etwa Einrichtungen, die der EU gehören und von ihr betrieben werden, 2. eine robuste industrielle und .....
.....Weisungsbefugnis hat? Jedes kleine Gurkengesetz bedarf der Unterschriften von 27 Staaten! In Brüssel darf nur gespielt werden von ca 40000 gut bezahlten Beamten.

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surfaxel 26.09.2016, 16:28
74. Brüssel befindet sich auf einer...

gefährlichen Sinnsuche für überflüssige Eurokraten. An bisher allem gescheitert, was angefasst wurde, soll nun eine gefährliche Alternative zur ohnehin schon bestehende NATO geschaffen werden. Im Ernstfall tritt dann nicht automatisch der Bündnisfall ein, sondern die USA und Großbritannien warten erst einmal die Beratungen in Brüssel ab? Auch in diesem Fall eine laienhafte Vorstellung von Politik in Brüssel, die die Automatismen der NATO in Frage stellen, und die die USA und Großbritannien ohne Not aus Europa verdrängen. Ohne allerdings nur einen Hauch deren militärischen Fähigkeiten zu besitzen. Der wahnsinnigste und gefährlichste Fehler der EU bisher, man weiß ja nicht, was den Leichtmatrosen Junker und Schulz noch einfällt ...

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bördeknüppel 26.09.2016, 16:32
75. Nur gut , dass wir ABSOLUT keine anderen Sorgen haben !

Die europäischen NATO-Mitglieder - und zwar ALLE - haben mit ihrem Militär auch so schon genug Schaden weltweit - Man könnte und müsste es eigentlich drastischer formulieren ! - angerichtet !
PS: Milliarden spielen bei diesem Thema ABSOLUT keine Rolle !
Und die Druckmaschine läuft und läuft und läuft ... !

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adal_ 26.09.2016, 16:33
76. Britenversteher

Ich kann die Kritik der Briten verstehen. Was bitte soll eine parallele militärische Struktur neben der Nato?
Zusatzfrage: Lautet das Motto, wir haben zwar keine gemeinsame Außenpolitik, die diesen Namen verdient, umso dringender brauchen wir eine gemeinsame Armee, oder was? :-)

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quark2@mailinator.com 26.09.2016, 16:34
77.

Sorry, aber DE und FR haben historisch völlig unterschiedliche Interessen. Es macht für DE sehr wenig Sinn, französische Besitztümer in Nordafrika zu verteidigen (Stichwort Erdöl in Lybien z.B.). DE sollte sich auf die Verteidigung seiner eigenen Grenzen beschränken, wie z.B. die Schweiz. Es gibt überhaupt keine stichhaltige Logik, nach welcher es gut wäre, deutsche Soldaten auf fremdem Boden stehen zu haben. Langfristig führt sowas immer zu Mitschuld und weiterer Gewalt.

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maxuli 26.09.2016, 16:38
78. EU-Militärunion statt NATO

Natürlich raus aus der NATO, in der ja in den vergangenen Jahrzehnten die USA für immer wieder neue wahnwitzige Kriege gesorgt hat. Raus aus der NATO und damit endlich auch kein Partner der Türkei mehr, deren Militär in den letzten Jahren zwischen Kemalismus, Islamismus, Kurdenhass und IS Bekämpfung schwankt und jetzt wohl eine Erdogan Armee ist. Die Europäer sollten eine selbstbewusste Militärmacht sein, deren Militär vor allem der Friedenssicherung dient und dazu durchaus strategische Partnerschaften mit der NATO eingehen kann. Wobei, um das auch ganz klar zu sagen, die Flüchtlingskrise kann allein militärisch sicherlich nicht gelöst werden. Hier sind höchstens EU Militärs in Afrika gefragt, um dort den Kampf gegen die Islamisten zu unterstützen. Für Syrien ist dies allerdings zu spät. Hier kann militärisch nichts mehr gewonnen werden.

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behemoth1 26.09.2016, 16:39
79. Eu

Will die EU eine Konkurrenz zur Nato schaffen , oder nur mehr selbst leisten?
Ich glaube eher, dass man so mehr in der Welt mitmischen möchte, aber man wird nicht die Macht des Weltpolizisten USA streitig machen können.
Vorsicht ist allerdings geboten, denn wo eine starke militärische Macht hinführt, dass können wir gerade an den vielen Krisenherden der Welt deutlich erkennen.
Mehr und geballte militärischen Kraft schafft keine friedliche Welt, sondern ermöglicht scheinbar nur tatkräftiger die eigenen Interessen durchsetzen zu können.
Wir befinden uns gerade in einer Zeit, wo alle erneut aufrüsten, wofür, sicherlich um neue Abenteuer bestehen zu können.
Frieden sichern ja, aber nicht Abenteuer eingehen.

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