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Morddrohungen von Islamisten: Satire-Zeitung darf nicht mehr online gehen

Die Journalisten der französischen Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" wollen sich nicht einschüchtern lassen - trotz des Anschlags auf ihre Redaktionsräume. Doch der Betreiber der Website des Blatts knickt ein: Wegen Morddrohungen mutmaßlicher Islamisten bleibt die Seite vorerst offline.

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sexobjekt 03.11.2011, 19:34
80. ....

es stellt sich die Frage weshalb es Menschen gibt die dermaßen "Hirngewaschen" sind das sie zu solchen Mitteln der Gewalt greifen um ihre "Glauben" zu verteidigen.
Der "Glaube" ist wie so oft und auch in diesem in diesem Fall der Islam.
Wie sollen nun aufgeklärte, sekuläre Gesellschaften Europas vorgehen um solche "Hirnwäsche" zumindest auf ihren Staatsgebieten zu verhindern?

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weltsichtig 03.11.2011, 19:47
81. Die Angst darf nicht gewinnen

Zitat von Wahrheit2011
Leider wird die Toleranz bei Karikaturen nur einseitig gefordert. Als die islamische Republik Iran Karikaturen brachte, da hieß es im Westen, das geht unter die Gürtellinie.
Aha, und wieviele Molotow-Cocktails wurden danach im Westen auf iranische Botschaften geworfen?

Erkennen Sie den Unterschied?

Niemand erwartet von mir, dass mir geschmacklose Karikaturen des iranischen Regimes gefallen, oder dass ich diese nicht kritisiere, aber man kann von mir erwarten, dass ich deswegen nicht anfange iranische Botschafter umzubringen.

Anschläge zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit entspringen einer faschistischen Geisteshaltung, egal ob sie von Rechtsextremisten, von Linksextremisten oder Islamisten ausgeführt werden.
Wehret den Anfängen! Jetzt traut man sich nicht mehr, die Karikaturen zu drucken, später wird man sich nicht mal mehr trauen über die Anschläge zu berichten. Und dann können wir die Pressefreiheit in die Tonne kloppen und der Faschismus hat gesiegt.

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RagabAbdelaty 03.11.2011, 19:50
82. Ich bin Muslim

Ich weiß nicht, warum man andere Religionen nicht respektiert unter der Behauptung, es sei Pressefreiheit. Was diese Zeitschrift gemacht hat, hat überhaupt keinen Sinn und verschärft nur den Konflikt zwischen Muslimen und Europäern. Ich bin gegen jede Gewalt, aber gegen jede Verspottung über andere Religionen, egal welche. Darstellung des Propheten Mohammed ist im Islam nicht erlaubt und das müssen Europäer verstehen und akzeptieren.

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Eutighofer 03.11.2011, 19:55
83. Morddrohungen - sie wirken !

Ein Beispiel für Nachahmungstäter - Morddrohungen wirken !
Immer schön klein beigeben, dann ist das mit der Meinungsfreiheit bald erledigt.

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werauchimmer 03.11.2011, 19:57
84. Troll?

Zitat von RagabAbdelaty
Ich weiß nicht, warum man andere Religionen nicht respektiert unter der Behauptung, es sei Pressefreiheit. Was diese Zeitschrift gemacht hat, hat überhaupt keinen Sinn und verschärft nur den Konflikt zwischen Muslimen und Europäern. Ich bin gegen jede Gewalt, aber gegen jede Verspottung über andere Religionen, egal welche. Darstellung des Propheten Mohammed ist im Islam nicht erlaubt und das müssen Europäer verstehen und akzeptieren.
Sie sind gegen jede Gewalt und setzen dann ein "ABER" hinzu?
Wie ist das denn zu verstehen? Gibt es beim Gebot der Gewaltlosigkeit Ausnahmen?

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unterländer 03.11.2011, 20:00
85. !

Zitat von RagabAbdelaty
Ich weiß nicht, warum man andere Religionen nicht respektiert unter der Behauptung, es sei Pressefreiheit. Was diese Zeitschrift gemacht hat, hat überhaupt keinen Sinn und verschärft nur den Konflikt zwischen Muslimen und Europäern. Ich bin gegen jede Gewalt, aber gegen jede Verspottung über andere Religionen, egal welche. Darstellung des Propheten Mohammed ist im Islam nicht erlaubt und das müssen Europäer verstehen und akzeptieren.
Kennen Sie ein gültiges Gesetz, das das entsprechende Tun in F oder DK verbietet? Wenn nein, müssen Sie damit klarkommen. Und zwar ohne Mollis zu schmeißen.

