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Mitgliederentscheid: Genscher warnt Liberale vor Anti-Euro-Entscheidung

Mit einem dramatischen Appell hat sich Ex-Außenminister Genscher an die FDP-Mitglieder gewandt und vor einem Nein zum ESM-Rettungsschirm gewarnt. Die Tragweite der Haltung Deutschlands zu den Euro-Hilfen verglich Genscher mit der Entscheidung zur Westausrichtung der Bundesrepublik nach 1945.

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generix4 29.11.2011, 08:36
1. Hose voll....

Zitat von sysop
Mit einem dramatischen Appell hat sich Ex-Außenminister Genscher an die FDP-Mitglieder gewandt und vor einem Nein zum ESM-Rettungsschirm gewarnt. Die Tragweite der Haltung Deutschlands zu den Euro-Hilfen verglich Genscher mit der Entscheidung zur Westausrichtung der Bundesrepublik nach 1945.
Da hat aber jemand die Hosen gestrichen voll. Da könnte sich ja das Parteivolk gegen den ESM entscheiden. Dass darf nicht sein, da die Chefs lieber mit dem Kopf gegen die Betonwand rennen. Das Volk ist halt nicht die Klientel der FDP.

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riegsee 29.11.2011, 09:19
2. Schaun wir mal

Zitat von sysop
Mit einem dramatischen Appell hat sich Ex-Außenminister Genscher an die FDP-Mitglieder gewandt und vor einem Nein zum ESM-Rettungsschirm gewarnt.
.. ob es in der FDP noch ein paar Anständige gibt, die die deutschen Steuergelder zusammenhalten wollen und den Schuldenirrsinn der Olivenstaaten nicht länger subventionieren.
Ich wünsche Herrn Schäffler viel Glück - allerdings wird es extrem schwer sein sich gegen die millionenschwere Propagandamaschine der "Märkte" Gehör zu verschaffen. Die Parteizentrale schreckt ja vor nichts zurück wie wir erleben im ihren Irrsinn weiterführen zu können.

Ob die FDP überhaupt eine Überlebenschance hat? Keine Ahnung. Aber wenn überhaupt, ganz bestimmt nicht indem man den "Märkten" und Pleitestaaten das deutsche Steuergeld nachwirft.

Wahre Finnen, FPÖ - das wäre eine ehrliche Perspektive.
Vermutlich sind die Piraten aber auch da schneller.

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mauimeyer 29.11.2011, 09:30
3. Genscher war und ist Beteiligter

Zitat von sysop
Mit einem dramatischen Appell hat sich Ex-Außenminister Genscher an die FDP-Mitglieder gewandt und vor einem Nein zum ESM-Rettungsschirm gewarnt. Die Tragweite der Haltung Deutschlands zu den Euro-Hilfen verglich Genscher mit der Entscheidung zur Westausrichtung der Bundesrepublik nach 1945.
Mit Pathos sind die Dinge nicht zu betrachten. Genscher war Außenminister und Vizekanzler, als die im Nachherein schlimme Entscheidung für den EURO getroffen wurde. Insoweit will er sein Lebenswerk nicht angetastet sehen. Besser wäre es gewesen, er hätte damals mehr Korsettstangen zu Gunsten einer harten Währung einziehen lassen. Wenn diese alten Männer nur zugeben würden, daß während ihrer Regierungszeit eklatante Fehler gemacht worden sind - das wäre besser als jetzt zu lamentieren. Ist es denn Solidarität im gemeinsamen Strudel mit nach unten gezogen zu werden? Er sollte sich lieber hinter die Kanzlerin stellen, die versucht hart zu bleiben! Deutschlands Infrastruktur zerbröselt und wir schaffen geld ins Ausland - unmöglich!
Kauri

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schnitti23 29.11.2011, 09:54
4. Schlechter Vergleich

Genscher hat einen untauglichen Vergleich gebracht! Damals gab es wirklich nur West oder Ost. Es gab nicht einmal die Möglichkeit, Neutralität zu erlangen.

