Forum: Politik
Mordfall Susanna: Schuld und Verantwortung
DPA

Die Flüchtlingspolitik Angela Merkels war richtig - doch die Fehler in deren Folge vermag sie nicht glaubhaft aufzuarbeiten. So trägt die Kanzlerin Mitverantwortung daran, dass Fälle wie der Mord an Susanna den Rechtspopulisten Aufwind geben.

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FocusTurnier 08.06.2018, 21:42
10. Schuld und Verantwortung

Nach dem, was die WELT da gerade berichtet, ist die Schuld in der Politik zu suchen. Und die Verantwortung beim Wähler:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article177175036/Wie-das-BAMF-der-Kanzlerin-den-Wahlsieg-sichern-sollte.html

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Justus_Ruhrgebiet 08.06.2018, 21:54
11. Mama Merkel

Der Kommentar des Spiegel legt die Situation und das Problem schonungslos offen. Nur leider wird es von Frau Merkel keine Bemerkung dazu geben. Eine Entschuldigung bei den Eltern wäre ja das mindeste, was man erwarten könnte. Aber darauf mußten auch die Leidtragenden der Berliner LKW Fahrt ein Jahr warten, bis der Spiegel entsprechend agiert hatte. Für die Eltern wird sich die Bundeskanzlerin dazu nicht herablassen, denn wie der Spiegel in einer anderen Analyse klar erkannt hat, ist sie nur damit beschäftigt, die Welt zu retten und merkt nicht, daß sie eine der Ursachen dafür ist, daß die Rechtspopulisten einen immer größeren Einfluß in Europa bekommen.

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Actionscript 08.06.2018, 22:10
12. Wie ein anderes Verbrechen behandeln

Ein Mädchen ist vergewaltigt und ermordet worden, eine schlimme Tat. Der Täter war vermutlich (schon erwiesen?) ein Flüchtling, der abgeschoben werden sollte. Es hätte aber auch ein Deutscher oder ein ausländischer Tourist sein können, der das Verbrechen begangen hätte. Wäre das jetzt so durch die Presse gegangen mit Schweigeminute im Bundestag, Nein. Da jetzt einen Aufstand bezüglich der Flüchtlinge zu machen, ist einfach nur absurd, so absurd wie die AFD als Partei ist. Von daher sollte auch dieser Fall wie ein ähnliches Verbrechen, das nichts mit Flüchtlingen zu tun hat, behandelt werden. Das sollte insbesondere die Aufgabe der Presse sein.

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Patrik74 08.06.2018, 22:17
13. Das (falsche) Mantra der Schwarzen Null

Natürlich war es richtig, in 2015 die indiskutable humanitäre Lage der flüchtenden durch eine mutige Entscheidung zu verbessern, und nicht nur im Inland ist das - bis auf ein paar geistig/emotional unterausgestattete xenophoben Misanthropen - auf große Zustimmung gestoßen. Ausländische Freunde meinten, dass diese Reaktion "very ungerman" war - und das in einer durchaus anerkennenden Art; also nicht wie üblich kleinkariert bis zum letzten und mit dem Fokus auf Sekundärtugenden, sondern einfach mal beherzt mutig humanistisch. Das sorgte für große Anerkennung.

Desaströs war aber der Umgang mit den Folgen dieser mutigen Entscheidung; wer A sagt, muss auf B sagen. Aber da ja das Goldene Kalb der Schwarzen Null über allem thronte, überließ man diese zivilisatorische Herausforderung unterversorgten Behörden - Fehler waren so vorprogrammiert, egal wie groß das Engagement der beteiligten war. Diese Halbherzigkeit und Kleingeistigkeit muss sich die Regierung bis hin zur Kanzlerin vorwerfen lassen.

Letztlich hat dieser kleinkarierte Kleinmut zu all den nachfolgenden Problemen geführt, die viele euphorischen freiwilligen Helfer der ersten Stunden frustriert und demotiviert hat und letztlich nun den inhumanen Feinden der Zivilisation und der bürgerlichen Werte (im eigentlichen Sinne) in die Hände spielt. Hilfe ist gut und richtig, aber damit geht die Verantwortung einher sie ordentlich zu organisieren. Dieses Versagen ist die eigentliche Tragik.

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Weisswurst 2.0 08.06.2018, 22:21
14.

Es geht nicht um die AFD, es geht nicht um Rassisten oder Rechtsradikale. Mir sind diese Leute völlig Wurst.
Es geht darum, dass aufgeklärte, liberale, vernünftige Menschen wollen, dass die Politiker mit gesundem Menschenverstand agieren und aufkommende Probleme der Migration versuchen, zu bewältigen. Da erwarte ich von CDU, SPD und Grünen endlich mal klare Aussagen und Taten.

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Grünstein 08.06.2018, 22:24
15. Ist das wirklich Ihr Ernst??

Glauben Sie mir, Herr Kuzmany, nicht nur der Fall an sich ist Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten. Sondern viel mehr der Umgang von Menschen wie Ihnen mit diesem Fall! Nachdem man nun einiges mehr von dem mutmaßlichen Täter weiß, ist Ihre größte Sorge also die, dass wieder mehr Menschen in die Arme der AfD getrieben werden. Sie meinen also, es ist geschmacklos und unredlich zu behaupten, Susanna würde noch leben, wenn der Verdächtige abgeschoben worden wäre. Gehts noch??? Sagen Sie das doch mal der Mutter ins Gesicht. Susanna ist tot. Und ich meine, sie wurde wie Ungeziefer behandelt. Aber relativieren Sie ruhig weiter. Die nächsten Opfer und auch die nächsten Wahlen kommen bestimmt!

