Forum: Politik
Mitgliederbefragung: SPD-Basis muckt gegen Große Koalition auf
AFP

SPD-Chef Sigmar Gabriel wirbt bei seinen Genossen für eine Große Koalition. Doch nach SPIEGEL-Informationen wächst in etlichen Ortsvereinen, in Bezirks- und Kreisverbänden der Widerstand. In der Union erregt der Mitgliederentscheid Unmut, das sei "eine Perversion des Wahlergebnisses".

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richard777 25.11.2013, 09:19
810. SPD in der Opposition. Na und?

Ich habe bei der Wahl SPD gewählt, um etwas in diesem Land zu ändern. Keinesfalls habe ich eine große Koaltion gewählt. Wenn es also nicht reicht, hat die SPD gefälligst eine vernünftige Oppositionspolitk zu leisten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ansonsten hätte ich gleich Mutti wählen können.
Zukünftig erwarte ich von den Parteien, sich an den Wählerwillen zu halten. Eine große Koaltion ist nicht der Wählerwille.

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Maya2003 25.11.2013, 09:20
811.

Zitat von klartext1000
... und bei zahlreichen Personen hier im Forum! Freunde, wer hat denn die Wahl gewonnen??? NICHT DIE SPD! Und wenn die Basis mit nein stimmt gibt's Schwarz-Grün oder Neuwahlen - wen hat denn dann die SPD als Kanzlerkandidaten? Den Hausmeister vom Willi-Brandt-Haus? Da sage ich mal Bon Chance, Genossen! Die 20% Marke könnt Ihr Euch dann dauerhaft von unten anschauen...
Und wenn das so ist warum strebt die Union dann nicht ganz konsequent Neuwahlen mit dem Ziel absolute Mehrheit an ? Merkel kann die derzeitigen Verhandlungen jederzeit platzen lassen und der SPD die Schuld daran hinschieben, so etwas kann sie ja perfekt.

Also, warum will Merkel KEINE Neuwahlen ? Denken Sie noch einmal darüber nach und seien Sie nicht so siegessicher - vielleicht kommen die Gelben ja zurück und die AfD macht der Dame etwas Feuer unter ihrem Gesäß. Ob das im Sinne Angies ist - zweifelhaft.
Dann doch lieber mit pflegeleichten Scheinsozis vier Jahre weiter NICHTS machen und sich der Kanzlerschaft erfreuen. Merkel weiß ganz genau was sie an der verschröderten SPD hat - einen Bruder im Geiste.

Alles was derzeit verlautet wird sind Spielchen zur Ruhigstellung der Öffentlichkeit und mit dem Ziel die SPD Basis zu einem "ja" zu bewegen. Scheingefechte; hinter den Kulissen ist man sich längst einig.
Ist ja auch nicht besonders schwierig - 90% der Politik von Union und SPD sind eh deckungsgleich.
Die SPD hat Merkel seit acht Jahren mit im Sessel gehalten. Sie wird daran auch in Zukunft nichts ändern. Trotz linker Sprüche - gehandelt wird, wie immer, RECHTS.

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Berg 25.11.2013, 09:30
812.

Zitat von Meerkönig
Bislang ist noch garnichts ausgehandelt sondern der SPD nur irgendetwas diktiert, incl. für die SPD nicht zur Verfügung stehende Ministerposten.
Jaaa! Die Verhandlungen sind noch im Gange.

Und es geht nicht um "Posten", sondern um ganze Ressorts, Ministeriumsbereiche (für Sie und mich mit!) mit jeweils ca 1000 Mitarbeitern. Da muss man schon etwas genauer hinsehen, als beim "Posten" vor dem Tor.
Und dass Merkel etwas "diktiert", lese ich das erste Mal. Sonst wirft man ihr das Gegenteil vor.

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Talloires 25.11.2013, 09:32
813. Waehlerwille

@Richard777: Ausser Ihnen soll es ja noch ein paar Millionen anderer Wähler geben...

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mundi 25.11.2013, 09:40
814. Besser mitregieren

Zitat von richard777
.....Wenn es also nicht reicht, hat die SPD gefälligst eine vernünftige Oppositionspolitk zu leisten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ansonsten hätte ich gleich Mutti wählen können. Zukünftig erwarte ich von den Parteien, sich an den Wählerwillen zu halten. Eine große Koaltion ist nicht der Wählerwille.
Mitgestalten ist besser als Opponieren.
Es gibt ja viele Gemeinsamkeiten. Auch Verfassungsänderung in Richtung Volksbefragung oder Länerreform wären möglich.
Nicht Kleinkram wie Frauenquote oder Doppelpass.

