Forum: Politik
Mögliche Brexit-Absage: Warum die Briten erst einmal austreten sollten
NEIL HALL/ EPA-EFE/ REX/ SHUTTERSTOCK

Der Brexit stürzt die britische Politik ins Chaos - bleibt das Königreich doch noch in der EU? Die Chancen dafür steigen, doch ein Rücktritt vom Austritt wäre keine gute Idee. Weder für die Insel noch für die EU.

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tommix68 11.12.2018, 22:20
50. Bloß kein Exit vom Brexit...

... warum wurde in diesem Artikel hinlänglich beschrieben, dem ich zustimme. Wenn das passiert, togglen wir hin und her zwischen Brexit und Non-Brexit, bis es den Briten passt, was ja nie passieren würde, weil die EU berechtigterweise ihren Standpunkt nicht aufgäbe. Aber es würde die EU lähmen! Vielleicht kommen die Briten dahinter und verfolgen dann genau dieses Ziel?

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solitaryway 11.12.2018, 22:21
51.

Ich glaube auch, dass es erstmal besser ist, wenn die Briten endgültig die EU verlassen. Historisch waren sie mal das Zentrum einer Weltmacht, dementsprechend tun die sich halt schwer, einzuordnen als einer von vielen gleichgestellten Beteiligten einer Gemeinschaft. Ich habe so meine leichten Zweifel, ob die Briten (zumindest die Engländer) und die EU jemals zusammengepasst hatten.

Klar wird die "Scheidung" nun gerade für die Briten ziemlich schmerzhaft werden, und dennoch nicht umhin kommen, sich komplett umzustrukturieren, neue Verträge zu schliessen usw. Nach dem Austritt werden sie wohl auch genug damit zu tun haben, ihr eigenes Land zusammenzuhalten, so zerstritten wie sie sind.

Eine Rückkehr würde ich in Frage stellen. Vielleicht geschieht das mal in einigen Jahrzehnten, vielleicht werden sie auch nie wieder zurückkehren. Wichtig wäre es, wenn sich beide Seiten nun endgültig den Austieg akzeptieren würden und alles dafür tun, um den Schaden zumindest so gering wie möglich zu halten.

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artep 11.12.2018, 22:24
52. Gespalten

Ich votiere für "gespalten" als Unwort des Jahres 2018. Alles scheint derzeit gespalten zu sein: Deutschland, Europa, die CDU, GB und auch das Feuerholz, das, obwohl gespalten, eine behagliche gemeinsame Flamme erzeugt. Wer dauernd von Spaltung redet und mit deren Gefährlichkeit droht, hat das Wesen einer Demokratie nicht begriffen. Gerade Spaltung und Reden treibt die Entwicklung voran, aus der sich annehmbare Kompromisse für alle Seiten ergeben. Paradies war gestern. Heute ist Realität.

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peter.di 11.12.2018, 22:29
53. nach einer solchen Zeit einen Neuantrag auf Aufnahme in die EU stellen

Falls es die EU dann überhaupt noch gibt. So richtig große Begeisterung für "Europa" scheint es ja eigentlich nur noch in Deutschland zu geben. Und dabei ist es gerade die deutsche Regierung, die die EU so richtig schön spaltet. Zugegeben, sich der EU zu entledigen kann man natürlich nur wenn es eine Referendum gibt. So wie in GB. Wahlen die nichts verändern können helfen da nicht weiter.

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spon_2513064 11.12.2018, 22:38
54. Danke für diesen Kommentar

Es wäre wirklich gut, wenn UK draußen wäre. Man ist das Gezänk einfach leid.

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herrschläfer 11.12.2018, 22:38
55. Bügeleisen

Ein Kind muss sich erst einmal verbrannt haben, um zu begreifen, was "heiß" bedeutet. Alles Reden und Warnen führt zum Gegenteil.
Daher ist der Kommentar völlig nachvollziehbar und richtig.
Learning by doing.

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anonym187 11.12.2018, 22:41
56. wann endet endlich dieses armseliges Trauerspiel?

die Briten haben sich gegen die EU entschieden! Sie wollten immer mehr Sonderwünsche haben! Jetzt rächt sich das ganze und das ist auch gut so! Es kann nicht sein, dass GB immer davon kommt und die EU torpediert! Sie haben ihre eigene Währung sowie eigene Sonderregelungen.

