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Monarchie in Swasiland: Majestät lässt wählen
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Swasiland ist eine der letzten absoluten Monarchien der Welt. Am Freitag wird in dem kleinen Königreich im Süden Afrikas gewählt. Doch die Wahl ist eine Farce: Parteien wurden vor 40 Jahren abgeschafft, das Parlament berät den König nur - und wird zur Hälfte von ihm persönlich ernannt.

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mgberlin 20.09.2013, 06:41
1. Och Leute,

die "Armutsgrenze" ist sagt nichts über Hunger oder absoluten Mangel aus, sondern ist ein Verteilungsindikator, dabei werden nicht absolute bzw. internationale Werte, sondern das im Land vorherrschende "Median-Äquivalenzeinkommen", manchmal auch das Durchschnittseinkommen als Bezugsgröße verwendet. Wer das um mehr als 50% unterschreitet, gilt als "arm".

Wenn also die Herrschersippe um König Mswati sich um gigantisch hohe Einkommen bereichert, bedeutet das, dass die Royals jeweils ein Vieltausendfaches des Durchschnittswerts beziehen und alle Anderen weitaus darunter. Die hohe Armutsquote ist also nicht trotz, sondern wegen Mswatis Reichtum so hoch.

Genau so sähe das in einem kleinen Ölsultanat auch aus - allerdings mag die "relative" Armut dort immer noch einen absoluten Lebensstandard bedeuten, der mit Swasiland nichts zu tun hätte und auch hierzulande als wohlhabend gelten würde.

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saarpirat 20.09.2013, 06:44
2.

Zitat von sysop
Swasiland ist eine der letzten absoluten Monarchien der Welt. Am Freitag wird in dem kleinen Königreich im Süden Afrikas gewählt. Doch die Wahl ist eine Farce: Parteien wurden vor 40 Jahren abgeschafft, das Parlament berät den König nur - und wird zur Hälfte von ihm persönlich ernannt.

Das mit dem Beraten kommt mir nicht mal besonders fremd vor.

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doubletrouble2 20.09.2013, 06:50
3. Mit 200 Mio Euro Vermögen...

...ist der König im weltweiten Vergleich ein eher armer Mann. Dennoch erscheint es weise, davon etwas weniger auszugeben für Luxus, und mehr zu investieren in Schulen. Dort Bildungsarbeit zu leisten, könnte eine reizvolle Aufgabe sein.

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thomas_gr 20.09.2013, 07:03
4. optional

Hat man Rohstoffe in Swasiland gefunden oder wie kommt diese Meldung zustande? Will man wieder einreiten und die Demokratie "bringen"?

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bi-bo 20.09.2013, 07:11
5. Nicht der Einzige

His Majesty Mswati III. ist nicht der einzige, letzte. Das Sultanat Brunei ist genauso "aufgestellt" und regiert. ;-) Klugscheisser-Modus ;-)

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umuc 20.09.2013, 07:23
6. Schon wieder Einmischung?

Deutschland soll sich also einmischen? Haben wir nichts anderes zu tun? Mich berührt dieser Artikel in keiner Weise. Wer Afrika, geprägt von Stämmen und deren Anführern, kennt, gibt sich keiner Illusion hin. Wir brauchen kein verständnisvolles Gutmenschentum, um diesen Kontinent aus dem Elend zu führen. Es gelingt sowieso nicht.

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knowit 20.09.2013, 07:31
7. Russische

Verhältnisse halt...

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markushatt 20.09.2013, 07:51
8. obesdiesmalzensurgibt

Ob nun ein König oder eine Zentralbank regiert, Wahlen werden immer gestellt, oder ist die Meinungsmache vor der Wahl bei uns denn demokratisch? Siehe "Werther-Effekt" bei wiki
Ist doch egal wer regiert. Wer das Geld kontrolliert, ist immer der König.

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murmel57 20.09.2013, 08:07
9. viel zu kurz gedacht

"Nur wenn die Bevölkerung selbst entscheide, wie sie regiert werden wolle, habe Swasiland eine Chance."

Das ist keine Lösung. Ohne Tradition einer demokratischen Meinungsfindung wird das Wahlvolk nur dazu missbraucht werden, diejenigen Halunken, welche den besten Zugang zu den Medien haben, durch ihre Stimme an der Urne zu legitimieren. Der König täte besser eine Technokratie einzuführen, die Macht und das Vermögen dazu hätte er bereits. Es gibt genug Beispiele der jüngeren Geschichte, auch direkt vor unserer Haustür, wo das oktroyieren einer Demokratie im Desaster und Chaos endet.

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