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Mohammed-Karikaturen: "Charlie Hebdo"-Chefredakteur kritisiert westliche Medien
AFP

Der Chefredakteur von "Charlie Hebdo", Gérard Biard, hat westliche Medien kritisiert, die den aktuellen Titel der Zeitschrift nicht zeigen. Die Karikatur sei ein Symbol für die Meinungsfreiheit.

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wallenstein66 19.01.2015, 07:41
150.

Es gehört auch zur Meinungsfreiheit, Karrikaturen von Charlie Hebdo nicht zu zeigen.
Das hat Monsieur Biard offensichtlich vergessen.

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tzu345 19.01.2015, 07:43
151. Religiöse Gefühle

können einfach in einer säkularen Welt kein Grund sein für oder gegen etwas. Punkt. An diesem Punkt sollten wir schon lange vorbei sein und es wäre ein sehr wichtiger Beitrag der Politik, wenn dieser unsägliche Paragraph endlich aus dem Gesetz gestrichen würde. Religion ist Privatsache und gehört nicht zu den Werten, die als Argumentationsgrundlage taugen. Wie derzeit auch in der Türkei zu beobachten, nutzt diese Denkweise nur, um die Meinungsfreiheit einzuschränken. Der Westen sollte hier keine Rücksicht auf vermeintliche oder tatsächliche Befindlichkeiten der islamischen Welt nehmen, dann braucht der Nahe Osten schnellstes seine "Aufklärung", solange dieser Aspekt nicht geklärt ist, wird es keinen Frieden geben.

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wiebitte??? 19.01.2015, 07:52
152. Keinerlei pro- contra-

Charlie Hebdo hat nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun.
Diese Zeitschrift ist nur eine Beleidigung der Menschen, die sogar ständige Spiegel-Zeitschriften mit schwarzen Hintergründen gegen den Islam, überbietet.

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begeka 19.01.2015, 07:52
153. Gespenst der Freiheit

Wer Charlie Hebdo kannte, wusste, dass diese Schärfe und Rücksichtslosigkeit in Deutschland nicht möglich wäre. Jetzt, da alle Deutschen Arbeitsproben von CH kennen und eine gewisse Schamfrist mit pathetischen Bekenntnissen zur Meinungsfreiheit verstrichen ist, tritt die wahre Haltung bei vielen zutage - mit Überlegungen zur Einschränkung der Meinungsfreiheit, die sich unter einer überreflektierten Fassade und immer hochmoralisch geben. Ich halte sie trotzdem für Rationalisierungen einerseits der eigenen Empfindlichkeiten, die altruistisch verpackt werden oder um Wege, doch wieder die durch Fakten erschütterte Unheile- Welt-Sicht aufrechtzuerhalten (der imperiokapitalistische Westen ist schuld). Die unaufgeklärten muslimischen Völker konnten ja gar nicht anders, als auf die Beleidigung ihres Glaubens mit Gewalt zu reagieren.

Wer die Einschränkung der Meinungsfreiheit ins Belieben der Gefühlsreaktion des anderen stellen will, hat schon verloren, denn er ist diesem unterworfen. Die repressivste und intoleranteste Gruppe gäbe die Maßstäbe vor. Deshalb können es nur diskursiv entwickelte Maßstäbe auf der Höhe der verfügbaren Rationalität sein, auch wenn sie von einigen Kulturen nicht geteilt werden (Beispiel Menschenrechte).

Im Übrigen ist der Rückzug auf die Schwundstufe der Meinungsfreiheit, die Gedankenfreiheit, bei vielen zu spüren, die natürlich keine Unkosten macht. Wenn er seine "freien Gedanken" für sich behält, kann sogar der apostatische Muslim seinen Kopf behalten. Der obrigkeitsstaatliche Deutsche, der den Stock, mit dem man ihn einst geprügelt hat, in sich trägt, singt wieder "Die Gedanken sind frei, wer kann sie verbieten" - und lässt es dabei bewenden, im Vollgefühl seines Mutes. Und mutig wie er ist, verdammt er auch lieber friedliche Pedigisten als unfriedliche Islamisten.

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jshoover83 19.01.2015, 07:52
154. Traurige Kommentare

Pressefreiheit bedeutet nicht Freiheit von Kritik. Ich finde es sehr traurig, dass so viele Leute in dieser Kommentarspalte dies nicht verstehen.

Ja, Zeitungen haben jedes recht zu drucken was sie für richtig halten. Aber sie müssen damit leben, dass sie für die Dinge verantwortlich sind die sie drucken (oder eben nicht drucken).

Wenn die großen Zeitungen es versäumen ihre Leser anständig zu informieren, sei es aus Feigheit oder anderen Gründen, dann hat der Herr Biard jedes Recht dies zu kritisieren. Wenn der Herr Biard anfängt diese Zeitungen verbieten lassne zu wollen oder droht ihre Mitarbeiter in die Luft zu jagen, dann können wir von einer Verletzung der Pressefreiheit reden.

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ex rostocker 19.01.2015, 07:54
155. Meinungsfreiheit ist kein Recht zur Beleidigung

In der HEUTE-Nachrichtensendung wurde eine junge Iranerin, in Paris lebend und voll westlich integriert, gefragt, was sie von den Karikaturen in CH hielte. Die Frau sagte, sie sei tief gekränkt und gedemütigt. Dabei war sie den Tränen nahe.

Hoffentlich sind sich die Macher von Charlie Hebdo im Klaren, was sie mit ihren Zeichnungen auslösen. Hetze und Beleidigung gegen Religionen hat mit Presse- und Meinungsfreiheit nichts zu tun. Moslems haben oft ein anderes Welt- und Gottesbild als andere Religionen. Das müssen wir akzeptieren. Toleranz und Meinungsfreiheit gehören zusammen - sonst sind wir bald wieder bei den Karikaturen des Naziblattes "Der Stürmer" !

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clausbremen 19.01.2015, 07:54
156. Wo, bitte ...

... stehtgeschrieben, dass im Islam "bildliche Darstellungen des Propheten" verboten sind? Im Koran jedenfalls nicht.

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maximilianhoffahrt 19.01.2015, 07:57
157. Das Link oder der Link ?

.... das ist hier die Frage. Ober muss man nun allem "das" vorsetzen", damit die Dämlichkeit sich der Herrlichkeit gleichberechtigt fühlt ?

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Grönhall 19.01.2015, 07:58
158. Schade

Zitat von schocolongne
Die Argumentation von Charlie Hebdo erscheint mir nirgends zu Ende gedacht, sondern völlig daneben. Da stehen westliche.....
Ihren Kommentar konnte ich gut nachvollziehen bis sie ihn mit dem letzten Satz verdorben haben, in dem sie einen ausgeprochen dummen Satz eines Mannes zitierten dessen "Religion" zum Glueck nur eine kurze Lebensdauer vergönnt war, und von der zum Glueck nur noch Fragmente existieren.
Und wegen dieser, seiner Lehre mussten in einem verhältnismässig kurzen Zeitraum ihres Bestehens viele Millionen Menschen sterben.

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Palmstroem 19.01.2015, 08:02
159. Meinungsfreiheit oder Angst

Natürlich kann jede Redaktion frei entscheiden, ob sie die Mohamed-Karrikatur von Charlie Hebdo zeigt oder nicht.
Die entscheidende Frage ist nur - aus welchem Grund.
Wäre es aus Angst - wäre es fatal.

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