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Mission im Nordirak: USA erwägen Rettungseinsatz für Jesiden
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Mit Luftangriffen unterstützen die USA den Kampf gegen die Islamisten im Irak bereits - doch der Einsatz könnte bald noch ausgeweitet werden. Laut einem Obama-Berater gibt es Überlegungen für eine Bodenaktion zur Rettung der Jesiden.

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sanhe 13.08.2014, 16:49
1. Breite Militäraktion notwendig

Obama versteht im Gegensatz zu John McCain nicht, dass man den Vernichtungskrieg der IS nur mit breiter militärischer Aktion auch auf dem Boden stoppen kann. Dieses Zögern wird noch folgenschwere Auswirkungen haben.
Am Skandalösesten ist jedoch die Egal-Haltung der restlichen Araber bzw. der islamischen Staaten, was viel über deren Menschenbild aussagt; der Westen sollte hieraus unbedingt Lehren für die Zukunft ziehen.

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darksystem 13.08.2014, 16:51
2.

Zitat von sysop
Mit Luftangriffen unterstützen die USA den Kampf gegen die Islamisten im Irak bereits - doch der Einsatz könnte bald noch ausgeweitet werden. Laut einem Obama-Berater gibt es Überlegungen für eine Bodenaktion zur Rettung der Jesiden.
Das könnte historisch werden.

Das erste mal dass ein West-Land einem Ost-Land hilft ohne dabei Eigennützige Interessen zu verfolgen oder einen vermeintlichn diktator zu stürzen weil Sie gerade Lust darauf haben.

Wird den diplomatischen Beziehungen zwischen West und Ost sicher gut tun wenn beide an einem Strang ziehen.

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wolfgang2014 13.08.2014, 17:07
3. Richtig

Eine derartige Rettungsaktion kann ich nur befürworten.
Doch was ist mit denjenigen Menschen, die sich nicht vorerst in die Berge retten konnten? Die IS werden ja nicht ihren Vernichtungsfeldzug einstellen. Es wäre begrüßenswert, wenn sich eine internationale Truppe bilden würde und in einer konzertierten Aktion die IS vernichteten. Ein solches Regime - IS - darf niemals irgendwo einen eigenen Staat bilden können! Ich wünsche allen Menschen, die gegen die IS kämpfen, alles erdenkliche Gute.

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Herr B 13.08.2014, 17:45
4.

Eine Bodenoffensive, um einen sicheren Korridor aus dem Sindschargebirge zu öffnen ist dringend notwendig. Für die Wahl der Truppen jetzt erst darüber zu diskutieren, wer mehr oder wer weniger Schuld hast, ist falsch. Alle Länder die in der Lage sind, müssen sich beteiligen, und das schließt Deutschland ausdrücklich ein. Deutschland ist in der Lage selbst die Speerspitze eines solchen Vorstoßes zu bilden, solange man denn nur gewillt ist. Ja, es wird Verluste geben, und ja, es werden Unschuldige sterben, aber es hat seit Ruanda 1994 keinen so eindeutigen Grund für ein Eingreifen der Weltgemeinschaft gegeben.
Zudem sollte man die Tore der Waffenlager öffnen und den Kurden soviele G3 liefern, wie sie brauchen. Die Waffen werden in der Bw keine Anwendung mehr finden, stellen eine gute Eränzung zu den ansonsten nur in 5.56 vorhandenen amerikanischen Waffen der Kurden dar und sind durch die Produktionslizenzen für en Iran und die Türkei den Peshmerga ausreichend vertraut.

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mihcat 13.08.2014, 17:46
5. Wie kann man helfen

wenn in einem Gebirge tausende Menschen unter extremen Bedingungen sind? Was ist richtig, w a s ist falsch? Wer ist in der Lage zu helfen? Allein zivile Hilfsorganisationen? Im Einflussbereich des IS_Leute? Kann ich mir nicht vorstellen. Bleibt wohl nur das Militär. Man muss kämpfen, um zu helfen! Gibt es Alternativen? Nichts machen? Wäre ja nicht das erste Mal. Oder?
Ich meine, man muss Soldaten schicken. Wenn das keine humanitäre Aufgabe ist, was denn dann? Und nur das Militär hat die technischen und organisatorischen Möglichkeiten. Und - es würde eigene Verluste geben, zwangsläufig. Und Deutschland muss sich beteiligen, die KSK, die Gebirgsjäger schicken, wenn wir ein Teil der verantwortungsbewussten humanitären Welt sein wollen. Also Deutscher Bundestag: Ihr seit dran. Aber Tempo, sonst kann man nur noch Tote holen.
Was ist richtig, was ist falsch? Es gibt kein nur richtig. Leider.

