Forum: Politik
Mögliche Brexit-Absage: Warum die Briten erst einmal austreten sollten
NEIL HALL/ EPA-EFE/ REX/ SHUTTERSTOCK

Der Brexit stürzt die britische Politik ins Chaos - bleibt das Königreich doch noch in der EU? Die Chancen dafür steigen, doch ein Rücktritt vom Austritt wäre keine gute Idee. Weder für die Insel noch für die EU.

Seite 1 von 17
count.number 11.12.2018, 20:56
1. Ein wichtiger Aspekt..

..die Briten waren nie überzeugte Anhänger der politischen Union, alles in der EU muss sich wirtschaftlich für GB rechnen. Deshalb ist es wichtig das der BREXIT gelingt und GB die Chance erhält, vorher und nachher zu vergleichen. Ein späterer Beitritt wie hier skizziert muss dann ein bewusster Schritt in die Gemeinschaft sein, der die wirtschaftlichen Interessen überwiegt. Ich zähle dazu auch die Aufgabe des britischen Pfund und Einführung der gemeinschaftlichen Währung sowie die Abschaffung aller Privilegien.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kepplerd 11.12.2018, 20:58
2. Leider wahr

der Brexit war eine Schnapsidee, aber die Bürger haben nun mal dafür gestimmt, dann muss man den Willen des Volkes eben auch umsetzen. Sollen sie halt außerhalb der EU lernen, das vieles, was sie für normal gehalten haben, eben nur mit und in der EU möglich ist (das beginnt mit freien Reisen und Arbeiten innerhalb der EU und hört bei Wirstschaftssubventionen und freiem Marktzugang auf). GB is keine Weltmacht mehr und hat freiwillig einen Staatenverbund, der eine solche sein könnte, verlassen. Lasst sie auf dem harten Weg lernen, was für ein Fehler das war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 11.12.2018, 20:59
3.

Tja Freunde, dann hätte man die Briten eben halt zu Konditionen austreten lassen müssen, die eben nicht zum Verlust der dortigen Wirtschaft führen. Aber das wollte man nicht, um kein Beispiel für andere zu geben. Um man komme mir hier nicht mit roten Linien und europäischen Grundfreiheiten. Diese ach so unverhandelbaren Dinge werden plötzlich verdammt flexibel, wenn es nur gewollt ist, etwa bzgl. Ukraine oder Türkei oder Georgien. Nein, man wollte Stärke demonstrieren, wollte die Briten als einen Europa einigenden äußeren Gegner aufbauen und ein Exempel statuieren. Nun, das hat ja auch geklappt. Aber damit wird es eben für UK nahezu unmöglich, den angebotenen "Deal" zu akzeptieren. Und wenn sie clever sind, dann werden sie das Richtige tun und erstmal drin bleiben, zu den alten Konditionen. Den §50 können sie im Jahr drauf ja auch wieder vorholen, wenn sie ne bessere Idee haben, wie sich verhandeln wollen. Ich kann nur hoffen, daß der Verstand auf der Insel siegt und sie drin bleiben, denn sonst entwickelt sich die EU vermutlich in eine Richtung, die mir gar nicht passen würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
held_der_arbeit! 11.12.2018, 21:01
4. Völlig richtig...leider

Wer die Diskussion in England in den letzten 2 Jahren verfolgt hat, kam nicht umhin zu bemerken, wie realitätsfern die Sicht der Briten auf Europa und die Welt war und ist. Trotz aller Prognosen aus der Wirtschaft, trotz aller rasch enttarnten Lügen der Brexiteers versteigt man sich noch immer in Träumen von der 'Splendid Isolation'.

Großbritannien war schon immer ein extrem widerwilliges EU Mitglied, dass die Union mit allerhand Sonderwünschen und Bockigkeiten jahrzentelang blockiert hat. Ein GB nach einem halbgaren Exit-vom-Brexit würde das ganze nochmal potenzieren.

