Forum: Politik
Missbrauchsfall Lügde: NRW-Innenminister Reul kritisiert die Polizei
Federico Gambarini/ DPA

Der Missbrauchsfall in Lügde hat schweres Polizeiversagen offenbart. NRW-Innenminister Reul kritisiert im SPIEGEL die Arbeit der Beamten - und attestiert der Polizei "Nachholbedarf in Sachen Fehlerkultur".

Seite 2 von 2
urbuerger 27.04.2019, 12:50
10. Reul ist nur eine Figur im Versagen des Innenministeriums

der Bundesrepublik Deutschlands!
In NRW hat die jetzige Regierung der CDU und FDP erst seit recht Kurzer Zeit etwas zu sagen, so dass man getrost davon ausgehen kann, dass die Missstände bereits unter der Rot Grünen Regierung bestanden haben!
Verursacht wurde das ganze Desaster durch den permanenten Abbau von Arbeitsplätzen bei der Polizei, Bundesweit übrigens!

Da aber nicht nur die Anzahl der Beamten zurück ging sondern auch die Qualität der Ausbildung immer geringer wurde, weil man ja lieber Sparen wollte, als die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten!

Trotz alle dem muss Reuel für sein Versagen in der ganzen Ermittlungsgeschichte zu dem Fall Lütge, seine Konsequenzen ziehen und zurück treten, wenn er sich nicht in die Reihe der Klebestreifen Politiker einreihen lassen will, wie beispielsweise Fr. V.d. Leyen, Scheuer und andere!
Nachdem so viele Beweise durch die Polizei verschlampt wurden, muss der oberste Dienstherr durchgreifen, die verantwortlichen Beamten müssen, nicht nur versetzt werden, sondern gefeuert werden!
Denn nur wenn die Polizei den Ruf der Unbestehlichkeit weiterhin genießen kann, haben die Bürger vertrauen zu den Beamten.
Deshalb muss es Konsequenzen haben, wenn durch Fehler, wie den Verlust von Koffern voller Beweise, so wie den Einsatz von Ermittlern, in einem Pedofilen Fall, der bereits selbst als Pedofiler verurteilt wurde und das schlampige Sichern von Beweisen am Tatort erfolgten!

Hier sind so gravierende Fehler gemacht worden, dass sich der Herr Reul nicht einfach zurück legen kann und über seine Untergebenen herziehen kann, als ob er mehr oder weniger als Unbeteiligter nur zugesehen hätte!
Er hätte sofort nach bekannt werden des Verlustes der Beweismittel aus der Polizeiwache Konsequenzen einleiten müssen, denn so lange zu warten bis es ermöglicht wurde, dass die Beweise wahrscheinlich unwiederbringlich Verschwunden sind und bleiben ist keine Strategie!

Leider ist es üblich geworden, dass Politiker keine Konsequenzen mehr aus ihrem Handeln ziehen, sie sitzen lieber alle Unwägbarkeiten aus!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
citi2010 28.04.2019, 22:26
11.

Zitat von jonath2010
Schon mal was von Fürsorgepflicht gegenüber den eigenen Beamten gehört, Herr Reul? Nicht gerade die feine Art, als oberster Dienstherr in aller Öffentlichkeit auf die eigenen Leute einzuprügeln. Das hätte man auch in internen Dienstbesprechungen erledigen können. Notfalls gibt es das beamtenrechtliche Instrument des Disziplinarverfahrens. Aber, wie gesagt, das geht die Öffentlichkeit nichts an.
Das geht die Öffentlichkeit sehr wohl etwas an, lieber Vorredner. Zum einen ist die Öffentlichkeit der Dienstherr. Zum anderen sichert die Polizei die Öffentlichkeit - und wenn Totalversagen oder kriminelle Machenschaften innerhalb der Polizei vorliegen dann gilt die Fürsorge des Innenministeriums der Öffentlichkeit und nicht den Korrupten und Unfähigen. Apropos - warum wird ausgeschlossen, dass Beamte dem Täterkreis angehören. Beweise verschwinden nicht einfach so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
citi2010 28.04.2019, 22:32
12.