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JBanerjee 13.08.2014, 17:52
6. Wo ist Deutschland?

Mittlwerweile wird von Völkermord gesprochen. Das groesste und maechtigste Land in Europa darf nicht tatenlos zusehen. Jeder Einsatz, auch ein rein humanitaerer, wird gefaehrlich sein. Aber es gibt keine Alternative. Hier geht es nicht darum Hintergruende, Ursachen, oder Schuld zu eroertern. Es geht darum ein akutes Symptom zu beheben. Die langfristige Strategie ist ebenso wichtig, darf aber nicht dazu fuehren, dass Menschen nicht oder nur mit grosser Verzoegerung geholfen wird.

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mike75074mike 13.08.2014, 18:07
7. zu schwach

wieder einmal warten die USA viel zu lange und mischen sich nur zögerlich ein. Aber das bringt nicht mehr als ein Alibi für die Amerikaner aber keine Rettung für die Opfer! Da hilft nur der Aufmarsch einer großen übermächtigen Armee um für Frieden und Ordnung zu sorgen und vor allem um den Völkermord der IS zu stoppen. Gefühlt kommt mir im Vergleich dazu Hitler wie ein Waisenknabe vor wenn man sieht mit welcher menschenverachtenden Vorgehensweise IS handelt. Und die Welt schaut zu.
Irgendwie erinnert dies an die Brutalität des ersten Kreuzzuges als die Kreuzritter in Jerusalem knietief in Blut gewatet sind, was sicher nur bildlich gemeint war aber am besten die Grausamkeit widerspiegelte. Der Mensch kann es also immer noch: unter der Flagge der Religion alles Andersdenkende töten. Also aus fast 1.000 Jahren nix gelernt und auch keinen Evolutionssprung gemacht. Was nutzen da alle anderen medizinischen und technischen Errungenschaften wenn der Mensch handelt und denkt wie vor 1.000 Jahren?! Unfassbar!!!

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terzpanagiotis 13.08.2014, 18:25
8. Völkermord anden Jesiden

[Folgend soll die völkerrechtliche Bestimmung des Tatbestandes des Völkermordes, wie er in der „Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Verbrechens des Völkermordes“ vom 9. Dezember 1948 ( In Kraft getreten am 12. Januar 1951) formuliert worden ist., erwähnt werden.
Artikel II
„In dieser Konvention bedeutet Völkermord eine der folgenden Handlungen, die in der Absicht begangen wird, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu vernichten : a) Angehörige einer solchen Gruppe zu töten; b)
Angehörige einer solchen Gruppe schweren körperlichen oder geistigen Schaden zuzufügen; c) vorsätzlich solche Lebensbedingungen für eine Gruppe zu schaffen, die darauf abzielen, ihre physische Vernichtung ganz oder teilweise herbeizuführen ; d) Maßnahmen zu verhängen , die auf eine Geburtenverhinderung innerhalb einer solchen Gruppe gerichtet sind;
e) gewaltsam Kinder aus einer Gruppe in eine andere Gruppe zu überführen“
Bei den Jesiden geht es um eine religiöse Minderheit. Hier kommen bereits die Buchst. b und c und , wenn die internationale Gemeinschaft sich nicht beeilt, wir der schlimmste Fall a eintreten. Es handelt sich also nicht um Völkerrecht in statu nascendi (im Entstehungsprozess), sondern teilweise bereits um Fakt. Gemäß Art. VIII der Konvention kann jeder Vertragsteilnehmer die UNO darum ersuchen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Es sei unterstrichen, dass der Genozid schwerwiegender als die Menschenrechtsverletzung ist, die in bestimmten Fällen zu der “humanitären Intervention „ berechtigt. In dem Fall der Jesiden ist völkerrechtlich die Hilfeleistung leicht, weil sowohl die irakische Regierung als auch die kurdische Autonomiebehörde damit einverstanden sind. Länger zu warten wäre unverantwortlich und unethisch. Völkerrechtler

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nachtmensch2014 13.08.2014, 18:47
9. Glückwunsch!

So wie sich das jetzt liest, ist Präsident Obama, und mit ihm "die Starken" der Weltgemeinschaft (der Vernünftigen), wohl gerade dabei, in dieser Situation so ziemlich alles richtig zu machen.
Zunächst eine schnelle Versorgung der Bedrängten und gezielte Schläge gegen militärische Stellungen der IS-Islamisten. Nun die Evakuierung der Jesiden. Gut! Weiter so!

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