GB sollte auf die harte Tour erkennen, dass EU nicht die GB braucht sondern GB die EU braucht. Dass die Schotten sich von GB verabschieden würden und das kleine GB zusammenfallen wird. Wenn GB nicht endlich einkehrt und akzeptiert, dass die Wirtschaftsgemeinschaft für die ganze EU ist, dann sind hier nicht mehr willkommen! Im Zweifelsfall würde ich sogar einen harten Brexit im Kauf nehmen und GB ggf. für den Bruch des ausgehandelten Vertrages mit wirtschaftlichen Sanktionen bestrafen

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artep 11.12.2018, 22:44
57.

Zitat von usikanada
wie #15 fand auch ich in Beckers Beitrag meine eigene Einschätzung der Lage fast wortgleich gespiegelt. Er hat die Risiken eines letztminütigen Rücktritts vom Brexit, die sich für das U.K. und für die EU ergeben, treffend charakterisiert. Wie man aus den Kommentaren zu diesem Artikel sehen kann, kommt die deutlichste Zustimmung von all denen, die die britische Mentalität nicht nur aus den Medien kennen, sondern in GB gelebt haben. Eine Auszeit, während der die Briten auf sich selbst gestellt sind und mit den Folgen ihres kollektiven Wahnwitzes leben müssen, kann nur heilsam sein. Bleibt GB in der EU, wird das die Gemeinschaft nur schwächen.
Ein harter Brexit wäre vorteilhaft für die EU. GB hat Europa viele Schwierigkeiten gemacht. Europa lebt besser ohne diese Insulaner, die immer noch glauben, sie könnten die Welt beherrschen. Schätzungsweise werden sie das auch noch weitere 300 Jahre glauben, fernab von jeder Realität. Inzwischen sollte Europa sich um sich selbst kümmern, das trauen die Briten uns aber nicht zu. Und da sollten wir sie nicht recht behalten lassen.

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amon.tuul 11.12.2018, 22:47
58. Wer von gespaltener Eu redet

singt lediglich das von angelsächsischer Hybris getextete Lied. Brexit und Trump sind 2 Seiten der gleichen Münze.

Sie misbrauchen schamlos nichtsahnende Linke in Europa und spannen sie für ihre EU-spaltenden Sprüche bzgl. 'Festung Europa' ein, die natürlich niemanden mehr ärgern würde als die FED, die NATO, US Regierung und Buckingham Palace.

So schmieden schmierige Milliardäre asymmetrische Allianzen aus Linksaktivismus und Großfinanciers.

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obersterhofnarr 11.12.2018, 22:48
59. Spalten wollten die Briten schon früher

Zitat von j.malle
Die Briten kannten die Bedingungen des Binnenmarktes. Dachten aber sie könnten die EU spalten und sich nur die Rosinen heraus zu picken. Ich habe kein Verständnis für Kommentare bei Spon, die der EU die Schuld geben. de Gaulle und Adenauer wussten warum sie eine Mitgliedschaft der Briten verhindert hatten. Während die Beiden eine Integration Europas als Ziel hatten. Wollten die Briten nur wirtschaftlich Vorteile. Die hatten sie in den 70`er erreicht. Und ab den 80`er haben die Briten immer nur gebremst. Bei der Aufnahme der Osteuropäer waren sie ganz vorn dabei. Die Freizügigkeit wollten sie von Beginn an. Jetzt sind ihnen diese Migranten zu viel.
Im Grunde haben die Briten nämlich den Krieg verloren und das nagt natürlich. Während es in den 60er und 70er-Jahren in GB wortwörtlich an allen Ecken und Enden brannte und auch fast alle Kolonien unabhängig wurden, gab es im eigentlich besiegten Deutschland einen stabilen Wohlstand und gemütliche Lebensverhältnisse.
Was aber noch viel stärker nagt, ist, daß auch die ganzen trojanischen Pferde wie die Personenfreizügigkeit für Osteuropäer und im Prinzip der Euro, der als Gegenleistung für die Wiedervereinigung gedacht war; in Deutschland und Frankreich nicht zu den von britischer Seite erhofften Verwerfungen geführt haben. Im Gegenteil, Deutschland profitiert mit am meisten von den günstigen Arbeitskräften aus Osteuropa und dem weichen Euro mit den niedrigen Zinsen.
Es fehlt in GB ein radikaler gesellschaftlicher Umbruch, wie es ihn in fast allen europäischen Staaten gegeben hat und der damit verbunden Debatte darüber, welche Rolle das GB in Zukunft noch spielen kann und wie mit der Vergangenheit umzugehen ist.
Die nämlich alles andere als glorreich war.

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