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Mögliche Waffenruhe in der Ostukraine: Putins Etappensieg
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Schweigen die Waffen in der Ukraine jetzt dauerhaft? Die Meldungen aus Kiew und Moskau sind widersprüchlich. Gewinner einer Deeskalation wären vor allem Wladimir Putin und die prorussischen Separatisten.

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Dr.Alex 03.09.2014, 14:23
2. Achtung Falle

Bei allem Respekt.Wir sollten uns nicht (wieder einmal) verarschen lassen. Kurz vor den wichtigen EU und NATO Treffen zieht Herr Putin mal schnell den Schafspelz an, um ihn dann kurz danach wieder genauso schnell auszuziehen.

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AbuHaifa 03.09.2014, 14:27
3.

"Gewinner einer Deeskalation wären Putin und die Seperatisten". Aha, die Ukraine und ihre Verbündeten sind also die Verlierer. Dann ist doch klar, wer in den letzten Monaten das meiste Interesse an einer Eskalation hatte - Kiew und der Westen. Endlich hat es auch jemand bei SPON begriffen.

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rittal 03.09.2014, 14:28
4. Wie versteht Ihr diesen Satz?

Spiegel schreibt: "Egal wer sie ausgehandelt hat und für wie lange: Sollten die Waffen wirklich schweigen, wäre das ein Erfolg für Putin".
Ist der Waffenstillstand nicht vielmehr ein Erfolg für die Bevölkerung? Oder sind die verbliebenen Einwohner der Ostukraine von unseren Medien bereits "abgeschrieben"?

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warumeigentlich 03.09.2014, 14:29
5. Objektivität, wenigstens nur ein bisschen

Um die Ukrainekrise als Teil der geostrategischen Politik der USA besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf den Berater der US Presidenten zu werfen, Herrn Brzezinski: https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2012/juli/warum-der-westen-russland-braucht
Auch die Ziele der Investoren sowie der IWF: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/05/neue-milliarden-schulden-iwf-gibt-ukraine-zur-pluenderung-frei/
Viel Spaß beim Begreifen um was es in der Ukraine geht.

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generation21 03.09.2014, 14:30
6. Gemeinsame Wege finden

Es geht doch, erfreuliche Worte nach diesen Wochen. Wenn ein föderaler Status im derzeitigen Staatsgebiet für die Ukraine gefunden wird, Abstand genommen wird von der Annäherung der Ukraine an die NATO und schließlich Europa und Russland gemeinsam mit der Ukraine einen gangbaren und gemeinsamen Weg mit EU-Asoziierung und Eurasischer Zollunion finden, so kann wieder der Weg zu einem gemeinsamen Weg und Versöhnung gefunden werden.
Aber was auch noch wichtig wäre: Zügelung aller Bellizisten (Rasmussen, Brok und Co.) im Westen, vor allem der NATO und sofortige Wiederannäherung Europas an Russland, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht, um den gemeinsamen Scherbenhaufen aufzuräumen. Denn nur so werden wir den Weg gemeinsamer Entwicklung und Prosperität weitergehen können. Zu viel steht auf dem Spiel, vor allem für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung Europas.

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Drunken Masta 03.09.2014, 14:30
7. Gewinner einer Deeskalation wären vor allem Wladimir Putin und die prorussischen Separatisten.

In meinen Augen wären zunächst vor allem die Zivilisten die Gewinner.
Sollte Putin tatsächlich in der Lage sein irgendwas auzuhandeln und den Seperatisten Befehle zu erteilen, wäre er wohl der große Verlierer, da er dann erwiesenermaßen einen Angriffkrieg gegen einen souveränen Nachbarstaat geführt hat. Jedes andere Land in russischer Reichweite wird seine Beziehungen zum großen Nachbarn sehr genau überdenken. Die westliche Welt wird derlei Aktionen außerdem hoffentlich nicht einfach auf sich beruhen lassen. Ich hoffe Putin kriegt noch lange Jahre ordentlich Gegenwind. Auch der russichen Bevölkerung muss klar gemacht werden, dass sie keinen starken Führerer an ihrer Spitze haben, sondern jemandem der dem Land schadet.

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carahyba 03.09.2014, 14:30
8. doch, doch ...

Herr Bidder scheint mir die Lage richtig einzuschätzen. Dieser Artikel bringt sogar einige Aspekte in die Diskussion, die für das Weitere wichtig sein könnten, den zukünftigen Status der von den Separatisten gehaltenen Gebiete.

Die Separatisten arbeiten auf die Kosovolösung hin, Russland und die Separatisten könnten sich auch mit der erwähnten Transnistrienlösung zufrieden geben.

Der Oblast Donezk und Lughansk ist für die Kiewer auf jeden Fall verloren. Vielleicht kommt es noch zur Autonomielösung innerhalb der Ukraine, das können sich aber die Kiewer nicht leisten, weil dann andere Regionen dies auch verlangen würden.

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mikelbraun 03.09.2014, 14:34
9. Gewinner ist weder Putin noch Poroschenko, sondern die Menschen in der Ukraine

Russland wird soviel Druck auf dem Kessel lassen, wie es erforderlich ist die Ukraine zum Einlenken zu bewegen. Und keine Sanktion der Welt kann diese Strategie ändern. Im Gegenteil mit jede Sanktionseskalation schlägt der Westen einen Nagel mehr in den eigenen Sarg, die Ukraine taumelt schneller dem Abgrund entgegen, und Russland forciert das BRICS Bündnis und die neugegründete “Bank of Development” in HK. Europa ist hier hilflos, planlos und ich erkenne nicht mal den Ansatz einer Strategie. 

Das Ganze nennt man “tektonische” Machtverschiebung.

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