Forum: Politik
Mueller-Bericht: Trumps halber Sieg
Kevin Lamarque/REUTERS

Der Bericht von Russlandermittler Robert Mueller ist eine gute Nachricht für Donald Trump. An der Spaltung der US-Gesellschaft wird er nichts ändern - und das ist auch die Schuld des Präsidenten.

Seite 2 von 9
iasi 25.03.2019, 06:34
10. Also keine Russlandaffäre - und somit begründete Kritik von Trump ...

... an den Untersuchungen. Dass bei solch intensiven Untersuchungen etwas zu Tage kommt, ist logisch - auch wenn zum eigentlich Thema, nämlich der Frage, ob Russland kurz vor der US-Wahl Informationen erlangt und veröffentlicht hatte, nichts ermittelt werden konnte.
Letztlich war und ist vergeudete Zeit und Energie, die von den Demokraten wohl besser für eine politische Auseinandersetzung verwendet worden wäre. Nun war diese Dreckwühlerei jedoch bestimmendes Thema in den Medien und hat die wirklich wichtigen politischen Themen überdeckt.
Trump habe gegen das politische Establishment gesiegt, hieß es. Dies bewahrheitete sich, als die Medien, als Teil dieses Establishment, sich gegen Trump positionierte und ihre Objektivität aufgab.
Die wahren Verlierer sind die Medien. Da hilft es auch nichts, wenn nun berichtet wird, es sei noch nicht vorbei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heinri_sch 25.03.2019, 07:12
11. @beatzekatze

Wieso haben sich denn die Demokraten gehörig verschätzt? Sie haben auf die Untersuchung gedrängt und damit Trump zu so vielen Fehlern gezwungen. Für sie zählt vielleicht nur das Ergebnis, aber die Art und Weise wie Trump versucht hat, die Untersuchung zu bekämpfen und wie er sich dabei verstiegen hat, hat genug eigenen Schaden angerichtet. Zudem haben die Demokraten seit einiger Zeit gesagt, sie werden Trump nicht "impeachen", auch im Fall einer Anklage nicht. Somit haben sie schon seit längerem damit gerechnet, dass der Bericht nicht das gewünschte Ergebnis liefern wird. Der Fall wird trotzdem an Trump kleben wie Pech und auch ein halber Freispruch wird ihn nicht sympathischer machen bei dem Durchschnittsamerika, nur bei seinen Stammwählern. Ich bitte sie vielleicht nicht so schnell in die Tasten zu hauen und kurz zu reflektieren, denn auch ihr vorletzter Satz ist so unbelegt, wie er Kaffeesatzleserei ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon_4_me 25.03.2019, 07:30
12. Darf ich

eine andere Perspektive anbieten? Dadurch, dass Special Council Mueller ein professionelles Dokument abgeliefert hat, das nicht einfach so in die vorgefertigten, weit geöffneten Schubladen passt, hat er mehr für eine Überwindung der fatalen Spaltung des normalen Amerikas getan als jeder andere vor ihm seit Newt Gingrich vor beinahe 30 Jahren seinen unsäglichen Polarisierungskampf begann. Denn nun ist es doch schwerer geworden, die Justizbehörden der Hexenjagd oder der persönlichen Vendetta gegen DJT zu bezichtigen. Andererseits: Über 30 Anklagen oder sogar Verurteilungen sind nicht nichts. Vergessen wir nicht, wie knapp Trump gewonnen hat. Ein paar Tausend Wähler in Ohio und Wisconsin, die beim nächsten Mal ihr Kreuz woanders machen und willkommen, Prösident O‘Rourke.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
henryhitman 25.03.2019, 07:31
13. Ein klarer Sieg...

Der Spiegel ist total borniert und macht sich Unglaubwürdig. Für Trump ist der Bericht ein klarer Sieg, wie auch Zeit Online schreibt. Man sollte sich lieber auf die nächsten Präsidentschaftswahlen konzentrieren um eine zweite Amtszeit von Donald Trump zu verhindern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quatermain4000 25.03.2019, 07:44
14. Ermittlungsfehler

