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Mögliche Brexit-Absage: Warum die Briten erst einmal austreten sollten
NEIL HALL/ EPA-EFE/ REX/ SHUTTERSTOCK

Der Brexit stürzt die britische Politik ins Chaos - bleibt das Königreich doch noch in der EU? Die Chancen dafür steigen, doch ein Rücktritt vom Austritt wäre keine gute Idee. Weder für die Insel noch für die EU.

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apetri1 11.12.2018, 21:41
30. Ganz richtig!

Denn nur so kann das große Britannien erfahren, wie klein es eigentlich ohne die Anderen ist.

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timdreher1978 11.12.2018, 21:41
31. Die Fremdenfeindlichkeit überwinden?

Warum sollten empathielose und schlichte Gemüter plötzlich empathiefähig und differenziert denken können. Darauf zu warten, bis der Großteil der britischen Gesellschaft ein neues Denken gelernt hat, scheint illusorisch. Nur weil die Spaltung der Gesellschaft stets von der rechten und daher aktiveren, aggressiveren und skrupelloseren Seite betrieben wird, darf der moderatere, integrierendere und menschlichere Teil nicht benachteiligt werden. Eine knappe Pro-Vernunft-Entscheidung sehe ich in einer Gesellschaft schon als Maximum.

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fred_m 11.12.2018, 21:44
32. Zwei Vorteile für die EU

Beim Brexit wird es wahrscheinlich zwei Verlierer geben: GRB und die EU.

Allerdings wird es für die EU als Trostpreis zwei Vorteile geben, die meistens nicht erwähnt werden: man könnte endlich Fortschritte machen bei der Regulierung der Finanzmärkte und bei der militärischen Zusammenarbeit. Denn diese beiden Themen hat GRB bisher blockiert.

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spon-1287218867247 11.12.2018, 21:45
33. Artikel 50 sofort reformieren

Schnellstmöglich muss der Artikel 50 geändert werden, sodass ein einseitiger Rücktritt vom Exit nicht mehr möglich ist.
Sonst wird da immer 2 Jahre verhandelt, man ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden und zieht den Austritt zurück.
Am Tag drauf kann man ja wieder den Austritt erklären und der ganze Zirkus fängt wieder von vorne an.
Es kann ja kaum Sinn der Sache sein, die Verwaltung nur mit so nem Blödsinn lahmzulegen.

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Jürgen Thiede 11.12.2018, 21:45
34. Lasst sie auslöffeln, was sie sich eingebrockt haben!

Markus Becker hat absolut recht: Von dem Wahn, dass ein von allen Bindungen an die EU 'befreites' Vereinigtes Königreich das Paradies sei, müssen sich die Engländer (Schotten und Nordiren waren mehrheitlich nicht befallen) selbst losmachen. Wenn der Deal mit der EU, um den sich die Regierung bemüht hat, um letztlich Arbeitsplätze zu erhalten, als Verrat an der Souveränität betrachtet wird, dann muss man das Vereinigte Königreich eben ohne Vertrag aus der EU austreten lassen.
Theresa Mays größter Fehler war, dass sie überhaupt versucht hat, das Beste aus dem Unheil zu machen, das mit dem Referendum angerichtet wurde, und 2016 nicht Boris Johnson, David Davis oder einem anderen Brexiteer das Ruder überlassen hat. Dann wäre klar geworden, wer die Verantwortung dafür trägt, dass die Brexit-Versprechungen nicht eingelöst werden können. So kann man immer die EU für das Zerplatzen der Träume verantwortlich machen und May ist die Dumme, die seit mehr als zwei Jahren von den 'Hardlinern' erpresst wird, die ihr die Verfälschung des Volkswillens vorwerfen, ohne eine gangbare Alternative aufzeigen zu können.

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Murmeltier 11.12.2018, 21:47
35. Und nicht zu vergessen:

Ein Verbleib in der EU wäre ja auch kaum von Dauer. Da wir nun mal ärgerlicherweise dieses EuGH-Urteil haben, das jedem Land leichtfertige Anträge und ihre einseitige Rücknahme erlaubt, würde das VK sicher bei jeder Gelegenheit und jedem innenpolitischen Streit mal schnell wieder Artikel 50 aktivieren. Man kann ihn dann ja auch wieder zurücknehmen, wenn die EU wieder ein paar Extrawürste auf den Grill gelegt und noch mehr Rosinen in den Kuchen gegeben hat.

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apollo9 11.12.2018, 21:48
36. Wie bei "echten" Scheidungen ...

... gibt es eine emotionale und eine ökonomische Seite. Scheidungen sind meist emotional begründet, haben aber ökonomische Folgen. Meist für beide Seiten, da die wirtschaftlichen Synergien flöten gehen. So auch hier. Wenn emotional der Stress in der Gemeinschaft für einen oder beide zu groß wird, ist es besser sich zu trennen. Ob es nach einer Trennung wirklich besser ist, wird sich weisen. Der Autor hat aber recht damit, dass es wohl besser ist, wenn GB diese Erfahrung erst einmal macht, und diejenigen, die die Trennung forciert haben, erst einmal allein "im Regen" stehen.

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kopfball123 11.12.2018, 21:50
37. Das Problem der Brexiteers erledigt sich von selbst...

... denn die sterben auf natürlichem Wege aus. Die Alten haben ja überwiegend "leave" gewählt.

Ich verstehe die Argumentation nicht, dass man nicht das richtige tun darf weil sich dann ein paar Idioten aufregen.

Ein Exit vom Brexit würde sämtliche Fantasien bei den Rechtspopulisten in Frankreich, Holland und Italien von einem eigenen Austritt zerstören. Wenn es GB nicht kann kann es niemand und die EU ist unausweichlich die Zukunft.

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collapsar 11.12.2018, 21:52
38. Zerstritten ohne Brexit ?

Der Autor vermittelt den Eindruck, die Briten seien heute einig oder wären es nach dem Austritt. Man sollte sich lieber vergegenwärtigen, daß die Entscheidung 52:48 fiel; wenn man die Wahlbeteiligung einbezieht, gab es nur 38% für den Brexit - einer de facto verfassungsrechtlichen Entscheidung (woran das formaljuristische Fehlen einer Verfassung im UK nichts ändert).

Demokratisch ist an der Entschwidung für den Brexit genau nichts gewesen. Wenn das die UKIP, fesche Millionäre und naive Provinzler fortgeschrittenen Alters, die den Herren Farage, Johnson & Co. glauben, nach einem EU-Austritt würde die Regierung tatsächlich das Gesundheitssystem besser alimentieren, wenn diese Personenkreise also und ihre europäischen Spießgesellen das anders sehen und durch den virtuellen Raum toben, dann wird man damit leben können.

Die Generation der unter 25-jährigen um ihre Entfaltungsmöglichkeiten in einem freien und vereinten Europa zu bringen wird hingegen nicht gut enden.

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Smarty01 11.12.2018, 21:52
39. Leider richtig

Ich finde es nach wie vor jammerschade, dass die Briten aus der EU austreten, weil es auf allen Seiten nur Verlierer geben wird. Was ich aber nach wie vor bedenklich finde, ist der Umstand, dass offenbar nur wenige Brexiteers die Seiten gewechselt haben. Und so lange das so ist, müssen sie wohl wirklich erst schmerzhaft spüren, was ihnen ohne EU alles fehlen wird. Ist ja leider immer so, dass man das erst hinterher weiß. Ich fürchte aber auch, dass der Weg zurück in die EU ein langer sein wird, da die Briten erstmal ihren Stolz überwinden müssen.

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