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"Mit Sicherheit kein Bluff": Trumps Berater rechnen mit Schließung der Grenze zu Mexi
TASOS KATOPODIS/POOL/EPA-EFE/REX

Meint der US-Präsident es wirklich ernst? Donald Trump hat gedroht, die Grenze zu Mexiko zu schließen. Seine Berater sagen, er bluffe nicht. Der Schritt hätte unabsehbare Folgen.

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claus7447 01.04.2019, 07:34
1. Versucht sich Donny ins Knie zu schiessen

Wenn es nach berichten der US Presse geht, herrscht helle Aufregung im Weissen Haus. Man versucht diesem grossen 6-jährigen die Zusammenhänge und Auswirkungen einer grenzschliessung bei zu bringen.

Wenn die Grenze zu geht, wird USA erkennen, welche Abhängigkeit besteht. Nun, es ist ihr Präsident.

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barbierossa 01.04.2019, 07:41
2. Jahre des Jägers

Zur unterhaltsamen Information über die Thematik Mexiko und die amerikanische Drogenproblematik sei die Lektüre des dritten Teils von Don Winslows Kartell-Trilogie empfohlen: "Jahre des Jägers". Auch Herrn Trumps twitterisierende Rolle wird darin anschaulich gezeichnet. Der "war on drugs", den die USA seit Jahrzehnten führen, auch wenn die Formulierung seit Neuestem vermieden wird (seit immer mehr Weiße unter den Konsumenten sind) ist seit Jahrzehnten schon verloren. Eine Schließung der Grenze wird daran nichts ändern, dass amerikanische Pharmakonzerne ein Millionenheer von willigen Opioid-Konsumenten produzierten. Die Drogen-Preise werden nur ein klein wenig steigen, die Rücksichtslosesten unter den kriminell Organisierten ihre Profite erhöhen. Grenzschließungen schaffen die Nachfrage durch die Abhängigen ja nicht aus der Welt. Sollte man in den USA eigentlich seit Prohibitionszeiten wissen. Und weiß man in den Fachkreisen auch. Nur beziehen die eben Trump & Co nicht mit ein.

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s.l.bln 01.04.2019, 07:51
3. Dumm ist...

...wer Dummes tut (Forest Gump).

Eigentlich eine prima Idee, die meist frequentierte Grenze der Welt zu schließen. Besser kann er der Öffentlichkeit nicht vor Augen führen, was für Auswirkungen blinder Aktionismus hat.
Am besten schließt er auch die US Flughäfen, weil über die ein großer Teil der illegalen Einwanderung auf zunächst legalem Weg passiert. Wer mit dem Einreisevisum nun nicht mehr über den Grenzübergang kann, wird auf den Luftweg ausweichen, was der Warenverkehr an der Grenze allerdings nicht kann. Das Chaos ist vorprogrammiert.
Das ist auch politisch besonders dämlich, weil Trump clevererweise erstmal eine Weile lang medial hätte ausschlachten sollen, daß Mueller ihm persönlich nichts nachweisen konnte. Stattdessen gibt er das aus der Hand und arbeitet sich erneut an der Abschaffung von Obamacare ab, wodurch die Demokraten die Midterms für sich entschieden haben und schafft an der Grenze die nächste nicht beherrschbare Großbaustelle.
In die gleiche Kategorie gehört die Streichung von Mitteln für Projekte, die in Südamerika Fluchtursachen bekämpfen.
Diese Programme sind von Demokraten und Republikanern gemeinsam etabliert worden, zum Nutzen der USA und sie zeigen Erfolge.
Daß Trump gar nicht begreift, wofür das Geld verwendet wird, zeigt seine dümmliche Aussage:"sie tun nichts für uns". Der hält das tatsächlich für Almosen, die wahllos über Menschen ausgeschüttet werden, welche ihm "nichts nützen".
Weiter so, Mr President...

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poetdale 01.04.2019, 08:11
4. 2020 will strategisch vorbereitet sein

Die Streichung von Entwicklungshilfe und die angekündigte Schließung der Grenze zu Mexiko haben nur ein Ziel, die Destabilisierung Mittel- und Südamerikas.
Armut und Gewalt werden in diesen Staaten noch weiter zunehmen, die Anzahl der Menschen ohne jede Hoffnung stiegen.
Dann werden Karawanen Richtung Norden starten.
Trump kann mit dem Finger auf von Armut und Gewalt geprägte Staaten zeigen und einen weiteren Angstwahlkampf führen.
Es wird Trump nicht gerecht sich über ihn lustig zu machen. Er ist brandgefährlich.

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aberhalloja 01.04.2019, 08:32
5. Seine beste Idee seit langem!

damit dürfte er seine eigene Halbwertzeit immens zurück setzen und weiter an Rückhalt verlieren. Diesen Schritt können ihm vermutlich nur amtliche "halfbrains" verzeihen.