Mueller hat es versaeumt Trump und die anderen Trumps und Associates unter Eid aussagen zu lassen. Was immer ihn dazu bewogen haben mag, es beschaedigt die Glaubwuerdigkeit seiner Schlussfolgerungen die wir auch nur in der Version des Herrn Barr kennen. Und diesen hat Trump aus zwei Gruenden vor allem als Justizminister installiert mit Hilfe der Senat Republikaner"zum Einen weil er schon vor fast zwei Jahren zu seinem jezt veroeffentlich Fazit gekommen war - im famosen Memorandum mit dem er sich Trump andiente; zum Anderen weil er einen 'proven record' als Weisswaescher hat, einen Job den er schon unter Bush 2 erfolgreich absolvierte. Ein nachweislich korrupter und womoglich krimineller und offen rassistischer Praesident und sein willfaehriger Helfer, eine unendliche Geschichte aus kriminellen Taten und gnadenlosem Opportunismus. Denke ich an die USA in der Nacht, werd' ich um den Schlaf gebracht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tonhalle 25.03.2019, 07:48
15. keine Ahnung von den USA...

möchte ich diesen Artikel zusammenfassen.
Unsere, europäischen Maßstäbe können hier einfach nicht zur Anwendung kommen.
"The Winner takes it all" ist kein ABBA Hit (OK, nicht nur), sondern ein Fundament der USA und deren Bürger!
So traurig das aus nahezu allen Blickwinkeln ist, ausschließlich der gewählte Präsident wird für sich Vorteile erreichen können.
Es geht und ging da nie um die optimale Lösung für ein Land, sondern um das Ego einer einzelnen Person, die wegen Unzulänglichkeiten im dortigen Demokratieverständnis, nebst Wahlsystem, objektiv zu viel Macht hat.
Und nun, wollen die Amerikaner ihr System in die Neuzeit führen? Nein, wollen sie nicht, denn the Winner takes it all!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
anboes 25.03.2019, 07:48
16. Interessante Tatsachen, die Sie ansprechen.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Putin am besten dasteht. Wäre ihm nachzuweisen, dass er Einfluss auf die USA-Präsidentschaft genommen habe, hätte niemand anderes so laut aufgeschrien wie die Amerikaner, die regelmäßigen Einfluss auf ihnen nicht genehme Regierungen nehmen, bis hin zu blutigen Auseinandersetzungen.
Bisher ist nur der offizielle Müller-Bericht auf dem Tisch, der scheinbar keine Handlungsvorgabe macht.

Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
catharsis 25.03.2019, 07:54
17. @aequitas12

Volle Zustimmung. Genau das habe ich mich auch gefragt.
„No collusion“ ist DEFINITIV gelogen, zumal ja auch der für Trump arbeitende Manafort bereits u.a. wegen „Verschwörung gegen die USA“ verurteilt wurde.
Die Sache stinkt gewaltig. Und eine Gruppe, von der man weiß, dass sie anhaltend lügen und auch sonst vor keiner Straftat Skrupel zeigen („I could shoot somebody in fifth avenue, anddtill not lose voters“ -Trump), als „Sieger“ darzustellen, entlarvt den überwältigenden Verlust rechtsstaatlicher Gesinnung und Moral auch hier.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
anboes 25.03.2019, 07:56
18. Es spricht für Müller,

dass er keine Bewertung abgab. Das bestätigt seine Neutralität und verschont ihn vor unberechtigter Rache. Und bei einer evtl. Weiterentwicklung dieses Vorgangs wird Müller keine Beeinflussung nachgesagt werden können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
login37 25.03.2019, 08:00
19. Abbitte Herr Nelles

Herr Nelles hat den Lesern bei SPON monatelange suggeriert: Jetzt wird es ganz eng für Trump. Jetzt haben sie ihn am Wickel. Jetzt zieht sich die Schlinge zu. Müller hat so viel gesammelt. Da kommt er nicht mehr raus.

Und jetzt kann Herr Nelles auch nicht einräumen, dass er falsch lag. Er kann nur einen halben Sieg für Trump einräumen. Es ist aber kein halber Sieg für Trump. Es ist ein ganzer Sieg. In Sachen Russlandverstrickungen ist Trump entlastet und darum ging es im wesentlichen bei den Untersuchungen.

Bitte nicht falsch verstehen: ich halte Trump für einen ungebildeten, unfähigen Narziss und den wahrscheinlich schlimmsten Präsidenten der US-Geschichte. Ich wäre froh, wenn er noch heute aus dem Amt gejagt wird. Aber es bringt niemanden weiter, wenn Journalisten nicht die Realitäten berichten sondern getrieben von persönlicher Abneigung ein Zerrbild zeichnen. Und das erleben wir leider in vielen Medien und es ist ein Grund, warum Medien zunehmen weniger vertraut wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 9