Forum: Politik
Mitgliederbefragung: SPD-Basis muckt gegen Große Koalition auf
AFP

SPD-Chef Sigmar Gabriel wirbt bei seinen Genossen für eine Große Koalition. Doch nach SPIEGEL-Informationen wächst in etlichen Ortsvereinen, in Bezirks- und Kreisverbänden der Widerstand. In der Union erregt der Mitgliederentscheid Unmut, das sei "eine Perversion des Wahlergebnisses".

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friedrich_eckard 24.11.2013, 12:51
460.

Zitat von Herr Hold
Korrekt lautet die Formulierung "56 Prozent der SPD-Wähler würden ein rot-rot-grünes Bündnis von SPD, Linken und Grünen bevorzugen, "
Das habe ich ja auch so zitiert. Man wird sich aber als Wähler daran gewöhnen müssen, dass man die aus eigener Sicht "zweitbeste Lösung" als Koaltion bekommt. Bisher ist bei Umfragen aber nach dieser "zweiten Präferenz" - wie ich behaupte: bewusst, gewollt und systematisch - grundsätzlich nie gefragt worden.

Natürlich werden Wähler von SPD und GRÜNEN rotgrün als erste Wahl nennen und es vorziehen, wenn es ohne die LINKE reicht; und ich nehme ihnen das auch gar nicht übel. Interessant wird es aber dann, wenn es dazu rechnerisch nicht reicht - und dann halte ich ein nicht marktkonformes Votum der Wähler dieser Parteien durchaus für möglich und sogar für wahrscheinlich. "Lieber tot als rot" funktioniert nämlich nicht mehr, und jenen Petrefakten, die da glauben, mit Versatzstücken aus den Zeiten des Kalten Krieges noch Wählermehrheiten gewinnen zu können: denen drohen böse Überaschungen.

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Retent 24.11.2013, 12:51
461.

Zitat von senta1958
Sie wissen doch genau um die Nuancen Ihrer Aussage. Sonst würden Sie mich sehr enttäuschen. Herr S. sagte, er stünde für eine GroKo persömlich nicht zur Verfügung, hat sie aber nie ausgeschlossen.
Steinbrück bekräftigt - Große Koalition nur ohne ihn | WAZ.de
Zitat von
Ich bin nicht erneut der Steigbügelhalter für Frau Merkel", begründete er seine Haltung in einem Interview der ZDF-Nachrichtensendung "heute-journal" am Montag. Er sei ins Gelingen verliebt und wolle weiter für eine rot-grüne Bundesregierung ringen.
, bis zum letzten Schuss hat der gute Kavallerist gekämpft, er hat geweint , stinkegefingert und gestrampelt und wollte den Sieg! Klar war der gute Steinbrück für eine GroKo, schließlich wollen die Seeheimer mitregieren!

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comtom01 24.11.2013, 12:51
462. Demokratie ernstnehmen

Das ewige Gemosere der CDU/CSU geht auf die Nerven und offenbart das schlichte und seltsame Demokratieverständnis dieser Menschen.
Was da alles aus den Prozentzahlen gelesen wird.... Eigentlich hat die Mehrheit dann Angie EBEN NICHT gewählt ... Das lässt sich doch auch feststellen.
Die SPD ist halt eine Partei und kein Kanzlerwahlverein und auch nicht der Steigbügelhalter in der großen Koalition. Hier wird diskutiert und auf die Meinung der Mitglieder mehr Wert gelegt als woanders. Das war den sogenannten Christsozialen bekannt als die Verhandlungen begannen, sie haben sich drauf eingelassen und sollten jetzt dann bitte schön auch ihre eigenen Entscheidungen mal aktzeptieren.
Wenn genug SPD im Regierungsprogramm steckt werden die Leute zustimmen, wenn nicht muss Angie sich eine der anderen Parteien suchen oder ihre Politik in der Minderheit weiterverfolgen und von Fall zu Fall Mehrheiten dafür suchen. Wäre vielleicht mal ganz heilsam für manchen Politiker.

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juppflens 24.11.2013, 12:52
463. Alles Getöse ist für die Katz

Die Grünen stehen doch schon bereit um vor Merkel auf die Knie zu fallen, siehe Hessen. Sind genau wie die FDP eine Mitläuferpartei. Hauptsache mitbestimmen, koste es was es wolle (auch die eigene Gesinnung)

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senta1958 24.11.2013, 12:52
464.