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Hansael 03.11.2011, 20:00
86. Was ein Unsinn ...

Zitat von RagabAbdelaty
Ich weiß nicht, warum man andere Religionen nicht respektiert unter der Behauptung, es sei Pressefreiheit. Was diese Zeitschrift gemacht hat, hat überhaupt keinen Sinn und verschärft nur den Konflikt zwischen Muslimen und Europäern. Ich bin gegen jede Gewalt, aber gegen jede Verspottung über andere Religionen, egal welche. Darstellung des Propheten Mohammed ist im Islam nicht erlaubt und das müssen Europäer verstehen und akzeptieren.
Religion ist ein privates Hobby und steht nicht über den allgemeinen Menschenrechten. Sie können sich innerhalb ihres religiösen Denkgebäudes verhalten, wie sie wollen, dafür sorgt unsere Verfassung. Sie haben aber nicht das Recht, uns vorzuschreiben, was wir abbilden, kritisieren oder verspotten. Und wenn jemand Allah oder dessen teils hirnlose Gefolgschaft nicht ernst nimmt, darf er das sagen und zeigen!

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cavete 03.11.2011, 20:02
87. Meinungsfreiheit oder religiöse Empfindlichkeit ?

Zitat von sysop
Die Journalisten der franz.Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" wollen sich nicht einschüchtern lassen - trotz des Anschlags auf ihre Redaktionsräume.Doch der Betreiber der Website des Blatts knickt ein:Wegen Morddrohungen mutmaßlicher Islamisten bleibt die Seite vorerst offline.
Im Kern geht es bei diesem Thema wohl darum, ob das Verhalten der Redaktion von "Charlie Hebdo" gutzuheißen ist, man könnte ersatzweise vielleicht auch sagen, ob es angemessen erscheint. Rechtlich wird es sich im erlaubten Rahmen halten.

Im weiten Sinn wird man vielleicht auch die Frage stellen können, ob das, was rechtlich zulässig ist, auch in die Praxis umgesetzt werden sollte. Bei der bedrohten Zeitschrift handelt es sich um ein Satire-Blatt.

Zitat von Wikipedia
Satire ist eine Spottdichtung, die mangelhafte Tugend oder gesellschaftliche Missstände anklagt.
Wenn man das Geschehen als Spott gegenüber einer Religion begriffe, hier der Islam, müßte man die Details des Geschehens, d.h. den veröffentl.Artikel der franz. Zeitschrift genauer kennen, um darüber zu urteilen, ob dieser als verspottend einzustufen wäre. Ein Urteil darüber wäre in jedem Fall sehr individuell vom jeweiligen Betrachter bzw. Leser und dessen Grenzen abhängig.

Liest man die scheinbar vom "Spiegel" unredigierte Meldung der Nachrichtenagentur "Reuters/AFP", sieht es jedenfalls nicht danach aus, als reichten die geschilderten Ereignisse für eine solche Bewertung aus.

Selbst aber, wenn der satirische Artikel als verspottend einzustufen wäre, geschähe damit wohl etwas, was nicht nur den islam.Gläubigen als Vertreter einer der Religionen erstmals alleinig widerfahren wäre. Vergleichbares mag es wohl auch zuvor schon u.a. bei der christl. Religion bzw. dem Papst gegeben haben, auch hierzulande und anderswo.

So gesehen stellte sich die Frage: Müssen die Franzosen und im weiten Sinne die Europäer damit leben, wenn sich gläubige Anhänger verschiedener Religionen, de facto und im Besonderen hier bestimmte Muslimen, verspottet fühlen - und diese dann, als Folge davon, mit Anschlägen antworten und mit Mord drohen. Und die dadurch dann am Ende die Meinungsfreiheit gefährden?

Rechtswidrig ist nicht das Verhalten der Satirezeitschrift, sondern das bestimmter Muslime. Diejenigen, die dieses Vorgehen ihrer Glaubensbrüder nicht billigen, sind aufgerufen darüber nachzudenken oder hier zu diskutieren, wie ein solches Verhalten zu bewerten bzw. zu verhindern ist.

