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Möglicher SPD-Kanzlerkandidat: Die Schulz-Frage
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Verzichtet SPD-Chef Sigmar Gabriel auf die Kanzlerkandidatur und lässt seinem Freund Martin Schulz den Vortritt? Immer mehr Genossen sprechen sich für den Präsidenten des Europaparlaments aus. Welche Chancen hat er wirklich?

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Emderfriese 10.10.2016, 13:19
120. Weg

"...Was ist da nur los bei den Genossen? Warum die Hektik?..." Ich habe die übrigen Kommentare noch nicht gelesen, weil es mir ein Bedürfnis ist, auf die obige Frage eine Antwort zu geben:
Es geht schlicht um ein "Sich-Drücken" vor Inhalten und Programmen. So man die Frage des SPD-Kanzler-Kandidaten auf eine Personalfrage reduziert, muss man keine Alternativen zu der so sehr erfolglosen, beinahe katastrophalen Politik dieser ehemaligen Arbeiterpartei diskutieren. Die Angst vor noch weniger Prozenten, noch weniger Mandaten und noch weniger Pöstchen greift um sich. Und was tut der Parteibonze, wenn er seine Pfründe bedroht sieht?
Er igelt sich mit seinesgleichen ein.
Denn täte er das nicht und die Basis würde vielleicht doch einmal von "links" her durchwählen - die meisten der Siggis und Schulzens wären weg vom Fenster. Basta.

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portlana 10.10.2016, 13:19
121.

Zitat von schwaebischehausfrau
Steile These, wonach " die Bürger ihn (Schulz) bisher nur als den überzeugenden Supereuropäer kennen". Keine Zweifel, Hr. Schulz ist sehr von sich selbst überzeugt und er führt sich auf, als hätte er in seiner Position in Brüssel irgendwas zu sagen. Dabei ist seine faktische Macht als "Parlaments-Präsident" vergleichbar mit des Bundestags-Präsidenten - nur dass Lammert sich nicht permanent aufführt wie Graf Koks. Figuren wie Schulz (oder der luxemburgische Aussenminister Asselborn, ungefähr so bedeutend wie der Bürgermeister von Castrop-Rauxel) bekommen nur deshalb in Deutschland Aufmerksamkeit, weil in den Polit-Talkshows immer verwzeifelt irgendein "Euorpa-Politiker" gesucht wird, der Deutsch spricht und den man den Zuschauern mit irgendeiner Funktion als "wichtig" verkaufen kann.
sorry, aber das stimmt nicht
mal besser richtig informieren, natürlich hat jeder präsident egal wo ohne den kongress/bundestag etc beschänkte gewalt.
aber im gegensamtz zum bundestagspräsident auch schon wenn auch beschränkte echte.

er hat doch zum beispiel mit seinem veto, die vorzeitge visafreihiet für die türkei gestoppt. sorry, der bundestagspräsident darf gar nix entscheiden

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kalle blomquist 10.10.2016, 13:19
122. SPD tut mir leid

Die SPD sitzt im Schraubgriff einer Zange, nämlich zwischen den sich zur Mitte hin sozialdemokratisierenden Grünen und der sich nach links hin sozialdemokratisierenden Merkel-Union. Da bleibt kein Platz zum Atmen, die Luft wird knapp, man japst: Schulz, aber das hilft nichts. Die SPD hat ihren Platz eigentlich sehr wohl in der linken Mitte, aber da haben sich viele breit gemacht. Die Fahrradbeauftragten und die Zahnarztgattin wählen grün, während der Zahlarzt selbst weiterhin CDU wählt, und alle sind sich sowieso inhaltlich einig. Vielleicht sollte man die SPD auflösen, auch wenn Brandt und Bebel im Grabe rotieren. Am Ende ist es doch nicht schlecht, wenn eine Partei alles erreicht hat (Deutschland ist zu 90% links-mittig) und sich daher auflösen kann.

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Leser161 10.10.2016, 13:20
123. Nahles for K

Nahles, die einzige Person aus der SPD die in den letzten Jahren überhaupt irgendwas zählbares Sozialdemokratisches ("Mindestlohn") produziert hat. Wer den Mindestlohn nicht gut findet wähle halt CDU.

