Forum: Politik
Mord in Freiburg: Tat und Wahrheit
DPA

Ein Verbrechen ist geschehen. Ist die Herkunft des Täters ein Thema? Soll die Tagesschau berichten? Oder verfestigen schon solche Fragen die Vorurteile? Deutschland steckt in der Rassismus-Spirale, daraus gibt es kein Entkommen.

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GinaBe 08.12.2016, 18:20
1. Verpasste Chance.

...Die Biologisierung von Kultur ist eine besondere Spielart des Rassismus

Viel zu oft münzt sich der Begriff inzwischen auf jeden muslimischen Migranten. Er vermischt auf gefährliche Weise Wissenschaftlichkeit mit Populismus und setzt trübe Assoziationen frei: Bomben muss man entschärfen, und wenn es die Hormone sind, von denen die Gefahr ausgeht, warum dann nicht mit entsprechenden Behandlungen?

Heute ist es der Muslim. Jede Berichterstattung über muslimische Migranten sollte das berücksichtigen.


Schade, daß exakt Sie, herr augstein, sich an eigene Vorsätze hier nicht gehalten haben, sondern lediglich Ereignisse wiederholen, die bereits im gleichen Kontext und in gleicher spärlichen Tiefe geschildert wurden.
Nachrichtensperre mag die Ursache sein, Unkenntnis deswegen, daher empfinde ich Ihre Wochenkolumne als etwas dürftig in der Themenauswahl, da bereits Margarethe Stokowski vorgestern dieses aufgriff.

...

So entsteht hier wieder eine Plattform, auf der sich alle jene tummeln, die ihre Ressentiments gegen die genannte Zielgruppe loswerden wollen. Wie infektiös Angst und Wut und Hass sind, erleben wir fortlaufend, nicht nur hier in Deutschland.

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Ivy79 08.12.2016, 18:21
2. schwierig.

Ich denke Ressentiments werden eher bedient, wenn nicht berichtet wird was alle schon wissen.
Dann ist der Vorwurf der Vertuschung naheliegend; und das mitten in einer Diskussion um Lügenpresse..Es war eine Steilvorlage welche die ARD und Zeit da reingekickt haben.

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der-schwarze-fleck 08.12.2016, 18:22
3. Warum diese Diskussion? Was macht das besser?

Die Herkunft des Täters ist eigentlich irrelevant, seine Sozialisation ist entscheidend. Aber das weiß doch eigentlich jeder. Die Erziehung und Prägung in der Jugend kann auch ein jeder von uns schwer ablegen, warum soll das Migranten besser gelingen? Es sind doch auch nur Menschen.

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nunun 08.12.2016, 18:23
4. ne laß mal...

...dazu kann man nicht mehr viel sagen, außer: Ohne Flüchtlinge gäbe es sicher weniger Straftaten, aber sicher auch weniger Erfreuliches (hoffe ich doch..). m.

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jojocw 08.12.2016, 18:25
5. Statistiken

Zitat von Mick.Berlin
Man sollte einfach die vorhandenen gesammelten Daten zu Straftaten sammeln, statistisch aufbereiten (Straftat je 100T Einwohner des betreffenden Landes) und dann ist das Thema doch vom Tisch
Leider ist es dann nicht vom Tisch.

Denn die Statistiken werden von Leuten gemacht bzw. in Auftrag gegeben, die ein ganz bestimmtes Interesse haben.
Und so werden schon bei der Erhebung der Daten Vorgaben gemacht,
und die Polizisten müssen schon aufpassen, wo sie ein Kreuzchen machen, an der falschen Stelle und schon muss man zum Chef.
Nein, keine Rechtfertigung, nur eine kleine Nachfrage.

Und die Erhebung der Nationalität nur, wenn es relevant ist. Wer bestimmt das?

Und so geht´s fort. Bis die Statistik dann das Licht der Öffentlichkeit erblickt, gingen schon viele Augen drüber.

Deshalb: Statistik ist heute das Gegenteil von Wissenschaftlichkeit und Beweis. Leider.