Und wenn der franz. Artikel nicht als Spott einzustufen wäre, vielleicht könnte er als Karikierung einer mangelhaften Tugend oder als gesellschaftlicher Mißstand islamisch-religiöser Verhaltensweisen oder Emfpindlichkeiten zu bewerten sein?

Offensichtlich wird er so in diesem Sinn jedenfalls von radikalen Gläubigen wohl nicht ausschließlich verstanden, wie man an den Folgen sehen kann. Wie steht es mit den Nichtradikalen ?

Am Ende stellt sich also die Frage: Müssen sich die Rechtsordnungen Europas, die sich in einem fortdauerndern Harmonisierungsprozeß befinden und sich ständig weiter angleichen, der Religion anpassen oder ist es umgekehrt?

Wenn es dazu kommt, daß der Webseitenbetreiber fortwährender Bedrohung unterliegt, müßte dann nicht letztlich der Staat dafür sorgen, daß legale Unternehmungen wie das Betreiben einer Satirezeitschrift durch ebendiesen geschützt werden? Es ginge um mehr als den Einzelfall.

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Antje Technau 03.11.2011, 20:04
88. Religions- und Meinungsfreiheit

Zitat von RagabAbdelaty
Ich weiß nicht, warum man andere Religionen nicht respektiert unter der Behauptung, es sei Pressefreiheit.
Meinungsfreiheit, nicht Pressefreiheit.
Zitat von
Was diese Zeitschrift gemacht hat, hat überhaupt keinen Sinn
dann ignorieren Sie es doch.
Zitat von
und verschärft nur den Konflikt zwischen Muslimen und Europäern.
was den Konflikt verschärft, dass sind gewalttätige Menschen.
Zitat von
Ich bin gegen jede Gewalt
dann beweisen Sie es, indem Sie gegen die mit Mord drohenden Muslime sind.
Zitat von
aber gegen jede Verspottung über andere Religionen, egal welche. Darstellung des Propheten Mohammed ist im Islam nicht erlaubt und das müssen Europäer verstehen und akzeptieren.
bei uns gibt es die Religionsfreiheit.
Das müssen Sie akzeptieren.
Wenn Sie das nicht akzeptieren können, wenn Ihnen Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit unerträglich sind, dann gehen Sie bitte dorthin, wo es weder das eine noch das andere gibt. Länder ohne Religions- und Meinungsfreiheit sind reichlich vorhanden. Saudi Arabien, Iran, Afghanistan,...viel Spass dort auch noch.

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gekko88 03.11.2011, 20:04
89. Puh..

Zitat von RagabAbdelaty
Was diese Zeitschrift gemacht hat, hat überhaupt keinen Sinn und verschärft nur den Konflikt zwischen Muslimen und Europäern. Ich bin gegen jede Gewalt, aber gegen jede Verspottung über andere Religionen, egal welche. Darstellung des Propheten Mohammed ist im Islam nicht erlaubt und das müssen Europäer verstehen und akzeptieren.
Ah, gut.
Und ich hab mir schon Sorgen gemacht, dass die Morddrohungen und die Attentate den "Konflikt" zwischen Muslimen und Europäern verschärfen würden.
War dann doch die Zeitung Schuld. Na denn.

Ohne jeden Sarkasmus könnte ich Ihnen entgegnen, dass Muslime die in Europa herrschende Pressefreiheit verstehen und akzeptieren sollten. Gegen religiöse Beleidigungen kann man durchaus erfolgreich gerichtlich vorgehen.
Selbstjustiz, der beispielsweise auch Theo van Gogh auf grausame Art und Weise zum Opfer gefallen ist, ist - nie und in keiner Weise - zu tolerieren.

Wie saschaegg in seinem sehr guten Beitrag schon sagte:

Zitat von
Statt den Rechtsweg zu bestreiten zum "Faustrecht" zu greifen und mit Morddrohungen andere einzuschüchtern, ist weit weg von dem, was akzeptabel ist. Freiheit ist immer auch eine Last, nämlich die, das aushalten zu müssen, was einem nicht passt, anderen aber wichtig ist. Solange das im Rahmen der Gesetze der Gesellschaft bleibt, muss man die Satire anderer ertragen.

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