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Berg 25.11.2013, 09:42
815.

Zitat von lydisch
"Die Partei, die Partei hat immer Recht??" Das müssen Sie die CDU fragen. Die fragen ihre Mitglieder erst gar nicht. Aber warum auch? In einer Kader-Partei wie der CDU, bestimmt immer der oberste Parteikader (Merkel), was abgeht. Wie halten Sie es denn da mit der Demokratie? Lieber Berg, so ein Konservativer und neoliberaler Zeitgenosse wie Sie, sollte das Wort Demokratie nicht missbrauchen!
Was ich für ein "Zeitgenosse" bin, wissen Sie gar nicht. Hier werden politische Fragen Pro und Kontra diskutiert, je nachdem.

Zur Sache: hat es schon jemals vor der Regierungsbildung eine Parteimitgliederbefragung gegeben? Kennen Sie einen Fall? Ohne nachzuforschen: bisher haben Parteitage die Regierunsgvereinbarungen bestätigt, Parteitage mit den Delegierten der Mitglieder. Und dieses Vorgehen wurde bisher als demokratisch und ausreichend erachtet. Nun aber sollen alleine die SPD-Mitglieder über die künftige Regierung entscheiden - oder wie würde deren Votum gewertet?. - Und was die CDU/CSU betrifft, so sind sie vom Wahlvolk gewählt, mindestens mit Merkel und Seehofer an der Spitze und Parteitagen im Rücken. Und wenn auch noch dort alle Mitglieder entscheiden sollten, dann sind die Wähler/innen wieder außen vor.

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joey1962 25.11.2013, 09:44
816. Wollen Sie wirklich Volksentscheide...

ich warte auf das Ergebnis der Abstimmung über den ESM, die Abschaffung der Geheimdienste, die Todesstrafe für Kapitalverbrechen, die Begrenzung von Managergehältern, Entwicklungshilfe, Tempolimits, Verkürzung von Asylverfahren, Beschleunigung der Abschiebung von nicht-deutschen Straftätern…oder würde die revolutionäre Elite Deutschlands dann gern auch den Themenkreis nach Ihrem Gusto einengen?

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sitiwati 25.11.2013, 10:48
817. man sieht

was Volkseindscheide bringen, im Falle Olympia München nur Spott und Hohn für die Neinsagen- von Deppen bis zu Saboteuren kann man alles lesen und hören!

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dave_t 25.11.2013, 10:51
818. Rot-Grün war gewünscht

Zitat von els067
Es haben sich zwei Drittel der Wähler für die CDU oder für die SPD entschieden, nicht für das Bündnis beider. Das ist ein wesentlicher Unterschied.
Das ist richtig. Die Mehrheit der SPD-Wähler wollte rot-grün und eine Ablösung der Regierung Merkel. Zur Wahrheit gehört dann aber auch, daß die zweite Präferenz der SPD-Wähler laut Umfragen vor und nach der Wahl die Große Koalition war und ist, und keine Koalition mit der "Linkspartei".

Und zwar sowohl in der absoluten Reihenfolge der Präferenzen (vor der Wahl; Rot-Grün bevorzugt vor Großer Koalition, und diese wiederum bevorzugt vor Rot-Grün-Dunkelrot), als auch zwischen diesen beiden Alternativen (nach der Wahl, also als klar war, daß es für Rot-Grün tatsächlich nicht langt; fast zwei Drittel der SPD Wähler sind FÜR die große Koalition!).
Und schließlich war ja wohl schon Wochen vor der Wahl klar, daß eine Stimme für die SPD eine Stimme für die Große Koalition sein wird, denn Rot-Grün war offensichtlich chancenlos, und die Koalition mit der Linkspartei durch die SPD ausgeschlossen. Oder möchten Sie behaupten, daß die Wähler diesen "Ausschluss" sowieso nur für eine platte Lüge gehalten und SPD gewählt haben, um eine Koalition mit der "Linkspartei" möglich zu machen?

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Semmelbroesel 25.11.2013, 11:05
819.

Zitat von sysop
SPD-Chef Sigmar Gabriel wirbt bei seinen Genossen für eine Große Koalition. Doch nach SPIEGEL-Informationen wächst in etlichen Ortsvereinen, in Bezirks- und Kreisverbänden der Widerstand. In der Union erregt der Mitgliederentscheid Unmut, das sei "eine Perversion des Wahlergebnisses".
Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Mitglieder sich gegen eine große Koalition aussprechen. Dann wäre nämlich auch der unsägliche Gabriel Geschichte.

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