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Peletua 01.04.2019, 08:37
6. April, April?

Beliebt der 'POTUS' zu scherzen? Es ist schließlich der 1. April. Oder soll diese Panikmache nur wieder ablenken? Zum Beispiel von der peinlichen Tatsache, dass Herr Trump im Mueller-Bericht nur einen 'Freispruch 2. Klasse' erhalten hat? Bezeichnet der GröPraZ dafür jetzt jeden, der die Grenze überquert, als 'illegal', auch wenn er nur einen LKW kutschiert oder die Oma im nächstgelegenen US-Städtchen besucht? Die Zahlen steigen ja von Monat zu Monat in immer schwindelerregendere Höhen - sind die echt, oder handelt es sich hierbei um die bei der derzeitigen US-Regierung so beliebten 'alternativen Fakten'?

Egal - sollte diese Maßnahme ernsthaft geplant sein, wird Trump sich u.a. mit all den US-Firmen und Konzernen auseinandersetzen müssen, die in Mexiko für den US-Markt produzieren.

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gunpot 01.04.2019, 08:41
7. Man macht es sich mit dieser Politik

des ewigen Trump Bashing zu leicht. Trumpel hat doch gar nicht so Unrecht, wenn er für Honduras, Guatemala und San Salvador vorgesehene Hilfsgelder streicht, auch wenn sie auch über die NGos abgewickelt werden. Diese Gelder fließen auch deshalb, damit die Menschen im Lande bleiben. Da müssen die jeweiligen Regierungen zeigen, dass sie zu diesem Ziel beitragen. Eigentlich ein gutes Beispiel für die EU und bilaterale deutsche Hilfe (letztere beschränkt sich immer mehr auf den humanitären Bereich, die EU aber steckt pro Jahr mehrere Milliarden in die Infrastruktur Afrikas) ebenfalls Druck auf die jeweiligen Regierungen in Afrika auszuüben. Auch Afghanistan sollte hier nicht ausgenommen werden. Tja, nun will Trumpel tatsächlich die Grenze nach Mexiko schließen. Das Gute daran ist, dass ihm das zuzutrauen ist. Ich spreche vom "Guten", wenn es das Ziel ist, dass Mexiko endlich überzeugend gegen den illegalen Grenzübertritt beiträgt. Das ist ja so gemein, sagen die vermeintlichen Menschenliebhaber. Dann geht doch in diese Länder und helft. Bloß nicht spenden. Ich lebe seit 35 Jahren in Zentralafrika und könnte ein Buch darüber schreiben, wie diese Gelder verwendet werden. Oft ist es verschwunden. Machen Sie sich keine Sorgen, es ist nicht verloren, es ist nur ein anderer, der diese ergiebige Quelle für sich verwendet.

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Seneca42 01.04.2019, 08:52
8. Genialer Plan

Der größte Präsident aller Zeiten blockiert also seit 2017 Gelder für Zentralamerika und nun steigen langsam aber sicher die Flüchtlingszahlen, weil die Notlage immer größer wird! Er erhöht den Druck auf die Menschen, indem er seit Jahren zugesagte Unterstützung vorenthält und will nun, weil die von ihm mit verursachte Krise immer größer wird, die einbehaltenen Gelder gar nicht mehr auszahlen. Das ist an Dummheit wirklich nicht mehr zu toppen.
Um dem ganzen die Krone aufzusezten: gerade in den Grenzgebieten profitieren die kleinen Händler und Betriebe vom täglichen Grenzverkehr. Wenn er nun die Grenze schließen will, schadet er damit auch noch der eigenen Bevölkerung , die mit der mexikanischen Bevölkerung dort eng verbunden ist. Dies ist auf der Skala der kontraproduktiven Maßnahmen zur Deeskalation der Situation ebenfalls ganz weit oben.

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sven2016 01.04.2019, 08:55
9. Die Ankündigung scheint wie üblich

irreführend zu sein: Es geht weder um Zahlungen der US-Regierung an drei mittelamerikanische Regierungen (Fox News: „3 Mexican countries“), sondern um finanzielle Unterstützung von humanitären Organisationen in diesen Ländern, die jedes Jahr vereinbart wurden.

Die Schließung der Grenzübergänge nach Mexiko lässt sich aus den bisherigen Vorwürfen der Trumpistas nicht ableiten. Die reden von Drogenkurieren und Mörderbanden, die über den Rio Grande zu Fuß einreisen.

Aber es muss im Wahlkampf immer wieder dasselbe Fass aufgemacht werden.

Übrigens waren bei Trumps Amtseinführung so viele Menschen anwesend wie noch nie zuvor. Nur falls das jemand vergessen haben sollte.

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