Forum: Politik
Mitbegründer der Alternative für Deutschland: "Der Euro bringt die Völker gegeneinand
REUTERS

Die Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" will die politische Landschaft aufmischen und im Herbst in den Bundestag einziehen. Vor dem ersten Parteitag erklärt der Mitbegründer und Publizist Konrad Adam im Interview, was ihn antreibt.

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elikey01 13.04.2013, 16:44
260. Meinungskommentar

Zitat von spiegel-kommentar
Ich finde es immer interessant, wenn Parteien, die auf das hören, was ein großer Teil der Bevölkerung möchte, vorschnell als "populistisch" abgetan werden. Wie die meisten Kommentatoren hier bin auch ich für eine kritische Betrachtung von dem, was mit unserem Geld passiert und ggf. einer Korrektur unserer Währung, wie auch immer. Ein "alternativloses" Festhalten am Euro ist völlig unsinnig und führt nur dazu, dass irgendwann wieder Radikale die Macht übernehmen. Also: mit Augenmaß überlegen und in Europa die gemeinsamen Interessen, aber auch unsere Interessen vertreten. Was nützt ein Bürgerkrieg in Europa, bei dem der Süden gegen Gängelung und der Norden gegen Ausbeutung kämpfen?
Die derzeitige (seit 2010 "alternativlose" Vertragsbruch-)Situation nützt nur einigen wenigen, nämlich jenen, die vom System €uro von Anfang an profitierten.

Jeder fähige und verantwortungsbewusste Architekt wird einem Bauherrn dringend raten, an einem Gebäude, an dem es überall bröckelt, nicht ständig weiter herumzuflicken.

Wenn die Statik von Anfang an fehlerhaft war und dazu auch noch die falschen Baumaterialen verwendet wurden, kann jede Flickschusterei nicht verhindern, dass die Fehlkonstruktion einiges Tages zusammenbricht.
Wenn dies dann auch noch unkontrolliert geschieht, begräbt es womöglich die Flickschuster noch mit unter sich und einiges drum herum auch noch.

Demnach ist es allemal sinnvoller, kontrolliert (den €uro) zu "sprengen" und auf dem wertvollen Grund (Europa) eine neues, korrekt geplantes Bauwerk zu errichten, und zwar transparent und nach demokratischen Regeln.

Man mag nicht glauben, dass der Einführung des €uro 20 Jahre Vorbereitung vorausging, um das Zahlungsmittel dann absolut kopflos völlig unterschiedlichen Wirtschafts-, Kultur- und Mentalitätsräumen überzustülpen.
Das ist die eigentliche "Krankheit", nicht der €uro an sich.

Offensichtlich hatten diejenigen Nutznießer, die an dieser Fehlentscheidung partizipierten (Politk-, Wirtschafts- und Geld"Eilite") den stärksten Einfluss, um ihre Interessen durchzusetzen. Ihre Gewinne daraus privatisierten sie längst (ganz legal "offshore"-mäßig), während die zwangsläufig eingetretenen Verluste auf die Bevölkerung übertragen wurden und weiter werden.

Wer eine vertragsbrüchige Politik als alternativlos zu Lasten von Bevölkerungsmehrheiten verkauft, handelt h.E. meineidig, undemokratisch und absolut verantwortungslos. Wer sich damit gemein macht, ebenfalls.

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FinCoach 13.04.2013, 16:44
261. So viel Medienaufmerksamkeit

Es ist schon erstaunlich wie viel Medienpräsenz diese sogenannte Alternative bekommt ...
--- andere Parteien die sich neu gegründet haben bekommen dagegen gar keine ...
... das gemeinsame Moment sehe ich in der Tiefe der Kritik: Parteien wie die Piraten oder die sogenannte Alternative kritisieren zwar am Euro rum gehen aber nicht tiefer ins Systemische. Parteien, die das tun, bekommen keine mediale Aufmerksamkeit.

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gudrunleonard 13.04.2013, 16:48
262. wie gut, das Alternative.....

.... so etwas nie tun würden.

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hugahuga 13.04.2013, 16:48
263. Dem kann ich nur entgegnen:

Zitat von sirisee
Ich bin entsetzt, dass Populismus à la Sarrazin ein Forum gegeben wird! D schuldet Solidarität. Punkt! Die Menschen in den anderen Ländern sind arm und verdienen unsere Solidarität. Das gebietet die Vergangenheit. Das hat Peer sehr deutlich gesagt, Helmut Schmidt auch. Damit sollte alles klar sein, denn Peer drückt sich immer sehr klar aus. Wir brauchen den gesetzlichen Mindestlohn und Eurobonds, keine Merkelsparpolitik!


Wenn das, was Sie schrieben, Satire war, stimme ich Ihnen zu. Ansonsten:
Wir brauchen den sich klar ausdrückenden Peer nicht (vergl. Politbarometer)
Wir brauchen den sich ebenfalls klar artikulierenden Ex-Kanzler Schmidt nicht mehr - hören ihm aber zu.
Und last not least:

Eurobonds und der gesetzliche flächendeckende Mindestlohn sind ,Gift'.

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ApollonAres 13.04.2013, 16:48
264. ????

Was soll dieses Gerede von Afd ? und das man in Deutschland keine alternative hat ?? die linke prädigen seid Jahren aus dem Euro auszutreten

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reuanmuc 13.04.2013, 16:49
265.