Zitat von peter_schlemihl
kann ich mich nicht erinnern. Erinnern kann ich mich allerdings an die mehrfach getätigte Aussage Steinbrücks, er sei als SPD-Kanzlerkandidat angetreten, als Mitglied einer von Merkel geführten Bundesregierung stehe er nicht zur Verfügung. Wie man das als generelle Absage an eine große Koalition deuten kann, ist mir ein Rätsel.
Hören Sie aber leider nur zu oft in den Foren. Vielleicht möchte man nur das gehört haben, was einem passt. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

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Fitzgeraldo69 24.11.2013, 12:52
465. Perversion?!

die einzige "Perversion des Wahlergebnisses" sehe ich in der Tatsache, daß wieder einmal die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag ignoriert werden. Zur Erinnerung: Rot, Rot, Grün hat eine Mehrheit in den Bundestagswahlen erreicht und nicht etwa Schwarz, Dunkelschwarz oder Schwarz, Rot. Aber bei Rot, Rot, Grün müssten Gabriel und Nahles ja Das Parteiprogramm der SPD tatsächlich umsetzen... und das wollen weder die SPD Spitzen noch die CDU, CSU Spitzen oder gar die Lobbyisten.

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kinderbier 24.11.2013, 12:54
466. Basisdemokratischer Vorbeimarsch?

Zitat von rempfi
Probleme mit Basisdemokratie haben, ist ja bekannt. Mann, wäre es mir ein innerer Vorbeimarsch, wenn die GroKo abgelehnt würde... Bye Bye Merkel
Mit einer vordemokratischen Metapher für Basisdemokratie zu plädieren, ist eine hübsche Internet-Perle.

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senta1958 24.11.2013, 12:54
467.

Zitat von Hamada
Die Parteien repräsentieren die Meinung des Wählers. Jetzt werden Koalitionsverhandlungen getätigt mit einem Ausgang der so nicht im Wahlprogramm stand. Demokratisch richtig ist, wenn ich mir bei der Basis ein nachträgliches Votum einhole. Da dieses Votum auf Ja/Nein reduziert wird, kann es auch ein Nein geben. So ist das nun einmal in einer Wahl. Persönlich meine ich, dass sich in vier Jahren das Problem SPD erledigt hat, der Wähler wird sie nicht mehr wählen. Der Wähler wird die CDU wählen, nicht die Kopie SPD.
Leider verwechseln Sie die Meinung des Wählers mir der Meinung der relativ wenigen Parteimitglieder.

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Mac_Beth 24.11.2013, 12:55
468. Keine Macht dem Titel!

Zitat von
Der Präsident des CDU-Wirtschaftsrats, Kurt Lauk, kritisierte die Basisbeteiligung der SPD mit harschen Worten. "Dass das Schicksal unseres Landes in den Händen einiger zehntausend SPD-Mitglieder liegt, ist eine Perversion des Ergebnisses der Bundestagswahl."
Ach, aber wenn eine handvoll Parteivorsitzender der SPD einfach die GroKo von oben verordnen, ohne die Basis zu fragen, ist das musterhaft demokratisch oder wie?

Zitat von
Lauk weiter: "Angesichts der Probleme unseres Landes, vor allem aber der Lage in Europa, ist diese Hängepartie nicht hilfreich."
Also soll seiner Ansicht nach einfach weiter gemacht werden mit der "alternativlosen" Politik.
Mir wird Angst und bange wenn ich an die nächsten 4 Jahre Regierung dieser Leute denke.

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secret77 24.11.2013, 12:57
469.

Zitat von munsterm
Wenn die Basis die Koalitionsverinbarung kippt, dann waren die ganzen Monate der Regierungsfindung verschwendete Zeit gewesen, die eigentlich dringend zur Modernisierung des Landes nötig gewesen wären. ...

Ja, das könnte man übereilt vielleicht annehmen. Aber es geht hier hoffentlich um ein bischen mehr, hier überlegt schon ein Volk in seiner Gesamtheit: Wo soll's hingehen? Brauchen wir mehr soziale Gerechtigkeit? Brauchen wir ein anderes Demokratierverständnis? Können wir Sachen besser machen als bisher? Bringt sich der Einzelne genug ein? Damit meine ich nicht, jeder solle im Zweitberuf nun Politiker werden, sondern gibt es mehr als Stimme abgeben und dann zurück aufs Sofa zu RTL. DAS ALLES finde ich mal eine Modernisierung ersten Grades, wenn es denn wirklich was bringen wird. Also nicht so ängstlich!

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