Zitat von urbuerger
der Bundesrepublik Deutschlands! In NRW hat die jetzige Regierung der CDU und FDP erst seit recht Kurzer Zeit etwas zu sagen, so dass man getrost davon ausgehen kann, dass die Missstände bereits unter der Rot Grünen Regierung bestanden haben! Verursacht wurde das ganze Desaster durch den permanenten Abbau von Arbeitsplätzen bei der Polizei, Bundesweit übrigens! Da aber nicht nur die Anzahl der Beamten zurück ging sondern auch die Qualität der Ausbildung immer geringer wurde, weil man ja lieber Sparen wollte, als die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten! Trotz alle dem muss Reuel für sein Versagen in der ganzen Ermittlungsgeschichte zu dem Fall Lütge, seine Konsequenzen ziehen und zurück treten, wenn er sich nicht in die Reihe der Klebestreifen Politiker einreihen lassen will, wie beispielsweise Fr. V.d. Leyen, Scheuer und andere! Nachdem so viele Beweise durch die Polizei verschlampt wurden, muss der oberste Dienstherr durchgreifen, die verantwortlichen Beamten müssen, nicht nur versetzt werden, sondern gefeuert werden! ...
Bravo!

Der ehemalige Leiter ist tatsächlich als Pädophil selbst verurteilt? Das ist / wäre ein ganz trauriger Scherz. Aber so ist die Provinz aller Orten. Korrupt und krank. Die angeblichen verdorbenen Städte sind dagegen Hort der Normalität.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hörwurm 08.05.2019, 17:35
13. tralala

Was auf dem Campingplatz in Lügde passieren konnte, geschah auf diesem Nährboden der sturen Unwissenheit und Blindheit für vieles, was für den einen oder anderen doch wohl offensichtlich gewesen sein musste. Dieses Miteinander unter dem Thema "Friede, Freude Eierkuchen" unterstützte diese Verbrechen. Wenn man wegen dieses Verbrechens einen Schritt zur Seite macht und zudem nach Swinger-Clubs sucht, fallen die in NRW als erstes ins Auge. Über Normales, Alltägliches wird nichts erzählt. Niemand redet über seinen Stuhlgang oder das Zähneputzen. Genauso redet man nicht über andere Dinge im Leben, ohne die Absicht, da etwas verheimlichen zu müssen - eben, weil es normal scheint. Im Norden Niedersachsens war es vor Jahren auch normal, das Verhalten einer Familie nicht weiter zu kommentieren, deren Mitglied (Ronny Rieken) nach längerer Ermittlung eine Täterschaft nachgewiesen werden konnte. Wer in Lügde etwas ahnte, schwieg. Nicht unbedingt aus bösem Willen, sondern aus Gewohnheit - so wie überall.
Ein Innenminister ist nicht Dienstherr der Polizisten sondern das "Institut" Innenministerium ist Dienstherr. Um den Innenminister herum stehen Lobbyisten, Polizisten des höheren Dienstes und des gehobenen Dienstes, auf deren Ratschläge er als Parlamentarier angewiesen ist bei seinen Entscheidungen. Und er hat nur das Wissen, das man ihm serviert. Für das, was man ihm verschweigt, aus Vorsatz, Fahrlässigkeit oder Dummheit, dafür kann er nichts. Neben dem, was Silvester auf der Domplatte in Köln passierte, ist der Fall Lügde die Folge einer Jahrzehnte langen Fehlentwicklung bei der Polizei, woran neben den politischen Bestrebungen der Vergangenheit (SPD!) auch die Polizeigewerkschaften einen Anteil haben. Die Polizei wurde zum "Ponyhof" reduziert und der rechtsunwissende Bürger in Watte gepackt. Die angeblich gewollte Bürgernähe entwickelte sich zum Kuschelkurs, wo man mitläuft anstatt unangenehm zu hinterfragen. Das kann nämlich Beschwerden der Bürger zur Folge haben, die eher bei den weltfremd ausgebildeten Vorgesetzten zünden als die Meinung eines "altgedienten Schutzmannes". Unter diesem Aspekt mag dann auch das jetzige Heranziehen einer respektablen Beamtin des höheren Dienstes zur Unterstützung nicht der richtige Weg sein. Bei einer gleichwerigen Ausbildung aller Polizisten in NRW wäre es doch egal, ob Bielefeld oder Lippe den Fall Lügde bearbeitet. Jetzt, wo Fehler festgestellt werden und "kluge" Leute nachkarten, glaubt man natürlich, dass Bielefeld es besser gemacht hätte. Glauben Sie das wirklich? Wieso sollte die Polizei in Bielefeld besser sein, wenn deren Ausbildung doch genauso war wie die der Lipper? Das Gutachten von Herrn Kienbaum besagte, dass der Polizeidienst mindestens in den gehobenen Dienst gehört. Daran haben SPD und Polizeigewerkschaften gearbeitet. Wenn das Ergebnis Köln und Lügde heißt, wie war dann die Ausbildung? Ich denke, dass altgediente Schutzleute der Zeit vor diesen "Reformen" es nicht schlechter aber bestimmt besser abgearbeitet hätten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 2