Zitat von rolf sternberger
Das deutsche "Arbeitsmarktwunder" wird in unseren Nachbarstaaten teuer bezahlt.
Nein, viele Menschen in unserem Land haben dafür teuer bezahlt. Die Nachbarstaaten hätten dieselben Möglicheiten gehabt, aber sie wollten lieber ihre Wählerklientel befriedigen und haben dafür Schulden angehäuft. Jetzt haben sie die selbst verdiente Misere und dafür zahlen jetzt die allermeisten Bürger dort, außer jenen, die für die Misere eigentlich verantwortlich sind, nämlich eine Horde von selbstgefälligen, korrupten und machtgierigen Selbstdarstellern auf der politischen Bühne. Die Schuld sollen nun natürlich die wohlhabenden, bösen Deutschen haben.

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Kurt K. 13.04.2013, 16:50
266.

Zitat von hugahuga
bisherige Wähler von rot/grün in der Aufstellung des Kandidaten ,Peer' den absoluten Tiefpunkt sehen und dem Keine Chance geben? Ich sehe nicht, dass die AfD Wähler sich ausschließlich aus dem Konservativen Lager rekrutieren. Das wird noch spannend.
Ich kennen die SPD gut genug, um einschätzen zukönnen, daß da so gut wie niemand die AfD wählt. SPD-Anhäger sind stark milieuverhaftet. Da wählt der Neffe noch, was der Großonkel wählte.

Ich glaube nicht, daß die Strategen der AfD das sozialdemokratische Milieu als Zielgruppe im Auge haben. Aber sollten sie, dann werden sie sich die Zähne ausbeissen. Die SPD ist Block, nicht Brei.

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Ontologix II 13.04.2013, 16:51
267. Hilflose SPD

Und wieder einmal hat es die SPD in ihrem Anpassungswahn an die CDU versäumt, klare Alternativen zur verfehlten Regierungspolitik aufzuzeigen. In den 70ern verpasste sie den Öko-Trend, und so entstanden die Grünen. Gegen Warnungen aus den eigenen Reihen dienerte sie sich dem Euro-Fantasten Kohl an, und nun wagt sie wieder keinen Kontrapunkt zu setzen. Ergebnis: unsere Parteienlandschaft zerfasert immer mehr, und die SPD verliert sich im Keller..

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baumuster 13.04.2013, 16:54
268.

Zitat von blowup
War auf Focus Online. Ich war selbst als Fan der AFD sehr überrascht! Aber man macht sich keine Vorstellung, wie sehr die Menschen hier die Nase voll haben. Reallohnverluste, zahlen für andere, die es sich gut gehen lassen, die News, dass andere mehr Wohlstand haben weil mehr Immobilien, immer länger malochen, weniger Sozialleistungen und Gesundheitsleistungen...das hat der deutsche Michel alles duldsam ertragen. Und jetzt sollen auch noch die paar Ersparnisse der ganzen Schufterei auf der Bank in Gefahr sein? Ich glaube, es wird vollkommen unterschätzt, was hier brodelt.
Exakt dies ist auch mein Eindruck. Das Wählerpotential halte ich für enorm gross. Die Wähler werden total unterschätzt und können die meist unkonkrete Rhetorik der regierenden Politiker nicht mehr hören.
Fakt ist: viele Leute kommen mit ihrem Geld nicht mehr hin und viele sorgen sich auch um ihre Rente.
Es gibt bis heute keine überzeugenden Ansätze, obwohl die deutsche Politik zu der teuersten in der Welt gehört (mit den vergleichsweise grössten Parlamenten.

Die EZB Studie zur Vermögensverteilung in Europa wurde ja wegen angeblich methodischer Mängel kritisiert. Hat 7rgendein Politiker mal gefordert, diese Untersuchung mi veränderter Methodik zu wiederholen?

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Cassiopeia 13.04.2013, 16:54
269. Wie man das System sprengen kann

Zitat von pewehh
Die AfD wäre nur dann eine echte Alternative, wenn es ihr gelingt, dieses furchtbare Gefühl der Ohnmacht zu bekämpfen. Ich kenne niemanden, der Feuer und Flamme für die Mutti-Regierung ist, eher jede Menge Unzufriedene bis Wütende, wie man auch hier in den Foren besichtigen kann. Doch was wird das ändern? Absolut nichts. Vor allem, weil niemand weiß WIE und WAS man überhaupt gegen die schleichende Entmündigung der Bürger machen kann. Alle Maßnahmen, die Wirkung zeigen könnten, sind illegal und die Legalen, wie Demonstrationen oder Petitionen oder Kreuzchen auf dem Wahlzettel werden von den Politik-Beamten lächelnd ignoriert. Tatsächlich leben wir mittlerweile in einer feudalistischen Scheindemokratie, in der das Volk den Fürsten (Banken, Politiker, Industrie) auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist und für angeblichen Schutz hohe Abgaben zu leisten hat. Genauso, wie in jenen Tagen, in denen echter Feudalismus herrschte, dürfen wir uns vielleicht einmal mit gesenktem Kopf dem Thron nähern und zaghaft bitten und je nach Tagesform werden dann auch mal ein paar Almosen verteilt. Aber ansonsten bleiben wir stimmlose Ameisen. Rein historisch wurden solche Systeme immer nur mit Gewalt beendet, weil es natürlich niemals im Interesse der Herrschenden ist, dass sich etwas ändert. Es mag unter ihnen immer einige wenige geben, die die Gefahr der Revolution sehen, aber die Masse ist blind, solange Schatz- und Speisekammer nur immer schön gefüllt sind. Das ist die traurige Wahrheit: es muss immer schlimmer werden, bis es wieder besser wird!
Wenn Sie das System sprengen wollen, müssen Sie an den Transmissionsriemen und den "Denkfabriken" ansetzten.

Das Bertelsmann-Konglomerat und der Springer-Konzern sind hier gewissermaßen die Spinne im Netz.

Viel Spaß beim sprengen!

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