Schulz&Co. würden die SPD den nichtsagenden gelben Weg entlang ins Nichts führen.

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ludwigmvdr 10.10.2016, 13:20
124. :-)))

Zitat von logomat
Schulz ist einer der hartnäckigsten Gegner der Steuervermeidung der globalen Konzerne und will dass Steuern in dem Land bezahlt werden müssen, wo das Geld verdient wurde.
...der beste Schenkelklopfer bisher in diesem Forum !

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view3000 10.10.2016, 13:22
125.

Bei allem Respekt vor Herrn Schulz aber es geht glaube ich bei der nächsten Wahl nicht um den Kanzlerkandidaten sondern darum, wer das beste Parteiprogramm hat und wer die meisten Neuwähler für die eigenen Ideen mobilisieren kann. Also kann man wohlwollend Herrn Schulz nur den Tip geben, erst einmal über ein verändertes Parteiprogramm nachzudenken, bevor er für die Missstände seiner Vorgänger den Kopf hinhalten muss.

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iffelsine 10.10.2016, 13:22
126. Gabriel oder Schulz ? Weder noch !

Beide sind selbstverliebt und stellen das vorne an. Für Schulz wird zudem ein Versorgungsposten gesucht - für Gabriel auch. Gabriel kann ja noch Bundespräsident werden, dann kann er noch durch die Weltgeschichte gondeln und kluge Sprüche wie Gauck klopfen. Der einzige, der noch genug Grips mitbringt für eine Kanzlerschaft ist Schäuble, wenn da nur nicht das hohe Alter wäre. Ansonsten haben wir niemanden unter den oberen 100 Politikern in Deutschland, der auch annähernd nur fachliche Eignung mitbringt. Armes Deutschland...

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einzigerwolpertinger 10.10.2016, 13:25
127. Der Wunsch nach einer Kanzlerkandidatur von Schulz wächst

im Spiegel.
Sonst kann ich nicht feststellen wer in der 'zunehmend nervösen' SPD unbedingt und jetzt Schulz nominieren will. Schulz wird, absprachegemäß, nicht wieder zum EU Parlamentspräsidenten gewählt werden. Das weiß er seit langem, auch eine Intervention von Freund Juncker hat da nicht geholfen. Also sucht er eine Anschlußverwendung.
Sollte er tatsächlich Kandidat werden, fällt ihm auch der Parteivorsitz zu und den behält er auch ohne Kanzler zu werden.

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Argumentationslogiker 10.10.2016, 13:26
128. Einzige Chance

Martin Schulz ist ein wahrer Europäer, ein guter Wahlkämpfer, ein Staatsmann, in vielen Fassetten ein Sozialdemokrat alten Schlags und nicht in der Bundespolitik korrumpiert. Er wäre denke ich der einzige aussichtsreiche Kandidat, den die SPD gerade auffahren könnte. Mit ihm wäre auch eine Reformregierung rot-rot-grün eher möglich. Wenn er kandidiert, dann habe ich noch einen letzten Funken Hoffnung, dass es 2017 nicht mehr weiter bergab geht.

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portlana 10.10.2016, 13:28
129.

Zitat von hkubin
Wenn die SPD bei der nächsten Bundestagswahl mit aller Gewalt unter 20 % kommen will, braucht sie nur Schulz zum Kanzlerkandidaten zu küren. Tendentiell ist diese Diskussion um den Kanzlerkandidaten ein typisches Beispiel dafür, dass die Verantwortlichen kaum wissen wie das Volk tickt und denkt. In meinem (multipolitischen) Umfeld kenne ich zum Beispiel keinen, der sich nur ansatzweise für Schulz auspricht. Von daher kann es mit Schulz nur weiter anwärts gehen.
ich kenne einige, die sich wenigsten mal mit ihm und seine ansichten auseinandersetzen und gut finden, dass er offen auch gegenpositione zu seiner partei .
der haken, die meissten tuen das eh nicht und es reicht schon , dass er in der eu ist, um ihn zu beurteilen

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