Forum: Politik
Minutenprotokoll: Nato stellt sich auf monatelange Kämpfe in Libyen ein

Die Nato rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Militäroperation in Libyen. In der Rebellenhochburg Adschdabija tobten auch am Freitag schwere Kämpfe. In Syrien, im Jemen und in anderen arabischen Ländern demonstrierten Tausende Regimegegner. Die Ereignisse des Tages im Minutenprotokoll.

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prandtner 25.03.2011, 22:33
10. Ueberdehnt

Zitat von quimbes
Wann "reiten" die Kreuzritter des 21. Jahrhunderts in Syrien,Jemen,Jordanien und anderen Staaten ein?
Ob Kreuzritter oder nicht, die NATO oder auch der Westen insgesamt haben nicht die militärischen Ressourcen, alle destabilisierten Länder des Nahen Ostens zu kontrollieren. Der Westen ist militärisch bereits überdehnt.

Schon deshalb ist es, selbst im Sinne ganz nackter Interessenpolitik, strategisch grundfalsch was man gerade versucht. Das führt zur weiteren Destabilisierung der Region und das ist weder für die Menschen in diesen Ländern gut, noch für Europa.

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blücher 25.03.2011, 23:08
11. Libyen-Einsatz

Die Inhalte der Forumsbeiträge werden erfreulicherweise geopolitisch immer realistischer und entfernen sich zunehmend vom weinerlichen Getue der Gutmenschen, es ginge hier um "Freiheit und Demokratie". Gut so, denn:
Was wir jetzt erleben, ist der Beginn der Auseinandersetzung mit China um den Kontinent Afrika.
Eine junge Generation in den arabischen Ländern will sich zwar befreien, sucht dabei aber Halt beim traditionellen, historischen Partner Europa - warum wohl hat Rom sein Reich zuerst auf der Südseite des Mittelmeeres (Karthago/Tripolis)gefestigt ?
Die Mittelmeeranrainer gehören zur EU - ob wir die Türken nun mögen oder nicht, das ist ein Fakt. Und das Gespenst des islamischen Terrorismus wird bald verblassen. Man muß nur warten können. Warum wohl haben die USA den eigentlichen Störenfried Israel so lange am Leben erhalten -jetzt wird es sich auszahlen. Ob wir das mögen oder nicht, auch das ist ein Fakt.
Schaun wir mal, wann es in Syrien losgeht. Übrigens - der tragische zweite Versuch (nach Napoleon ein Groß-Europa zu schaffen, endete mit einer Lücke zwischen El Alamein und Beiruth. Ob wir "neuen Europäer" das diesmal besser machen ?
Dazu gehört dann aber verdammt viel Volksaufklärung und Mut zum Unpopulären. Viel Erfolg der nächsten Generation wünscht
das Auslaufmodell Blücher.

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paoazucar 26.03.2011, 01:51
12. Was darf die NATO ?

manchmal glaube ich , das alle Aussagen nur BlaBla sind.
Die primaeren Ziele der NATO sind freudschaftliche Ausgestaltung der intetrnationalen Beziehungen und eine
friedliche Konfliktbeilegung.
Nur im Falle eines bewaffneten Angriffs auf einen Mitgledstaat, ist die Gemeinschaft zu Selbstverteidigung verpflichtet.
Seitens Libyens hat kein bewaffneter Angriff auf ein Mitgliedstaat stattgefunden. Also was sucht die NATO in diesem Konflikt?.

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der_mündige_bürger 26.03.2011, 17:34
13. Die nächste 180-Grad-Wende:

http://www.n-tv.de/politik/NATO-erwa...le2945381.html

"Die Bundesregierung hält sich einen künftigen Militäreinsatz zur Durchsetzung des Waffenembargos gegen
Libyen oder bei humanitären Aktionen offen. "Wir machen keine Türen zu, sondern behalten die uns auf", sagte der Sprecher von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), Stefan Paris. Konkrete Schritte seien aber noch nicht eingeleitet. Deutschland beobachte sehr intensiv die weitere Entwicklung in Libyen. Notwendig wäre hierfür ein neues Bundestagsmandat.

In Berliner Regierungskreisen hieß es: "Es wäre äußerst unklug, sich sämtliche Handlungsoptionen zu versperren." Zunächst müsse aber abgewartet werden, wie sich die Lage in Libyen entwickele. Denkbar sei beispielsweise ein Bundeswehreinsatz nach einem Ende der Waffengewalt oder nach einer Ablösung des Regimes von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi. Außerdem sei eine humanitäre Mission deutscher Fregatten zwischen zwei libyschen Häfen denkbar, hieß es weiter."

Die Bundeswehr wird eingesetzt, sobald der Krieg vorüber ist ... Es ist nur noch grotesk.
Zu Kaisers Zeiten sicherte die Schutztruppe(sic!) wenigstens die eigenen Kolonien, auch wenn's sich finanziell nicht lohnte. Jetzt dürfen wir auf eigene Kosten die Kolonien der anderen bewachen. Mehr will man ja gar nicht in USA ec., das beweist Guttenbergs Bundeswehrreform.
Selbstredend haben wir gar nicht die Schiffe und Flugzeuge, um unsere Hilfskrieger zu transportieren - umso besser, da müssen wir die der anderen für teures Geld mieten ...

Herzliche Grüße

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