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Strichnid 08.06.2018, 22:27
16.

Zitat von josho
..... in Ungarn zu beenden. Die Grenzen danach wochenlang offen zu lassen war keine humanitäre Verpflichtung mehr. Merkel hätte sofort Europa zur Verantwortung rufen müssen.
Naja, schon richtig. Dummerweise waren diesem Ereignis 5 Jahre Eurokrise vorausgegangen, in denen sich Merkel & Co. mit ihrer Hausherrenattitüde viele Feinde in der EU gemacht haben. Dazu kommt noch, dass Merkel an Dublin II festgehalten hat, obwohl bereits absehbar war, dass das scheitern wird. Sie wollte wie immer aussitzen.

Da war dann auch Schadenfreude zu spüren, dass jetzt mal Deutschland das Problem hat, und die Bereitschaft zu helfen, entsprechend niedrig.

Was ich verstehen kann.

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gruffelo 08.06.2018, 22:36
17. ein paar Volten zuviel, lieber Herr Kuzmany...

Lieber Herr Kuzmany, es mag Ihre Aufgabe sein, die SPON Foristen ein wenig aufzuwiegeln und zum Kommentieren anzuregen. Daher nachvollziehbar, warum Sie mitunter provokante Thesen einflechten. Aber einige Ihrer Behauptungen sind leider denklogisch flasch verknüpft, bzw das Pferd zumindest von hinten aufgezäumt.
1) Die Kanzlerin hat nicht "Mitverantwortung daran, dass Fälle wie der Mord an Susanna den Rechtspopulisten Aufwind geben" - ihre primäre Verantwortung besteht darin, dass sie die notwenigen Voraussetzungen geschaffen hat, damit Morde wie der an Susanna überhaupt passieren konnten. Und zwar indem sie unkontrolliert (offensichtlich auch schwerkriminelle) Personen ins Land gelassen hat, wohlgemerkt ohne Mandat der gewählten Volksvertreter und damit insgesamt ohne Mandat. Wenn diese Personen dann hier im Land Straftaten begehen, fallen diese Straftaten eben doch in die Verantwortung der Kanzlerin, dennn ohne ihre eigenmächtige Entscheidung, die Grenzen zu öffnen, wären diese Personen nicht hier und könnten folglich auch keine Straftaten begehen.
2) Die Verantwortung der Kanzlerin, der gesamten Bundesregierung und auch der Oppositionsparteien wie der Grünen und Linken erstreckt sich dann allerdings noch weiter: dadurch, dass unsere Politiker nicht alles dafür tun, dass spätestens seit dem Fall Amri die offensichtlichen Missstände in der Asylpolitik und den damit verbundenen Prozessen abgestellt werden, und Straftäter unter den Asylbewerbern SOFORT abgeschoben, ausgewiesen oder inhaftiert werden, sind alle Beteiligten, die Kanzlerin allen voran und bis hin zu den Grünen, die notwendige Massnahmen aus falsch verstandenem Mitgefühl im Bundesrat blockieren, an schrecklichen Morden wie dem an der armen Susanna mitverantwortlich.
Die Tatsache schliesslich dass Wähler zur AfD abwandern, ist lediglich ein Zeichen dafür, dass die Wählerschaft mit den herrschenden Zuständen und der Reaktion der Politiker hierauf extremst unzufrieden sind - und dass diese Wähler der regierenden Klasse das Abstellen der herrschenden chaotischen Zustände nicht länger zutrauen und daher AfD wählen, das sollten Sie, lieber Herr Kuzmany, eigentlich als Zeichen für eine funktionierende Demokratie begrüssen.

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SBON 08.06.2018, 22:40
18. Merkwürdige Zuweisung von Verantwortung

Es verwundert, dass die Verantwortung für ein solches kriminelles Delikt der Bundeskanzlerin zugewiesen wird.
Erstaunlich ist doch zunächst einmal, dass ein bereits als Krimineller bekannter Mann (sei es Ausländer oder nicht) trotz Waffenbesitzes nicht in Gewahrsam genommen wird sondern trotz bekannter Gewalttätigkeit die Gelegenheit zu einem solch abscheulichen Verbrechen erhält. Die Verantwortung hierfür liegt wohl kaum in der Politik sondern vielmehr in der Untätigkeit der lokal zuständigen Staatsanwaltschaft und Gerichte, zum richtigen Zeitpunkt tätig zu werden und die Bevölkerung vor solchen gewaltbereiten und Gewalt ausübenden Personen zu schützen.

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nesmo 08.06.2018, 22:53
19. Es war unmöglich

für die riesige Menge an Flüchtlingen plötzlich geordnete Verfahren einzuführen. Das Bamf war schon vorher total überlastet. Frau Merkel und der BAMF-Chef sagen dies zu Recht. Aber Merkel wollte es trotzdem und sie wollte zusätzlich, dass die Anträge vor der Wahl 2017 schnellsten abgearbeitet sind. Sagen Bamf-Leiter. Also wurden die Anträge durchgewunken. Wer also mit Frau Merkel die viel zu große Menge aus humanitären Gründen reinlassen wollte, darf sich nicht beschweren, wer A sagt muss auch B sagen.

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