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Mit Migranten reden: Wie man Menschen verrückt macht
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Vor 50 Jahren hat der Anthropologe Gregory Bateson darüber geforscht, was paradoxe Kommunikation bei Menschen anrichtet. Angesichts der Dauerklage von Deutschen mit ausländischem Hintergrund sind seine Thesen hochaktuell.

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Horst Scharrn 02.05.2019, 16:23
1.

Als Deutscher versteht Herr Fleischhauer die Migrationsthematik gar nicht, da er selber nicht betroffen ist. Insofern ist der Artikel nichts als das Geschreibsel eines Apologeten, welches den eigenen latenten Rassismus überdecken soll und die Schuld wieder mal auf die Migranten verlagert.

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locate 02.05.2019, 16:34
2. Wenn man auf Menschen trifft...

... die einen selbstgerecht und voll Selbstmitleid den Umgang mit ihnen erschweren indem sie dafür sorgen daß man es ihnen schon aus Prinzip nicht recht machen kann, bietet es sich an sofort die soziale Reissleine zu ziehen. Niemand hat die Pflicht sich mit derartiger Negativität rumzuschlagen. Wer beledigt sind will, ist es halt. Denjenigen kann man damit ruhig alleine lassen.

Wiederholte Fragen sind gewiss nervig, aber die müssen alle Menschen aushalten die mit unveränderlichen Merkmalen auf die Welt gekommen sind, die vom Durchschnittstyp stärker abweichen. Ist halt so. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, habe daraus aber nicht genug emotionales Kapital schlagen können als daß mich meine Aufregung darüber Bücher schreiben liesse.

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sh.stefan.heitmann 02.05.2019, 16:41
3. wenn ich jemanden Frage wo er herkommt

und ihm das nicht passt, ist das zu 100% sein Problem und ganz bestimmt nicht meins. Wenn er mich dann Rassistisch nennt ist das auch nicht mein Problem sondern seins.

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anders_denker 02.05.2019, 16:41
4. Einfach mal aus Sicht derer die keine Probleme haben betrachten

viele unserer Bekannten haben Migrationshintergrund, ja auch in unserer Familie ist er vorhanden. Was uns und viele Freunde nervt ist der permanente Vorwurf die Deutschen seien rassistisch. Eher beobachten wir bei bestimmten Gruppen mit Migrationshintergrund eine Feindlichkeit den Deutschen gegenüber. Gerade die gut integrierten, selbst unsere Bekannten mit hoher Bildung, tendieren dann ihrerseits zu einer gewissen "feindschaft". Gerade Asiaten und Osteuropäer haben oft kein verständnis mehr wenn sich junge Menschen nicht integrieren wollen und die Sprache nur unzureichend beherrschen. Übrigens, als migrierter Fischkopp fragt man den vermeindlichen Bayern ja auch woher er kommt. Der klingt halt so - und erklärt dann auch gerne den Unterschied zwischen Franke, Bayer und Schwabe. Als Rassist wurde ich deshalb noch nie beschimpft und fühle mich auch nicht als solcher. Es wäre also besser wenn gewisse Aufwiegler nicht überall Rassismus unterstellen würden, gerade wenn menschen nur rücksichtsvoll und höflich sein wollen.

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vandertheken 02.05.2019, 16:43
5. wow

Das ist.... Ziemlich zutreffend!

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Europa! 02.05.2019, 16:43
6. Double-Bind

Das Besondere an Fleischhauer ist, dass er nicht etwa brillant polemisiert (das kann er auch), sondern dass er hervorragend analysiert. Der Double-Bind-Mechanismus ist leider viel zu wenig bekannt. Und wenn ich bösartig wäre, würde ich sagen: Er wird von manchen Leuten (nicht nur von Migranten) gezielt eingesetzt, um andere zu erpressen und auszunutzen. Ich erinnere mich noch gut an einen Zeitschriftenwerber, der vor Jahren an meiner Wohnungstür klingelte und als erstes (!) die Frage stellte: "Haben Sie Vorurteile gegen ehemalige Strafgefangene?" Ich bin heute noch stolz darauf, dass ich einfach "Ja" gesagt habe.

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alexa c. 02.05.2019, 16:43
7. Hau drauf ...

Herr Fleischhauer, könnte es sein, daß sie nicht nur sich selbst gerne reden lesen, sondern ihren Namen auch etwas zu wörtlich nehmen? Oder haben sie lediglich ein Problem mit Ausländern und Frauen (von beidem in einer Person ganz zu schweigen)?

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Bowie 02.05.2019, 16:45
8. Fleischhauers erbärmlicher Versuch...

...der Schuldumkehr muss jedem reflektierten Menschen sauer aufstoßen. Klar, dadurch jubeln seine rechtsverrückten Leidensgenossen, alle anderen dürfen sich gerne mit Grausen abwenden. Denn das Problem, das Ferda Ataman beschreibt, liegt ja nicht bei denen, die harmlos nach der Herkunft eines Ausländers fragen, auch keines Ausländers, der hier geboren ist. Das Problem liegt bei denen, die trotz deutscher Geburt, trotz eines deutschen Herkunftortes immer noch mit Verständnislosigkeit auf solche Menschen reagieren, oder schlimmer - ihnen das „richtige“ Deutschsein aberkennen. Davon gibt es nach wie vor einige in diesem aufgeklärten Land. Und wenn man entsprechend weiterdenkt, dann erkennt man das auch. Jan Fleischhauer tut das nicht. Er dreht das ganz große Rad psychischer Erkrankungen wie Schizophrenie, die durch ambivalente Botschaften ausgelöst werden soll und woran - da staunt man - natürlich Menschen mit Migrationshintergrund schuld sind. „Sind´se doch selber schuld, wa, die Ausländer, wenn ˋse so humorlos sind und uns Deutschen auf harmlose, höfliche Fragen noch ein schlechtes Gewissen einreden“. Und so bleibt Fleischhauers Pamphlet ein erbärmlicher Versuch, zu unsensible Einheimische reinzuwaschen und betroffenen Menschen mit Migrationshintergrund den Schwarzen Peter zuzuschieben. Schlimm...

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brotherandrew 02.05.2019, 16:46
9. Das ...

... Problem ist, dass viele Menschen mit Migrationshintergrund selbst nicht wissen, wer sie genau sind und ob sie wertvoll sind als das was sie sind. Daraus entsteht eine Anspruchshaltung, die grob gesagt darauf hinauslaeuft, staendig wegen der "Herkunftsidentitaet" wertgeschaetzt zu werden. Genau das aber interessiert den Einheimischen nicht die Bohne. Denn er will in der Regel, dass der Migrant so denkt und sich verhält wie er es gewohnt ist. Nur DANN ist er für ihn ein "guter" Ausländer. Mehr Anerkennung kann der Migrant in der ersten Generation nicht erwarten. Und für seine in Deutschland geborenen Nachkommen wird die Situation nur dann einfacher, wenn sie sich ausreichend anpassen. Das ist die Realität und zwar weltweit.

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