Heute ist die Entscheidung längst nicht so schwerwiegend wie damals.
Und es geht nicht um Europa, sondern darum, ob wir uns weiter für den Leichtsinn anderer Länder in die Tasche greifen lassen müssen.
Gleichzeitig tun diese Länder kaum etwas aus eigenem Antrieb, ohne den Druck von außen wäre nichts passiert.
355 Mrd Euro sind von Griechenland in die Schweiz transferiert worden, da liegt genug Geld für die Hilfen.
Sollen doch die Eurogewinnler auch mal einen Beitrag leisten, die kleinen Leute in Griechenland können das nicht.

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BurtCocain 29.11.2011, 10:10
5. Völlig überschätzt der Mann

Das einzige was der Mann wirklich konnte,war immer dann wenn von wo auch immer kritische Töne gegen Deutschland laut wurden sich in einen Flieger gefüllt mit D-Mark zu setzen,und diese als Beruhigungsmittel dorthin zu bringen (meist nach Israel)

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michael1960wupper 29.11.2011, 10:36
6. ??

Zitat von BurtCocain
Das einzige was der Mann wirklich konnte,war immer dann wenn von wo auch immer kritische Töne gegen Deutschland laut wurden sich in einen Flieger gefüllt mit D-Mark zu setzen,und diese als Beruhigungsmittel dorthin zu bringen (meist nach Israel)
Es ist schon ein starkes Stück, wie hier irgendwelche Leute sich anmassen den besten Aussenminister, den Deutschland je gehabt hatte zu kritisieren. Wie können Sie das beurteilen? Demokratie ist nicht, dass jeder seine unqualifizierte Meinung äussert, sondern das ist dann Ochlokratie. Deutschland ist im Herzen von Europa und hat sich nach dem II. Weltkrieg mit seinen Nachbarn auf einen gemeinsamen Weg geeinigt. Man hat Deutschland verziehen und wollte etwas gemeinsam aufbauen. Jetzt scheinen viele dies im Namen einer egoistischen Kurzfrist-Optimierung vergessen zu wollen. Deutschland braucht Europa und sollte für Europa und nicht gegen Europa kämpfen.

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salut 29.11.2011, 10:48
7. Es ...

..ist doch immer wieder verwunderlich und bezeichnend, daß deutsche Politiker "immer warnen" ? Soll dieses Gerede Dichtung oder Wahrheit sein?

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diwoccs 29.11.2011, 10:53
8. richtig

Zitat von michael1960wupper
Es ist schon ein starkes Stück, wie hier irgendwelche Leute sich anmassen den besten Aussenminister, den Deutschland je gehabt hatte zu kritisieren. Wie können Sie das.....
Ich stimme Ihnen voll zu. Leider sind Sie einer der ganz wenigen bei SPON ---

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burgundy 29.11.2011, 10:56
9. Das ist so eine Sache mit der Liebe...

Zitat von michael1960wupper
...Deutschland ist im Herzen von Europa und hat sich nach dem II. Weltkrieg mit seinen Nachbarn auf einen gemeinsamen Weg geeinigt. Man hat Deutschland verziehen und wollte etwas gemeinsam aufbauen. Jetzt scheinen viele dies im Namen einer egoistischen Kurzfrist-Optimierung vergessen zu wollen. Deutschland braucht Europa und sollte für Europa und nicht gegen Europa kämpfen.
1. Man hat Deutschland nicht verziehen. Sie brauchen nur zu sehen, wie schnell die Nazikeule gerade von den europäischen "Freunden" Deutschlands herausgeholt wird, wenn es etwas in Deutschland zu holen gilt oder Deutschland nicht willfährig ist. Das ist eine Realität, die sich, zumindest für einige Länder - innerhalb und ausserhalb Europas - niemals ändern wird. Und das ist nicht nur historisch bedingt: Deutschland und die deutsche Art werden einfach nicht gemocht (stark verallgemeinert), ausser - und jetzt lachen Sie bitte nicht, von den Russen und den Amerikanern.

2. Sie haben recht: Deutschland braucht Europa. Europa braucht auch Deutschland, aber liebt es nicht. Dieser Umstand bettet die Deutschen nicht gerade auf Rosen. Umso mehr muss Deutschland um seine Integration nach Europa kämpfen. Auf eine smarte Art, die den Deutschen nicht unbedingt liegt (auch hier wieder stark verallgemeinert). Aber es bleibt eine Sysiphos-Arbeit.

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