Forum: Politik
Modellstadt der SPD: Die Tragödie von Freital
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Freital steht heute für braune Hetze gegen Flüchtlinge. Dabei entstand der sächsische Ort einst als linkes Gemeinschaftsmodell in der kapitalistischen Weimarer Republik. Ein Lehrstück über die Tragödien der großen Ideologien.

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bellfleurisse 27.06.2015, 16:22
1. Ein

schöner Artikel über das Scheitern ideologisch gesteuerter Projekte.

Das "linke Gemeinschaftsmodell" mit Versorgung von außen- Ärzte etc- funktioniert nur so lange Menschen ideologisiert werden und dieser Ideologie auch folgen (wollen)

Dabei ist zwar eine Ideologie der (ehemaligen) SPD menschlicher als das Modell SED oder NSDAP, bleibt aber ideologisiert.

In Freital macht sich breit, was Jahrzehnte unterdrückt wurde. Ideologisiert von SED und Vollversorgung, macht sich Frust breit. Der bricht sich Bahn gegen die vermeintlich nun voll (zu) versorgenden Flüchtlinge.




Das wird überall dort passieren, wo Vergangenheit nicht aufgearbeitet, sondern verleugnet wird.

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solidarite 27.06.2015, 16:32
2. Nicht die ganze Wahrheit.

Von 1994 bis 2001 stellte die SPD den Oberbürgermeister in Freital und bei den Kommunalwahlen 1994 gewann sie über 27 Prozent.
Auch in den letzten 25 Jahren ist ziemlich viel falsch gelaufen.

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peterhorst517 27.06.2015, 16:34
3. Was ist daran braune Hetze?

Was bitte ist daran "braune Hetze", wenn sich Bewohner gegen die Überfremdung wehren? Muss man inzwischen jede ideologische Entscheidung des Berliner Kartells kritiklos bejubeln?
Muss man mit dem eigenen Steuergeld dieses wahnwitzige Umvolkungsprojekt finanzieren, ohne sich dagegen zur Wehr zu setzen?
Es ist das Recht der Einheimischen, das von ihnen bewohnte Territorium mit allen Mitteln zu verteidigen. Denn von der Politik wird man diesbezüglich nichts mehr erwarten können.

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muttisbester 27.06.2015, 16:43
4. wenn die gesellschaft ihre zukunft verliert...

in ostdeutschland kann man beoobachten was passiert, wenn eine Gesellschaft radikal umstrukturiert wird.
die "wende" von 1990 hat dem Osten seine Jugend genommen - sie ist schlicht abgewandert.
die harten nachwendejahre, die entbehrungen und die soziale auslese haben die menschen verbittert.
und auch heute leben die wenigsten richtig gut und sorgenfrei.
und jetzt kommen ausländer, die es sich scheinbar recht einfach machen. die ebenso viel geld bekommen, wie viele rentner und hartz4 empfänger.
der osten hat seine eigene jugend verloren, und bekommt jetzt wildfremde ausländer, mit einer "verrückten" religion (im atheistischen Osten)? wie viel verständnis erwartet die politik von den einheimischen?

sehen sie nach Osteuropa, dort ist ähnlich viel hass und wut auf asylbewerber wie in ostdeutschland zu vernehmen - stichwort ungarn, Tschechische Republik, polen....

Die politiker sollten es sich nicht zu einfach machen. Für "fremdenhass" ist in ärmeren Gesellschaften ein nährboden vorhanden - überall und schon immer.

im libanon oder in der türkei werden die flüchtlinge einfach viel schlechter behandelt, ausgebeutet als die einheimischen, deshalb gibt es dort noch nicht so viel offensichtlichen hass.

Und in reichen gegenden sind die menschen halt meistens entspannter, weil die armen asylanten sehr viel weiter unten auf der leiter stehen (bis auf hamburg harvestehude).
Erst wenn die reichen im westen auch geld verlieren und ihre heile welt bedroht ist, werden sie die vermeintlichen fremdenfeinde aus dem osten verstehen.
Rassismus ist ekelhaft, keine frage. Nur sollte es sich die politik und die politikwissenschaft es sich nicht zu einfach machen. der restbevölkerung ost fehlt nämlich eine ganze generation - die ist jetzt im westen.
Und wenn im westen eine ähnliche bevölkerungs-wirtschafts- und sozialstruktur vorhanden wäre, würde sich die antiasylstimmung kaum von der des ostens unterscheiden.

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e-ding 27.06.2015, 16:46
5. ...

Ich vermisse in dieser Debatte immer eine objektive realistische Auseinandersetzung mit dem Thema. Alles was ich höre und lese sind entweder rechte Stammtischparolen oder die rosarote Brille von Links.

Schade!

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tnyhf 27.06.2015, 16:48
6. Es ist eine Schande...

Interessanter Artikel über meine alte Heimat. Auch wenn der Inhalt nicht neu für mich ist. Es macht mich traurig, dass es Freital nur noch mit solchen Meldungen über Frigida in die deutschlandweite Berichterstattung schafft. Da wünscht man sich doch noch mal eine grosse Flut, die diesen braunen Schmutz auf eine verlassene Insel spült. Ich befürchte jedoch, dass viele Einwohner, aus den verschiedensten Gründen, zu empfänglich sind für die Stimmungsmache der Asylgegner.

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Hübnererich 27.06.2015, 16:51
7. Gelernt

Tragödie?Nein, Freital besitzt sehende,mündige Bürger, die aus der Geschichte gelernt haben.

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Torfkopf 27.06.2015, 16:54
8. Braune Hetze?

Im Fernsehen sah ich normale Bürger, die protestierten.
Im Übrigen bei den Flüchtlingsströmen wird sich Freital wiederholen, überall im Land.
Siehe Wahlen in Dänemark!
Siehe Ungarn!
Siehe Frankreich!
Siehe England!
usw.usw.
Alles "Braune"?

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rince12 27.06.2015, 16:55
9. Ideologien

Was ist dann die kapitalistische Wertegemeinschaft, eingebettet in einer Mediendemokratie???

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