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rantzau 08.12.2016, 18:25
6. Ich nehme mal an

weder Sie noch Frau Stokowski waren jemals in Afghanistan, haben jemals mit Afghanen gearbeitet. Sie sind einfach naiv, und Sie sind auch beleidigend. Sie leben abgeschottet und Ihre Kinder werden wohl selten mit den Problemen konfrontiert, angemacht, angereemplet, angetatscht zu warden. Sie kennen den Kulturkreis (Afghanistan) nicht, und Sie erlauben sich trotzdem eine ganz entschiedenen Meinung.
Wahnsinn! Ich selber kenne unzaehlige Faelle von sexuell motivierten Taten begangen von Afghanen, nicht weil sie schlecht sind, sondern weil sie ganz einfach ueberhaupt nicht damit klarkommen, wie es hier mit Frauen funktioniert. Schauen Sie sich mal die Situation von Frauen in Afghanistan an opder fahren Sie mal abernds U Bahn zum Beispeil in und um die Berliner STrasse. ICh spreche Dari und Pashtu und kenne Afghanistan. Es musste so kommen mit Tausenden jungen Maennern, die hier voellig verloren sind. ..

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Putin-Troll 08.12.2016, 18:28
7. unbegründet?

Zitat von
Wer die Sorgen und Ängste der Menschen mit Nahrung füttert und gleichzeitig darauf hinweist, dass sie unbegründet sind, ist entweder bigott oder dumm.
Ja, weil die Ängste eben nicht unbegründet sind. Kollegin Stokowski wies in ihrer Kolumne jüngst auf eine Statistik des BKA hin, nachdem 72% der Gewalttaten in beziehungen von Tätern mit detschem Pass begangen werden, nur 28% von Ausländern. Vermutlich ist ihr dabei nicht aufgefallen, dass dies bei einem Ausländeranteil von ca. 10% Ausländer im Schnitt dreimal so häufig Gewalttaten in Beziehungen begehen wie Deutsche. Ob das noch allein mit dem im Schnitt niedrigeren Bildungsniveau zu erklären ist, erscheint mir fraglich. Vielleicht gibt es ja doch einen kulturellen Faktor?

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NahGha09 08.12.2016, 18:28
8. Eine mögliche Erklärung

Das große Interesse an der Untat und dem vermeintlichen Täter lässt sich meiner Meinung nach relativ einfach erklären: Viele Menschen im Land sehen in ihren Städten viele junge ausländische Männer, die "irgendwie arabisch aussehen". Viele dieser jungen Männer, gaffen Frauen nach, quatschen sie blöde an und begrapschen sie auch gelegentlich. Viele Frauen fühlen sich mittlerweile im öffentlichen Raum unwohl und/oder haben sogar richtig Angst. Seit Silvester ist dieser Angst eine Art Gewissheit geworden. Ich kenne viele Frauen, die nicht mehr ins Schwimmbad gehen oder abends nicht mehr alleine das Haus verlassen wollen. Sie werden jetzt sagen, dass das unbegründet ist und nur ein subjektives Angstempfinden. Mag sein, dass Sie damit Recht haben. Aber so ist die gefühlte Realität vieler Menschen im Lande.

Im Gegensatz dazu werden uns immer wieder Bilder von weinenden Kindern und Frauen auf der Flucht gezeigt. Es wird über Familien gredet. Es werden Msuterbeispiele für dei gelungen Integration vorgeführt. Statistiker erkären uns, dass wir die Lage falsch einschätzen.

Ist es dann nicht völlig logisch, dass eine Tat wie in die Hameln oder die in Freiburg oder die in Kiel für viele Menschen als Zuspitzung dessen, was sie beobachten können, angesehen wird? Quasi die traurige Krönung der alltäglichen Unanehmnlichkeiten und Unflätigkeiten, die diese vielen jungen, alleinstehenden Männer aus einem Kulturkreis mit einem ganz anderen Menschenbild verursachen.

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luny 08.12.2016, 18:29
9. Begrifflichkeiten

Hallo Herr Augstein,

Sie schreiben:

" Der Freiburger Oberbürgermeister Salomon hat gesagt: "Die Tat ist nicht schlimmer, weil sie ein Flüchtling begangen hat. Wäre es ein Deutscher gewesen, wäre ich nicht weniger entsetzt."

Das ist ein kluger Satz - aber viele Medien und Menschen sehen das anders: Das vom Ausländer verübte Verbrechen ist schlimmer."

Der Freiburger Oberbürgermeister hat den mutmaßlichen Täter als
"Flüchtling" bezeichnet, der er ist.

Sie hingegen verwenden den Begriff "Ausländer".

Gewiß, "Flüchtlinge" sind "Ausländer", aber nicht alle "Ausländer"
sind "Flüchtlinge".

Sie sollten kein Benzin ins Feuer gießen. Meine Meinung.

LUNY

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