Daher ist es, traurigerweise, wohl das beste wenn die Brexiteers ihren Willen so sehr wie nur möglich bekommen. Selbst ein Brexit ala May würde am Ende eher noch ihr und der EU angelastet, als der einfachen Tatsache das diese graue Insel im Atlantik weltpolitisch einfach nur noch ein kleines Licht ist

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kontra-aus-Wien 11.12.2018, 21:02
5. Es wird für alle Seiten das passende Erklärungsmuster geben

Zu glauben, dass man ein Volk mit „schlechten Erfahrungen“ erziehen könnte, ist spätestens jetzt, wo soziale Medien von professionellen Geheimdiensten beherrscht werden, aussichtslos. Wenn es den Briten schlecht geht, wird auch dann die böse EU schuld sein, weil sie die Rosinen, die die Briten picken wollten, nicht zu ließen.

Daher: Bevor wir mit der Zukunft in einem Feld Schach soielen, dessen Regeln nicht mehr von der Vernunft beherrscht wird, sondern von Interessen, vor allem Russlands und seinem Bruder im Geiste Trump, sollten wir gleich die bessere Lösung anstreben: Kein Brexit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peter.di 11.12.2018, 21:02
6. Demütigung von Polit-Clowns

"Zwar dürfte die Vorstellung, dass britische Polit-Clowns wie Boris Johnson, Nigel Farage oder Jacob Rees-Mogg in einem zweiten Referendum gedemütigt werden, für manchen in der restlichen EU verlockend sein "

Das kann sein. Für mich wäre ja auch die Vorstellung, dass beim zweiten Referendum Politclowns der restlichen EU wie Merkel, Juncker oder Asselborn gedemütigt werden verlockend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
soisses007 11.12.2018, 21:06
7. Was für ein quatsch

UK muss in der EU bleiben.
Es gibt keine Alternative.
Die UK Bevölkerung wird dramatisch unter den Folgen eines Austritts leiden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
K. Behnert 11.12.2018, 21:08
8. Die Briten

.... sie haben entschieden, und dabei sollte man es auch belassen. Dass die massgeblichen Befürworter dieses Austritts wohl noch immer an die längst vergangene Grösse ihres Great Britain glauben und damit ihre eigenen Bürger verdummt haben, ist ein Umstand, den der Rest Europas nicht zu vertreten hat. Also raus mit ihnen. Sie werden dann in den folgenden Jahrzehnten die Gelegenheit bekommen, ihren Entschluss neu zu bewerten. Und dann werden sie wieder an die Tür der EU klopfen, um Mitglied zu werden. Darüber kann man dann ja gerne verhandeln und das ganz ohne Rosinenpickerei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Klarstellung 11.12.2018, 21:09
9. Brexit Schwachsinn

Nun weiss doch mittlerweile der letzte Brite, das die Brexit Idee maximaler Schwachsinn ist, selbst May war anfänglich eine erklärte Gegnerin und muss nun den hauchdünnen Vorsprung der Brexit Befürworter politisch umsetzen.
Nun ich mag die Briten sehr, immerhin die Begründer der Magna Charta, aber es wurde für das Verlassen der EU gestimmt und nun erwarte ich das aber auch, das die Briten gehen und alles andere wäre auch übelster und blanker Opportunimus. Seit über einem Jahr wird verhandelt, werden Meetings auf höchster Regierungsebene durchgeführt und Anwälte beschäftigt. Das darf nicht umsonst sein. Die Briten können ja dann, so nach 10 Jahren wirtschaftlichem Niedergang, um eine erneute Aufnahme, ähnlich dem Kosovo, bitten. Die Briten hatten immer Sonderwünsche und erfuhren eine Sonderbehandlung (Britenrabatt), das ist zu Ende und dem Austritt sollte nichts mehr im Wege stehen. UK kann dann mit großen Nationen wie etwa Bahamas, Neuseeland und Grenada, oder Jamaika schwunghaften Handel führen. Trump wartet bestimmt schon mit großer Ungeduld auf das 64 Millionen Völkchen, um hier einen perfekten und bevorzugten transatlantischen Handel mit Großbritannien abzuschließen. Selber Schuld.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 17